Freitag, 9. August 2013

Bild zur News "Steve Jobs überlegte, Apples Pro-Produkte einzustellen"Seit Jahren wird in den unzähligen Apple-Foren immer wieder darüber diskutiert, ob Apple den "Pro-Markt" noch anspricht oder ob dieser Bereich uninteressant wurde und Apple nur noch den Normalanwender im Visier hat. Da es nicht einmal so einfach möglich ist, den Ausdruck "Pro-Nutzer" oder "professioneller Anwender" zu definieren, kann natürlich keine eindeutige Antwort auf diese Frage gegeben werden. Ken Segall, einst Werbeberater für Apple, hat einige interessante Informationen zu Apples Ansichten über den "Pro" preisgegeben.

Demnach wolle Apple weiterhin die "Pro-Branche" ansprechen und weiter Anwender dazu einladen, auf Apples Hard- und Software zu setzen. Viel spannender sind allerdings Segalls Schilderungen zu den Gedankengängen von Steve Jobs. Dieser hatte vor einigen Jahren ernsthaft in Erwägung gezogen, Apple komplett aus dem Pro-Markt zu entfernen und nur noch den Normalanwender zu bedienen.



Nach den desaströsen 90er Jahren für Apple wurde der iMac zu einem großen Markterfolg - und genau dies ließ Steve Jobs darüber nachdenken, ob man nicht lieber den großen Markt der "Consumer" als Zielgruppe nehmen und stattdessen die Nische der professionellen Anwender aufgeben solle. Während der Consumer-Markt unendlich groß sei, gebe es nur eine beschränkte Anzahl an professionellen Anwender, bei denen es zudem besonders aufwändig und teuer sei, diese zufrieden zu stellen.

Auch wenn Apples große Erfolgswelle nach der Einführung des iPods vor allem den normalen Konsumenten geschuldet war, so entschied man sich dennoch dagegen, das Pro-Lager komplett aufzugeben. Nach langer Durststrecke wird es in diesem Herbst auch endlich wieder ein neues Modell des Mac Pro geben, zudem pflegt Apple aktiv professionelle Lösungen wie Final Cut Pro X sowie das jüngst präsentierte Logic Pro X.

Weiterhin sind sich viele professionelle Anwender nicht sicher, wie ernst es Apple mit dem Markt der anspruchsvollen und ambitionierten Anwender ist - dass Apple aber nur noch den Consumer anspricht, ist kaum zu befürchten. Allerdings kann man weiterhin darüber diskutieren, ob sich nicht der Begriff "Pro-Markt" grundsätzlich wandeln wird, und Apple nur den neuen, nicht aber den klassischen Markt als Chance sieht.
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Kommentare

Gerhard Uhlhorn
Eben, Gamer z.B. brauchen so ziemlich die leistungsfähigste Hardware von allen, sind aber üblicherweise keine Professionals.

XServe bspw.
„...“
Apple sollte das Pro einfach rausnehmen aus dem Marketing... ich fand es eh etwas seltsam...

Es reicht ja mittlerweile Final Cut oder Logic X... Das Pro ist überflüssig, da es nur dafür da war, die Versionen zu unterscheiden. Es gibt weder FC Xpress noch Logic Xpress Deswegen ist das Pro ein Relikt aus alten Zeiten, wo Apple noch verschiedene Versionen verkauft hat...

Das Pro in der Hardware ist auch überflüssig... ausser für irgendwelche dummen Diskussionen, die wirklich null Gehalt haben...

Apple sollte einheitlicher mit ihrer Hardware umgehen... oder gibt es einen Imac Pro oder ein Macbook Air Pro oder ein Mac mini Pro...
Tja und der neue Mac Pro hat mit dem alten Workstation Konzept auch nix mehr zu tun...
Dieses Pro ist echt eine seltsame Erfindung im Apple Universum....der mit Intelswitch einzug gehalten hat...

Ich denke gerade an meinen Powermac Dual G4 und Powermac G5 Quad und Powerbook usw...
kein Pro dahinter... Ich hoffe Apple streicht diesen Pro Begriff, da er echt nicht notwendig ist...weder in der Software noch Hardware
dom_beta
Gerhard Uhlhorn
Eben, Gamer z.B. brauchen so ziemlich die leistungsfähigste Hardware von allen, sind aber üblicherweise keine Professionals.
XServe bspw.
Gamer brauchen XServe?!? Wozu? Für Game-Server?
seufz

ich meine die Professionals
„...“
antipod
music-anderson
Wir hatten mal eine Diskussion ob ein iMac für Musikproduktion ausreicht, Ergebnis, JA. ABER, man müsste hier schon Madi mit einbeziehen.


Also es muss nicht immer Pro sein

Der iMac ist der einzige Computer von Apple, der kein Pro im Namen trägt und doch auf dem Preislevel eines Pro-Produkts liegt.

und zum Artikel: meh - Think different!
„Rabarber, Rabarber, Rabarber....“
BTW, grad' drüber gestolpert:

Marco.org (10.08.2013): Those Mac Pros are going to be expensive
dom_beta
seufz

ich meine die Professionals
Ich sprach aber ganz klar von Gamern. Warum hast Du dann diesen Kommentar geschrieben? Das verstehe ich nicht. Erkläre mir das doch bitte mal.
diddom
Für mich reicht aus, die Entwicklung bei Logic zu betrachten, seitdem Apple Emagic gekauft hat.
Bis zu diesem Tag war Logic mit die Speerspitze bei DAWs.
Mittlerweile ist es aber eher nur eine unter vielen und zieht eigentlich immer nur hinter den Neuerungen anderer DAWs hinterher, teilweise werden Bestandteile gar nicht gepflegt (z.B. Der Score Editor, der seit 2006 sogar noch die gleichen Bugs aufweist) und ansonsten ist mit sowas wie diesem virtuellen Drummergedöns eigentlich nur Garageband Feeling in Logic eingezogen.
An dieser Software kann man sehen, dass bei App,e nicht angestrebt wird, bei den DAWs führend oder innovativ zu sein.
Und was ist Logic? Sicherlich kein Consumerprodukt...
Das kommt daher, dass es bei Apple keine Teams gibt, die ständig an einer Software weiterentwickeln. Die machen nur was, wenn es akut ist, ansonsten lassen sie sie liegen und ziehen alle Entwickler davon ab. Dann werden oft nicht mal Bugs behoben. Und wenn sie keine Lust mehr dazu haben, stellen sie sie auch mal ganz ein. Und das ist bei Apple ganz schlecht!
Gerhard Uhlhorn
Das kommt daher, dass es bei Apple keine Teams gibt, die ständig an einer Software weiterentwickeln. Die machen nur was, wenn es akut ist, ansonsten lassen sie sie liegen und ziehen alle Entwickler davon ab. Dann werden oft nicht mal Bugs behoben. Und wenn sie keine Lust mehr dazu haben, stellen sie sie auch mal ganz ein. Und das ist bei Apple ganz schlecht!

Würdest Du, ganz neutral betrachtet, diese Art der Unzuverlässigkeit und Unberechenbarkeit in der Firmenpolitik und dem Support eher als professionell bezeichnen oder eher als unprofessionell?
Wenn Du so arbeiten würdest, hättest Du dann noch Kunden, oder würden die Dir langsam aber sicher untreu werden und Dir den Rücken zukehren bzw. anderen evtl. sogar abraten, Kunde von Dir zu werden?
Alex.S
sonorman
Alex.S

Es geht um den Begriff "Pro" oder "Profi" im Zusammenhang mit Computer-Hardware, nicht um "Profession" als Grundbegriff. Was mit einer Aussage gemeint ist, habe ich hinreichend erläutert. Man wird nicht dadurch mehr Pro, wenn man leistungsstärkere Hardware als andere benötigt.
Pro English Profi Deutsch! That simple!
„Not so good in German but I do know English and Spanish fluently. Warum ich es mit dem Deutsch überhaupt versuche? Weil ich in Deutschland arbeite! Lechón
sierkb: Eher als unprofessionell.
Gerhard Uhlhorn
sierkb: Eher als unprofessionell.

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Die Bestätigung vom dem, was alle schon immer gewusst haben. Wer Jobs Bio gelesen hat, der findet dort die Begriffe Xserve und Mac Pro überhaupt nicht und die waren ihm auch nicht wichtig.
Wichtig waren iMac, iPhone, Ipad.
Und so sieht dann halt auch die Produktpolitik aus. Alles eingestampft, was nach Pro aussieht ( Xserve, Raid, Final Cut Server ) und was noch Pro ist ziemlich nachlässig behandelt ( Logic, FC, Mac Pro ).
Wenn ich mich als Da- Muss -ich-mein-Geld-mit-verdienen Pro oder Unternehmen für eine Platform entscheide, dann hätte ich da gerne so was wie Investitonssicherheit und Kontinuität. Leider beider bei Apple nicht zu bekommen. Es haben viele extrem blöd aus der Wäsche geschaut, die Xserve mit Raid Systeme und FCS als Grundlage ihrer Schnittplätze aufgebaut haben und dann hat Apple, das komplett in einem Schwung abgekündigt. Die durften dann wieder zurück zu Avid auf WIndows.
Das macht Spass.

Im Pro Bereich muss es nicht jedes Jahr ein neues Gehäuse sein, der MacPro war ziemlich perfekt, da hätte man nur die CPUs und GraKas aktuell halten müssen. Nicht mal das hat Apple hinbekommen.
Da könnte Herr Cook sich mal hervortun, aber das schafft er leider auch nicht.
sierkb
Gerhard Uhlhorn
sierkb: Eher als unprofessionell.
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Und?!?
music-anderson
diddom
Für mich reicht aus, die Entwicklung bei Logic zu betrachten, seitdem Apple Emagic gekauft hat.
Bis zu diesem Tag war Logic mit die Speerspitze bei DAWs.
Mittlerweile ist es aber eher nur eine unter vielen und zieht eigentlich immer nur hinter den Neuerungen anderer DAWs hinterher,
Da vertust Du Dich aber! ProTools ist hier eher hinter (Logic) Apple. 64bit, kam jetzt erst bei Avid. Apple hatte hier schon LANGE 64bit. Offline Bounce, gab es auch schon lange bei Logic, bevor nun ENDLICH Pro Tools nachgezogen hatte. Und vieles neues, gibt es auch bei PT 11 nicht Ich glaube, wenn die Kohle läuft, lehnen sich alle zurück Und dann bezahlt man noch diese horrenden Preise bei Avid. Also als Logic User geht es dann mal so, würde ich behaupten.
„Wenn Du nicht weisst was man Dir will, was willst n Du
Pro bedeutet für mich Investitionssicherheit und Beständigkeit. Für mich ist daher Apple's Betriebssystempolitik nicht wirklich Pro. Warum?

Angenommen ich habe einen OSX SL Workflow mitsamt der Software und der Rechner verreckt mir entsteht ein Problem. Ich muss mir einen gebrauchten Rechner besorgen, da der neue nur noch ab ML läuft oder ich muss Zeit investieren, alles zu ML zu portieren, sofern das zu 100% geht.

Das kann mir auch bei Win passieren. Nur ist der Support des OS doch etwas länger und ich kann i.d.R. alte Betriebssysteme auf neuen Rechnern installieren.

Und das ist nur ein Beispiel. Entweder spielt man bei Apple eben mit und achtet bei den SW Investitionen auf die Pflege der SW seitens des Herstellers oder man ist eben angeschmiert.

Der Pro ist schlau genug Nutzen/Aufwand abzuwägen.

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