iOS weist auf Li-Fi hin - kabelloser Standard der nächsten Generation

Auf Wi-Fi soll irgendwann einmal Li-Fi folgen - ein derzeit noch experimentelles kabelloses Netzwerk-Protokoll. Auch wenn bis zur Markteinführung noch einige Zeit vergehen wird, führt Apple ganz offensichtlich Versuche mit dem neuen Standard durch. Im Gegensatz zu WLAN setzt Li-Fi auf Lichtsignale zur Übertragung und ähnelt damit ganz grob der Funktionsweise einer Infrarot-Fernbedienung. Ein Lichtsensor nimmt für das Auge unsichtbaren Lichtsignale auf und wandelt sie in elektrische Signale um. In iOS 9.1 lassen sich bereits klare Hinweise auf Li-Fi finden - nämlich in Form der Zeichenkette "LiFiCapability" in einer Cache-Datei weit in den Systemtiefen. In besagter Datei listet Apple verschiedene Hardware- und Software-Spezifikationen auf, darunter auch Li-Fi.

Der theoretisch mögliche Datendurchsatz liegt bei 224 GBit/s und übertrifft damit aktuelle WLAN-Standards um das Vielfache. Mehrere Unternehmen arbeiten daran, Li-Fi so weit voranzutreiben, dass kommerzielle Produkte möglich sind. Vom aus Indien stammenden Anbieter Velmenni weiß man, dass bereits erste Feldtests laufen und funktionsfähige Systeme existieren. Vor zwei Jahren reichte Apple zudem ein Patent ein, in dem die Implementierung einer Technologie geschildert wird, die Li-Fi sehr nahe kommt. Ob in absehbarer Zeit allerdings Li-Fi-kompatible iOS-Geräte auf dem Markt erscheinen, lässt sich schwer abschätzen.

Weiterführende Links:

Kommentare

vMief18.01.16 19:51
MacTechNews
Im Gegensatz zu WLAN setzt Li-Fi auf Lichtsignale zur Übertragung
Da hat wohl wer nicht in der Schule aufgepasst Jede kabellose Datenübertragung heutzutage läuft über Licht, nur eben nicht im sichtbaren Spektrum. Man nennt das dann zwar nur noch elektromagnetische Wellen, aber physikalisch ist das dasselbe
sonorman
sonorman18.01.16 20:06
Wikipedia:
Licht ist der für das Auge sichtbare Teil der elektromagnetischen Strahlung. Im elektromagnetischen Spektrum umfasst der Bereich des Lichts Wellenlängen von etwa 380 nm bis 780 nm. Dies entspricht Frequenzen von etwa 789 THz bis 384 THz. Eine genaue Grenze lässt sich nicht angeben, da die Empfindlichkeit des Auges an den Wahrnehmungsgrenzen nicht abrupt, sondern allmählich abnimmt. Die an das sichtbare Licht angrenzenden Bereiche der Infrarot- (Wellenlängen zwischen 780 nm und 1 mm) und Ultraviolettstrahlung (Wellenlängen zwischen 10 nm und 380 nm) werden häufig ebenfalls als Licht bezeichnet.

Hättest Du doch bloß in der Schule besser aufgepasst oder vor dem Posten gegoogelt.
ApfelHandy4
ApfelHandy418.01.16 20:10
vMief

Also ich hatte zwar Physik als Leistungskurs, aber das war trotzdem nie meine Domäne.
Kannst du mir erklären, warum elektromagnetische Wellen und optische Wellen das selbe sind?
Und warum funktioniert ein WLAN-Client (z.B. iPhone) wenn ich ihn in ein absolut lichtdichtes Behältnis stecke?

Edit: Da war wohl der sonore Mann wieder schneller 😛
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Rasmidas
Rasmidas18.01.16 20:25
Meine Frage nun ist, ob die Strahlung von Li-Fi für uns Menschen verträglicher ist?
vMief18.01.16 20:41
Kannst du mir erklären, warum elektromagnetische Wellen und optische Wellen das selbe sind?

https://www.teialehrbuch.de/Kostenlose-Kurse/Markup-Sprachen /pics/LE02-LE02-EM-Spektrum.png
ApfelHandy4
ApfelHandy418.01.16 20:53
vMief
Kannst du mir erklären, warum elektromagnetische Wellen und optische Wellen das selbe sind?

https://www.teialehrbuch.de/Kostenlose-Kurse/Markup-Sprachen /pics/LE02-LE02-EM-Spektrum.png

Ah ...
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schaudi
schaudi18.01.16 20:54
@sonorman: ja das ist jetzt halt ne frage der Begrifflichkeit - ich bin mir sicher, vMief wollte letztelendes nur ausdrücken, dass es halt 1 und das selbe ist.
das optische Spektrumsberreich (Licht) ist nur ein Teil des kompletten elektromagnetischen Wellen Spektrums.
@ApfelHandy4: nur weil es für elektromagnetische wellen im für uns sichtbaren Bereich undurchlässig ist, muss es das nicht für andere Wellenlängen sein. Auch Röntgenstrahlen sind Teil des elektromagnetischen Spektrums – und damit sind wird wunderbar dazu in der Lage durch dinge hindurchzusehen.
Stell dir eine rote Farbfolie vor. Diese lässt nur licht im roten Spektrum hindurch und ist relativ undurchlässig für andere spektralbereiche. genauso ist halt eine holzplatte undurchlässig für den gesamten sichtbaren wellenlängenüberreich, aber durchlässig für andere Bereiche. hängt alles von der Wellenlänge der Strahlung und des jeweiligen materials.
Brandy
Brandy18.01.16 21:03
ApfelHandy4
Und warum funktioniert ein WLAN-Client (z.B. iPhone) wenn ich ihn in ein absolut lichtdichtes Behältnis stecke?

Weil dein Behältnis sichtbares Licht blockt, anderes eben nicht. Das tut es, weil das Licht auf die Elektronen der Behausung treffen und sie auf ein höheres Niveau heben. Die Elektronen springen nach einer Zeit in einen energieärmeren Zustand zurück und geben somit wieder Lichtquanten (Photonen) ab. Kommt Licht mit zu viel Energie, können die Elektronen es nicht aufnehmen und lassen sie es durch. Das wäre z.B. Röntgenstrahlung. Dagegen blockt Glas kein sichtbares Licht, aber einen Teil Infrarot und UV. Man kann sich quasi fast immer ein Material basteln, was geziehlt ein gewisses Spektrum ausgrenzt.

Für mich ist dieses Li-Fi auch nur das gleiche Prinzip wie WiFi, nur im anderen elektromagentischem Spektrum.
sonorman
sonorman18.01.16 21:13
schaudi

Ja, eine Frage der Begrifflichkeit. Aber der Begriff "Licht" ist nun mal entsprechend klar definiert, weshalb der etwas schulmeisterhafte Einwand von vMief ein fettes Facepalm verdient hat.

Der von ihm beanstandete Satz in der News ist vollkommen korrekt, denn im Gegensatz zu Li-Fi setzt WLAN eben nicht auf LICHTsignale.
mauritz
mauritz18.01.16 21:28
Kann mir denn einer sagen, ob die Übertragung dann auch funktionieren würde, wenn die beiden kommunizierenden Geräte nicht in "Sichtweite" zu einander sind (z.B. in anderen Räumen etc.)?
Brandy
Brandy18.01.16 21:32
mauritz
Kann mir denn einer sagen, ob die Übertragung dann auch funktionieren würde, wenn die beiden kommunizierenden Geräte nicht in "Sichtweite" zu einander sind (z.B. in anderen Räumen etc.)?

Wenn du Sonormans Licht verwendest sehe ich da ähh... schwarz.
Paul K.
Paul K.18.01.16 21:38
mauritz
Kann mir denn einer sagen, ob die Übertragung dann auch funktionieren würde, wenn die beiden kommunizierenden Geräte nicht in "Sichtweite" zu einander sind (z.B. in anderen Räumen etc.)?

Nur wenn das "Licht"-Signal durch Objekte weiter getragen wird, zB einem Glasobjekt oder halt etwas was reflektiert. Ansonsten wohl nicht.
Aber wenn ich durch diese Technik solche Übertragungsraten erreiche, kleb ich mir überall Reflektoren an die Türrahmen (die man evtl auch nicht sofort sieht).
subjore18.01.16 21:40
mauritz
Kann mir denn einer sagen, ob die Übertragung dann auch funktionieren würde, wenn die beiden kommunizierenden Geräte nicht in "Sichtweite" zu einander sind (z.B. in anderen Räumen etc.)?

Das tolle daran ist, dass sich benachbarte Netzwerke nicht stören und man das Signal auch nicht von außerhalb abgreifen kann.
Als ich das letzte mal was von dem Thema gehört habe wollte man das Senden in die Deckenlampen integrieren. Das heißt in allen beleuchteten Räumen hätte man Empfang.
Dies eignet sich besonders gut für ein Büro, in dem eh immer Licht an ist, wenn gearbeitet wird.
sonorman
sonorman18.01.16 21:42
Noch ein klärender Wikipedia-Link

Mit Li-Fi könnte man Datenübertragung beispielsweise über entsprechend dafür ausgelegte Raumbeleuchtung realisieren.
molly7818.01.16 22:11
Ganz klar...da das nächste iPhone keinerlei Schnittstellen hat wird die neue Dock Schnittstelle
4mac
4mac18.01.16 22:28
subjore


Das tolle daran ist, dass sich benachbarte Netzwerke nicht stören und man das Signal auch nicht von außerhalb abgreifen kann.

Ja klar - und einwählen in so ein netz kann man sich auch nicht 😜

Störanfälligkeit hat was mit Frequenzüberlagerung zu tun bzw. mit der Schwingung der Frequenz selbst - je höher die Frequenz Schwing, desto störunanfälliger, da sich die Störung nur im Bruchteil der Schwingung selbst stattfindet - und auch nur dann, wenn beide Netze erstens auf der selben Frequenz Funken und / oder wenn die Schwingung identisch ist / wäre.

Und um 200gbit/s zu erreichen dürfte die Frequenz deutlich hoch ausfallen, denn desto höher die Frequenz, desto höher die Übertragungsrate....



Cheers
macmuckel
macmuckel18.01.16 22:43
Funktioniert sicher gut in der Tasche 🙈
macmuckel
macmuckel18.01.16 23:08
vMief

Bist du dir sicher, dass jegliche Form elektronischer Wellen auch aus Photonen besteht?
john
john19.01.16 00:20
Ja, eine Frage der Begrifflichkeit. Aber der Begriff "Licht" ist nun mal entsprechend klar definiert, weshalb der etwas schulmeisterhafte Einwand von vMief ein fettes Facepalm verdient hat.
ach du meinst dieses licht, was laut deiner definition etwas ist was vom auge wahrgenommen wird?
darum spricht der artikel also von "für das auge unsichtbaren lichtsignalen". also spezielles speziallicht? cool. oder bedeutet das, dass die signale nur gesendet werden, wenn gerade keiner hinguckt?
soviel zum facepalm...
biete support. kostenlos, kompetent und freundlich. wähle zwei.
Wakko
Wakko19.01.16 07:46
Das ist nicht sonormans Definition, sondern die Offizielle. Wenn da ein Fehler im Artikel ist, kann er auch nichts dafür.
Legoman
Legoman19.01.16 08:00
Dieses für das menschliche Auge nicht sichtbare Licht funktioniert dann natürlich nur, wenn im Büro die Deckenlampen eingeschaltet sind.
subjore: Vielen Dank für diesen erhellenden Hinweis
(Ist ja vergleichbar mit den beleuchteten Radio-Antennen, damit man auch nachts was empfangen kann...)

Die Geschichte mit dem Licht und den Wellen kann man doch mit der Mengenlehre ganz leicht erklären.
Jegliches Licht ist elektromagnetische Wellen - aber nicht alle elektromagnetischen Wellen sind Licht.
Alle Daumen sind Finger - aber nicht alle Finger sind Daumen.

(Pro-Tipp: Auch in der derzeitigen politischen Diskussion empfiehlt sich dieser Vergleich!)


Der Wiki-Eintrag spricht übrigens nicht vom menschlichen Auge.
Da werden sich dann aber die Tierschützer schon noch zu Wort melden.
(Das Infrarotlicht einer Fernbedienung kann das menschliche Auge nicht sehen. Nachtaktive Tiere können in dem Spektrum aber sehr wohl etwas erkennen!)
john
john19.01.16 08:27
Wakko
Das ist nicht sonormans Definition, sondern die Offizielle. Wenn da ein Fehler im Artikel ist, kann er auch nichts dafür.

schon klar. mit "deiner" definition war "die definition, die du von wikipedia kopiert hast" gemeint.
war mir gestern einfach zu lang zu schreiben und ich dachte man würde es schon kapieren.
Der Wiki-Eintrag spricht übrigens nicht vom menschlichen Auge.
stimmt! vermutlich wird dabei immer von chamäleon augen ausgegangen.
"raumtemperatur" sollte man übrigens auch mal klarer definieren. für mich sind das nämlich 5 grad. ich mags gern kälter
laut meiner freundin ist raumtemperatur aber erst ab 35 grad..
und ein eisbär im winterschlaf hat vermutlich noch eine ganz andere meinung dazu.
biete support. kostenlos, kompetent und freundlich. wähle zwei.
RyanTedder
RyanTedder19.01.16 08:54
Mich interessiert jetzt nur ob man jede beliebige Lampe dafür nehmen kann und wie sehr die Lebensdauer des Leuchtmittels dadurch leidet. Ich hab z.b. Philips Hue im Wohnzimmer und würde Li-Fi mit denen funktionieren? wie schnell gehen die dann kaputt? Ich kann mir nicht vorstellen das dass gesund ist für die Lampen und die Philips Hue Leuchten sind schweine teuer...

Zumindest scheint Philips schon damit zu experimentieren, allerdings ohne genaue angabe mit welchen Leuchtmitteln:

Philips lighting company has developed a VLC system for shoppers at stores. They have to download an app on their smartphone and then their smartphone works with the LEDs in the store. The LEDs can pinpoint where they are located in the store and give them corresponding coupons and information based on which aisle they are on and what they are looking at

Ich kann immer noch nicht fassen wie Sensibel die Technik von heute reagiert und Lampen so eine hohe Frequenz vertragen. Finde ich sehr interessant das Thema und hätte ich gerne mal im Studium erklärt bekommen
beachtimer19.01.16 08:57
Legoman
Dieses für das menschliche Auge nicht sichtbare Licht funktioniert dann natürlich nur, wenn im Büro die Deckenlampen eingeschaltet sind.
subjore: Vielen Dank für diesen erhellenden Hinweis
(Ist ja vergleichbar mit den beleuchteten Radio-Antennen, damit man auch nachts was empfangen kann...)

Die Geschichte mit dem Licht und den Wellen kann man doch mit der Mengenlehre ganz leicht erklären.
Jegliches Licht ist elektromagnetische Wellen - aber nicht alle elektromagnetischen Wellen sind Licht.
Alle Daumen sind Finger - aber nicht alle Finger sind Daumen.

(Pro-Tipp: Auch in der derzeitigen politischen Diskussion empfiehlt sich dieser Vergleich!)


Der Wiki-Eintrag spricht übrigens nicht vom menschlichen Auge.
Da werden sich dann aber die Tierschützer schon noch zu Wort melden.
(Das Infrarotlicht einer Fernbedienung kann das menschliche Auge nicht sehen. Nachtaktive Tiere können in dem Spektrum aber sehr wohl etwas erkennen!)

kleiner scherz am rande ... dann muss ich bei der datenübertragung mit dem "licht" ja auf maulwürfe aufpassen
Legoman
Legoman19.01.16 08:57
Ich bezweifle sehr sehr stark, dass dafür normale Glühlampen herhalten sollen!
john
john19.01.16 09:12
Legoman
Ich bezweifle sehr sehr stark, dass dafür normale Glühlampen herhalten sollen!

ich auch.
war das ein scherz, ryantedder?
biete support. kostenlos, kompetent und freundlich. wähle zwei.
RyanTedder
RyanTedder19.01.16 09:17
john
Legoman
Ich bezweifle sehr sehr stark, dass dafür normale Glühlampen herhalten sollen!
ich auch.
war das ein scherz, ryantedder?

Herje ich spreche von Philips Hue und zitiere einen Artikel wo ebenfalls von LED's die rede ist. Jap ich meine ganz offensichtlich Glühlampen wie ich ja auch mehrmals in meinem Text erwähnt habe
john
john19.01.16 09:25
achso. sorry. dachte deine frage hätte was mit dem thema zu tun.
biete support. kostenlos, kompetent und freundlich. wähle zwei.
RyanTedder
RyanTedder19.01.16 09:29
john
achso. sorry. dachte deine frage hätte was mit dem thema zu tun.

Wenn ich meinen Text noch korrigieren könnte würde ich extra darauf hinweisen das Kerzen und Kaminfeuer ebenfalls ausgeschlossen ist.
john
john19.01.16 10:14
du meinst es wirklich ernst.. nochmal: es geht hier nicht um beleuchtung. weder mit glühlampen noch mit lampen von philipps. es geht hier um datenübertragungsstandards.
mit licht im sinne von beleuchtung hat das hier nix zu tun.
biete support. kostenlos, kompetent und freundlich. wähle zwei.
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