Donnerstag, 15. November 2012

Mehr als ein Jahr nach seiner Einführung fristet Thunderbolt immer noch ein Nischendasein. Aus Zulieferkreisen heißt es, dass nur ungefähr 10 Prozent aller ausgelieferten Computer überhaupt mit Thunderbolt ausgestattet sind. Dies könnte sich im kommenden Jahr noch verringern, wenn die Voraussagen von Analysten eintreffen und der PC-Markt den Abwärtstrend fortsetzt. Im Vergleich zu anderen Lösungen wie FireWire oder USB bietet Thunderbolt durchaus signifikante Vorteile, aber die Kosten für die Implementierung sind nach wie vor sehr hoch. Während ein Controller-Chip für Thunderbolt mit ungefähr 20 US-Dollar zu Buche schlägt, brauchen Hersteller bei einem Controller-Chip für USB 3.0 weniger als einen US-Dollar zu zahlen. Thunderbolt ist mit Ausnahme von Macs nur in den Highend-Modellen zu finden. Entsprechend gering ist auch die Nachfrage nach Thunderbolt-Lösungen, sodass voraussichtlich erst 2014 die Chance besteht, dass sich Thunderbolt etabliert und die Kosten auf ein akzeptables Niveau sinken. Die aktuell zwei Hersteller von Thunderbolt-Controllern, ASMedia und Marvell, haben trotz des hohen Preises dem Bericht nach bislang keine signifikanten Umsätze mit Thunderbolt erzielt.
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