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Nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen ging es für Googles Aktie erst einmal bergab; im nachbörslichen Handel fiel der Wert der Aktie um beinahe zehn Prozent. Grund dafür waren die als eher enttäuschend eingestuften Ergebnisse. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn entsprach Google nicht den Erwartungen. Auch wenn der Umsatz innerhalb eines Jahres um 25 Prozent auf 8,13 Milliarden Dollar stieg und der Gewinn auf 3,51 Milliarden Dollar zulegte, hatten die meisten Marktbeobachter mit besseren Werten gerechnet. Googles CEO Larry Page wies auf das hohe Wachstum von Android, Gmail und Google+ hin und verkündete, dass Google+ nun mehr als 90 Millionen Nutzer verzeichne. Besorgt reagierten Beobachter allerdings auf die Entwicklung der Werbepreise; die durchschnittlichen Kosten pro Klick gingen zurück, was eine in den vergangenen zwei Jahren keinmal beobachtete Entwicklung ist. Da Google zwar viele Projekte betreibt, jedoch einen überragenden Teil des Umsatzes im Werbemarkt erzielt, reagieren Anleger sehr empfindlich, wenn in diesem Bereich für Google negative Tendenzen auftreten. Ebenfalls skeptisch beurteilt wird Googles Übernahme von Motorola Mobility und die dadurch resultierenden Geschäftsabsichten. Der Einstieg in den mit geringen Margen operierenden Hardware-Markt könnte andere Android-Hersteller abschrecken, sodass Google weder Gewinne damit erzielt, noch das Android-Wachstum konstant bleibt. Angesichts der sehr guten Quartalsergebnisse von Microsoft, Intel, IBM und in der nächsten Woche auch Apple blicken Marktbeobachter und Anleger mit Sorge auf Googles Entwicklung. Schon im letzten Jahr kamen mehrfach Zweifel auf, ob sich Google nicht mit verschiedenen Projekten verzettelt, die alle wenig rentabel sind, während der Geschäftserfolg komplett vom sich rasch verändernden Werbemarkt abhängt. (fen)
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