17. Oktober 2012

Eine wesentliche Neuerung des iPhone-Events im letzten Monat war der Umstieg vom lange Jahre verwendeten Dock-Connector hin zum neuen Lightning-Anschluss. Phil Schiller gab in einer Stellungnahme an, es sei keine einfache Entscheidung gewesen auf einen neuen Anschluss zu setzen, allerdings konnte man so dünne Geräte nicht herstellen, hätte man nichts am Anschluss geändert. Apple mache es sich nicht leicht, eine so weitreichende Umstellung vorzunehmen, deswegen könne man sich sicher sein, dass der neue Lightning für Jahre aktuell bleiben werde.

Aus verschiedenen Quellen bei Herstellern von Zubehör für iPad, iPhone und iPod touch wird berichtet, dass Apple mit der Einführung des volldigitalen Lightning-Anschlusses die Bedingung für das "Made for iPad/iPhone/iPod"-Programm verschärft hat. Um das Lizenzsiegel auch für Lightning-Zubehör zu erhalten, müssen Hersteller eine Apple-zertifizierte Produktionsanlage verwenden. In Kürze wird sich Apple mit ersten Anbietern treffen, um die genauen Details zu besprechen. Laut TechCrunch findet die erste Sitzung in Shenzhen (China) statt, Apple erörtert dann mit interessiert Anbietern eine mögliche Zusammenarbeit.

Im Gegensatz zu Zubehör mit dem vorher eingesetzten Dock Connector räumt sich Apple stärkeren Einfluss ein; die Lieferung der erforderlichen Chips erfolgt durch Apple, wodurch Cupertino auch sehr genau steuern kann, wer Lightning-kompatible Produkte mit MFi-Siegel anbieten darf. Es heißt im Bericht allerdings, Apple kalkuliere bei den Anschlüssen mit relativ günstigen Preisen, betrachte man die fortschrittliche Technologie. Noch nicht bekannt ist allerdings, wann Lightning-kompatible Produkte auf den Markt kommen. Dies zieht sich wohl noch einige Zeit hin, da die Gespräche noch nicht angelaufen sind.
0
0
34
Eine Woche vor Apples Presseveranstaltung hat Display-Zulieferer Sharp ein kleines 7-Zoll-Tablet angekündigt, welches im Dezember ausgeliefert werden soll und dank stromsparendem IGZO-Display eine 2,5 mal längere Laufzeit erreiche. Der Name für das Display leitet sich aus dem verwendeten Indium-Gallium-Zink-Oxid ab, welches kleinere Pixel ermöglicht, weniger Strom benötigt und eine genauere Touch-Steuerung beinhaltet. Gerüchten zufolge könnte die IGZO-Technik auch in ein überarbeitetes Modell des iPad mit Retina Display integriert werden, welches zudem über den neuen Lightning-Anschluss verfügen würde. Für das iPad mini könnte die Technik ebenfalls infrage kommen, zumal damit ein sehr dünner Display-Rand möglich ist, wie er beim iPad mini erwartet wird. Das iPhone 5 verfügt wohl noch nicht über ein IGZO-Display, auch wenn bereits die In-Cell-Technik für integrierte Multitouch-Sensoren verwendet wird. Sharp hat dies vor wenigen Tagen angedeutet, als man in Japan das nach eigenen Angaben erste Smartphone mit IGZO-Display vorgestellt hat. Die geringe Leistungsaufnahme des Displays wird vor allem dadurch erreicht, dass weniger LEDs zur Hintergrundbeleuchtung verwendet werden. Helligkeit und Farbdarstellung sollen aber nicht darunter leiden, denn das Display weist durch die IGZO-Technik eine höhere Lichtdurchlässigkeit auf.
0
0
8
Microsoft hat für das Cloud-System Azure nun eine offizielle Unterstützung für iOS-Apps eingeführt, wodurch Entwickler ihre iOS-Apps für iPhone und iPad mit den Mobildiensten von Azure verbinden können. In diesem Zusammenhang wurden die Mobildienste für Azure ausgebaut und bieten nun unter anderem Authentifizierungsfunktionen für Facebook, Google und Twitter, Zugriff auf Blob, Bus, Queue und Table sowie E-Mail- und SMS-Versand über die Kooperationspartner SendGrid und Twillo. Die Einbindung der Mobildienste erfolgt grundsätzlich über die iOS-Bibliotheken des Azure SDK, welche Microsoft unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht hat. Im Azure-Portal gibt es zudem eine genaue Anleitung zur Einbindung der iOS-Bibliotheken in bestehende und neue Apps. Der Zugriff auf die Mobildienste für Azure lässt sich anschließend mit wenigen Zeilen Programmcode realisieren. Momentan stellt Microsoft die Mobildienste von Azure leider nur in den USA zur Verfügung, will aber die Verfügbarkeit in den kommenden Monaten auch auf weitere Gebiete, darunter Europa ausdehnen.
0
0
6
Nachdem sich im vergangenen Jahr die führenden Anbieter von Geodatendiensten rundum Google und Microsoft darauf geeinigt haben, einen gemeinsamen Kodex zu verfolgen, in dessen Zuge automatisiert Gesichter und KFZ-Kennzeichen unkenntlich gemacht werden, steht nun auch eine Webseite für Privatanwender zur Verfügung, auf der Informationen zur Digitalisierung von Straßenzügen abgerufen und Widerspruch gegen Fotos der eigenen Person, der Kinder und des Wohnhauses eingereicht werden kann. Auslöser für die Webseite war Google-Dienst StreetView, bei dem erstmals komplette Straßenzüge als Panorama-Fotos digitalisiert wurden. In Deutschland kam schnell Kritik an dem Dienst auf, weil Menschen in teilweise fragwürdigen Situationen fotografiert werden und der Dienst Verbrechern die kriminelle Recherche erleichtere. Mit dem Kodex für Geodatendienste will die Branche das schlechte Image derartiger Dienste korrigieren und bietet dazu unter anderem eine telefonische Beratung an sowie leicht erreichbare Informationen zum Datenschutz. Für die Unterzeichner ist der Kodex verbindlich. Um die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen, sind Kontrollen und Sanktionen vorgesehen. Zu den Unterzeichnern gehören Bitkom, Deutsche Post, Deutsche Telekom, Encourage Directories, Google, Microsoft Deutschland, Nokia und Panolife.
0
0
3
In der kommenden Woche ist es so weit, Apple wird mit dem iPad mini ein neues Mitglied der iPad-Familie vorstellen. Gerüchte zu einem kleineren iPad kamen bereits kurz nach der Vorstellung des ersten iPads Anfang 2010 auf, Steve Jobs wies derlei Berichte allerdings immer zurück. Schon seit Monaten gilt es aber als sicher, dass Apple auch ein iPad mit kleinerem Display auf den Markt bringen wird um gegen günstigere Tablets mit Android zu konkurrieren. Als weitgehend sicher gilt dabei:

  • Displaygröße: 7,85"
  • Verkaufspreis des Basismodells weniger als 300 Dollar
  • Einstiegsmodell mit 8 GB; 16 GB, 32 GB und auch 64 GB zu höheren Preisen
  • Einsatz des neuen Lightning-Anschlusses
  • Integrierte Kameras vorne und hinten
  • A5-Prozessor

Bei der Auflösung entscheidet sich Apple wohl für 1024x768 pixel; also der Auflösung des iPads der ersten und zweiten Generation. Auf diese Weise müssen bestehende iPad-Programme nicht aufwändig an die Auflösung des iPad mini angepasst werden. Lediglich bei kleinen Schaltflächen könnte es schwer werden, diese mit dem Finger noch zu treffen; ein Argument gegen die Behauptung, keinerlei Änderungen der Programmoberflächen seien erforderlich.

Ob das iPad mini sowohl als WiFi und 3G/LTE-Variante zu haben sein wird, ist noch nicht vollständig klar - dennoch widersprechen kürzlich aufgetauchte Händerlisten der Behauptung, Apple verzichte aus Kostengründen auf Mobilfunkanbindung und wolle das kleine iPad verstärkt vom großen iPad abgrenzen.

Aus jenen Listen ging auch hervor, dass die Preise bei 249 Euro beginnen, mit Mobilfunk sind es mindestens 349 Euro. Wer sich für das Spitzenmodell (64 GB, WiFi+Cellular) entscheidet, soll demnach mit 649 Euro zur Kasse gebeten zu werden.
0
0
59
Im vergangenen Jahr mit der Veröffentlichung des Apple iPad 2 wurden insgesamt 2,1 Millionen Tablets in Deutschland verkauft. Der Durchschnittspreis für ein gekauftes Tablet lag bei 524 Euro und sorgte für einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro. In diesem Jahr steigen nun die Verkäufe offenbar stärker an, als noch im Frühjahr vom BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) erwartet wurde. Statt 2,7 Millionen Tablets werden in diesem Jahr in Deutschland voraussichtlich 3,2 Millionen Tablets gekauft werden. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 52 Prozent. Ähnliche Zuwächse sind auch beim Umsatz zu erwarten, obwohl der Durchschnittspreis für ein Tablet vermutlich auf 500 Euro fallen wird. Voraussichtlich 1,6 Milliarden Euro werden in diesem Jahr mit Tablets in Deutschland umgesetzt werden, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 41 Prozent entspricht. Laut BITKOM hält Apples iPad in Deutschland einen Marktanteil von rund 60 Prozent, während Tablets mit Android wie das Amazon Kindle Fire oder das Google Nexus 7 auf einen Anteil von ungefähr 30 Prozent kommen. Noch nicht abzusehen ist, welchen Marktanteil Tablets mit Microsofts neuem Windows-System gewinnen können.
0
0
11
Eine Untersuchung von ABI Research hat ergeben, dass die durchschnittliche Download-Größe von iOS-Apps in den vergangenen sechs Monaten um 16 Prozent gestiegen ist und nun bei 23 Megabyte liegt. Im Bereich Spiele wurde sogar ein noch stärkerer Anstieg um 42 Prozent auf eine durchschnittliche Download-Größe von 60 MB festgestellt. Zu den Gründen für den Anstieg soll nicht nur das hochauflösende Retina-Display des iPad zählen, sondern auch die damit verbundene Limit-Erhöhung für Downloads über das Mobilfunknetz. Apple hatte diese im Frühjahr nämlich von 20 MB auf 50 MB erhöht, nachdem 2010 bereits eine erste Erhöhung von 10 MB auf 20 MB erfolgt war. Angesichts dieser Entwicklung könnten iOS-Geräte mit einer Kapazität von 8 oder 16 GB den Nutzer bald dazu zwingen, eine Auswahl zu treffen, welche Apps auf dem Gerät dauerhaft installiert bleiben und welche wieder gelöscht werden müssen. In diesem Zusammenhang könnte nach Ansicht von ABI Research die Verwendung von Cloud-Speicher zunehmen. Dies widerspricht Gerüchten, wonach das iPad mini mit 8 GB Kapazität erscheinen wird.
0
0
12
Obwohl Apple nicht mehr selbst eine Java-Implementierung entwickelt und diese nun von Oracle durchgeführt wird hat Apple ein Update für die Java-Runtime in OS X 10.6, 10.7 und 10.8 über die Softwareaktualisierung veröffentlicht.

Mit diesem Update wird eine kritische Sicherheitslücke geschlossen, die ende September bekanntgeworden ist. Zusätzlich wird das Apple-eigene Java-Plugin für den Webbrowser gelöscht und durch ein neues Plugin ersetzt, welches Java-Applets auf Webseiten nicht mehr ausführt sondern dazu auffordert, die aktuelle Version des Plugins von Oracle zu laden wenn man das Java-Applet ausführen möchte.

Für alle genannten Systemversionen kann das Update über die Softwareaktualisierung bzw. den Mac App Store heruntergeladen werden.
0
0
31
Apple setzt den Trend der kleineren Übernahmen fort und hat mit Particle ein 2008 gegründetes Consulting-Unternehmen für Web-basierte Lösungen übernommen. Das aus San Francisco stammende Unternehmen, welches von Justin Timberlake finanziell unterstützt wurde, war unter anderem im Bereich der Social-Video-Systeme aktiv und hat in diesem Zusammenhang verschiedene Dienste wie Robo.to und Intervue.me entwickelt. Im Bereich Consultings wurden außerdem verschiedene HTML5-Projekte für bekannte Unternehmen wie Amazon, Apple, Google, Motorola, Sony und Yahoo realisiert. Für Apple waren die Mitarbeiter von Particle unter anderem in den Bereichen Apple.com, iAds und iTunes tätig. Die Übernahme von Particle durch Apple soll bereits im vergangenen Monat stattgefunden haben, wobei allerdings nicht alle Mitarbeiter nun bei Apple tätig sein sollen. Die neuen Apple-Mitarbeiter sind als Creative Technologists und User Interface Engineer beschäftigt. Letzteres ist wenig überraschend, da bei Particle ehemalige Yahoo-Mitarbeiter aus dem Bereich User Experience beschäftigt waren.
0
0
0
Bis zur 5. Generation verbaute Apple auch im iPod touch, genau wie im iPhone, einen Sensor, um die Umgebungshelligkeit zu bestimmen. Damit passt das Display die Hintergrundbeleuchtungsstärke an die Umgebung an. Der iPod touch der 5. Generation, welcher zusammen mit dem iPhone 5 vor gut einem Monat vorgestellt wurde, bringt einen solchen Sensor nicht mehr mit, die entsprechende Option in der Einstellungsapp fehlt.

Ein Kunde wendete sich mit der Frage an Phil Schiller, der tatsächlich antwortete und als Begründung die sehr geringe Bauhöhe des Gerätes nannte:
Thank you for purchasing a new iPod touch. It is a remarkable device! The 5th generation iPod touch does not have a built-in automatic light sensor (it's just too thin!)

Der iPod touch der 5. Generation ist tatsächlich etwa 1mm dünner als das Vorgängermodell (6,13mm gegen 7,13mm). Ob allerdings die Begründung der Wahrheit entspricht oder gar der E-Mail-Verkehr mit Phil Schiller gefälscht ist lässt sich schwer nachprüfen. In der Vergangenheit haben aber schon häufiger Apple-Manager auf Kundenanfragen direkt geantwortet.
0
0
17

Zwei Monate Yosemite - Ihr Urteil?

  • Bin sehr zufrieden31,4%
  • Bin zufrieden32,0%
  • Eher zufrieden12,7%
  • Bin gespaltener Meinung11,4%
  • Eher unzufrieden5,1%
  • Unzufrieden3,5%
  • Bin entsetzt von Yosemite3,9%
790 Stimmen11.12.14 - 19.12.14
9705