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Warum Apple bevorzugt in China produzieren lässt
Bekanntlich stammt Apples Produktion zum größten Teil aus China - unter anderem die Zusammenarbeit mit Foxconn wurde schon häufig diskutiert. In einem ausführlichen Artikel geht die New York Times darauf ein, warum sich Apple für China entschieden hat. Der...
Kommentare
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teorema67
22.01.12 15:07
Und wenn sie schon so flexibel sind, dann ist es auch in Ordnung, wenn für den Zusammenbau eines iPhones 10 Mal weniger bezahlt wird als in den USA (Größenordnung USD 7 statt 70)
iGod
22.01.12 15:12
Ja natürlich. Durch ihre Flexibilität können sie viel besser mit dem wenigen Geld auskommen.
eiPätt
22.01.12 15:12
Die New York Times bestätigt der eigenen Wirtschaft also Unfähigkeit?
Aber was soll uns dieses Beispiel sagen? Dass Apple erst wenige Tage vor der Einführung eingefallen ist, dass das Glas kratzest sollte? Dass Apple, weil die amerikanischen Fertiger nicht binnen 96 Stunden ihr eigenes kratzfestes Glas schneiden konnten, innerhalb von zwei Tagen auf Produktion in China umgeplant hat?
Völlig unglaubwürdig! Natürlich produziert Apple da so es am günstigsten ist und sie die bei der Produktion entstehenden Gifte in den letzten Fluss leiten können und ein paar Tote Arbeiter keine Rolle spielen wie wir wissen. Sollte die NYT nicht besser die Wahrheit schreiben?
wall-e
22.01.12 15:17
wahrheit und presse passen nicht mehr zusammen, besonders in den usa
janpi3
22.01.12 15:27
ich persönlich würde gar keine Präzisionsarbeiten in den USA durchführen lassen…
Ties-Malte
22.01.12 15:29
wall-e
wahrheit und presse passen nicht mehr zusammen, besonders in den usa
Aber sonst haben wir keine Ressentiments zum Besten zu geben?!
janpi3
ich persönlich würde gar keine Präzisionsarbeiten in den USA durchführen lassen…
Das steht dir frei. Hast du auch eine Begründung parat?
locoFlo
22.01.12 15:31
Klar kann man schneller reagieren wenn man sich um so lästigen Kram wie Umweltauflagen, Sicherheitsbestimmungen und Bezahlung für Überstunden nicht kümmern muss.
Wer diese chinesische Perversion von Kapitalismus (der an sich schon ein perverses, im Sinne von unmenschliches, System ist) auch noch feiert, so wie es die NYT macht, dem ist nicht mehr zu helfen.
rudolf07
22.01.12 15:44
locoFlo
Wer diese chinesische Perversion von Kapitalismus (der an sich schon ein perverses, im Sinne von unmenschliches, System ist) auch noch feiert, so wie es die NYT macht, dem ist nicht mehr zu helfen.
Gilt auch für selbsternannte do gooder, die glauben, dass mit pseudoempörtem Phrasendreschen vom kuscheligen Wohnzimmer aus die Welt verändert werden könnte.
Und denen zur koreanischen "Perversion von Kapitalismus" nix einfällt.
Samsung für den Public Eye People’s 2012 Award nominiert.
Request
22.01.12 15:49
Ach rudolf, es steht was negatives über Apple, schnell was über die Konkurrenz auspacken damit es die andere Denkweise überdeckt...
locoFlo
22.01.12 15:54
rudolf07
Falls du mich meinst mit dem
do gooder
: Ich glaube nicht das ich mit einem Eintrag im Forum von meinem Schreibtisch aus etwas ändere. Aber ich glaube das man erst Kritik üben muss und dann das beeinflussen muss was man kann, z.B. seine Volksvertreter. Und das mache ich auch. Wenn man aufhört Kritik zu üben, nur weil man Angst hat zu nerven, dann überlässt man das Feld Leuten für die die Erhaltung des Status Quo gleich kommt mit Machterhalt.
Da lass ich mich auch gerne mal als Gutmensch "beschimpfen", von Leuten die aufgehört haben zu glauben, dass es auch anders geht.
Und außerdem bin ich nicht pseudoempört sondern realempört.
locoFlo
22.01.12 16:02
PS: Danke für "do gooder". Kannte das Idiom noch nicht. Wieder was gelernt am Sonntag.
Und auf die Liste der Sachen die man beeinflussen kann muss natürlich Konsum bzw. der Verzicht darauf ganz oben stehen.
JanoschR
22.01.12 16:09
9to5...
macuser96
22.01.12 17:02
@rudolf07
Wenn du schon Awards anführst, dann hab ich für deinen überflüssigen "do gooder" auch einen parat:
<Im Januar 2012 erhielt das Wort von der Gesellschaft für Deutsche Sprache als Unwort des Jahres 2011 den 2. Platz. In der Begründung gab die GfdS an, mit dem Wort werde „insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des ‚guten Menschen‘ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren“ und kritisierte die aus ihrer Sicht 2011 einflussreich gewordene Funktion des Wortes als „Kampfbegriff gegen Andersdenkende.“>
Quelle:
o.wunder
22.01.12 17:05
teorema67
Woher kommen diese Zahlen der Kosten für den Zusammenbau?
In China fertigt eine Person 1,5 iPhones pro Tag (lächerlich wenig), wenn man das in Europa fertigen lassen würde, wären es mindestens 10-20 mal so viel, also müssen die Kosten nicht unbedingt viel höher sein.
Tiger
22.01.12 17:05
In Europa scheitert es doch schon an den Arbeitskräften.
Versucht mal innerhalb von einem Tag leistbare Arbeitskräfte zu bekommen die auch noch fähig, und vor allem gewillt sind das zu tun was ihre Aufgabe ist.
Da will jeder fürstlich entlohnt werden, wenn du nach seinen Qualitfikationen fragst kommt erstmal die Gegenfrage "Quali-was?".
Selbst ungelernte Kräfte haben mittlerweile Gehaltsvorstellungen da stellt es einem die Haare auf.
Tiger
22.01.12 17:09
o.wunder
n China fertigt eine Person 1,5 iPhones pro Tag (lächerlich wenig), wenn man das in Europa fertigen lassen würde, wären es mindestens 10-20 mal so viel, also müssen die Kosten nicht unbedingt viel höher sein.
Wie kommst du darauf? Warum sollten Europäer 10-20 mal schneller sein als chinesische Arbeiter?
Vanderhellen
22.01.12 17:14
Wahrscheinlich sind die Gewerkschaften schuld - die achten hartnäckig nur auf den Arbeitnehmerschutz und wenig oder überhaupt nicht auf das Wohl der Firma, welche den Arbeitsplatz auch bezahlen können muss.
locoFlo
22.01.12 17:14
Tiger
Ich vermute er meint Effizienzsteigerung durch Automatisierung. Oder?
Vanderhellen
Ich hoffe du hast einen Smily vergessen. Ansonsten informier dich mal über Arbeitgebervertretungen. Glaub mir, die Interessen der Firmeninhaber werden mehr als ausreichend berücksichtigt, also hier bei uns jedenfalls.
Bart S.
22.01.12 17:17
Naja, ist doch wie die Chinesen immer überall in der „modernen“ Welt agieren. Ich kenne genug Chinesische Geschäftsleute, die sind pragmatisch und reagieren sofort, wenn sie wittern daß irgendwo Geld zu verdienen ist. Die kümmern sich nicht mal um ihren besten Nachbarn oder Freunde.
Political corectness ist was für Nord Amerikaner oder Europäer, da interessiert sich in Asien kein Schwein für.
Glaubt mir: Chinesen würden ihre Mutter verkaufen, wenn sie auch nur einen einzigen EuroCent verdienen könnten.
„Multikulti“ ist vorbei, ihr Gutmenschen! Der Kapitalismus hat uns alle eingeholt.
Erzähl mal einem Chinesen was von anderen Kulturen! Die Asiaten sind nur solange an uns interessiert(mit ihrer freundlichen Art) solange sie uns auspressen können wie ne Zitrone.
Frage mal einen Chinesen ob er dir Geld leiht, wenn du selbst nichts hast. Der wird dir den Mittelfinger zeigen!
Tiger
22.01.12 17:35
locoFlo
Ich vermute er meint Effizienzsteigerung durch Automatisierung. Oder?
Ich glaube nicht, dass gerade in China Tätigkeiten, die von Maschinen übernommen werden könnten von Menschen verrichtet werden.
Es gibt Bereiche in denen der Mensch (noch) nicht ersetzbar ist. In chinesischen Werken zählt die Effizienz, wenn es also die Möglichkeit gibt Arbeiter durch Maschinen zu ersetzen werden sie dies auch tun. In dieser Hinsicht gibt es sicher keine Unterschiede zwischen Europäern, Amerikanern oder Asiaten.
Glaub mir, die Interessen der Firmeninhaber werden mehr als ausreichend berücksichtigt, also hier bei uns jedenfalls.
Da gebe ich dir nur bedingt recht.
rudolf07
22.01.12 17:51
Request
Ach rudolf, es steht was negatives über Apple, schnell was über die Konkurrenz auspacken damit es die andere Denkweise überdeckt...
Ach
Request, es wäre ja schon ein enormer Fortschritt, wenn du und deine "Denkweise" realisieren würden, dass es auch über "die Konkurrenz" jede Menge "auspacken" gibt.
locoFlo
Solltest du tatsächlich "realempört" sein - über den Kapitalismus im allgemeinen und Apple im besonderen - ziehe ich selbstverständlich das "selbsternannt" zurück.
macuser96
Wer lesen kann...
Ich schrieb absichtlich "
selbsternannte
do gooder".
Gegen echte do gooder spricht nämlich überhaupt nichts.
Den Begriff "Gutmensch" vermeide ich, nicht etwa weil er angeblich von Nazis erfunden wurde (was nicht so ist
), sondern weil er mittlerweile verstärkt von gewissen Kreisen als Kampfbegriff in Richtung "good minds" verwendet wird.
Ich bevorzuge den Begriff "Gutmichel".
Odyssee
22.01.12 18:10
Bart S.
Die Asiaten sind nur solange an uns interessiert(mit ihrer freundlichen Art) solange sie uns auspressen können wie ne Zitrone.
Wenn Du unter den dort vorherrschenden Bedingungen arbeiten müsstest, wüsstest Du, wer da wen ausspresst.
Den Rest von Deinem Kommentar rühr ich nicht weiter an. So viel Quatsch auf einem Haufen ist ja nicht zu ertragen.
johnnyb
22.01.12 18:27
rudolf07, du bist und bleibst einfach der Bauer vom Dienst hier...
Juergen
22.01.12 18:28
- Bart S.
Du hast völlig recht. Habe bereits vor 30 Jahren Handel mit China getrieben und kann die angesprochene Mentalität nur bestätigen.
dan@mac
22.01.12 19:03
Was ist nur los mit euch? Wieso muss das hier immer öfter persönlich werden. Macht kein Spaß mehr die Kommentare zu lesen...
MacBeck
22.01.12 19:06
Schon komisch, lieber Tiger und andere, dass es Firmen aus der Autobranche gibt, die großen Wert drauf legen, dass in de und nicht in Osteuropa oder Asien gefertigt wird...
Zb bei Navis einer Premiummarke: 36h zwischen Auftragseingang beim Zulieferer in D und Einbau im Werk, ebenfalls in D. Und das in Top Qualität! Still (diese Motorsägen) ist mal nach Osteuropa, weil hier die Löhne so hoch seien, kamen klammheimlich zurück, der Ausschuss in Osteuropa war so hoch, dass es viel billiger war, in D zu produzieren
Gewerkschaften (ok, IG Metall) und Betriebsräte sind oft sehr viel flexibler als das Management, und ne vernünftige Bezahlung schafft Zufriedenheit, was wieder die Qualität steigert.
rambo3000
22.01.12 19:08
Das Problem ist nicht das Apple in China produzieren lässt, sondern das sie die Arbeiter unter unmenschlichen Bedingungen und für einen Hungerlohn arbeiten.
und bitte keine hinweise darauf das andere Hersteller auch dort produzieren lassen; samsung, hp, microsoft usw. sind kein stück besser
wie lange wird es wohl dauern bis ein Elektronikhersteller sich endlich mal anders verhält als die anderen und ein FairBook und ein FairPhone rausbringt?
Gerhard Uhlhorn
22.01.12 19:09
eiPätt
Sollte die NYT nicht besser die Wahrheit schreiben?
Seit wann schreiben denn Zeitungen die Wahrheit?!? Du bist doch wohl hoffentlich nicht so naiv, dass Du glaubst es sei normalerweise so. Ich glaube sogar, das haben die noch nie gemacht. Nachrichten heißen deswegen Nachrichten, weil sie nachgerichtet werden.
Radio und Ferrnsehen wurden nur erfunden, um uns mit Lügen vollzupumpen (Goebbels-Schnautze). Die Zeitungen vermutlich auch, aber das lässt sich heute nicht mehr sicher feststellen.
Zeitungen werden nicht gemacht um uns zu informieren. Zeitungen werden natürlich gemacht um Geld zu verdienen und Macht auszuüben. Und das kann man nicht mit der langweilen Wahrheit. Man sollte immer die Interessen der Anbieter betrachten. Dann sieht man ganz schnell wo der Hase läuft. Die Pharmaindustrie z.B. hat auch kein Interesse zu heilen. Denn würden sie heilen, würden sie ihren eigenen Markt kaputtmachen. Und wenn man sieht wie wirtschaftlich erfolgreich sie sind, dann sieht man ganz klar, dass sie eben nicht heilen. Denn würden sie heilen, würden sie nicht wirtschaftlich erfolgreich sein. Beides schließt sich gegenseitig aus.
Tuco
22.01.12 19:11
Vanderhellen
So ist es. Ausserdem sorgen die dafür das die Leute auch noch halbwegs vernüftig für die Arbeit entlohnt werden.
Welche Firma kann sich das noch im Zeitalter der Globalisierung leisten? Das sind Wirtschaftsschädlinge und Fortschrittverweiger !!!!!einselfdrölf!
Gerhard Uhlhorn
22.01.12 19:21
Apple hat inzwischen wieder eine so hohe Marge, dass sie für kaum mehr Geld wieder in den USA fertigen lassen könnten, oder auch in Deutschland, wo man auch ziemlich flexibel sein kann.
Request
22.01.12 19:52
rudolf07
Du versüsst mir jeden Besuch auf MTN, man muss nur was vom Rudolf lesen und hat Tränen in den Augen...so muss man lachen...
Fox 69
22.01.12 20:56
China hat keine 35/40 Stundenwoche.
Wie hoch ist der Industriestundenlohn in China ? Wie hoch ist der in Germany/ USA ?
Wie sind die Produktionsauflagen/Umweltauflagen in USA/Germany ?
Warum hat Apple so eine einzigartige hohe Marge ?
Warum hat Apple 52% Gewinn pro iPhone ?
Die Antwort ist in der Tat doch einfach, oder ???
Ich geb da mal nen Denkanstoß :
So wie der Hersteller Foxconn in China arbeitet, (Stundenanzahl, Löhne , Sozialverhalten etc.) ginge das auch in Germany oder USA ???
Für Apple zählt die Stückzahl pro Stunde und das zum niedrigsten Kurs.
Und dies ist nicht nur bei Apple sondern bei allem.
Fox 69
22.01.12 21:08
Oder mal andersrum gefragt:
Was würde ein deutscher Mitarbeiter pro Monat verdienen bei Foxconn Germany ? Selbst wenn es ein Leiharbeiter mit 8€ Stundenlohn wäre, kämen wir bei den Stunden und Zulagen pro Monat an die 2800€ brutto für den Arbeitnehmer.
Ergo...
roca123
22.01.12 21:20
Schon stark wie kurzsichtig ein Unternehmen wie Apple Produkte plant, das war mit dem iPhone4 weiß wohl nicht anders... 1 Jahr wartezeit ist aber alles andere als flexibel.
roca123
22.01.12 21:24
@fox 69
2800 Brutto als Leiharbeiter wo lebst du den?
Bei VW mag es evtl sowas geben aber der Lohn ist alles andere als branchenüblich.
Bei Amazon gibts zum Einstieg +- 1600 Brutto.
Stefan S.
22.01.12 21:31
Die Chinesen
Fox 69
22.01.12 21:36
Hast Du falsch analysiert.
Arbeiten die Leute bei Amazon etwa 270 Stunden im Monat ?
Du mußt mal genau lesen was ich geschrieben habe. Foxconn hat eine 60-70 Stundenwoche und arbeiten 6 Tage die Woche und da sind keine Überstunden bei !!!
Bart S.
22.01.12 21:43
Gibts hier garkeine richtige "Zitat" Funktion??
Odyssee 22.01.12 18:10
Bart S.
Die Asiaten sind nur solange an uns interessiert(mit ihrer freundlichen Art) solange sie uns auspressen können wie ne Zitrone.
Wenn Du unter den dort vorherrschenden Bedingungen arbeiten müsstest, wüsstest Du, wer da wen ausspresst.
Den Rest von Deinem Kommentar rühr ich nicht weiter an. So viel Quatsch auf einem Haufen ist ja nicht zu ertragen.
(Na das sieht doof aus)
So Odyssee, dann hast Du garantiert noch nicht unter einem chinesischen Boss gearbeitet - Ich schon!
(Wenn auch nur kurze Zeit)
So kannst Du Dir also auch kein Urteil erlauben über die Lebens/Arbeitsverhältnisse bei Chinesen und dergleichen.
Juergen
Jo! Aber manche Leute hier wissen nicht wovon sie reden. Die haben noch nie wirklich mit chinesischen Geschäftsleuten zu tun gehabt. Dann würden sie aber ganz schnell von ihrer "Multikulti" Position herunterkommen, und im wirklichen leben ankommen
Odyssee
22.01.12 22:04
Na, Bart, in welchem Kontext pressen uns die Asiaten denn aus? Ich glaube Du verhedderst Dich grad in dem was Du schreibst und dem was Du meinst. Ist auch egal, hat eh keinen Zweck. Ich ärgere mich auch grad, daß ich hier überhaupt eingestiegen bin. Werde das zukünftig auch lassen. Nur noch soviel: ich kenne in meinem Umfeld genügend deutsche Arbeitgeber, die sich die Bezeichnung „Auspresser“ redlich verdienen.
„wirklichen Leben“... ich lach mich kaputt, mit Deinem Geschwafel biste mal'n paar Lichtjahre weiter entfernt davon als ich.
Vanderhellen
22.01.12 22:22
Das war nur ne Feststellung von mir - nicht meine Meinung. Und damit meinte ich nicht Deutschland, sondern USA, England und Australien.
Ich bin grundsätzlich für gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmer. Natürlich gebe ich denen auch nicht die Schuld an den verhärteten Fronten - wir wissen alle, wie perfide die Großindustrie erpresst.
Ich denke nur, dass auch die Gewerkschaften ihre Strategie endlich neu und wesentlich schlauer ausrichten sollten. Streik ist zwar manchmal sinnvoll, aber heute werden die dadurch entstehenden Verluste sozialisiert. Solange eine Firma so etwas abschreiben kann, sind Streiks ein Schnitt in unser aller Fleisch. Das ist so, als würde man mit einem Baseballschläger zum Schachspiel antreten.
Wenn die Gewerkschaften sich nicht endlich international organisieren, sehe ich schwarz für die arbeitende Bevölkerung und das sind 99%.
Ich mag Apple nicht mehr, seit die das wertvollste Unternehmen an der Börse sind und trotzdem nicht das bestzahlenste Unternehmen in China - mit voller Unterstützung der Arbeiter nebst Möglichkeit der Zelebrierung ihres Neujahrsfestes. Ich finde es ja gut, dass deren Geräte so teuer und die Software so günstig ist - da stimmt das Gleichgewicht noch.
Aber jemand baut das alles zusammen und der sollte davon profitieren. Ich hätte nichts dagegen, wenn sie bei Foxconn durch bessere Bezahlung Dell und Co. überbieten.
oleg054
22.01.12 22:40
Mann Mann Mann
Bart s.
"die Chinesen sind...."
" verkaufen ihre Mutter für einen eurocent...."
Das ist nur Quatsch, sondern von der ganzen Struktur der Verallgemeinerung und der Diffamierung schwer faschistoid.
Solche unsinnigen Behauptungen über unmoralisches Verhalten zugunsten wirtschaftlicher Vorteile gab es hierzulande schon mal. Am Ende waren dann 6 Mio. der verunglimpften ermordet. Etwas mehr Umsicht bei solchen Behauptungen tut Not.
Ich kenne einige Chinesen. Keiner von ihnen würde seine Mutter für einen Cent verkaufen. Wie auch sonst keiner, den ich kenne.
Bart S.
22.01.12 22:43
So so Odyssee.
Ist ja auch schön, wenn Du mit Chinesen nicht so schlechte Erfahrungen gemacht hast. Ich kenne einige persönlich und muss sagen, wenn Du erstmal diese Schranke überwunden hast sind sie die besten Freunde die man sich wünschen kann. Aber im Beruf, im Geschäftsleben sind sie ganz anders. Die Chinesen haben irgendwie Zwei Gesichter. Die blenden das Private völlig aus, wenn sie Geschäfte wittern
„wirklichen Leben“... ich lach mich kaputt, mit Deinem Geschwafel biste mal'n paar Lichtjahre weiter entfernt davon als ich.
Na ist doch schön, wenn ich Dich mal zum Lachen gebracht habe...Das Leben ist schon schwer genug
Bart S.
22.01.12 22:48
oleg054
Dann hasste aber auch noch nicht für die Chinesen gearbeitet.
Man sagt ja immernoch hier: die Juden wären hinter dem Geld her. Das kann ich weder bestätigen noch ablehnen. Aber was ich über Jahre gelernt habe ist: die Chinesen beten die Kohle förmlich an. Und das in extremster Weise, glaub mir
Stefan S.
22.01.12 23:17
Oleg054
ja! Danke!
baoxiong
23.01.12 01:03
Man kann auf höheren Ebenen argumentieren wie man will, aber im konkreten Geschäftsalltag ist es enorm von Vorteil, wenn Dinge schnell geschehen.
Ganz pragmatisches Beispiel, ich zieh in eine neue Wohnung. Es gibt kein Internet, eine Birne ist hinüber, eine Scheibe hat nen Sprung und die Tür geht kaum zu. Ich rufe die Vermieterin an. Die sagt sie kümmere sich sofort drum. Eine halbe Stunde später habe ich drei Leute in meiner Wohnung, eine Stunde später Internet und die Tür geht zu. Am Abend kommt das Fenster und die Birne bringt sie mir noch persönlich.
Versuch das bitte in Deutschland.
In diesem System leben Menschen und es funktioniert. Anders eben, aus unserer Sicht manchmal schlechter, manchmal besser. Die Flexibilität ist definitiv höher und wenn das ausschlaggebend ist, fällt in so einem Fall die Entscheidung für China.
Gleichermaßen schauen mich Chinesen mit großen Augen an, wenn ich ihnen sage, dass ich nicht einfach (sagen wir innerhalb 2-3 Tagen) ein Geschäft aufmachen kann in Deutschland, wenn ich denke, dass es sich lohnt.
Das
würden sie als Einengung und Behinderung durch den Staat empfinden.
Dieses Geschrei über Arbeitsbedinungen und Hungerlöhne führt doch irgendwie nicht weiter. Ich kann zumindest keine gedankliche Entwicklung feststellen. Es wird allweil so getan, als ob 90% der Chinesen totunglücklich wären. Diese 90% selbst würden dazu vermutlich eher sagen "viel besser als früher und es wird immer besser."
RAMses3005
23.01.12 06:29
Chinas Staatsführung findet nicht die goldene Mitte, wie sich bei uns die soziale Marktwirtschaft als ideale Lösung herausentwickelt hat.
In China herrscht auf der einen Seite sozialistische Diktatur, auf der anderen Seite ungezügelter Kapitalsmus. Beide Systeme sind menschenverachtend. Fakt ist nun mal, dass internationale Konzerne, die die dortige Situation ausnutzen und dort für die Welt billig, flexibel und ohne Rücksicht auf Menschenwürde und Umweltschutz fertigen lassen, sich extrem kapitalistisch und verabscheuungswürdig verhalten.
Nur weil bei uns oder den USA nicht die Mitarbeiter direkt neben dem Band schlafen, dass man sie nachts um 3 Uhr wecken kann, um eine schnelle Produktion zu starten, würde ich uns nicht als weniger flexibel betrachten. In Deutschland liegen die Stärken darin, in einer recht kurzen Zeit komplett neue Lösungen und Technologien für den Maschinenbau und Fahrzeugbau zu entwickeln und auf technischem Spitzenniveau auch zu fertigen. In den USA ist der Schwerkpunkt der Fähigkeiten sehr stark im IT-Bereich. In China ist man in der Lage, schnell bestehende Technologien zu kopieren und nachzubauen, ohne auf die Bedürfnisse der Ressourcen (Mensch, Tiere und Umwelt) Rücksicht zu nehmen. Ich bin froh, dass diese Form des Raubbaus wie im 19. Jahrhundert bei uns Vergangenheit ist.
SGAbi2007
23.01.12 07:45
Also diese besagte Flexibilität ist allerdings genau der Grund, wegen dem AVM am Bodensee produzieren lässt? Entweder ist die deutsche Wirtschaft bedeutend weniger unfähig als die US-Wirtschaft...
Wenn ich mir so anschaue, wie viele Onshoring-Projekte hier grade überall laufen und warum sie laufen, dann ist da Flexibilität und Ausschussquote immer ganz vorne.
haschuk
23.01.12 08:59
@baoxiong
Gleichermaßen schauen mich Chinesen mit großen Augen an, wenn ich ihnen sage, dass ich nicht einfach (sagen wir innerhalb 2-3 Tagen) ein Geschäft aufmachen kann in Deutschland, wenn ich denke, dass es sich lohnt.
Einen Gewerbescheine habe ich innerhalb von 30 min, eine GbR ist innerhalb der gleichen Zeit gegründet, eine Untersuchung am Gesundheitsamt für das Gastgewerbe liegt mir innerhalb von 2 Tagen vor. Eine Steuernummer habe ich bei persönlicher Vorstellung am Finanzamt innerhalb von 60 min, eine UID dauert wie überall länger.
Alle notwendigen Voraussetzungen für eine Geschäftsgründung innerhalb eines nicht reglementierten Standesbereichs (Medizin, Juristerei, etc.) ohne Fremdkapitaleinsatz sind damit innerhalb von 3 Tagen erfüllt. Von daher kann ich Deine "Einengung" durch den Staat hier nicht nachvollziehen.
@SGAbi2007
Entweder ist die deutsche Wirtschaft bedeutend weniger unfähig als die US-Wirtschaft...
Dem ist tatsächlich, aus vielerlei Gründen ist tatsächlich die produzierende Wirtschaft in Deutschland "fähiger" als in USA.
Ich kenne inziwschen genügend Firmen, die ihre Produktion aus USA und CHina wieder nach Deutschland verlagert haben, v.a. in Bereichen, wo mann sich nicht nur mit 99,9% Qualität, sondern mit 99,9999% zufrieden geben muss.
MacBeck
23.01.12 09:09
Schon komisch - Gigaset fertig Telefone in Deutschland (habe das S 810 A) und da steht made in Germany drauf. Generell gilt: Automobil, Maschinenbau, Stahl (und viele andere Branchen) sind auch oder gerade durch die Produktion in Deutschland auf dem Weltmarkt sehr erfolgreich. Und das trotz (oder gerade deswegen) starker Gewerkschaften in diesem Bereich, betrieblicher Mitbestimmung, Tarifverträgen.
Die Krise in der Druckmaschinenbranche (alle 3 Weltmarktführer sind aus Deutschland!) ist leider das Ergebnis von Managementfehlern und der Entwicklung durch das Web.
o.wunder
23.01.12 09:47
Tiger
Tiger
Wie kommst du darauf? Warum sollten Europäer 10-20 mal schneller sein als chinesische Arbeiter?
Wie schon Einige vermutet haben, wegen der Automatisierung. Automatisierung ist teuer und in China nehmen sie statt teurer Maschinen wohl lieber billige Menschen, deswegen könnte eine Fertigung in Europa durchaus lukrativ sein, vor allem weil Folgekosten aufgrund der besseren Qualität der Fertigung niedriger wären..
baoxiong
23.01.12 10:17
@haschuk danke, was dazu gelernt. Hätte nicht gedacht, dass das in D so fix gehen kann. Ich kenne nur Kollegen, die ihre Selbstständigkeit oft Monate oder gar Jahre lang vorbereitet haben.
haschuk
23.01.12 10:27
Klar, auch das ist möglich, nur dann reden wir über über Selbstständigkeit mit (persönlich möglichst risikofreiem) Kapitaleinsatz. Das wiederum liegt meistens außerhalb der staatlichen Regelungen. Alles was mit (Risiko-)Kapital zu tun hat, dürfte auch in China nicht einfach zuregeln sein.
One Two
23.01.12 11:07
MacBeck
Damit "Made in Germany" draufstehen darf muss nur die Endmontage in Deutschland stattfinden. Auch wenn das Telefon komplett in China gefertigt wird, in zwei Teilen nach DE geliefert wird und dann in DE nur noch die beiden hälften zusammengesteckt werden, darf es sich "Made in Germany" nennen...
Stefan S.
23.01.12 12:13
RAMses3005
23.01.12 06:29
… , wie sich bei uns die soziale Marktwirtschaft als ideale Lösung herausentwickelt hat.
Der war gut, selten so gelacht.
Seit 30 Jahren werden die Reichen reicher und die Armen ärmer. Millionen werden in Hartz 4 gehalten. Sehr ideal. Fragt sich nur, für wen….
o.wunder
23.01.12 13:00
Es ist jedenfalls schade das Apple Premium Produkte zu Premium Preisen (iPhone) in China produzieren lässt. Dann sollten Sie es auch 100-200€ preiswerter anbieten.
Fox 69
23.01.12 15:38
Der Bericht von heise.de (Mac&i) bringt es aufen Punkt :
23.01.2012 11:32
Bericht: Warum Apple in China produziert
Als Apple-Chef Steve Jobs sich im vergangenen Februar mit anderen High-Tech-Bossen zu einem Essen beim US-Präsidenten Barack Obama traf, wurde er gefragt, ob die Industriejobs in der iPhone-Produktion vielleicht wieder nach Amerika zurückkommen könnten. Der im Oktober verstorbene IT-Pionier antwortete: "Nein, diese Arbeitsplätze kommen nicht mehr zurück." Die New York Times hat in einer Reportage nun beleuchtet, warum der Computerkonzern so massiv auf China als Produktionsstandort setzt.
Demnach liegt es nicht nur an den günstigeren Kosten, die OEM-Hersteller wie Foxconn oder Pegatron versprechen. Wichtiger noch sei die Flexibilität, die das riesige Heer an Produktionsmitarbeitern ermögliche – Foxconn allein beschäftigt fast eine Million. Die Zeitung nennt etwa das Beispiel der Einführung einer neuen iPhone-Generation, bei der Apple die verwendeten Bildschirme noch kurz zuvor geändert habe. Ein Vorarbeiter habe dazu 8000 Arbeiter mitten in der Nacht aus ihren Wohnheimen geholt, ihnen Kekse und Tee übergeben und sie innerhalb von einer halben Stunde zu einer 12-Stunden-Schicht verdonnert, die neuen Displays in ihre Rahmen zu setzen. Bereits nach 96 Stunden habe man 10.000 iPhones pro Tag produziert.
Solche Veränderungen konnten laut dem Bericht auch von Steve Jobs selbst befohlen werden. So habe er einen Monat vor der Vorstellung der ersten iPhone-Generation verlangt, statt Kunststoff-Abdeckungen Glas zu verwenden. "Ich will das in sechs Wochen perfekt haben." Ein Apple-Abgesandter flog daraufhin sofort nach Shenzhen. Bei dem Computerkonzern selbst sieht man es indes nicht als Aufgabe an, amerikanische Arbeitsplätze zu sichern. "Wir verkaufen iPhones in über 100 Ländern", zitiert die New York Times einen ungenannten Manager, der noch bei dem Unternehmen arbeitet. "Wir sind nicht dazu verpflichtet, Amerikas Probleme zu lösen. Unsere einzige Pflicht ist es, das bestmögliche Produkt herzustellen."
PeteramMeter
23.01.12 20:15
Die Vorurteile mancher hier ist erschreckend. Die "Asiaten"... Die Unterschiede sind riesig. Koreaner, Japaner, Chinesen... Das ist, als ob man Deutsche, Engländer, Spanier und Griechen in einen Topf wirft. Bei manchen hier schwingt schon eine gute Portion Rassismus mit.
Und bezüglich Apple und Niedriglöhne... Letztes Jahr gab es hier noch die Meldung, das Apple bei den Zulieferern die Preise noch weiter zu drücken versucht...
Und wer schon mal mit einem chinesischen Unternehmen zusammen gearbeitet hat weiß eigentlich woher die Flexibilität kommt. Wer so viele Mitarbeiter hat über die er spontan auch innert Stunden verfügen kann, und die er bis 80h die Woche arbeiten lassen kann. Kann nun mal schnell reagieren.
charly68
23.01.12 20:38
Die Chinesen Arbeiten keine 80 Stunden, das schafft eh keiner. Unsere Chinesen "pennen" auf dem Schreibtisch und nein nicht nur zur Mittagszeit. Flexibel sind die alle mal , dafür haben die auch kein Privatleben mehr und sehen Ihre Familie alle paar Monate oder Jahre.....
Ich Arbeite mit Chinesen vom Unternehmen ZTE zusammen......
Soviel zur schönen Welt.
rasmusonline
30.01.12 21:56
Ach und an was arbeitest du mit denen zusammen? Würde mich jetzt mal interessieren.
charly68
02.03.12 14:00
Aufbau Mobilfunk-Technik für den Netzbetreiber E-Plus.....
Synium Software GmbH 2012