Freitag, 15. Februar 2013

Bereits vergangenen Herbst bei der Vorstellung des neuen Lightning-Anschlusses im Zusammenhang mit dem iPhone 5 gab es Spekulationen, dass Apple über die integrierten Lightning-Chips im Kabel eine stärkere Kontrolle auf passendes Zubehör ausüben wird. Zubehör-Hersteller Mophie hat nun gegenüber der New York Times die Berichte bestätigt. Demnach müssen für autorisiertes Lightning-Zubehör über das "Made for iDevice"-Programm tatsächlich die notwendigen Chips zu Kommunikation mit dem iOS-Gerät direkt von Apple bezogen werden. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Seriennummer in den Chips, die für jeden Zubehör-Hersteller individuell vergeben wird. Apple kann dadurch verfolgen, über welchen Weg die Lightning-Chips in nicht autorisierte Kanäle gekommen sind. Für Apple wäre es zudem theoretisch möglich, Zubehör ohne passende Seriennummer zu sperren oder zumindest vor dessen Einsatz zu warnen.

Mithilfe der Lightning-Technik kann Apple also relativ effektiv Zubehörhersteller zu Lizenzgebühren für das "Made for iDevice"-Programm bewegen. Die Produktion von Lightning-Zubehör ohne Apples Segen wurde dem Bericht nach deutlich schwieriger gemacht. Dennoch bietet der Lightning-Anschluss auch für Kunden einige Vorteile. So sind die Stecker kleiner und leichter zu verwenden, weil sie in beliebige Richtung in ein Gerät hineingesteckt werden können. Nachteile gibt es bei den Kosten für Lightning-Zubehör, da die Technik grundsätzlich aufwendiger und damit teurer als der Dock Connector ist. Auch sorgt Apples Kontrolle über die Lightning-Chips dafür, dass die Auswahl an Zubehör momentan zumindest noch überschaubar ist und sich hauptsächlich auf Ladezubehör beschränkt, für das Hersteller auf ein Lightning-Chip verzichten können.
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