21. März 2011

Bild zur News "Security Update 2011-001 für Leopard verfügbar"Noch ein weiteres Update hält Apple am heutigen Abend bereit. Das "Security Update 2011-001" richtet sich laut Apple an Benutzer mit Mac OS X 10.5.8 und neuer. Etwas Verwirrung schuf die Tatsache, dass Apple die neue Version erst mit "Snow Leopard" überschrieben hatte, dann jedoch auf "Leopard" korrigierte. Ruft man das Support-Dokument zum Leopard-Update auf, so ist die Systemvoraussetzung dann angeblich "10.6.6", wenngleich das dort verlinkte Dokument von 10.5.8 bis 10.6.6 spricht. Für 10.5.8 beseitigt Apple unter anderem Sicherheitslücken in den Bereichen Apache, bzip2, ImageIO, Kerberos, Libinfo, libxml, QuickLook und X11.
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Bild zur News "Displayflackern beim neuen MacBook Pro soll mit 10.6.7 behoben sein"In Apples offiziellen Supportforen wurde unter anderem ein Problem beim neuen MacBook Pro geschildert, das zu flackernder Bildwiedergabe führen konnte. Auch in Verbindung mit externen Monitoren kam es hin und wieder zu Kompatibilitätsproblemen. Apple nahm sich mit Mac OS X 10.6.7 des Fehlers an. Wer mit einem neuen MacBook Pro nach Update sucht, erhält eine spezielle Version von Mac OS X 10.6.7 mit ausführlicherer Updatebeschreibung. Einer der zusätzlich eingefügten Punkte beschreibt die erwähnten Grafikprobleme - diese sollen nach Installation der Vergangenheit angehören. Die heute ebenfalls diskutierte Meldung über Stabilitätsprobleme unter Last scheint hingegen mit 10.6.7 noch nicht beseitigt zu sein, da Apple vermutlich explizit auf die Behebung hingewiesen hätte. Sofern die Aussage des Supportmitarbeiters stimmt ist aber auch in diesem Fall mit einem Update zu rechnen.
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Bild zur News "Apple veröffentlicht Mac OS X 10.6.7"Nach acht Entwicklerversionen seit Januar steht ab sofort die finale Version von Mac OS X 10.6.7 über die Software-Aktualisierung zur Verfügung. Mac OS X 10.6.7 behebt in erster Linie Fehler und soll Stabilität und Zuverlässigkeit des System verbessern. Die neue Version gibt es wie üblich als Updates für Client und Server, entweder als direktes Update von 10.6.6 auf 10.6.7 oder als Combo-Update, wenn 10.6.0 bis 10.6.5 auf 10.6.7 aktualisiert werden sollen. In der Updatebeschreibung macht Apple folgende Angaben:
Das 10.6.7 Update wird allen Benutzern von Mac OS X Snow Leopard empfohlen. Es enthält allgemeine Fehlerbehebungen für das Betriebssystem zur Optimierung der Stabilität, Kompatibilität und Sicherheit Ihres Macs, einschließlich folgende Fehlerbehebungen:

  • Verbesserte Zuverlässigkeit von „Zugang zu meinem Mac"
  • Beheben eines Problems beim Übertragen von Dateien auf bestimmte SMB-Server
  • Beheben von kleineren Problemen beim Mac App Store
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Bild zur News "Keine Hinweise mehr auf verschobenen iPad-Start in Europa"Angesichts des hohen Interesses am neuen iPad 2 sowie der Meldung, dass die meisten US-Verkaufsstellen nur noch sehr geringe Lagerbestände besitzen, lag der Verdacht nahe, sich auch in diesem Jahr auf eine verpätete europäische Markteinführung einstellen zu müssen. Vor einem Jahr hatte Apple bekannt gegeben, den Verkaufsstart in Europa um einen Monat zu verschieben. In diesem Jahr scheint sich dies nicht zu wiederholen, lediglich in Japan wird das iPad 2 erst einmal nicht angeboten. Auch tschechische Kunden müssen wohl nicht einen Monat länger warten; hieß es am Wochenende auf Apples Produktseiten noch, das iPad 2 werde in Tschechien erst ab dem 25. April angeboten, so korrigierte Apple jetzt die tschechische Übersetzung und nennt ebenfalls den 25. März. In Großbritannien kursierten ebenfalls Gerüchte über eine offizielle Verschiebung, ein Apple-Sprecher räumte dieser aber aus und bestätigte den 25. März. Da es so kurz vor dem angekündigten Verkaufsstart nicht mehr wahrscheinlich ist, dass Apple den Start absagt, kann also von einer pünktlichen Produkteinführung ausgegangen werden. Die Liefersitation ist mit Sicherheit sehr angespannt und schon bald dürfte das iPad 2 auch bei uns ausverkauft sein, zumindest steht aber dem 25. März nichts im Wege.
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Bild zur News "Firefox 4 erschienen - inoffiziell"Während sich der bekannte Web-Browser Firefox 4 noch nicht direkt von der Webseite der Mozilla Foundation herunterladen lässt, steht er nach zwölf Beta-Versionen und zwei Release Candidate nun seit dem Wochenende aber bereits über FTP zum Download bereit. Mit der neuen Version deren Entwicklung zu zahlreichen Verzögerungen führte, schließt Firefox bei der HTML5-Unterstützung zu anderen Browsern auf, beispielsweise in den Bereichen 3D und Animationen. Damit einher wurde dank der neuen Jägermonkey-Engine die Geschwindigkeit von JavaScripts noch einmal deutlich erhöht. Weitere Verbesserungen wurde an der Programmoberfläche und den Sicherheitsfunktionen vorgenommen. Offiziell wird Firefox 4 voraussichtlich erst morgen erscheinen und als Download von der Homepage zur Verfügung stehen. Die neue Version setzt mindestens Mac OS X 10.5 voraus.
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Bild zur News "Opera 11.10 mit verbessertem Adobe Flash, HTML5 und Speed Dial"Opera hat eine erste Beta von der kommenden Version 11.10 veröffentlicht, mit der einmal mehr die HTML5-Unterstützung des Web-Browsers verbessert wurde. Darüber hinaus wurde die Programmoberfläche von Opera überarbeitet und damit einher eine neue Speed Dial Ansicht integriert. Diese lässt sich nun einfacher konfigurieren und mit einem Hintergrundbild versehen. Darüber hinaus wurde die Plugin-Installation von Adobe Flash vereinfacht und erfolgt nun mit einem Klick automatisch im Hintergrund. Neu ist die Unterstützung von WOFF (Web Open Font Format) und WebP, dem von WebM abstammenden Bildformat. Opera 11.10 benötigt einen Mac mit Intel-Prozessor und ist als Download rund 14 MB groß.
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Bild zur News "Warren Buffett spricht über Apples Aktie"Seit Jahren wird Apples Wertpapier von vielen Investoren und Analysten umjubelt. In der Tat legte das Wertpapier erheblich zu und macht Apple inzwischen zu einem der wertvollsten Unternehmen an der Börse. Der bekannte Großinvestor Warren Buffett zeigt allerdings weniger Begeisterung für "AAPL". Der Grund: Apples Zukunft ist seiner Meinung nach schwerer vorherzusagen, als es bei anderen Unternehmen der Fall wäre. Bei einem Unternehmen wie Coca Colar sei es zum Beispiel besser abzuschätzen, wie die wirtschaftliche Situation in fünf oder in zehn Jahren aussieht. Auch wenn Apples Zukunft in höchstem Maße positiv ausfallen würde, so sei es dennoch kaum möglich, dies jetzt bereits realistisch einschätzen zu können. Aus diesem Grund konzentriert sich Buffett, einer der weltweit reichsten Männer, auf Branchen und Unternehmen, die bessere Prognosen ermöglichen.
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Bild zur News "Weitere Informationen zum nächsten iOS-Update"Kurz nach Beginn des Pwn2Own-Wettbewerbs wurde bereits bekannt, dass eine Sicherheitsaktualisierung für iOS 4.3 nicht mehr weit entfernt ist. Die von Charlie Miller ausgenutzte Sicherheitslücke ermöglichte es, das neue Sicherheitsfeature ASLR (Address Space Layout Randomization) zu umgehen, welches mit iOS 4.3 eingeführt wurde. Boy Genius Report nennt jetzt noch weitere Verbesserungen, die iOS 4.3.1 mitbringen soll. Enthalten sind demnach Baseband-Updates für iPhone 3GS sowie das iPad der ersten Generation. Zudem wird Apple einen Fehler beheben, der auf dem iPad 2 dazu führen konnte, dass Programme das Gyroskop nicht erkannten. Weiterhin widmet sich Apple einem Fehler in Verbindung mit NTLM-Authentifizierung. Die Beseitigung von Sicherheitslücken soll auch eine Schwachstelle beseitigen, über die sich ein Jailbreak bewerkstelligen ließ.
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Bild zur News "ZFS: Mac-Unterstützung durch Dritthersteller?"Mit einer unscheinbaren Ankündigung sorgt Ten's Complement für einen kleinen Wirbel, denn das Unternehmen hat für Mac OS X eine ZFS-basierte Speicherlösung vorgestellt. Nach der Einstellung des ZFS-Projekts von Apple könnten Mac-Anwender mit dem Z-410 Storage vielleicht doch noch die Vorteile von ZFS (Zettabyte File System) nutzen. Bei ZFS handelt es sich um ein modernes 128-Bit-Dateisystem, welches durch Sun zu Open Source wurde und nun zu Oracle gehört. ZFS bietet von Haus aus Unterstützung für die Zusammenfassung mehrerer Partitionen bzw. Speichermedien zu einem logischen Laufwerk, welches in den Grenzen der Speichermedien dynamisch wachsen und schrumpfen kann. Administrativ lassen sich logische Laufwerke im ZFS mit einer minimalen und maximalen Größe festlegen. Für die Datensicherheit ist die Spiegelung von Laufwerken und wie bei RAID 5 der störungsfreie Umgang mit defekten Speichermedien möglich. Um Datenbeschädigung automatisch zu erkennen und zu beheben, werden Dateiblöcke mit Prüfsummen versehen. Ein weiterer Vorteil von ZFS ist die Auslegung für große Datenmengen. Eine einzige Datei bzw. ein Speichermedium darf in ZFS bis zu 14.901.161.193 GB (16 EB) groß sein.
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Bild zur News "10 Jahre Mac OS X - Die Anfänge"Am Donnerstag feiert die finale Version von Mac OS X 10.0 den zehnten Geburtstag. Am 24. März 2001 hatte Apple das System freigegeben und eine neue Ära eingeläutet. Auf das klassische Mac OS sollte ein neuer Ansatz folgen, der zumindest in den ersten Jahren noch ziemlich umstritten war. In unserer neuen Artikelserie "10 Jahre Mac OS X" stellen wir den langen Weg hin zum neuen System dar, gehen auf den Zustand vor zehn Jahren ein und verfolgen dann die Entwicklung, die Mac OS X seit März 2001 nahm. Wichtig sind nicht nur Apples Versuche, ein eigenes neues System auf die Beine zu stellen, sondern auch NeXT - Steve Jobs' Unternehmen, das für Apple von großer Wichtigkeit werden sollte. Bekanntlich liegen die Wurzeln von OS X in NeXTStep, das Apple nach der Übernahme von NeXT die Möglichkeit gab, den Nachfolger des klassischen Mac OS zu präsentieren. Im ersten Teil der Artikelserie stellen wir die Vorgeschichte dar, also Copland, Apples mühevolle Suche nach einem neuen System, NeXT sowie die die finale Version Mac OS X 10.0.
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Bild zur News "Intel Atom: Stromsparende Prozessoren bald in Mobilgeräten?"Während ARM-basierten Prozessoren, wie sie in iPad und iPhone zu finden, auch im klassischen Computer-Bereich sich zunehmender Beliebtheit erfreuen, scheint Intel mit dem Atom-Prozessor den umgekehrten Weg zu gehen. Immer stromsparender sollen die Chips werden, um so vielleicht auch in Mobilgeräten irgendwann Verwendung zu finden. Auf dem nächsten Intel Developer Forum (IDF) am 12. April in Beijing wird Berichten zufolge die nächste Atom-Generation vorgestellt. Neben neuen integrierten Lösungen wird Intel auch Varianten für ein lüfterloses Design vorstellen. Neben besonders flachen Netbooks wäre damit möglicherweise auch der Weg der x86-kompatiblen Prozessoren in kleinere Mobilgeräte frei.
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Bild zur News "Apple legt Pläne für riesigen Apple Store in New York wieder zu den Akten"Der bislang größte Apple Store befindet sich in London, das Areal ist ca. 1500 Quadratmeter groß. Angeblich wollte Apple im Grand Central Terminal in New York eine noch weitaus größere Verkaufsfläche erreichen und die Marke von 2000 Quadratmetern überschreiten. Der fünfte Apple Store in New York sollte gleich mehrere Rekorde halten - all jene Angaben wurden allerdings nie von Apple bestätigt sondern stammten aus den üblichen "gut unterrichteten" Quellen. Einen Monat nach Aufkommen dieser Berichte heißt es jetzt jedoch, dass Apple die Pläne zu den Akten gelegt habe und nicht mehr am Kauf der Grundstücksfläche interessiert sei. Zwar war Apple wohl tatsächlich daran interessiert, einen riesigen Apple Store im Grand Central Terminal zu errichten, Apple verfolgt die Absichten aber nicht weiter. Es heißt, Apple habe sich ohnehin erst in einem frühen Gesprächsstadium mit den Immobilienvertretern befunden.
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Die Anfänge

Mac OS X History

Die Vorgeschichte - Apples fehlgeschlagene Versuche, ein eigenes System auf die Beine zu stellen

Viele Jahre lang lebte Apple seit der Vorstellung des Macintosh 128k vom Ruf und von der Tatsache, über ein elegantes und einfach zu bedienendes System zu verfügen, das den restlichen Betriebssystemen weit überlegen war. Das reichte aber auf Grund zahlreicher Umstände nicht aus, um damit auch die Masse der Anwender anzusprechen und zum Wechsel auf die Macintosh-Plattform zu bewegen. Schon mit Windows 3.11 hatte Microsoft den "Desktop War" praktisch gewonnen. Es war klar, dass Apple etwas folgen lassen musste, das gleichsam revolutionär wie benutzerfreundlich war. Anfang der 90er wurde daher das nach Aaron Copland benannte Copland-Projekt gestartet, das zwei Jahre später als OS 8 vermarktet werden sollte. Es handelte sich dabei nicht um ein einfaches Funktionsupdate eines älteren OS, es war ein komplett neues Betriebssystem, aufgebaut auf Apples GUI-Erfahrung.

Copland GUI Die ganze Oberfläche verfügte nun über 3D-Elemente und Schatten, das Theme wurde Platinum genannt. Im November 1995 veröffentlichte Apple die erste Beta-Version für Entwickler, einige Monate später begrub CEO Gil Amelio das Projekt. Er sah die Gefahr der endlosen Entwicklung ohne Chance auf ein wirklich fertiges Produkt. Scherzhaft sagte man damals, Copland sei ein Sammelsurium aus fast fertigen Komponenten, die sich nur noch auf magische Weise zusammenfügen mussten. Dies gelang aber ebenso wenig wie die geforderte Rückwärtskompatibilität sicherzustellen. Nach dem Scheitern von Copland musste dringend eine weitere Alternative auf den Tisch - diskutiert wurde sogar Windows NT sowie die Übernahme von BeOS. Apple entschied, das nächste große System nicht mehr selber zu entwickeln, sondern zu kaufen. Mit NeXT und der Rückkehr von Steve Jobs sowie der Vorstellung von OS X hatte man endlich die neue Plattform, die man selber nicht entwickeln konnte. Die erste Public Beta von OS X gab es seit September 2000 zu bestaunen, Version 10.0 erschien dann am 24. März 2001.

NeXT-Übernahme & Neues Betriebssystem

Mac OS X Developer Preview 1 Jobs gründete im Jahr 1986 zusammen mit Kollegen, die Apple ebenfalls verlassen hatten, eine neue Firma: NeXT Inc. Aus dem Privatvermögen steuerte Jobs 7 Millionen US$ zur Gründung der neuen Firma bei. Erste Ergebnisse erzielte NeXT mit der Vorstellung eines Prototypen des NeXT Computer, auf dem später übrigens auch das WWW (World Wide Web) erfunden wurde. Zwar war der NeXT Computer mit 6.500 US-Dollar nicht gerade günstig, aber verfügte für die Zeit über hohe Leistungswerte: Ein 25 MHz Motorola 68030-Prozessor, Ethernet-Anschluss, ein 17-Zoll-Bildschirm mit einer hohen Auflösung von 1120 x 832 Pixel, 330 MB oder 660 MB Festplatte und ein Magneto-Optisches Laufwerk von Canon. Das wirklich besondere an dem Rechner war aber das NeXTStep-Betriebssystem: Es brachte schon damals viele Entwicklerwerkzeuge und in großen Teilen sogar die Entwickler-Frameworks sowie die Programmiersprache (Objective-C) mit, welche noch heute dafür verwendet werden, um Programme für Mac OS X zu schreiben. Für die damalige Zeit war die Art und Weise, wie auf dem Rechner programmiert werden konnte, revolutionär, weswegen der NeXT Computer besonders im Bildungsmarkt und bei Entwicklern beliebt war. Auf dem freien Markt konnte er sich aber wegen des hohen Preises nicht durchsetzen. Durch den Mach-Kernel und die Verwandtschaft zu Unix stand Speicherschutz und präemptives Multitasking schon damals zur Verfügung. Beides wurde von Mac OS 7, 8 und 9 nicht unterstützt.

Im Dezember 1996 übernahm Apple für 429 Millionen US$ NeXT, um auf NeXTStep-Basis die nächste Generation des Mac OS zu entwickeln. In vielen Entwickler-Frameworks lässt sich bis heute deutlich erkennen, dass Mac OS X auf dem heute über 20 Jahre alten NeXTStep basiert: So beginnen alle Klassennamen des AppKits immer noch mit NS für NeXTStep.

Mac OS X Developer Preview 3 Schon im Jahr 1999 wurde eine erste Version von Mac OS X veröffentlicht. Diese Version war eine reine Server-Variante mit einer Benutzeroberfläche, welche stark an das gescheiterte Copland-Projekt erinnerte. An eine Version für Endkunden war aber noch nicht zu denken: Die Oberfläche war in weiten Teilen unfertig und brachte manche aus NeXTStep unveränderte Programme und Dialoge mit. Apple konnte schließlich im Jahr 2000 eine erste Public Beta von Mac OS X nach diversen "Developer Previews" auf den Markt bringen. Mac OS X war nicht nur vom Unterbau eine Abkehr vom traditionellen Mac OS: Es brachte eine neue Oberfläche namens Aqua mit, die mit vielen Schatten- und Glanzeffekten damals zur Verfügung stehende Macs überforderte. Die Arbeitsgeschwindigkeit war im Vergleich zu Mac OS 9 deutlich schlechter, dafür aber die generelle Stabilität des Systems besser.

Apple bot mit Mac OS X insgesamt drei Entwickler-Frameworks an: Die ehemalige Toolbox aus Mac OS 8 & 9 namens Carbon eröffnete Entwicklern die Möglichkeit, mit geringen Anpassungen die Programme auch unter Mac OS X lauffähig zu machen. Aus den ehemaligen NeXT-Frameworks wurde Apples bevorzugte Art und Weise, wie neue Programme geschrieben werden sollten: Mit Cocoa und Objective-C. Ferner bot Apple auch eine Java-Umgebung an, die vom Funktionsumfang her dem Cocoa-Framework ähnlich war.

Alte Mac OS Programme, welche noch nicht auf das Carbon-Framework umgestellt waren, wurden in einer virtuellen Machine ausgeführt, in der eine angepasste Version von Mac OS 9 gestartet wurde. Dies brachte den Nachteil mit sich, dass zwei Betriebssysteme parallel liefen und innerhalb der Classic getauften Umgebung weder präemptives Multitasking noch Speicherschutz zur Verfügung standen.

Mac OS X 10.0

Mac OS X 10.0 Nach einer Betaphase im Herbst 2000 erblickte Mac OS X 10.0 (Codename Cheetah) am 24. März 2001 das Licht der Welt. Dabei brach das System mit so ziemlich allem, was Apple-User bis zu diesem Zeitpunkt kannten. Statt einer Weiterentwicklung von Mac OS 9 ist OS X ein von Grund auf neu konstruiertes Betriebssystem auf UNIX-Basis, das viele Elemente von NeXtStep übernahm. Cheetah war zwar für die kurze Entwicklungszeit erstaunlich stabil, konnte aber im Produktiveinsatz nicht überzeugen. Vor allem auf G3-Rechnern war die Performance teils so schlecht, dass Tastatureingaben nur zeitverzögert auf dem Bildschirm erschienen. Auch ein Großteil der kommerziellen Software war noch nicht an das neue Betriebssystem angepasst, womit der Einsatz für viele Unternehmen ausschied. Nicht zuletzt wegen der damit verbundenen heftigen Kritik entschied sich Apple, bereits am 25.09.2001 Mac OS X 10.1 (Codename Puma) kostenlos auszuliefern.

Viele Anwender stellten sich nach der Veröffentlichung von Mac OS X 10.0 die Frage, ob Apple nicht einen falschen Weg beschritt. Dies dokumentieren auch zahlreiche Diskussionen in den Foren. Schnell kristallisierten sich die Pole der 9-Verfechter und X-Befürworter heraus, die sich noch Jahre später unversönlich gegenüber standen. Tatsächlich musste man einige aus OS 9 bekannte Bedien- und Denkweisen geistig über Bord werfen, denn an der Philosophie von OS X hatte sich jede Menge geändert. Nicht jedem war klar, was für wichtige Grundsteine mit OS X gelegt wurden, die mehrere große Updates später wirklich zum Tragen kamen. Aus der Sicht des Nutzers, der von einem sehr flotten OS 9 auf ein oft träge reagierendes OS X umstieg und sich nicht mit technischen Hintergründen befassen wollte, überwogen oft die Nachteile. Unter Entwicklern herrschte schon eher Optimismus, wenngleich auch aus Entwicklerkreisen keine Jubelstürme zu entnehmen waren. Nicht nur Nutzer mussten Nutzerkonzepte neu lernen, auch Entwickler die neuen Entwicklerkonzepte.

Hier geht es zum zweiten Teil unserer Serie.

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Bild zur News "Stabilitätsprobleme unter hoher Last beim neuen MacBook Pro?"In Apples offiziellen Diskussionsforen mehren sich die Berichte, dass es beim neuen MacBook Pro unter hoher Last zu Stabilitätsproblemen kommen kann. So ist von einigen Anwendern zu hören, das Gerät sei mehrfach schon nicht mehr ansprechbar gewesen, nachdem zum Beispiel Fusion betrieben wurde. Zwar war noch Zugriff via SSH möglich, jedoch nicht mehr über Maus und Tastatur. Auch bei Render-Software oder anderen Programmen mit hoher CPU/GPU-Last sei das Verhalten zu beobachten. Angeblich hat Apple das Problem schon bestätigt. Während es in der Vergangenheit häufiger so was, dass zwischen Auftreten und Bestätigung einige Zeit verging, soll der Fehler diesmal rasch ausfindig gemacht worden sein. Zwar gibt es keine Informationen, wann mit einer Fehlerbehebung zu rechnen ist, laut Apple handelt es sich aber um ein "Priority Issue", das schnell angegangen wird. Einem Supportmitarbeiter zufolge soll es sich um ein Treiber-/Firmware-Problem handeln und nicht um fehlerhafte Hardware.
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Bild zur News "Jonathan Ive bleibt voraussichtlich bei Apple"Gerüchten zufolge wird momentan zwischen Apple und Chef-Designer Jonathan Ive ein neuer Arbeitsvertrag ausgehandelt, nachdem der bisherige Vertrag nach drei Jahren nun ausläuft beziehungsweise ausgelaufen ist . Dabei soll es zu erheblichen Spannungen gekommen sein, weil Ive gerne mehr Zeit in Großbritannien verbringen will. Wie nun mit Verweis auf einen ehemaligen Kollegen berichtet wird, entsprechende die Gerüchte wahrscheinlich nicht der Wahrheit. Tatsächlich plant Ive stattdessen den Verkauf seines britischen Anwesens. Zweifelsfrei dürfte Apple ein großes Interesse haben, Ive im Unternehmen zu behalten. Der momentan erfolgreichste Designer ist zu wichtig, um ihn zur Konkurrenz wechseln zu lassen.
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  • Hervorragend, ein perfektes und zuverlässiges Update29,3%
  • Ein gutes und weitgehend zuverlässiges Update, bin zufrieden40,2%
  • Tendenziell zufrieden13,7%
  • Bin mir noch unschlüssig8,1%
  • Tendenziell unzufrieden4,2%
  • Ein schlechtes und weitgehend unzuverlässiges Update, bin unzufrieden1,5%
  • Bin entsetzt, Yosemite ist totaler Murks3,1%
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