Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

Apple übernimmt AI-Startup Huxe – aber nicht ganz

Apple hat sich in der vergangenen Zeit im Bereich künstlicher Intelligenz nicht mit Ruhm bekleckert. Viele angekündigte Funktionen von Apple Intelligence kamen erst vor Kurzem, mit zwei Jahren Verspätung, und auch nur durch Unterstützung mit einem milliardenschweren Google-Deal. Kein Wunder, dass man in Cupertino offenbar weiterhin daran arbeitet, längerfristig unabhängiger von der KI-Technologie anderer Anbieter zu werden. Wie eine Bekanntmachung der Homepage der EU zum Digital-Service-Act preisgibt, hat Apple bereits im Juni beim AI-Startup Huxe zugeschlagen, das ehemalige Google-Mitarbeiter 2024 gegründet hatten.


Google NotebookLM reloaded
Bevor Huxe 2024 von Raiza Martin, Jason Spielman und Stephen Hughes aus der Taufe gehoben wurde, waren alle drei bei Google tätig, wo sie an NotebookLM gearbeitet haben, das inzwischen Gemini Notebook heißt. Huxe wies dabei im Wesentlichen dieselben Funktionen wie NotebookLM auf und diente als Recherchewerkzeug, mit dem Inhalte auch in einen personalisierten Podcast gepackt werden konnten. Die Vergangenheitsform ist hier wichtig, denn Ende Mai 2026 stellte das Startup den Betrieb ein.

Apple übernimmt nur Urheberrechte und Mitarbeiter – nicht das ganze Unternehmen
Diese Gelegenheit nutzte Apple offenbar bereits im Juni, ohne das Startup komplett zu übernehmen. Gesichert hat man sich in Cupertino den bekannten Informationen nach nur nicht-exklusive Nutzungsrechte am geistigen Eigentum von Huxe und die Mitarbeiter – jedenfalls darf Apple ihnen Angebote für eine Beschäftigung unterbreiten. Diese Form von "acqui-hires" wird immer häufiger für Übernahmen verwendet, erntet aber auch Kritik. Größere Unternehmen könnten auf diese Weise geltende Prüfungsvorschriften bei Firmenkäufen umgehen.

Apples Pläne unbekannt
Wie die Technologie von Huxe dabei helfen soll, Apples eigenes KI-Ökosystem zu verbessern, hat das Unternehmen nicht bekannt gegeben. Der Fokus auf natürliche Interaktionsformen mit KI – also nicht schriftlich – passt gut zum aktuellen Trend, KI immer weiter in Richtung sprachgesteuerter Assistenten zu verschieben. Ein bekanntes Beispiel dafür ist auch der wohl von OpenAI angepeilte Lautsprecher, der in Zusammenarbeit mit Jony Ive entwickelt wird und ChatGPT stärker in den Alltag der Menschen integrieren soll.

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.