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Dienstag, 28. August 2012

Strategieänderungen in den Apple Stores: Weniger Kosten, stärkerer Fokus auf Umsatz

Für den ehemaligen Retail-Chef Ron Johnson galt es als Maxime, die Kundenzufriedenheit in den Apple Stores über die höchstmögliche Rentabilität zu stellen. Die jüngst verkündeten, dann jedoch widerrufenen Personaleinsparungen wurden von Beobachtern bereits als Zeichen gesehen, dass Apple Kosten drücken und den Fokus auf höhere Gewinne setzen will. In einem neuen Bericht heißt es jetzt, dass sich Johnson gegen Tim Cooks und Peter Oppenheimers Pläne wehrte, mit den Stores möglichst viel Gewinn zu machen anstatt sich primär auf Kundenzufriedenheit zu konzentrieren. Ohne die Unterstützung von Steve Jobs, der ebenfalls keine Verkaufsmaschinerie in den Stores wollte sondern die Stores als Ort ansah, Kunden an Apple zu binden und ein großartiges Einkaufserlebnis zu bieten, war die zuvor aktuelle Politik aber nicht mehr durchzuführen. So heißt es, Tim Cook habe starken Druck auf Ron Johnson ausgeübt, höhere Verkaufszahlen zu erzielen. Der neue Retail-Chef John Browett setzt die Strategieänderung nun konsequent durch.


Bild von http://data.mactechnews.de/389093.png

Einige Einsparungsmaßnahmen beim Personal bleiben erhalten, Apple reduziert die Anzahl der Seminare, lässt weniger Überstunden zu und misst nun den Verkaufserfolg der Angestellten in den Apple Stores. Außerdem werden die Mitarbeiter dazu angehalten, Kunden möglichst noch weitere Zubehörartikel zu verkaufen - ebenfalls unter genauer Erfassung der Leistung der einzelnen Mitarbeiter. Weitere Kostensenkungen stehen bei der Wartung in den Stores an, fortan gibt es dazu weniger Budget. Insgesamt ist damit sehr deutlich zu sehen, dass in einigen Bereichen eine Abkehr von der früheren Philosophie der Apple Stores stattfindet.

Ein Grund, warum Jobs und Johnson sich dagegen aussprachen, die Mitarbeiter zu höchstmöglichem Verkaufserfolgt anzuhalten war, dass Kunden so möglicherweise Produkte aufgeschwatzt bekommen, die sie eigentlich gar nicht benötigen. Stattdessen sollte jeder Apple-Kunde die für ihn perfekte Lösung erhalten. Mit Maßnahmen zur Steigerung der Verkaufsaktivität wird zwar der Umsatz in den Stores erst einmal steigern; ob dies allerdings dazu führt, dass die Apple Stores weiterhin den bislang hervorragenden Ruf genießen, muss sich erst noch zeigen.
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Kommentare

Lefteous
Ob Tom Cock die Apple-Werte wirklich verinnerlicht hat? Ich habe da so meine Zweifel.
Gerhard Uhlhorn
Ich hoffe doch sehr, dass das nicht wahr ist! Das wäre der Beginn des Abstiegs von Apple. Denn das ist ja gerade der Hauptkernpunkt für Apples Erfolg!
Gerhard Uhlhorn
Artikel
… dass Kunden so möglicherweise Produkte aufgeschwatzt bekommen, die sie eigentlich gar nicht benötigen.
Also so wie überall, außer bei Apple (bisher).

Verkäufer sind eben KEINE Berater! Auch wenn sie manchmal irreführenderweise so genannt werden!
torgem
Ein Schritt in die falsche Richtung. Gier frisst Hirn.
„AAPL: halten; Ziel 100$“
Apple@Freiburg
@Gerhard Uhlhorn

Das kannst du nicht auf alle Verkäufer übertragen.

Wenn das aber wirklich stimmen sollte, was da über Tim Cook behauptet wird, erfreut mich das aber nicht gerade.
Ich vermute er bekommt mit wie Ausbaufähig die Apple Aktie ist und will es nun auf biegen und brechen. Genau das hat aber schon bei vielen zum Untergang geführt.
Ob Tim Cook die richtige Wahl war..... Ich möchte mir hier kein Urteil, aufgrund eines Artikels bilden, aber ich werde die Entwicklung im Auge behalten.
jensche
ja. das ist echt der Anfang vom Ende... Schade drum.
Lefteous
Da dreht sich gerade jemand im Grab um.
Aerosail
Ich hoffe den Premium-Resellern werden bei der Shop-Gestaltung nicht mehr so hohe Kosten aufgezwungen...
Phoen
Positiv gewendet könnte diese Entwicklung wieder eine Chance für die Premium Reseller werden. Mir geht schon jetzt der "Flair" der Apple Shops vollkommen gegen den Strich - ob die dort nun beraten oder verkaufen, auf mich wirkt das alles viel zu gewollt und angestrengt.
„Niemand regiert die Welt.“
Ban83
Sehe diese Entwicklung auch höchst kritisch! Sowas macht alles kaputt...
MYTHOSmovado
Ich hoffe, diese Story ist ausschließlich für Samsung gedacht, die mit ihren Apple-Sto..., ääähhh… Samsung-Stores auch in diesem Bereich Apple beinahe 1:1 kopieren.
„Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wurde°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Lieber tun und es bereuen, als nicht tun und es bereuen! °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Tatsachen muß man kennen, bevor man sie verdrehen kann°°°°°°°°°°°“
MacDub
Schade, sehr schade.
Termi
Neue Maxime: "Think Mainstream!"
joeN
Wenn es stimmt, ist das keine gute Entwicklung, diese "Details" machen Apple aus und da hat es immer
geheißen, "Apple gehe es nicht um Geld, sondern darum, die besten Produkte zu bauen".

Vielleicht ist Tim Cook doch viel mehr ein normaler Geschäftsführer und viel weniger Apple als gedacht ...
fourtriplesix
Bin gespannt wie das in den hiesigen Apple-Stores (z.B. FFM) zeigt. Ich finde es ohnehin sehr traurig, dass die Apple-Specialists von der Materie sehr oft kaum bzw. wenig Ahnung haben. Die Mitarbeiter-Bezeichnung ist absolut irreführend. Bestmögliche "Beratung" ist bzw. war das noch nie!
„Sag niemals nie!“
Gerhard Uhlhorn
Apple@Freiburg
Das kannst du nicht auf alle Verkäufer übertragen.
Dass Der Job eines Verkäufers ein ganz anderer ist als der eines Beraters, das kann ich universell so behaupten.

Wenn ein Verkäufer beratend tätig wird, dann macht er nicht seinen Job. Und wenn ich als Ladenbesitzer einen Verkäufer beschäftige, der tatsächlich berät, dann muss ich mich von ihm trennen. Denn bei Beratung und Verkauf hat man immer einen Interessenkonflikt, außer das, was der Kunde wirklich braucht, ist zufällig auch das, was man verkaufen soll. Das ist aber nur sehr selten der Fall.
Gerhard Uhlhorn
fourtriplesix: In Hamburg habe ich die gleichen Erfahrungen gemacht.
Grolox
Jeder Mitarbeiter kostet Geld , viel Geld.
Also war es eigentlich nur eine Frage der Zeit
wann Apple durch die Aktionäre und den
Druck der Führungsriege eine technische
und für den Konzern lukrativere Ausrichtung
der Stores vornehmen muss.
Is Doof aber nicht anders zu machen.
Die Stores liegen ja nun nicht an irgend einer
unbeliebten Ecke , sondern in den
Bestlagen der Großstädte. Da ist der Qm
nicht gerade ein Schnäppchen.
Die Leute haben natürlich Verkauswerte und
vergleichen die Einnahmen.
Wenn es da zu Schieflagen kommt das
Werte für Beratung und Kosten stark
auseinandergehen wird gehandelt
Vollkommen normal und wem ich heute
noch Apple erklären muss.....nun
Die meisten Besucher wollen eh nur
ein Schwätzchen halten.
Genau Gerhard....
das ist auch in der Gastronomie so ,
erlebe oft das die Gäste das Servicepersonal /
Verkäufer gern zu Beratern machen wollen.
verstaerker
ja Apple ist kurz vor der Insolvenz, da müssen die sich schon überlegen wie der Laden noch zu retten ist

im Ernst ... was haben die vor? Apple ist doch jetzt schon das wertvollste Unternehmen aller Zeiten mit riesigem Barvermögen
RyanTedder
Apple ist schon das teuerste Unternehmen der Welt und jetzt wollen die den Umsatz noch weiter steigen, zu last der Kundenzufriedenheit? gehts noch?
Apple@Freiburg
@Gerhard Uhlhorn

Falsch, denn wenn man wirklich auch mal berät anstatt nur an Profit zu denken, dann schafft man vertrauen zum Kunden, welches viel wichtiger sein kann als das schnelle Geld zu machen.

Denn ein Kunde der dir vertraut kommt immer und immer wieder und lässt unterm Strich viel mehr Geld liegen, als ein Kunde den ich einmal richtig abgezockt habe und er nie wieder kommt.

Das ist richtiges verkaufen. Nicht nur für den Moment denken, Kopf einschalten und mal 20 Meter weiter denken. Glaub mir so funktioniert das auch in meiner Firma und ich mache weit mehr Umsatz bzw. Gewinn als die, die nur ans schnelle Geld denken. Kundenbindung nennt man das.
MYTHOSmovado
Gerhard, ein Verkäufer, der nicht berät, ist kein guter Verkäufer! Ein Verkäufer, der nicht berät, ist ein "Aufschwätzer". Der schwatzt dir nämlich alles auf, was du eventuell nicht benötigst. Wenn der Kunde das merkt, dann wird er künftig auch nicht mehr dort einkaufen.

Steve Jobs wusste schon, wie's geht's! Sich den Luxus gönnen zu können, eine riesige Kette an Erlebniswelten für teuer Geld zu bauen.
„Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wurde°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Lieber tun und es bereuen, als nicht tun und es bereuen! °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Tatsachen muß man kennen, bevor man sie verdrehen kann°°°°°°°°°°°“
zwobot
Aktienunternehmen haben eben nichts mit besonnenen Wirtschaftshandel zu tun. Und jeder der sich daran beteiligt ist einfach Mischuld an der Misere in der Welt. Menschen sind austauschbar. Gerdade erstvhat eine Freundin mitsamt 180 Mitarbeitern ihren Job nach Polen verloren. Mehr Gewinn (nicht Umsatz) möglich.

Auch bei Appleprodukten gilt. Diversifikation. Nur das Nötige kaufen. Alternativen suchen.
zwobot
Apple@Freiburg

Ich möchte mir hier kein Urteil, aufgrund eines Artikels bilden, aber ich werde die Entwicklung im Auge behalten.

Um dann was zu tun?
Gerhard Uhlhorn
Apple@Freiburg
Falsch, denn wenn man wirklich auch mal berät anstatt nur an Profit zu denken, dann schafft man vertrauen zum Kunden, welches viel wichtiger sein kann als das schnelle Geld zu machen.
Beraten ist eine andere Tätigkeit als verkaufen. Daher ist die Ausbildung eines Verkäufers eine andere, als die Ausbildung zu einem Berater.

Wenn ein Verkäufer berät, dann mag das für den Kunden zwar gut sein, aber er schadet zwangsläufig seinem Geschäft.

Wenn die Bank-„Berater“, welche in Wirklichkeit Verkäufer sind, ihre Kunden tatsächlich beraten hätten, hätte es keine geschädigten Kunden gegeben. Denn dann hätten sie ihren Kunden etwas anderes geraten. Allerdings hätten sie ihren Kunden dann auch nichts mehr verkauft. Das war aber ihre Aufgabe. Und sie haben sie auch erfüllt.
zwobot
Gerhard Uhlhorn
Ich hoffe doch sehr, dass das nicht wahr ist! Das wäre der Beginn des Abstiegs von Apple. Denn das ist ja gerade der Hauptkernpunkt für Apples Erfolg!

Kannst Du das belegen? Ich zB kaufe oder kaufte Apple bisher, weil es das kleinere Übel ist. Und ich glaube auch nicht, dass Appleprodukte aufgrund der Beratung gekauf werden. Man stelle sich nur mal in so einen Laden rein und lausche.
Gerhard Uhlhorn
MYTHOSmovado
Gerhard, ein Verkäufer, der nicht berät, ist kein guter Verkäufer!
Ein Verkäufer kann nur innerhalb seiner Angebote „beraten“, also soll der Kunde lieber dieses oder Leiber jenes aus meinem Regal kaufen. Das ist aber keine Beratung im eigentlichen Sinn. Eine echte Beratung muss immer unabhängig sein von dem, was das Geschäft anbietet. Sonst ist es keine echte Beratung.
Bigeye
Gerhard
Dich möchte ich nicht als Chef haben.

Wer gut berät, verkauft auch gut. Dieses Scheuklappendenken alles für die Firma (Umsatz), ist auf die Dauer Geschäftsschädigend. Aber erst wenn ihr merkt das ihr ins Grab kein Geld mitnehmen könnt werdet ihr es Checken.
„Was mich nicht umbringt macht mich nur härter“
iNerd
Hat Apple das nötig? Schade.

Solche Maßnahmen kann man treffen, wenn es geschäftlich bergab geht, aber in so einer bequemen Situation noch mehr auf Verkauf statt auf Beratung achten? Tut das Not?

Jetzt wird's halt wie in vielen anderen Läden auch.
Gerhard Uhlhorn
zwonot: Apples DNA ist es, beste Produkte für den Kunden zu machen¹. Das ist der Grund für ihren Erfolg. Dazu gehört natürlich auch ein entsprechender Umgang mit den Kunden im Laden.

Wenn Apple jetzt die Berater unter Verkaufsdruck setzt, wird Apple nicht mehr das Beste für die Kunden erreichen, sondern das beste für die Läden. Und damit werden die Berater zu Verkäufern und benötigen demzufolge auch eine andere Ausbildung.

Wenn Apple aber nicht mehr das Beste für den Kunden als höchstes Ziel hat, was ja die Basis für Apple unglaublichen Erfolg ist, dann wird Apple auf diese Art so wie alle anderen Hersteller. Dann wird Apple bald wieder einer sein unter vielen. Und damit ist der kometenhafte Erfolg Apples auch schnell zu Ende.

_____
¹ Dass es nicht immer gelingt, weiß ich. Aber es ist zumindest das Grundprinzip.
player2307
Verstehe die Diskussion hier gerade nicht.

Apple schlägt auf seine Produkte bis zu 40% Gewinnaufschlag auf, und jetzt beschwert ihr euch, dass die Apple Stores auf Abverkauf getrimmt werden?!
Als Apple Kunde wird einem doch schon seit langem das Geld aus den Taschen gezogen. Und die Stores sind Stores, und keine Tempel. Was erwartet ihr? Apple ist ein hochkommerzielles Unternehmen, und solange man die Premiumpreise durchsetzen kann, sollte man das seitens des Unternehmens voll ausnutzen.
Mag sein, das Jobs das in den Stores nicht so getan hätte, aber mal ehrlich: Jobs war ein knallharter Verkäufer. Und in den Stores mehr auf Markenerlebnis zu setzen, war seinerzeit eine kluge Vertriebsstrategie. Nun, da Marke und Produkte hinreichend bekannt sind, geht es weniger um die Stores als Markenbotschafter, sondern als Vertriebskanal. Es sind halt STORES...
Gerhard Uhlhorn
Wer gut berät, verkauft auch gut.
Eben nicht! Wer wirklich gut berät, muss die Kunden zu oft zum Mitbewerber schicken.

Ein echter Berater kann sagen, Du brauchst dieses oder jenes. Gehe hierhin oder dorthin. Das kann und darf ein Verkäufer aber nicht!

Wenn ich z.B. ein Autoverkäufer bei Citroën bin, und es kommt ein Interessent in meinen Laden, und ich stelle fest, dass er eigentlich ein ganz kleines Auto bräuchte, z.B. ein Smart für ihn ideal wäre, sage ich dann zu ihm: „Das was sie eigentlich bräuchten ist ein Zweisitzer. Das führen wir leider nicht. Gehen sie rüber zum Smart-Händler.“? Nein, das sage ich nicht! Ich versuche ihm unseren kleinsten Wagen schmackhaft zu machen. Würde ich es anders machen, würde mein Chef mich feuern, und das zu Recht!

Oder wenn ich als Verkäufer in einem PC-Laden arbeiten würde, müsste ich, wenn ich wirklich beraten würde, über 90 % der Kunden zum Apple-Händler gegenüber schicken. Würde ich als Verkäufer so was machen, müsste mein Chef mich feuern, und das zu Recht! Denn Beratung ist nicht die Aufgabe eines Verkäufers! Die Aufgabe eines Verkäufers ist es zu verkaufen. Wäre seine Aufgabe die Beratung, würde er Berater heißen.

Ein Verkäufer kann nur schauen, dass der Kunde mit dem Produkt aus dem Laden geht, was am wenigsten ungeeignet für ihn ist. Ein Verkäufer kann den Kunden aber nicht zum Mitbewerber schicken.
player2307
@Gerhard Uhlhorn
Selbstverständlich, völlig richtig!
Dayzd
Ich war gestern im Apple Store, wollte mir eigentlich nur schnell einen iPod nano kaufen zum Musik Hören beim Joggen. Als ich nach 20 Minuten noch immer keinen freien Verkäufer entdeckt hatte, bin ich gegangen. Während den 20 Minuten habe ich mich etwas umgeschaut. Einige Verkäufer verbringen Unmengen an Zeit mit einigen Kunden. Einer stand z.B. 5 Minuten neben einem der telefoniert hat. Dahin gegen sah ich mindestens 5 andere Menschen, die regelrecht auf der Suche nach einem Verkäufer waren.
Oben haben sie alles mögliche rumstehn, die iPod nanos und shuffles gibt es aber nur, wenn man fragt. Eine gewöhnliche Kasse gibt es auch nicht...

Tut mir Leid, aber das Konzept der Stores ist der größte Schwachsinn den es gibt! Jeder "normale" Laden, der mit solch einem Konzept daherkommen würde, wäre spätestens nach einem Jahr insolvent. Ich frage mich wirklich ob die Entscheidungsträger bei Apple überhaupt schon einmal in einem ihrer miserablen Stores war, denn so schön es auch auf dem Papier ausschaun mag, so schlecht ist das Konzept in der Umsetzung.
thomas b.
Ein Verkäufer sollte beratend fungieren, was das eigene Angebot betrifft, also dem Kunden nicht notwendigerweise das teuerste aufschwatzen, was im Laden ist oder oder unnötiges andrehen. Natürlich soll er den Kunden nicht zur Konkurrenz schicken, das dürfe doch wohl klar sein.

Aber das, was hier im Artikel angesprochen wurde, hat nur kurzfristigen Erfolg. Man merkt es doch in der Regel, wenn versucht wird, einen auszunehmen und beim nächsten Mal im Laden sagt man dann "Ich will nur schauen", um dem Verkäufer aus dem Weg zu gehen. Hard-selling und Kundenzufriedenheit passen nicht zusammen und ist für Apple unwürdig.
Sam
tim cook ist ein manager. diese haben die unangenehme eigenschaft, sich in erster linie um das wohl der aktionäre zu sorgen. das sieht man auch an der seit langem erstmals erfolgten geldausschüttung, wogegen sich steve jobs gewehrt hat.

ein guter unternehmer schüttet das geld nicht an die aktionäre aus, sondern an die angestellten und kunden in form höherer löhne bzw. günstigerer produkte. diese – und nur diese – tragen eine firma. leider sieht das tim cook anders und reitet apple nun auch noch führungstechnisch in die mainstreamscheisse.

tim cook ist der falsche mann und beliebig ersetzbar. ein betriebswirtschaftler ohne herzblut.
„Kein Slogan angegeben.“
*web*wusel*
Das ist echt nicht gut! Hoffe, dass dieser Fehler schnell wieder rückgängig gemacht wird. Solange die Store Seite nicht umgeschrieben wird, in welcher klar hingewiesen wird, dass keine Produkte "aufgeschwatzt" werden bleibe ich optimistisch.
Gerhard Uhlhorn
thomas b.
Ein Verkäufer sollte beratend fungieren, was das eigene Angebot betrifft
Ja. Nur dann ist es eben keine echte Beratung mehr. Darauf wollte ich hinaus!

Sam: Genau so sehe ich das auch.
verstaerker
@Sam: da geh voll mit . Aber ein Mensch wie Steve Jobs ist nun mal nicht ersetzbar. Übergangsweise ist Tim Cook sicher die beste Besetzung für den Job ... aber mittelfristig wäre stärkerer Einfluß eines kreativen Produktvisionärs gut.

Na sind wir mal gespannt wie sich das entwickelt mit Apple. Ich krieg dieser Tage mein neues MBP Retina und bin sehr gespannt.
erytas
Gute Entwicklung, vielleicht solltet Ihr euch einfach mal von diese Über Stores abwenden und mal wieder "den kleinen Apple Laden" an der Ecke besuchen, die haben nämlich über Jahre und Jahrzehnte die Marke aufrecht gehalten und werden jetzt von Apple ziemlich verarscht.

Dort arbeiten in der Regel auch "echte Menschen", mit echten Meinungen und nicht Verkaufsroboter mit auswendig gelernten Antworten die aus der Zentrale vorgegeben werden.

Hier mal eine Quelle um vernünftige Läden zu finden:

http://www.premium-reseller.net/
Dan
Bei uns sind die Mitarbeiter im Verkauf mit Name und der Funktion: "Verkaufsberater" angeschrieben.
Weil wir nicht nur schwarz oder weiss denken und der Meinung sind, dass mit einer guten Beratung auch ein guter Verkauf zustande kommt.
Kunden bindet man durch Vertrauen und Ehrlichkeit und damit nachhaltig.

Alle die sich jetzt aufregen, weil Apple in Zukunft in den Stores profitorientierter denken wird, haben nicht verstanden, dass Dienstleistungen nicht immer gratis sein können.

Aber heutzutage meint man ja, wenn man eine Folie für das iPhone kauft, dass dann der Händler selbstverständlich diese auch noch gratis montiert...
TFMail1000
@Grolox und Zwonot

Ich möcht euch im allgemeinen nicht widersprechen, doch der Apple Aktienkurs rechtfertigt das zur zeit nun mal überhaupt nicht.
Das sind Methoden für Pleite-Firmen, aber nicht für Top Aktien.
Ganz im Gegenteil, Apples Auftreten mit den Stores sind Teil des Erfolges.

In Cupertino scheint das nur der ein oder andere vergessen zu haben.
Wenn Apple zum Aktionärsbediener wird, sind sie im Ar... Das kann man tausendfach an den Börsen der Welt nachverfolgen. Nur ne Frage der Zeit.

Auffallend hier ist, dass sich hierzu alle Kommentatoren (in diesem Tread) einig darin sind, dass es der falsche Weg ist.
„ich bekenne mich zum lichtscheuen Gesindel...“
Rosember
Wenn ich mich recht erinnere, sind die Stores doch schon jetzt unglaubliche Profitmaschinen. Jedenfalls werden sie auf jeder Keynote als solche präsentiert. Viel umsatzstärker pro Fläche als jedes andere Geschäft, gleichgültig welcher Branche. Und jetzt will es Apple machen wie die Blöd-Märkte???
Klingt nach einer wirklich guten Idee...
o.wunder
Je mehr mich ein Verkäufer zuquatscht und ich merke das er unbedingt verkaufen will, werde ich skeptisch gegen das Produkt.

Vielleicht ist es dann auch bald vorbei mit nur schauen, WLAN mit eigenen Geräten nutzen oder auch ganze Bücher dort im Shop zu schreiben. Demnächst ein Shop wie jeder andere auch?
bitjunkie
Anscheinend entwickelt Apple sich - seit Steve Jobs Tod nun in die gleiche Richtung wie Großteile des Handels. Ein perverser, kranker Markt mit Verkäufern unter enormem Leistungsdruck, bzw Kunden unter hohem Verkaufsdruck.
Hoffentlich merkt Apple das an stark zurückgehenden Umsätzen in den Stores.
Eventus
Treffen sich zwei Aussendienstverkäufer beim Feierabendbier:

—"Na, wie liefs heute bei dir?"

—"Du, ausgezeichnet! Ich hatte tolle Gespräche, gleich mehrere sogar… Ganz gute Gespräche..!"

—"Ja, ich hab auch nix verkauft."



Ein guter Verkäufer ergründet die Bedürfnisse und Wünsche des Kunden, aber mit dem klaren Ziel des Verkaufs eigener Angebote! Nicht verkauft – Ziel verfehlt.
„Fasse dich kurz!“
zwobot
bitjunkie

Das war schon bei SJ so und wurde auch so angelegt meine ich. Dass Apple seit seinem Tod noch mehr Gewinn ziehen will liegt mMn daran, dass sie der Marke Apple ohne SJ nicht trauen und vermutlich abwirtschaften wollen. Vermutlich kann ein Tim Cook Aktionäre auch nicht so sehr in Schqch halten wie PsychoJobs, Wenn ich schon immer wieder lese an wievielen Produkten und zukünftigen Produkten SJ beteiligt gewesen sein soll klingt das für mich vorgeschoben um die Post-Jobs Ära stabil zu halten. Erinnert ein weng an die Jesusgeschichte,

Uhlhorn
Das mit der Apple DNA ist etwas, das Apple behauptet, aber für mich kein Beleg ist, warum die Produkte gekauft werden. Gleiches lässt sich bei Britta Fitern, Cocain-Cola, BMW etc sagen. Die wollen angeblich auch nur das beste Produkt für den Kunden.

Und ja, ich glaube auch dass Apples Strategie eher darauf hindeutet, dass die Aktie überbewertet ist.

PS Zwobot bittend nicht Zwonot. Soviel Zeit und Respekt darf sein,
nd70
... dass Kunden so möglicherweise Produkte aufgeschwatzt bekommen, die sie eigentlich gar nicht benötigen.

Also wie bei Gravis. Das braucht man nun wirklich nicht. Man kauft eh' billiger und ohne dummes Angequatsche von inkompetenten "Genius"sen .... im Internet!
Eventus
Man stelle sich vor, Modeverkäufer würden eine Kundin so beraten:

"Ach, die Stiefel, die sie gerade tragen, sind doch noch ganz in Ordnung und schön neutral in Schwarz, können Sie zu allem tragen… Sie brauchen doch gar keine Neuen kaufen!"

Es wären weder der Ladenbesitzer, noch die Kundin glücklich.
„Fasse dich kurz!“
Aronnax
Die Tempel, in dem man das goldene Kalb anbetet, werden also weniger "herrlich" erstrahlen? Ja nun, lässt ja an sich nur darauf schließen, dass das übliche "Kalb" dann auch weniger "gülden" erstrahlen soll bzw. billiger wird.

Apple kommt also nun endgültig im Mainstream an, verkauft dann auch (mehr) über den Preis und nicht mehr so sehr über das Image ... who cares, außer dem einen oder anderen Fan, die um ein exklusives Image fürchten. Für echte Ego-Prothesen ist z.B. auch ein Porsche weit aus besser geeignet

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