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App-Store-Chef spricht über Gaming und die Perspektive von Apple Arcade

Apple hat im Laufe der vergangenen Jahre immer wieder Vorstöße unternommen, Gaming auf seinen Plattformen verstärkt in den Vordergrund zu rücken. Der Erfolg war gemischt und häufiger stellten sich Beobachter die Frage, ob oder wie Apple dieses Ansinnen dauerhaft weiterverfolgen möchte. Als Apple Arcade 2019 vorgestellt wurde, rechneten einige damit, dass das Angebot bald wieder eingestellt würde. Arcade gibt es bis heute – und dies wird auch so bleiben, glaubt man dem im August zum App-Store-Chef beförderten Carson Oliver. Anlässlich der "Indie Games Week" stand er Polygon in einem E-Mail-Interview Rede und Antwort.


Apple Arcade soll bleiben
Apple gibt keine internen Zahlen bekannt, daher lässt sich von außen nicht abschätzen, wie die Nutzungszahlen des Gaming-Abos Apple Arcade aussehen. Oliver lässt jedoch durchblicken, dass Arcade weiterhin Teil von Apples Strategie im Spielebereich bleibe. Es sei gewünscht, Entwickler flexibel dort abzuholen und zu unterstützen, wo sie stehen. Dazu gehöre die Möglichkeit, Apps auf unterschiedliche Art anzubieten, nicht nur als Kaufversion oder per In-App-Inhalten.

Was Apple besser machen möchte als große Gaming-Plattformen
In einer Flut von Angeboten von Gamern gefunden und wahrgenommen zu werden, sei eine große Herausforderung – vor allem auf den dominierenden Plattformen wie Steam oder Nintendo Switch eShop. Um Programmierer mit ihrer Sichtbarkeit zu unterstützen, gebe es laut Oliver das globale Editorial Team, das ständig nach neuen Spielen suche. Außerdem gebe man eine Reihe an Werkzeugen zur Hand, um unabhängigen Entwicklern mehr Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen, ihre Produkte zu promoten. Beispielsweise könnten sie Artwork hinzufügen oder Hintergründe zur Geschichte eines Games bereitstellen.

Fortschritte auch bei Hardware
Im Bereich Hardware sieht Oliver in den vergangenen Jahren ebenfalls große Fortschritte, um Apple-Geräte für Gaming attraktiver zu machen. Dass inzwischen eine ganze Generation von Spielern ihre ersten Erfahrungen mit Computer-Games auf touchscreen-basierten Geräten wie einem iPhone hatten – nicht mehr auf PCs oder Konsolen wie früher – sei zusätzlich hilfreich. Die im Moment sehr hohen Preise für Speicher begünstigen es in seinen Augen ebenso, dass noch mehr Gamer auf ihre iPhones oder iPads zum Zocken zurückgreifen.

Kommentare

Macbook_User20.10.26 12:30
Offener sein beim Gameing, den Store nicht als only betrachten, Studios kaufen, MS möchte welche abgeben, Verträge schließen mit Studios, M6 oder M5 in den Apple TV und mit maximaler GPU Power ausstatten, zum vertretbaren Preis. Rückt man mit Sony in Konkurrenz aber als Apple Plattform only wird das nichts.

Persönlich meine ich mich dran zu erinnern das man den wenigen Unterstützern mal ins Gesicht gespuckt hat.

Mantel statt Direct X, hohe Preise wenig Leistung beim Gameing, 32 Bit aus und damit auch Games aus der Zeit…


Die machen das schon
+4
Frank Drebin
Frank Drebin20.10.26 13:23
Also Apple hat alle Voraussetzungen jetzt müssen die nur noch die Punkte miteinander verbinden App Store > Arcade > AppleTV! Zudem müsste der App Store endlich mal mehr Apps und Games zeigen und nicht seit Jahren immer das Gleiche featuren. Es wirkt so als gäbe es nur eine Handvoll Apps und Games für die Apple Produkte…
-1
tjost
tjost20.10.26 14:13
Auf dem Mac gamen geht, ist aber scheiße und nicht gern gesehen von Apple, man verdient nicht genug.
Apple muss sich dringend wandeln so wie alle gerade denn besser wird da aktuell nichts.
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gritsch20.10.26 14:22
Soviel ich weiß gilt bei Arcade ja der Zwang dass die Games auf allen Platformen laufen. Das ist für mich ein No-Go denn Games die ich auf dem Mac spielen würde (Ego-Shooter zB oder Diablo etc), funktionieren euf einem winzigen Display mit Fingersteuerung einfach nicht.
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JNLN20.10.26 18:33
Apple Arcade hatte ich zwei Mal für ein paar Monate abonniert und dann wieder gekündigt. Genutzt habe ich es auf Apple TV mit zusätzlichen Controller.
Es gibt ein paar wenige interessante Spiele, mit denen ist man nach kurzer Zeit durch und das war's dann. Das ohnehin magere Angebot wird nicht mal im Lauf der Jahre größer, weil anscheinend genau so viele Spiele wieder aus Arcade verschwinden wie neue dazukommen.

Auf dem Mac liegt das Problem in der Software: Man kann den Studios nicht proprietäre Frameworks vorgeben und erwarten, dass sie dafür mit viel Aufwand für einen relativ kleinen Marktanteil zusätzlich entwickeln.
Entweder muss man sie massiv unterstützen (auch mit Geld), um den Markt zu vergrößern, oder man muss Frameworks schaffen, die zu anderen Plattformen kompatibel sind (z.B. DirectX), um den Aufwand zu minimieren. (Das betrifft hauptsächlich große Projekte mit eigener Engine; wer Unity, Unreal & Co nutzt, hat es leichter, auch für den Mac zu publizieren.)

Trotz allem gibt es aber auf dem Mac inzwischen mehr als genug Spiele aller Art, um sich gut zu unterhalten. Im Steam-Shop gibt es ca. 60.000 Mac-Titel (vs. 260.000 Windows-Titel).
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