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"Minions" für KI – Apple stellte Konzept für Bündelung von GPU-Power vor

Hardware mit integriertem Speicher ist im Moment sehr teuer. Dies liegt vor allem an der enormen Nachfrage nach dem (Aus)Bau von KI-Rechenzentren. Um Kosten zu sparen, ist daher naheliegend zu prüfen, wie sich schon bestehende Ressourcen effektiver einsetzen lassen. Dies hat man bei Apple intensiv getan. Herausgekommen ist mit "Minions" ein überzeugendes Konzept für den Zusammenschluss von macOS-Computern, um deren gerade nicht benötigte GPU-Kapazitäten in einer virtuellen Cloud zu bündeln. Mit diesem jetzt dokumentierten Verfahren lassen sich anspruchsvolle KI-Aufgaben deutlich schneller abwickeln, ganz ohne zusätzliche Hardware.


Nicht genutzte GPU-Ressourcen werden zusammengeschaltet
Die Idee ist einfach: Verwendet ein Mac seine verbauten GPU-Kerne gerade nicht, lassen sie sich anderweitig nutzen. Da die wenigsten Geräte dauerhaft unter Volllast arbeiten und die Kerne im Alltag eher punktuell zum Einsatz kommen, ist dieser Zustand sogar der Standard. Mit dem von Apple entwickelten und in einem Research-Paper erläuterten Konzept präsentiert das Unternehmen aus Cupertino eine virtuelle Cloud, in der aus nicht genutzten GPU-Kapazitäten ein Rechenverband für anspruchsvolle Inferenz-Aufgaben entsteht. Der Zusammenschluss ist dynamisch gestaltet, das heißt, ein Arbeitsauftrag wird in kleinere Einzelteile zerlegt und dann den Untereinheiten zugewiesen. Fällt ein Gerät aus – zum Beispiel weil es seine GPU auf einmal selbst benötigt oder es jemand ausschaltet – landet die Aufgabe woanders.

Apple-Silicon-Prozessor ist Voraussetzung
Theoretisch funktioniert Minions mit allen Computern, die unter macOS laufen und mit einem Apple-Silicon-Chip ausgestattet sind. Abgesehen davon spiele es keine Rolle, ob es sich um einen Mac mini, Mac Studio oder ein MacBook handelt. Bei internen Versuchen gelang es dem Paper zufolge, Inferenz-Aufgaben innerhalb von ein paar Minuten zu beginnen, was vorher rund 10 Stunden dauern konnte – nur mit ohnehin bereits vorhandener Hardware. Der Zugewinn ist tatsächlich beträchtlich, sollten sich diese Ergebnisse im realen Alltag reproduzieren lassen.

Datenschutz spielt ebenfalls eine Rolle
Minions funktioniert nicht nur als ein großer Block. Die Nutzung isolierter Recheneinheiten wird ebenfalls unterstützt. Insbesondere bei unterschiedlichen unternehmensinternen Teams kann das sinnvoll sein, um Daten voneinander getrennt zu halten. Mit dem bisherigen Stand lassen sich mit Minions nur Inferenzen ausführen – also Aufgaben unter Verwendung bestehender KI-Systeme abarbeiten. In der Zukunft sei auch die Möglichkeit vorgesehen, KI-Modelle zu trainieren. Ob und wann das Konzept für die Allgemeinheit verfügbar gemacht wird, ist nicht bekannt.

Kommentare

fronk
fronk19.10.26 14:09
Nur wie ist das gemeint? Webweit also weltweit oder nur innerhalb eines Unternehmens? Das erinnert an SETI.
„Love had surely made us all and hate would surely make us fall.“ Elvis Presley
+1
aMacUser
aMacUser19.10.26 14:11
fronk
Nur wie ist das gemeint? Webweit also weltweit oder nur innerhalb eines Unternehmens? Das erinnert an SETI.
Ich denke, dieser Satz beantwortet deine Frage mehr oder weniger:
MTN
Ob und wann das Konzept für die Allgemeinheit verfügbar gemacht wird, ist nicht bekannt.
Aktuell nutzt Apple das scheinbar nur unternehmensintern.
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macuser22
macuser2219.10.26 14:17
Headline: stellte oder stellt? Und wem eigentlich, also wer ist die Zielgruppe? Oder ist es noch Proof of Concept? Ich finde Peer-2-Peer Konzepte grundsätzlich sehr spannend. Ähnlich wie verteilte Stromspeicher in E-Autos als Puffersystem. Oder eben auch SETI.
Erkenne dich selbst –//– Nichts im Übermaß
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Marcel Bresink19.10.26 14:29
Vor etwa 25 Jahren waren solche Techniken gerade besonders in, um ungenutzte Rechenkapazitäten in großen Firmennetzwerken verfügbar zu machen. Interessant, dass das jetzt wieder an Bedeutung gewinnt.

Apple hatte das für Mac OS X unter dem Namen "Xgrid" Anfang 2004 als kommerzielle Software-Lösung eingeführt, zunächst als Preview-Version. Das war noch bevor SETI@home veröffentlicht wurde.
+1
maculi
maculi19.10.26 14:32
Erinnert an die gemeinsame CPU-Nutzung, wie hier beschrieben und dargestellt.
Irgendwie logisch: Erst die CPUs, jetzt eben dasselbe noch mit den GPUs.
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LoCal
LoCal19.10.26 14:52
W
Marcel Bresink
Vor etwa 25 Jahren waren solche Techniken gerade besonders in, um ungenutzte Rechenkapazitäten in großen Firmennetzwerken verfügbar zu machen. Interessant, dass das jetzt wieder an Bedeutung gewinnt.

Apple hatte das für Mac OS X unter dem Namen "Xgrid" Anfang 2004 als kommerzielle Software-Lösung eingeführt, zunächst als Preview-Version. Das war noch bevor SETI@home veröffentlicht wurde.

Seti@home lief lange vor XGrid. Ich hab schon unter mit BeOS bei Seti@home mitgemacht.

Wikipedia sagt ab 1999.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
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