6. Oktober 2011

Wie bereits unserem Forum zu entnehmen ist, beschäftigen sich einige Fernsehsender am heutigen späten Abend in Sondersendungen mit dem Tod von Steve Jobs und dessen Auswirkungen auf Apple und die IT.

23:00 Uhr - ARD: Steve Jobs - Tod eines Visionärs

23:00 Uhr - N-TV News Spezial: Trauer um Steve Jobs

00:05 Uhr - ORF1 ZIB 24

00:45 Uhr - ZDF: Tod einer iKone
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Bild zur News "Apple-Mitbegründer Steve Wozniak über Steve Jobs"Nachdem die Welt von Steve Jobs Tod erfuhr, standen offenbar schon kurze Zeit darauf Reporter bei Apple-Mitbegründer Steve Wozniak für ein Interview Schlange, der zunächst noch nichts von Jobs Tod wusste. Nachdem Wozniak sich bereits am Vormittag bei Cnet zum Tod von Steve Jobs äußerte, sprach er am Abend auch noch einmal mit Associated Press über seinen Geschäftspartner und alten Freund. Hierbei würdigte er nicht nur die Verdienste von Jobs, sondern erinnerte sich auch an die gemeinsame Zeit zurück. Berichte, wonach Steve Jobs hart und frech war, konnte er nicht bestätigen. Zu ihm sei Jobs immer freundlich und ein guter Freund gewesen, so Wozniak mit Tränen in den Augen am Ende des Interviews. Wozniak und Jobs gründeten 1976 zusammen mit Ronald Wayne das Unternehmen Apple Computer und feierten schon bald mit dem Apple I und dem Apple II zahlreiche Erfolge. Nach einem Flugzeugabsturz 1981 zog sich Wozniak jedoch weitgehend aus dem Unternehmen zurück, erhält aber bis heute ein Gehalt als einfacher Apple-Mitarbeiter.
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Bild zur News "Zitate aus dem Leben von Steve Jobs"Im Laufe seines Lebens hatte Steve Jobs viele Interviews gegeben, in der er sowohl über seine Vergangenheit als auch Zukunft sprach. Wir haben eine kleinere Auswahl samt Übersetzung zusammengestellt, die seine gesamte Schaffenszeit bei Apple abdeckt. So spricht er über seinen ersten Eindruck von Computern, über die Führung von Apple sowie über die Rückkehr nach seinem Rauswurf. Im Nachhinein bezeichnete er die schwierige Zeit abseits von Apple als das Beste, was ihm je passiert ist. Sein großes Vorbild für das Unternehmen waren die Beatles, welche sich gegenseitig ausglichen und durch ihren Zusammenhalt negative Tendenzen zurückhielten. Eine vollständige Zusammenfassung der Zitate in Originalsprache findet sich im Cnet-Artikel "Steve Jobs in his own words".
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Steve Jobs über sich selbst

Im Laufe seines Lebens hatte Steve Jobs viele Interviews gegeben, in der er sowohl über seine Vergangenheit als auch Zukunft sprach. Wir haben hier eine kleine Auswahl samt Übersetzung zusammengestellt. Für eine vollständige Zusammenfassung ist der CNET-Artikel "Steve Jobs in his own words" zu empfehlen.

Jobs zum Thema "Aufwachsen in Silicon Valley, ca. 1960

"Ich wuchs in Silicon Valley auf. Meine Eltern zogen von San Francisco nach Montain View, als ich fünf Jahre alt war. Mein Vater wurde genau in das Herz von Silicon Valley versetzt und wohin man schaute waren Ingenieure. Silicon Valley bestand zur damaligen Zeit noch aus vielen Obstplanatagen - hauptsächlich Aprikosen und Pflaumen - es war ein Paradies. Ich erinnere mich dass die Luft kristallklar war und man konnte von einem Tal ins nächste sehen...es war der wundervollste Ort auf der Welt um aufzuwachsen."

- Interview des Smithsoniam Institute

Erster Computer (ca. 1967)

Playboy: "Wo haben Sie zum ersten Mal einen Computer gesehen?"

Jobs: "Den ersten Computer habe ich bei Hewlett-Packard gesehen. Das unternehmen hat jeden Dienstag Abend 10 Personen eingeladen um uns mit dem Umgang mit Computern vertraut zu machen. Ich war bei der ersten Einladung wohl 12 Jahre alt. Ich erinnere mich genau an diesen Abend. Sie haben uns einen ihrer neusten Computer gezeigt und uns an diesem herumspielen lassen. Danach wollte ich unbedingt ein solches Gerät besitzen."

Playboy: "Was hat Sie am meisten daran interessiert? Haben Sie das Potential dieses Gerätes erkannt?"

Jobs: "So habe ich das nicht wahrgenommen. Ich fand Computer einfach cool. Ich wollte einfach an einem herumspielen."

- Aus einem Interview mit dem Playboy, Februar 1985

Zu Apples frühem Glück auf dem Computermarkt (Mitte der 70er)

"Von fast Anbeginn an hatten wir bei Apple das Glück, immer am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu sein. Unser Beitrag hat sich nicht nur durch technische Perfektion und Innovation ausgezeichnet - auch hier haben wir unseren Beitrag geleistet - sondern Innovationen auf menschlicherer Ebene."

Mehr zu Apples frühen Jahren (Mitte der 70er)

"Weil Woz (Steve Wozniak, Mitgründer von Apple) und ich das Unternehmen mit der Prämisse gegründet haben, fast alles selbst zu machen, waren wir nicht so gut, Partnerschaften mit anderen Personen oder Unternehmen einzugehen. Ich denke wenn Apples Erbanlagen mehr in diese Richtung gegangen wären, hätte das dem Unternehmen sehr gut getan. Apple hat dies erst einige Jahrzehnte später gelernt."

- Auftritt auf der D5 Konferenz 2005

Umstieg auf den Mac (1981)

"Wen kümmert der Apple II? Der Macintosh ist die Zukunft von Apple, und du wirst sie in diesem Moment einläuten"

- Kommentar zu Andy Hertzfeld, einem jungen Entwickler bei Apple. Dieser wurde von dem Apple II-Team zu den Mac-Entwicklern versetzt.

John Sculley wird zum Wechsel von Pepsi zu Apple bewegt (ca. 1983)

"Willst du für den Rest deines Lebens weiter Zuckerwasser verkaufen oder mit mir zusammen die Welt verändern?"

- Jobs zu Sculley, um diesen als CEO von Apple zu gewinnen.

Vorstellung des ersten Mac (1984)

Jobs: "Sie haben nun einige Bilder des Macintosh gesehen. Ich möchte Ihnen jetzt den Macintosh persönlich vorstellen"
Mac: "Es ist mir eine besondere Ehre einen Mann vorzustellen, der wie ein Vater für mich war...STEVE JOBS."

- Auf der Präsentation des ersten Macs im Jahr 1984

Visionen der Computerbranche (1985)

"Der Computer ist das überwältigendste Werkzeug das ich je gesehen haben. Es kann ein Werkzeug zum Schreiben sein, ein Kommunikationszentrum, ein Super-Taschenrechner, ein Terminkalender, ein Aktenablagesystem oder ein Werkzeug für Künstler, einfach in dem man dem Computer neue Befehle, oder Software, zum Arbeiten gibt. Es gibt keine anderen Werkzeuge die so mächtig und vielseitig sind wie ein Computer. Wir können uns heute noch nicht vorstellen wie weit diese Entwicklung noch gehen wird. In diesem Moment machen Computer unser Leben einfacher. Sie erledigen die Arbeit, die uns sonst Stunden kosten würde, innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde. Sie verbessern die Qualität unseres Lebens, manchmal in dem sie uns mühsame Plagerei abnehmen, manchmal in dem sie unsere Fähigkeiten erweitern. Über die Zeit werden Computer immer mehr für uns übernehmen..."

"Die Einwahl in ein landesweites Kommunikationsnetzwerk wird der Hauptgrund sein, warum Kunden Computer für zu Hause kaufen werden. Wir sind heute erst am Anfang von dem was der nächste wirkliche Durchbruch für viele Personen sein wird - genau so weltbewegend wie das Telefon."

-- Playboy Interview aus dem Jahr 1985

Nach dem Quasi-Rauswurf bei Apple (1985)

"Ich wurde praktisch von Apple gefeuert als ich 30 war, 12 Jahre später wurde ich eingeladen zurückzukommen. Es war schwierig als es passierte, aber im Nachhinein vielleicht das Beste was mir je passiert ist."

- Aus einem "60 Minutes" Interview in 2003

Geschmack und Technologie (1996)

"Im Endeffekt dreht sich alles um Geschmack. Man sollte sich auf die besten Dinge konzentrieren die die Menschheit geschaffen haben und diese auf das Notwendigste reduzieren. Picasso hat gesagt, dass gute Künstler kopieren, die besten stehlen. Wir waren schamlos beim Stehlen von großen Ideen und der Grund, warum der Macintosh so großartig war ist der Fakt, dass Musiker, Dichter, Künstler, Zoologen und Historiker, die gleichzeitig die weltweit besten Computeringenieure waren den Mac entwickelt haben."

"Das einzige Problem an Microsoft ist, dass sie keinen Geschmack haben. Ich meine nicht im Kleinen, sondern im Großen. Sie denken nicht an originelle Ideen und haben keine Liebe zum Detail...dies macht mich traurig, nicht wegen des Erfolgs - ich gönne ihnen den Erfolg; Sie haben sich diesen größtenteils wirklich verdient. Ich habe ein Problem mit dem Fakt, dass Microsoft drittklassige Produkte herstellt."

-- Aus "Triumph of the Nerds"

Rückkehr zu Apple (1997)

"Ich wäre nicht ehrlich, wenn ich sagen würde, dass ich nicht an manchen Tagen darüber nachdenke, ob es tatsächlich die richtige Entscheidung war zurückzukehren...Aber das Leben trifft manchmal schlaue Entscheidungen - nichts passiert aus Zufall."

- Aus Time Magazine August 1997 "Steve Jobs: Restart Apple"

Aus der Zeit, als Microsoft 1997 bekannt gab 150 Millionen US$ in Apple zu investieren sowie Office und Internet Explorer für den Mac zu entwickelt. Die beiden langjährigen Feinde einigten sich darauf, den Streit endgültig beizulegen, ob Microsoft mit Windows einige Apple-Patente verletzt habe.

Times: "Wir haben verstanden. Die Rückkehr von Steve Jobs zu Apple ist zu vergleichen mit der Rückkehr von Luke Skywalker, der bis vor letzter Woche Kultisten des bösen Empires bekämpft hat. Bill Gates auf der anderen Seite wurde wahrgenommen als Darth Vader, der Milliardär, welcher die Idee des Macintoshs geklaut hat und nun mit Windows den Markt dominiert."

Koexistenz mit Microsoft (1997)

"Wir müssen hier von einigen Ideen loslassen. Unter anderem müssen wir von der Idee loslassen, dass Microsoft verlieren muss, damit Apple gewinnen kann."

Bei der Macworld Expo Boston Keynote im August 1997

Einführung des iMac (1998)

"Der iMac entspringt der Kreuzung aus der Faszination des Internet mit der Einfachheit des Macintosh."

Bei der Vorstellung des iMac 1998

Führung von Pixar und Apple (2000)

"Ich hoffe, ich habe den Aktionären von Pixar und den Aktionären von Apple zeigen können, dass ich es beherrsche, beide Aufgaben angemessen zu erfüllen, mit den großartigen Teams bei beiden Firmen...also dachte ich, dies würde es widerspiegeln [die Tatsache dass das "interim", also "vorläufig" aus seinem Title bei Apple verschwand]...Ich denke, ich werde noch eine Weile da sein, und ich denke wir haben gezeigt, dass das gut funktionieren kann...es fühlte sich richtig an"

Aus einem Interview mit CNET im Januar 2000 als er dauerhaft CEO bei Apple wurde

Eröffnung der ersten Apple Stores (Mai 2001)

"Warum diese zwei? Es waren die ersten, die fertig waren."

Auf die Frage, warum die ersten Apple Stores die in McLean, Virginia und Glendale, Kalifornien waren

Einführung des iPod (Oktober 2001)

"Was der iPod ist? Na, ich habe hier gerade einen in meiner Tasche. Da ist er, da."

Bei der Einführung des iPod im Oktober 2001

Designen des iMac G4 (ca. 2001)

"Er sollte aussehen wie eine Sonnenblume."

Zu Jonathan Ive während der Entwicklung des Geräts, das der iMac G4 wurde

"Bestenfalls empfanden die Menschen ihn [den iMac] als merkwürdig," sagte Ive damals CNET. "Ich empfand ihn weniger schockierend als den Ur-iMac".

Einführung des iTunes Music Store (April 2003)

"Wir waren in der Lage dazu, bahnbrechende Verträge mit den wichtigen Labeln auszuhandeln. Es gibt keine legale Alternative dazu, die tragfähig ist."

"Der positive Aspekt ist, dass Dienste wie Kazaa gezeigt haben dass das Netz wie geschaffen ist für die Distribution von Musik. Der negative Aspekt ist, dass das Stehlen ist und man sollte sich nicht mit dem Schicksal anlegen."

Bei der Vorstellung des iTunes Music Store im April 2003

Vorbildfunktion bei Personalführung

"Mein Vorbild fürs Geschäft sind die Beatles. Das waren vier Jungs, die zusammenhielten und die negativen Tendenzen so zurückhielten. Sie haben sich gegenseitig ausgeglichen und das Ganze war größer als die Summe der Teile. So sehe ich das Geschäft an. Große Dinge in der Wirtschaft werden nie von einer Person alleine geleistet. Sie werden von einem Team geleistet."

Aus einem Interview mit "60 Minutes" 2003

Apples Talente, Jobs' Zuversicht (Dezember 2003)

"Apple hat einen kleinen Kreis talentierter Mitarbeiter; ich denke wir machen sehr gutes Hardware-Design. Wir haben eine sehr gute Marke. Und wir schreiben sehr gute System- und Anwendungssoftware. Und wir sind sehr gut darin, dies alles in einem Produkt zu vereinen. Wir sind die einzigen in der Computer-Industrie, die das noch tun. Und wir sind wirklich die einzigen in der Elektronikindustrie, die sich um die Software gekümmert haben bei Produkten für Privatleute. Diese Talente können dazu benutzt werden, um Computer zu bauen und sie können dazu benutzt werden, um Dinge wie den iPod zu schaffen."

Aus einem Interview mit dem Rolling Stone Magazine im Dezember 2003, auf die Frage, ob er sich die Hände gewrungen hätte beim Fällen der Entscheidung, iTunes für Windows herauszubringen: "Ich weiß nicht, was Hände-wringen ist."

Einführung des iPhone (Januar 2007)

"Heute wird Apple das Telefon neu erfinden und wir nennen es iPhone."

"Das iPhone ist als ob man sein Leben in der Tasche hat."

Über Adobe Flash (April 2010)

"Unsere Motivation ist einfach -- wir wollen unseren Entwicklern die fortschrittlichste und innovativste Plattform bieten und wir wollen, dass sie direkt auf den Schultern dieser Plattform stehen und der Welt die besten Apps schaffen, die die Welt je gesehen hat."

(Aus einem Brief aus dem April 2010, der erklärt, warum Apple kein Flash zulässt auf dem iPhone, iPad und iPod Touch)

Antennen-Gate (Juli 2010)

"Die Fakten stützen den Fakt, dass das iPhone 4 das beste Smartphone der Welt ist. Es gibt kein 'Antennagate'".

"Wir lieben unsere Kunden. Wir arbeiten hart daran, sie zu überraschen und zu begeistern. Wir haben uns den Arsch aufgerissen und es macht Spaß"

(Auf einer Presseveranstaltung 2010)

Über Apples DNS und "Post-PC"-Geräte

"Es steht in Apples DNS dass Technologie alleine nicht reicht. Es ist die Kombination aus Technologie und Geisteswissenschaften, die uns diese Ergebnisse bringt. Dies ist nirgendwo wahrer als bei diesen Post-PC-Geräten."

Bei der Vorstellung des iPad im März 2011

Aus einem Interview mit dem Smithsonian im April 1995:

"Ich denke, es gibt kaum Unterschiede zwischen einem Künstler, einem Wissenschaftler oder einem Ingenieur des höchsten Kalibers... Sie waren für mich immer Menschen, die andere Wege verfolgen, aber grundsätzlich doch das gleiche Ziel haben, nämlich der Ausdruck dessen, was sie für ihre Wahrheit halten, sodass andere daraus Nutzen ziehen können."

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Bild zur News "Fotos aus dem Leben von Steve Jobs"Die britische Ausgabe von Macworld hat eine Sammlung von Fotos veröffentlicht, welche Steve Jobs in den verschiedenen Epochen seines Lebens zeigen. Die Fotos reichen von den Anfängen bei Apple, wo Steve Jobs zusammen mit Steve Wozniak die ersten Computer entwickelte, zeigen ihn nach seinem Weggang, als er beim Apple-Vorstand in Ungnade gefallen war, sowie seine spätere Rückkehr mit dem iMac und OS X. Apple spielte im Leben von Steve Jobs eine zentrale Rolle, was ihn wohl auch dazu bewegte, sich 2004 trotz seiner Krebserkrankung schon ein halbes Jahr später wieder bei Apple zurückzumelden. Hier bewies er immer auch ein Auge für die Details der in Entwicklung befindlichen Produkte und beantwortete sogar Kundenanfragen mit einer persönlichen wenn auch meist kurzen E-Mail.

Aktualisierung:
Die Seite AllAboutSteveJobs.com, auf die Leser ALogicUser aufmerksam gemacht hat, bietet noch mehr schöne Fotos aus dem Leben von Steve Jobs.
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Bild zur News "Erinnerung an Steve Jobs - NeXT und Pixar"Obwohl die Rolle von Steve Jobs bei Apple am herausragendsten war, beeinflusste er die Industrie auch schon vor seiner Rückkehr zu Apple. Nachdem Jobs in den 80er Jahren den Mac-Hersteller verließ, gründete er nach einer kurzen Pause unter dem Namen NeXT einen neuen Computer-Hersteller und widmete sich mit Pixar einer kreativen Seite von Computern - der 3D-Animation. Während beide Unternehmen in ihrem ursprünglichen Kerngeschäft wenig erfolgreich waren, prägten sie doch die Welt entscheidend mit. So entstand mit Hilfe eines NeXT-Computer der erste Web-Browser und Server, während Pixar mit "Toy Story" das Genre des vollständig computergenerierten Kinofilms gründete. Zudem lieferte NeXT nach der Übernahme durch Apple die Grundlagen für OS X und iOS, womit der Mac-Hersteller seinen bald beginnenden Erfolgskurs absichern und den Wechsel der Prozessor-Plattform vollführen konnte.
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Die Unternehmen vor seiner Rückkehr zu Apple

Pixar

Kurz nach seinem Weggang von Apple übernahm Steve Jobs im Jahr 1986 für fünf Millionen US-Dollar die Pixar Animation Studios. Diese entstammten der 1979 gegründeten Lucasfilm Graphics Group. Jobs investierte weitere fünf Millionen in das Unternehmen, das er seit der Übernahme als CEO leitete. Damals war das Kerngeschäft noch die Visualisierung für staatliche Institutionen und die Medizinbranche. Kurzfilme dienten lediglich der Werbung für das Unternehmen und wurden von John Lasseter produziert, der bereits 1984 zu dem Unternehmen gestoßen war. Einer der ersten und damals wegweisender Kurzfilme von Lasseter war "Luxo Jr." (Luxo Jr. auf YouTube), der mit einem Prix Ars Eletronica ausgezeichnet und auch für einen Oscar nominiert wurde.

Die Kurzfilme wurden allerdings immer erfolgreicher, während das eigentliche Kerngeschäft immer mehr an Bedeutung verlor. So vollzog das Unternehmen einen Wandel hin zur Produktion computeranimierter Filme. Zuerst handelte es sich dabei um Werbefilme. Schließlich wurde im Jahr 1991 ein Vertrag mit den Walt Disney Studios unterzeichnet über die Produktion dreier Spielfilme. Der erste dieser Filme war Toy Story aus dem Jahr 1995.

Weitere bekannte Filme waren 2001 "Die Monster AG" (Monsters, Inc.), 2003 "Findet Nemo" (Finding Nemo), 2004 "Die Unglaublichen" (The Incredibles) und 2008 "Wall-e". Anfang 2006 gaben die Walt Disney Studios bekannt, Pixar für 7,4 Milliarden US-Dollar zu übernehmen, Steve Jobs wurde Mitglied im Verwaltungsrat bei Disney und größter Einzelaktionär des Unternehmens. Jobs hat wiederholt auf seinen Keynotes Ausschnitte oder Trailer aus Pixar-Filmen gezeigt, beispielsweise wenn es um den Kauf oder Verleih von Filmen im iTunes-Store ging.

NeXT

Fast zeitgleich mit der Übernahme von Pixar gründete Steve Jobs die Firma NeXT im Jahr 1985 mit 7 Millionen US$ Kapital. Zuerst wollte man Computer herstellen, welche selbst für Studenten nicht zu teuer sein sollten. Zusammen mit 6 Apple-Mitarbeitern (Bud Tribble, George Crow, Rich Page, Susan Barnes, Susan Kare und Dan'l Lewin) begann man mit der Entwicklung der Hardware. Mitte 1986 entschied man sich um und wollte nun beides, Hardware und Software entwickeln. Für die Software holte man Avie Tevanian, welcher an der Carnegie Mellon University am Mach-Kernel arbeitete. Dieser Kernel sollte die Grundlage für das Betriebssystem sein, genannt NeXTSTEP.

Schon zwei Jahre später konnte man am 12. Oktober 1989 die ersten Prototypen bestaunen. 1989 wurden die ersten Geräte mit einer Beta-Version von NeXTSTEP verkauft. Mit einem Preis von 6.500 US$ wurden die Geräte vorerst nur an ausgesuchte Universitäten verkauft. Auf die Frage, warum der erste Computer aus dem Hause NeXT um mehrere Monate verzögert ausgeliefert wurde, antwortete Steve Jobs: "ZU spät? Der Computer ist seiner Zeit fünf Jahre voraus!" Der erste NeXT-Computer kam mit einem 68030-Prozessor mit 25 Mhz, 8-64 MB Ram, einem 256 MB magneto-optischen Laufwerk und optional mit einer Festplatte von 330 oder 660 MB. Ferner waren auch Ethernet, NuBus und ein 17-Zoll Graustufen-Monitor mit an Bord. Für die damalige Zeit waren dies beachtliche Leistungswerte, der durchschnittliche PC hatte gerade einmal 640 KB RAM, eine 10- oder 20-MB Festplatte und selten Netzwerkfähigkeiten. Erst im Jahr 1990 war der Computer auch im Retail-Markt zu kaufen, allerdings für 9.999 US$, was die potenzielle Käuferschaft sehr einschränkte.

Das Besondere an NeXT war aber nicht die Hardware, sondern die Software. Schon damals konnte man auf NeXTSTEP Programme fast genau so entwickeln, wie man dies heute unter Mac OS X kann. Für die Zeit war dies außerordentlich fortschrittlich, die Entwicklerframeworks waren wohl durchdacht und einfach anzuwenden. Der erste Web-Browser wie auch der erste Web-Server der Welt wurden am CERN-Institut auf einem NeXT-Rechner entwickelt.

1990 kam die zweite Generation an Computern von NeXT auf den Markt, der NeXTcube und die NeXTstation. Beide setzten nun den 68040-Prozessor mit 25 oder 33 Mhz ein, brachten ein CD-Rom- sowie ein normales Diskettenlaufwerk statt des magneto-optischen Laufwerks mit und konnten auch Farbbildschirme ansteuern. Im Jahr 1992 verkaufte NeXT ingesamt 20.000 Rechner, insgesamt wurden 50.000 Computer ausgeliefert.

Im Jahr 1993 zog sich NeXT komplett aus dem Hardware-Geschäft zurück und bot NeXTStep ab Ende 1993 auch für handelsübliche PCs mit Intel 486-Prozessor an. Später wurde NeXTStep auch auf die PA-RISC- und SPARC-Plattformen portiert. NeXT kooperierte auch mit Sun, um OpenStep zu entwickeln. Mittels OpenStep konnten für NeXTSTEP entwickelte Programme auch auf anderen Systemen wie zum Beispiel Windows NT ausgeführt werden. In dieser Zeit entstand auch das sehr populäre WebObjects, mit dem sich einfach große dynamische Web-Projekte realisieren ließen. Der iTunes Store und der App Store werden noch heute mit WebObjects betrieben.

NeXTSTEP konnte leider auch nicht durch die Portierung auf diverse Plattformen an Beliebtheit gewinnen. Apple befand sich zu dieser Zeit in der desolaten Situation, kein modernes Betriebssystem ausliefern zu können, nachdem die Bemühungen um Mac OS 8 (alias Copland) gescheitert waren. Am 20. Dezember 1996 wurde NeXT von Apple für 429 Millionen US$ übernommen. Steve Jobs erhielt von der Firma, welche er mitgegründet hatte, 1,5 Millionen Aktien. Das Bargeld wurde an die Investoren von NeXT ausgezahlt. Zuvor waren Verhandlungen von Apple mit der Firma Be gescheitert. Der Schritt, NeXT zu kaufen, erwies sich rückblickend betrachtet als goldrichtig.

NeXT war ein sehr interessanter Konzern: Jobs baute den Konzern nicht mit "Angestellten" auf, sondern eher als Gemeinschaft mit Mitgliedern. Es gab nur zwei unterschiedliche Gehälter: 50.000 US$ und 75.000 US$. Alle, die vor 1986 dem Unternehmen angehörten, erhielten das höhere Gehalt. Dies führte aber auch zu komischen Situationen, bei denen der Vorgesetzte weniger verdiente als Mitglieder seines Teams.

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Bild zur News "Erinnerung an Steve Jobs - Seine wichtigsten Keynotes"Steve Jobs prägte nicht nur die Welt mit der Entwicklung revolutionärer Apple-Produkte, sondern verstand es auch sehr gut, die Leute von den dahinterstehenden Ideen zu begeistern. Daher war in Anlehnung an die StarTrek-Serien schon einige Jahre nach der Gründung von Apple die Rede vom Reality Distortion Field - dem realitätsverzerrenden Feld, dass Steve Jobs umgeben würde. Für viele Mac-Anwender waren die Auftritte von Steve Jobs nämlich ein besonderes Ereignis und so fieberten viele Anwender schon Tage zuvor den Keynotes entgegen, zumal diese nach seiner Rückkehr zu Apple zunächst alle per Live-Stream ausgestrahlt wurden. Umso schwerer wog daher die Nachricht von Steve Jobs Krebserkrankung, aufgrund der er in den vergangenen Jahren nur noch wenige Keynotes führen konnte. In einem Artikel haben wir aber noch einmal die wichtigsten Keynotes mit Steve Jobs zusammengestellt, in denen man sich an seine Auftritte erinnern und sich von seinem Enthusiasmus anstecken lassen kann.
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Der Tod von Steve Jobs bewegt viele Menschen auf der ganzen Welt. Auch Weggefährten und bekannte Persönlichkeiten sind über den Tod des Apple-Mitbegründers bestürzt. Apple-Mitbegründer Steve Wozniak erinnert sich in einem Video-Interview an Steve Jobs und dessen Liebe für die Details bei Apple.
Ed Catmull & John Lasseter (Pixar)
Steve Jobs was an extraordinary visionary, our very dear friend and the guiding light of the Pixar family. He saw the potential of what Pixar could be before the rest of us, and beyond what anyone ever imagined. Steve took a chance on us and believed in our crazy dream of making computer animated films; the one thing he always said was to simply 'make it great.' He is why Pixar turned out the way we did and his strength, integrity and love of life has made us all better people. He will forever be a part of Pixar’s DNA. Our hearts go out to his wife Laurene and their children during this incredibly difficult time.

Robert Iger (Disney)
Steve Jobs was a great friend as well as a trusted advisor. His legacy will extend far beyond the products he created or the businesses he built. It will be the millions of people he inspired, the lives he changed, and the culture he defined. Steve was such an "original," with a thoroughly creative, imaginative mind that defined an era. Despite all he accomplished, it feels like he was just getting started. With his passing the world has lost a rare original, Disney has lost a member of our family, and I have lost a great friend. Our thoughts and prayers are with his wife Laurene and his children during this difficult time.

Bill Gates (Microsoft)
I’m truly saddened to learn of Steve Jobs’ death. Melinda and I extend our sincere condolences to his family and friends, and to everyone Steve has touched through his work.

Steve and I first met nearly 30 years ago, and have been colleagues, competitors and friends over the course of more than half our lives.

The world rarely sees someone who has had the profound impact Steve has had, the effects of which will be felt for many generations to come.

For those of us lucky enough to get to work with him, it’s been an insanely great honor. I will miss Steve immensely.

Steve Ballmer (Microsoft)
I want to express my deepest condolences at the passing of Steve Jobs, one of the founders of our industry and a true visionary. My heart goes out to his family, everyone at Apple and everyone who has been touched by his work.

Larry Page (Google)
I am very, very sad to hear the news about Steve. He was a great man with incredible achievements and amazing brilliance. He always seemed to be able to say in very few words what you actually should have been thinking before you thought it. His focus on the user experience above all else has always been an inspiration to me. He was very kind to reach out to me as I became CEO of Google and spend time offering his advice and knowledge even though he was not at all well. My thoughts and Google's are with his family and the whole Apple family.


Sergey Brin (Google)
From the earliest days of Google, whenever Larry and I sought inspiration for vision and leadership, we needed to look no farther than Cupertino. Steve, your passion for excellence is felt by anyone who has ever touched an Apple product (including the macbook I am writing this on right now). And I have witnessed it in person the few times we have met.

On behalf of all of us at Google and more broadly in technology, you will be missed very much. My condolences to family, friends, and colleagues at Apple.

Barack Obama (US-Präsident)
Michelle and I are saddened to learn of the passing of Steve Jobs. Steve was among the greatest of American innovators - brave enough to think differently, bold enough to believe he could change the world, and talented enough to do it.

By building one of the planet’s most successful companies from his garage, he exemplified the spirit of American ingenuity. By making computers personal and putting the internet in our pockets, he made the information revolution not only accessible, but intuitive and fun. And by turning his talents to storytelling, he has brought joy to millions of children and grownups alike. Steve was fond of saying that he lived every day like it was his last. Because he did, he transformed our lives, redefined entire industries, and achieved one of the rarest feats in human history: he changed the way each of us sees the world.

The world has lost a visionary. And there may be no greater tribute to Steve’s success than the fact that much of the world learned of his passing on a device he invented. Michelle and I send our thoughts and prayers to Steve’s wife Laurene, his family, and all those who loved him.
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Apple-Messen, Entwicklerkonferenzen oder besonderen Presseevents

Ein großer Aspekt, warum Steve Jobs der Apple-Gemeinde ewig in Erinnerung bleiben wird sind die Keynotes auf Apple-Messen, Entwicklerkonferenzen oder besonderen Presseevents. Steve Jobs stellte neue Produkte, wenn es ihm gesundheitlich möglich war, selbst vor. Um diese Ansprachen entwickelte sich ein wahrer Kult in der Apple-Gemeinde, die Vorfreude war immer groß und im Vorfeld wurden die wildesten Gerüchte diskutiert. Hier ein Überblick über denkwürdige Augenblicke:

Vorstellung Macintosh 1983


Vorstellung Macintosh auf Vimeo
Der erste Macintosh leitete eine Revolution ein. Es war zwar weder der erste Computer mit einer graphischen Benutzeroberfläche noch ein besonders leistungsstarker Rechner. Aber das Gerät war erschwinglich, richtete sich nicht vorrangig an Firmen, sondern an Privatleute und konfrontierte viele Interessenten zum allerersten mal mit einer Computer-Maus. Alle bis dahin für Privatleute bezahlbaren Rechner wurden über eine Kommandozeile bedient, das Konzept von Icons, Fenstern und Menus war gänzlich unbekannt.

Macworld Boston 1997


MacWorld Boston 1997 auf YouTube
Die Macworld Boston 1997 war die erste Keynote von Steve Jobs nach seiner Rückkehr zu dem Unternehmen, das er mehr als 20 Jahre zuvor mit gegründet hatte. Apple befand sich zu dieser Zeit in einem maroden Zustand: Das Betriebssystem war veraltet und nicht mehr konkurrenzfähig und die Hardware war nicht innovativ genug, um am Markt bestehen zu können. Apple steuerte geradewegs auf eine Insolvenz zu. Auf der Macworld in Boston im Jahr 1997 gab Apple eine Partnerschaft mit Microsoft bekannt, Microsoft entwickelte Office und Internet Explorer für den Mac und kauft Apple-Aktien für 150 Millionen US$. Dies tat Microsoft nicht uneigennützig: Mit diesem Schritt wollte man das Kartellamt zufrieden stellen da man befürchtete, bei einer Pleite Apples über eine Monopolstellung zu verfügen und somit der Gefahr einer Zerschlagung von Microsoft zu entgegnen.

Special Event 1998


Apple Special Event 1998 auf YouTube
Auf einem Special Event im Jahr 1998 präsentierte Steve Jobs den geistigen Nachfolger des aller ersten Mac, den iMac. Es handelte sich um einen kompletten All-In-One-Rechner samt integriertem Röhrenmonitor, CD-Laufwerk und einem PowerPC G3-Prozessor mit 233 Mhz. Das Besondere an dem Gerät war unter anderem das Design in durchsichtigem Plastik, welches eine neue Ära einleutete, wie Computer aussehen. Außerdem wurde der iMac zu einem relativ günstigen Preis angeboten, so dass Apple neue Käuferschichten erschließen konnte. Jobs präsentierte den iMac in Hemd und Anzug, der typische Look mit Turtleneck-Shirt und Jeans hielt erst später Einzug.

Macworld San Francisco 2000


Macworld San Francisco 2000 auf YouTube
Zum ersten Mal stellt Steve Jobs OS X der Öffentlichkeit vor. Man war sich seit mehreren Jahren darüber im Klaren, dass das ursprüngliche Mac OS am Ende seiner Entwicklung angekommen war; Es verfügte nicht über viele Merkmale moderner Betriebssysteme wie Speicherschutz und präemptives Multitasking. Es hatte in Form von Copland, Pink und Rhapsody bereits eigene Ansätze gegeben, ein modernes Betriebssystem zu entwickeln und Mac OS zu einem zeitgemäßen Betriebssystem zu machen. Diese Ansätze scheiterten jedoch alle.

Mit der Übernahme von NeXT 1996 hatte man jedoch in Form von NeXTStep ein modernes auf UNIX basierendes Betriebssystem übernommen, das über all die gewünschten Features verfügte. Apple entwickelte aus NeXTStep Mac OS X. Damit zog unter anderem Aqua einzug in Mac OS X 10.0 "Cheetah". Diese komplett neue Nutzeroberfläche überraschte durch ihre Plastizität, Anti-Aliasing, Farbe und Animationen. Auch erhielten völlig neue Elemente Einzug wie Sheets oder die heute inzwischen weniger benutzten "Drawer". Apple kündigte die öffentliche Beta von Mac OS X für den Sommer an und veröffentlichte diese am 13. September 2000. Am 24. März 2001 dann erschien Mac OS X 10.0.

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Keynote war die Bekanntgabe Jobs', ab sofort das "i" in seiner damals noch so geführten Bezeichnung "iCeo", das für "interim" also "vorläufig" steht, zu streichen und somit zum Ceo zu werden. Nach seiner Rückkehr zu Apple hatte er diese Bezeichnung zuerst geführt, um klar zu machen, dass er diese Stelle dauerhaft übernimmt. Zuerst hatte man angenommen, Jobs' Aufgabe sei "nur" die, das Unternehmen aus seiner Krise zu führen. Apple stand kurze Zeit vorher mit dem Rücken zur Wand und konnte nur durch eine Investition seitens Microsoft drei Jahre vorher über Wasser gehalten werden.

Vorstellung iPod 2001


Vorstellung iPod auf YouTube
2001 stellte Apple den ersten iPod vor. Wahrscheinlich konnte sich selbst Steve Jobs nicht ausmalen, dass der iPod zu einem solchen Zugpferd für Apple werden würde. Durch den iPod wurden viele potentielle Kunden wieder auf Apple aufmerksam und die erfreulich hohen Verkäufe der iPod-Reihe halfen, den Absatz der diversen Macs anzukurbeln. Rückblickend war der iPod eines der Produkte, die Apple zurück in die Gewinnzone brachten und maßgeblich das heutige Image der Firma prägte.

WWDC 2003


Vorstellung des PowerMac G5 auf YouTube
Apple geriet in den Jahren 2002 und 2003 zunehmend ins Hintertreffen bezüglich der Geschwindigkeit der Apple-Rechner. Der PowerPC G4-Prozessor war in die Jahre gekommen und war nicht mehr konkurrenzfähig. Auf der Worldwide Developers Conference stellte Apple in Zusammenarbeit mit IBM den PowerMac G5 vor, der nach Apples Angaben damals der schnellste Personal Computer war. Wenige Tage vor der offiziellen Präsentation war bereits im Apple Store durch einen Fehler bei Apple die Spezifikation aufgetaucht. Darauf ging Jobs auf der Keynote ein und taufte diesen Fehler "Premature Specification" - nur um kurz darauf bekannt zu geben, dass diese der Realtität entsprechen. Vielen dürfte diese Keynote im Gedächtnis geblieben sein da Apple plötzlich im Desktop-Markt wieder konkurrenzfähige Performance bieten konnte.

Vorstellung iPod nano 2005


Vorstellung iPod nano auf YouTube
Steve Jobs stellt auf einem Special Music Event den iPod nano vor. Um die Größe des ersten auf Flash-Speicher basierenden iPod zu demonstrieren holt er ihn aus der kleinen Tasche seiner Jeans.

Intel-Switch 2005


Bekanntgabe des Intel-Switch auf YouTube
Einer der umstrittenen Momente in der Geschichte Apples, Steve Jobs gibt öffentlich den Wechsel zu Intel bekannt. Bereits seit einiger Zeit war man bei Apple mit der Leistung der PowerPCs nicht mehr zufrieden. Diese waren im PowerMac G5 inzwischen so hoch getaktet, dass sie mit Flüssigkeit gekühlt werden mussten und man sah sich gezwungen, sich nach einer Alternative zum PowerPC umzusehen. Im Vorfeld hatte es bereits einige Spekulationen gegeben, diese wurden aber von vielen als zu unwahrscheinlich abgetan, da ein Wechsel zu einer anderen Prozessorarchitektur große Folgen nach sich zieht. Diesen begegnete Apple mit Rosetta, mit dessen Hilfe sich PowerPC-Programme auch auf Intel-Macs ausführen ließen und "Fat Binaries", mit deren Hilfe Entwickler Binärcode für mehrere Prozessorarchitekturen in einer Datei ausliefern können. Seit Mac OS X Lion, das seit diesem Jahr verfügbar ist, lässt sich Rosetta nicht mehr starten und macht PowerPC-Programme somit endgültig obsolet.

iPhone 2007


Vorstellung des ersten iPhone auf YouTube
Steve Jobs stellt auf der Macworld San Francisco 2007 das erste iPhone vor. Damit revolutioniert er die Mobilfunkindustrie und stellt das Produkt vor, das innerhalb weniger Jahre zum stärksten Zugpferd der Firma werden sollte und Apple zum heute wertvollsten börsennotierten Unternehmen macht. Die Konkurrenz benötigte Jahre, um Apples Vorsprung im Smartphone-Markt einzuholen und wurden komplett von der Ankündigung überrascht.

iPad 2010


Special Event zum iPad auf YouTube
Auf einem Special Event stellt Apple das iPad vor. Später wurde bekannt, dass iOS ursprünglich für das iPad entwickelt wurde und das iPhone nur "zufällig" vorher vorgestellt wurde. Bei Apple glaubte man nicht daran, dass normale Desktop-Betriebssysteme für kleine tragbare Geräte geeignet seien und entwickelte iOS. iOS-Geräte tragen inzwischen zu einem Großteil des Umsatzes von Apple bei und haben in Form des iPad eine komplett neue Nische geschaffen.

WWDC 2011: Lion, iOS 5, iCloud


Keynote zur WWDC 2011 auf YouTube
Dies war die letzte von Steve Jobs moderierte Keynote. Er zeigt das damals noch vor der Veröffentlichung stehende Mac OS X Lion und gibt eine Vorschau auf das nächste Woche erscheinende iOS 5. Außerdem demonstriert er zum ersten Mal iCloud, das mit 10.7.2 Einzug in Mac OS X halten wird und auch Bestandteil des zeitgleich erscheinenden iOS 5 sein wird.

Ungewöhnlich selbstkritisch zeigt er sich in dem Moment, in dem er die nicht glatt gelaufene Einführung von MobileMe erwähnt und Kunden und Entwicklern Besserung mit iCloud verspricht. iCloud löst für einige MobileMe-Anwendungen die Synchronisierung von Mail, Kontakten und Kalendern ab. Einige Funktionen wie die Synchronisierung des Schlüsselbunds fallen weg, dafür gibt es viele neue Funktionen wie Fotostream, Synchronisierung von Dokumenten über verschiedene Geräte hinweg oder auch "iTunes in the cloud".

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Steve Jobs Familie hat über Apples Presseabteilung eine Stellungnahme zu seinem Tod veröffentlicht:
Steve died peacefully today surrounded by his family.

In his public life, Steve was known as a visionary; in his private life, he cherished his family. We are thankful to the many people who have shared their wishes and prayers during the last year of Steve’s illness; a website will be provided for those who wish to offer tributes and memories.

We are grateful for the support and kindness of those who share our feelings for Steve. We know many of you will mourn with us, and we ask that you respect our privacy during our time of grief.
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Apples CEO Tim Cook hat noch am Mittwoch eine E-Mail an alle Apple-Mitarbeiter gesandt, um sie über den Tod von Steve Jobs zu unterrichten.
Tim Cook (Apple)
Team,

I have some very sad news to share with all of you. Steve passed away earlier today.

Apple has lost a visionary and creative genius, and the world has lost an amazing human being. Those of us who have been fortunate enough to know and work with Steve have lost a dear friend and an inspiring mentor. Steve leaves behind a company that only he could have built, and his spirit will forever be the foundation of Apple.

We are planning a celebration of Steve’s extraordinary life for Apple employees that will take place soon. If you would like to share your thoughts, memories and condolences in the interim, you can simply email rememberingsteve@apple.com.

No words can adequately express our sadness at Steve’s death or our gratitude for the opportunity to work with him. We will honor his memory by dedicating ourselves to continuing the work he loved so much.

Tim
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Bild zur News "Steve Jobs ist gestorben"Der Mitbegründer von Apple, Steve Jobs, ist am gestrigen Mittwoch (Ortszeit) in Palo Alto gestorben. Das teilte der Verwaltungsrat des Unternehmens mit. Der seit langem gesundheitlich schwer angeschlagene CEO hatte erst im August den Chefposten an Tim Cook abgegeben und war auf der Keynote diese Woche erstmals auch nicht mehr aufgetreten. Steve Jobs litt an Bauchspeicheldrüsenkrebs, 2009 erst hatte er eine neue Leber erhalten.

"In tiefer Trauer teilen wir mit, dass Steve Jobs heute gestorben ist", so die Erklärung des Konzerns. "Steves Brillanz, Leidenschaft und Energie waren die Quelle zahlloser Innovationen, die unsere Leben bereichert und verbessert haben. Die Welt ist wegen Steve ein besserer Ort."

Sicher wird diese traurige Nachricht die Mac-Welt erschüttern. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Erfolgsstory von Apple in Zukunft weiter entwickeln wird. Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Laurene Powell Jobs und seinen vier Kindern Lisa, Reed, Erin und Eve.

Wir fügen diesem Artikel in Gedenken an diesen für die Computerwelt sehr bedeutenden Mann den Link zu seiner bekannten Rede von 2005 an der Stanford University an.
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