Die ersten Hands-on-Erfahrungen mit Apples HomeView


"Nicht überzeugend", so das erste Urteil eines frühen Testers, der gestern in New York einige Minuten mit dem neuen HomeView verbringen durfte. Jene Beurteilung stammt nicht von irgendjemandem, sondern vom bekannten Tech-YouTuber
Marques Brownlee. Zwar lobt er das Display und die schnelle Personalisierung, doch angesichts des Kaufpreises fällt es ihm schwer, eine überzeugende Kaufempfehlung auszusprechen. Brownlee stört sich unter anderem am eingeschränkten Softwareangebot, denn HomeView besitzt keinen eigenen App Store. Auch die Wandversion wirft Fragen auf. Diese kostet genauso viel wie das Tischmodell, verfügt jedoch nicht über dessen umfangreiches Lautsprechersystem. Die notwendige Wandhalterung muss zusätzlich erworben werden. Im Vergleich mit den günstigeren Smart-Home-Bildschirmen von Amazon und Google erscheint ihm Apples Angebot insgesamt wenig attraktiv.
Gizmodo hingegen begeistertGegensätzlich fallen hingegen die Rückmeldungen bei
Gizmodo aus. HomeView sei möglicherweise die hochwertigste Smart-Home-Zentrale, die er bislang ausprobiert habe. Im Vergleich wirkten Amazons Echo Show und Googles Nest Hub geradezu billig. Auch der Klang habe ihn überrascht. Selbst bei voller Lautstärke liefere die Tischversion kräftige Bässe ohne hörbare Verzerrungen. Allerdings weist der Tester auf ein praktisches Problem hin. Das Stromkabel misst lediglich 1,5 Meter, was die Aufstellung erschweren könnte. Bei Apples Vorführgeräten auf Kücheninseln waren deshalb sogar Löcher in die Arbeitsplatten gebohrt worden, um die Kabel möglichst unsichtbar zu verlegen.
HomeView als KüchenhelferEine praktische Anwendung für die heimische Küche hebt
Kate Kozuch von Tom's Guide hervor. HomeView kann Rezepte aus dem Internet übernehmen, die Zutaten aufbereiten und die Zubereitung in einzelne Schritte gliedern. Zeitangaben werden dabei automatisch erkannt und als direkt verwendbare Timer angeboten. Generell könne HomeView für Nutzer interessant sein, die bislang kaum vernetzte Haushaltsgeräte besitzen, außerdem stehen bekanntlich FaceTime, Musik, Kalender und Fotos zur Verfügung.
Erstes Feedback: Hardware top – aber was ist mit dem Nutzwert?Aus den ersten Erfahrungsberichten zeichnet sich somit ein recht einheitliches Bild hinsichtlich der Hardware ab. Apple habe ein ausgesprochen hochwertiges Gerät mit überzeugendem Bildschirm, flüssiger Oberfläche und durchdachter Bedienung entwickelt. Unterschiede zeigen sich vor allem bei der Einschätzung, wie viel zusätzlichen Nutzen HomeView im Alltag tatsächlich bietet – auch angesichts des veranschlagten Preises. Ob das Unternehmen mit dem HomeView eine Frage beantwortete, die vorab jemand stellte, darin scheiden sich die Geister.