Montag, 19. März 2012

Im Zuge einer Workstation Tech Preview hat ein VMware-Entwickler einen Prototypen für eine HTML5-basierte Virtualisierung vorgestellt. In Kombination mit VMware Workstation oder vSphere/ESXi5 können virtualisierte Systeme auf einem beliebigen Gerät mit HTML5-Browser bereitgestellt werden. Die Unterstützung umfasst auch Apples iOS-Geräte wie iPad und iPhone. Hierfür macht sich VMware moderne Web-Techniken wie Canvas und Web Sockets zunutze, mit denen sich bandbreitenschonend und pixelgenau virtuelle Systeme im Browser abbilden lassen. Der Prototyp ist bereits so weit optimiert, dass sich HD-Videos im virtuellen Display des Browsers fast verzögerungsfrei wiedergeben lassen. Weniger aufwendige Anwendungsfälle wie die Dokumentbearbeitung in Microsoft Office stellen erst recht kein Problem dar. Bis zur Fertigstellung will VMware die Geschwindigkeit weiter erhöhen sowie die Kompatibilität zu Web-Browsern ausbauen. Auch die Interaktion mit dem virtuellen System soll noch vereinfacht werden.
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Kommentare

o.wunder
o.wunder19.03.12 17:12
Hört sich gut an. Dann kann ich mit dem Browser von überall auf die virtualisierten Systeme zugreifen. Prima. Was da wohl an Traffic abfällt?
valcoholic
valcoholic19.03.12 17:23
kommt mir komplett wild vor. bin sehr gespannt und freue mich darauf, das am ipad auszuprobieren, wenns dann mal kommt
chessboard
chessboard19.03.12 17:30
Und irgendwann heißt es dann nur noch: "Rent a system". Dann kann man per Abo mit jedem Billigrechner über das Internet auf Hochleistungsworkstations oder Gamer-Systemen arbeiten/spielen. Welchen Rechner der Users hat, spielt dann keine Rolle mehr.
Nachtigall, ick hör dir trapsen...
Retrax19.03.12 17:52
Also kann man sich dann Windows VNC-like in den Browser holen, oder?
valcoholic
valcoholic19.03.12 17:54
chessboard: ich denke zwar nicht, dass das auf breiter ebene so ablaufen wird, aber es wird auf jeden fall viele anwendungszwecke für solche modelle geben. Onlive macht sowas ja bereits im Gaming-Sektor vor.

@retrax: theoretisch sollte das gehen
eiPätt19.03.12 18:08
hab den link durchgelesen. Das läuft bisher nur auf Linux wie ich das sehe, also der Rechner mit der virtuellen Maschine. Wo ist denn der Vorteil im Vergleich zum Teamviewer zum Beispiel? Auf meinem iPhone und iPad kann ich doch damit auch jetzt schon jedes System fernsteuern, wenn auch nur über der/die/das App...
eiPätt19.03.12 18:09
ansonsten natürlich genial was heute alles im Browser möglich ist!
pbr19.03.12 20:05
Kann mir jemand den Unterschied zu (HTML5-basiertem) VNC erklären?
ChrisK
ChrisK19.03.12 23:27
"HTML5-basierte Virtualisierung" ist aber reichlich irreführend. Das hört sich an als würde die VM selber per HTML5 im Browser laufen (so ähnlich wie diese lustige JavaScript VM).
Wer anderen eine Bratwurst brät, hat ein Bratwurstbratgerät.
sierkb20.03.12 03:06
"HTML5-basierte Virtualisierung" ist aber reichlich irreführend.

Nö.
Das hört sich an als würde die VM selber per HTML5 im Browser laufen

Das hört sich nicht nur so an, sondern das tut die VM auch. Sie nutzt bspw., neben einem eigenen kleinen Webserver (der über Port 8888 ausliefert), sehr wesentlich HTML5 Canvas und HTML5 Websockets, um ein Gastsystem via HTML5 im Browser laufen lassen zu können.

Weitere Erläuterungen in dt. Sprache z.B. bei Golem .
sgmelin20.03.12 08:08
Nein, das tut sie nicht. Das Display wird entsprechend umgelenkt. Du kannst auf dem iPad keine Intel CPU im Browser laufen lassen.
Aber auch das umlenken ist schonmal genial! Momentan wird immer eine MKS Konsole gebraucht, um die Konsole einer VM zu erreichen. Die steht momentan nur für Windows und Linux zur Verfuegung. Das entfällt mit dieser Technologie.
Ich hoffe, das kommt bald in die produktiven Produkte.
sierkb20.03.12 11:00
Korrektur:
sgmelin
Nein, das tut sie nicht. Das Display wird entsprechend umgelenkt.

Ja. Du hast vollkommen Recht! Ich revidiere hiermit meine diesbzgl. getätigten Aussagen mit sofortiger Wirkung! Es steht ja sogar in den von mir angeführten Zitaten drin! Eigentlich muss ich den vor wenigen Minuten geposteten Beitrag zurückziehen, er ist Mist. Entschuldigung für diese Fehlleistung, die ich jetzt gerade selber bemerke. Ich bin da auf einem völlig falschen Pfad gewesen.

@Admin: bitte meinen kompletten vorherigen Beitrag löschen. [Admin: gelöscht]
alex_luratech20.03.12 13:19
wer sich mal anschauen will, wie sich sowas anfühlt, installiere Virtualbox (u.U. in nem headless setup) + phpvirtualbox (http://code.google.com/p/phpvirtualbox/).

ist auf jeden fall zu begrüßen, wenn man in zukunft auch bei VMWare ohne 350MB vSphereClient Install unter Windows auf die VMs zugreifen kann ( bzw. 350MB*x, falls unterschiedliche ESX-Versionen gesteuert werden müssen).

Schade bloß, dass wohl ein spezieller Web-Server benötigt werden wird. Der Virtualbox-Ansatz, der lediglich ne schlanke api + standard L(/M)AMP erfordert, würde mir besser gefallen, wenn browserseitig zur steuerung shockwave nicht erforderlich wäre
sgmelin20.03.12 21:07
sierkb: Virtualisierung ist keine Emulation. Was die VM als CPU sieht, muss auch da sein. Auch das Chipset wird über den VMM zur Verfügung gestellt, der dann Sharing der physischen Komponenten für mehrere VMs ermöglicht.

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