iOS 27 wird prominenter vorgeschlagen – langsamere Verbreitung als Vorgänger


Will man unmittelbar um 19 Uhr nach dem Release eines neuen Betriebssystems für das iPhone oder den Mac die Aktualisierung durchführen, muss man sich auf lange Wartezeiten beim Download einstellen, unabhängig von der Geschwindigkeit der eigenen Internetverbindung. Der Grund dafür ist die Anzahl der gleichzeitigen Anfragen auf der Serverseite. Andere Nutzer warten lieber erst einmal ab. Im Falle von Produktivsystemen ist dieses Vorgehen oftmals sogar vernünftiger. Apple stellt schließlich auch für das Vorgänger-OS weiterhin Updates bereit, die den
größten Teil der Sicherheitslücken schließen. Um das aktuelle OS flächendeckend zu verteilen, geht Apple mit größer werdendem Abstand zum Veröffentlichungszeitpunkt aber aktiver dazu über, zur Installation zu animieren. So auch jetzt bei iOS 27.
iOS 27 jetzt Vorauswahl bei den SystemupdatesBisher wurde im Bereich Einstellungen
Allgemein
Softwareupdate weiterhin iOS 26.7.1 als erste Option für ein Update angezeigt – sofern man noch auf der 26er-Version unterwegs war. Unter der Überschrift "Auch verfügbar" war nur am unteren Rand des Bildschirms iOS 27 zu finden. Dieses Vorgehen hat der iPhone-Hersteller jetzt
umgedreht. Seit wenigen Tagen ist iOS 27 die voreingestellte und gut sichtbare erste Option, wenn man das Menü für die Softwareaktualisierung öffnet. Das ältere System iOS 26.7.1 steht weiter zur Verfügung und wird auch nach wie vor Updates erhalten. In Zeiten von kurzen Aufmerksamkeitsspannen kann der Schritt aber durchaus so verstanden werden, dass man Nutzer subtil auf die neue Version lenken möchte.
Installationsrate von iOS 27 angeblich deutlich hinter VorgängersystemenSpannend sind in diesem Kontext
Analysezahlen von Widgetsmith, die eine deutlich zurückhaltendere Annahme von iOS 27 als bei den vorhergehenden iOS-Upgrades belegen wollen. Laut der von David Smith aufgestellten und von John Gruber als
plausibel befundenen Hypothese liegt die Ursache bei Apple selbst: Da die meisten Nutzer über automatische Updates auf das neue System kommen, wäre ein bewusst langsameres Ausrollen der Grund. Hintergrund sei das Bestreben, die Infrastruktur hinter Siri AI nicht durch zu viele Anfragen gleichzeitig zu überlasten.