Projekt Titan: Apple verliert den Projektleiter

Zahlreichen Berichten zufolge handelt es sich um eines der größten und teuersten Entwicklungsprojekte in Apples Geschichte. Seit etwas mehr als einem Jahr soll eine vierstellige Anzahl an Ingenieuren intensiv daran arbeiten, ein Apple-eigenes Elektroauto auf die Straßen zu bekommen. Angeblich sind Apples Zeitpläne außerordentlich ambitioniert - bereits 2019 soll besagtes Auto erstmals vom Band rollen und im Straßenverkehr auftauchen. Allerdings muss Apple jetzt wohl einen Rückschlag verkraften, denn der Leiter des Projekts kehrte dem Unternehmen den Rücken. Aus "persönlichen Gründen" verlässt Steve Zadesky nach 16 Jahren nämlich das Unternehmen.


Schlüsselfigur der Auto-Ambitionen
Auch wenn es noch keine offiziellen Erklärungen gibt - und diese wohl angesichts des im Geheimen geführten Projekts ausbleiben werden - so kursieren zumindest vage Informationen (). Demnach seien tatsächlich persönliche Gründe vorherrschend und es habe keine unüberbrückbaren Differenzen oder Unzufriedenheit bezüglich seiner Projektleitung gegeben. Da Zadesky aber als eine der wichtigsten Schlüsselfiguren galt, könnte der Personalwechsel Apples längerfristige Planung durchaus ins Wanken bringen. Ohnehin galt Apples Planung als sehr mutig und wurde von vielen Branchenkennern als kaum zu halten abgetan.

Startschuss fiel 2014
Übereinstimmenden Berichten mehrerer großer Publikationen zufolge wurde Steve Zadesky im Herbst des Jahres 2014 damit betraut, ein neues Forschungsteam bei Apple zu leiten. Was zunächst nur eher theoretischen Überlegungen galt, wurde sehr bald personell erheblich aufgebohrt und Apple warb in Scharen namhafte Spezialisten aus der Autoindustrie ab. Es ist kein Zufall, dass Zadesky an der Spitze vom Projekt Titan stand. Vor seiner Zeit bei Apple war Zadesky bei Ford tätig und konnte dort als Ingenieur umfangreiche Erfahrungen sammeln. Bei Apple machte er sich einen Namen als Spezialist während der iPod- und iPhone-Entwicklung.

Auf diesem abgelegenen Areal testet Apple angeblich das Elektroauto

iPod-Vater Tony Fadell kommentiert den Weggang
Steve Zadesky galt als einer der engen Vertrauten von Tony Fadell - oft als Vater des iPods bezeichnet. Die beiden arbeiteten jahrelang eng zusammen und Fadell hielt sehr hohe Stücke auf Zadesky. Aus diesem Grund kommentierte Fadell an diesem Wochenende auch Zadeskys berufliche Umorientierung. Seiner Meinung nach stelle dies einen gewaltigen Verlust für Apple dar. Die gemeinsame Arbeit an iPod und iPhone sei eine wunderbare Zeit gewesen und Zadesky werde bei Apple sicherlich sehr vermisst.

Kommentare

AppleCosmo
AppleCosmo24.01.16 16:02
Ich in jetzt mal ganz egoistisch und sage, da ich schon ein gutes Auto habe: es wäre gut, Apple stellt dieses Projekt ein und konzentriert sich mehr auf seine Kernkompetenzen.
Webling
Webling24.01.16 16:09
Abwarten. Ich bin immer noch der Meinung Apple arbeitet an der Revolution des In-Car-Entertainment. Denke nicht das hinten ein ganzes Auto rauskommen wird.
Cupertimo24.01.16 16:39
AppleCosmo
Ich in jetzt mal ganz egoistisch und sage, da ich schon ein gutes Auto habe: es wäre gut, Apple stellt dieses Projekt ein und konzentriert sich mehr auf seine Kernkompetenzen.

Alles klar, Michael Dell
Macmissionar24.01.16 17:30
Vielleicht wirft es den Zeitplan zurück. Aufhalten kann ihn der Weggang jedoch nicht. Das Apple-Auto wird kommen; das ist so sicher, wie Kritiker wie AppleCosmo es auch bis zum Erscheinen und auch danach schlecht reden werden.
Ich war beim iPod Kritiker, ich war beim Intel-Umstieg Kritiker, ich habe für mich insgeheim bezweifelt, ob das iPhone (mehr noch das iPad) gut wird. Inzwischen weiß ich, Steve Jobs hatte tatsächlich einen langen, langen Plan und Atem. Viva la iCar! Es lebe die Zukunft. Auch wenn diese nicht 2019 heißt.

Und wer weiß, vielleicht haben wir ja auch alle Unrecht und bis dahin ganz andere Probleme – was ich für keinen hoffe.
A Computer is like an air conditioner: Both stop working as soon as you open Windows.
daschmc
daschmc24.01.16 18:10
Rückschlag? Alleine bei MTN tummeln sich so viele Experten. Da sollte auch Apple adäquaten Ersatz finden 😜
stefan24.01.16 18:43
Wenn man den Zeitplan gar nicht kennt, woher weiss man dann, dass das ein Rückschlag ist?
Garak
Garak24.01.16 18:53
stefan
Wenn man den Zeitplan gar nicht kennt, woher weiss man dann, dass das ein Rückschlag ist?

Weil ein Projektzeitplan i.d.R. keinen Wechsel des Projektleiters beinhaltet. Und da der Apple Zeitplan als ambitioniert bezeichnet wird, sind bestimmt grundsätzlich keine Zeitreserven eingeplant.
Alles glauben und alles in Frage stellen sind zwei Seiten des nicht-Denken-müssen.
torgem24.01.16 20:29
Für viele Projekte ist es gar besser, wenn sie keinen Projektleiter haben.
AAPL: erste Position aufbauen
AppleCosmo
AppleCosmo24.01.16 20:51
Inzwischen weiß ich, Steve Jobs hatte tatsächlich einen langen, langen Plan und Atem.

Steve Jobs hatte das, was nur wenige haben: die Fähigkeit, 'nein' zu sagen. Das fehlt beim jetzigen Apple-Team etwas. Schon die AppleWatch ist ein Produkt, wo sich der "Muss-ich-haben-Faktor" kaum einstellt. Das war beim iPhone, iPod, iPad und Mac ganz anders. Die Magie ist weg. Es wird nur noch mit Wasser gekocht.
Advokat
Advokat24.01.16 20:52
AppleCosmo
Ich in jetzt mal ganz egoistisch und sage, da ich schon ein gutes Auto habe: es wäre gut, Apple stellt dieses Projekt ein und konzentriert sich mehr auf seine Kernkompetenzen.
+1!!!!!!!
MFG
MFG24.01.16 21:06
AppleCosmo
Ich in jetzt mal ganz egoistisch und sage, da ich schon ein gutes Auto habe: es wäre gut, Apple stellt dieses Projekt ein und konzentriert sich mehr auf seine Kernkompetenzen.

Ich in jetzt mal ganz egoistisch und sage, da ich schon eine gute Kutsche habe: es wäre gut, Ford stellt dieses Projekt Automobil ein und konzentriert sich mehr auf seine Kernkompetenzen. 😜
Dr.Heftig24.01.16 21:33
Ich in jetzt mal ganz egoistisch und sage, da ich schon eine gute Kutsche habe: es wäre gut, Ford stellt dieses Projekt Automobil ein und konzentriert sich mehr auf seine Kernkompetenzen. 😜

Und Nokia sollte hätte vielleicht weiterhin Gummistiefel produzieren sollen
massi
massi24.01.16 23:46
Dr. Heftig
Und Nokia sollte hätte vielleicht weiterhin Gummistiefel produzieren sollen
Tun sie das nicht inzwischen wieder.
Cougar
Cougar25.01.16 00:19
AppleCosmo
Ich in jetzt mal ganz egoistisch und sage, da ich schon ein gutes Auto habe: es wäre gut, Apple stellt dieses Projekt ein und konzentriert sich mehr auf seine Kernkompetenzen.

Ich bin mal ganz realistisch, du fährst eine antiquiertes Fahrzeug was sinnlos die Umwelt verpestet und Schurkenstaaten mit Geld versorgt. Staaten und Leuten vor denen du Angst hast. Apples Kernkompetenzen beurteilst du falsch. Diese sind primär Marketing, Produktion und Vertrieb. Was die verkaufen ist sekundär.
Cougar
Cougar25.01.16 00:52
massi
Dr. Heftig
Und Nokia sollte hätte vielleicht weiterhin Gummistiefel produzieren sollen
Tun sie das nicht inzwischen wieder.

Immer noch. Das Sägewerk ist meines Wissens auch immer noch profitabel.
macmuckel
macmuckel25.01.16 04:19
Cougar

Welcher Staat ist denn heutzutage kein Schurkenstaat?
RyanTedder
RyanTedder25.01.16 07:43
Wahrscheinlich fährt AppleCosmo einen BMW und der Schurkenstaat ist Deutschland
Boedefeld
Boedefeld25.01.16 08:00
Cougar

Nur aus Interesse: Welches Elektroauto fährst du denn?
Oder fährst du gar kein Auto?
macbeutling25.01.16 08:37
AppleCosmo
Ich in jetzt mal ganz egoistisch und sage, da ich schon ein gutes Auto habe: es wäre gut, Apple stellt dieses Projekt ein und konzentriert sich mehr auf seine Kernkompetenzen.

Tja, dann hätten wir kein iPhone,iPad,iPod,iTunes usw.....und der Mac-Marktanteil läge weltweit bei 1%
Planung ist der Ersatz des Zufalls durch den Irrtum
smuehli
smuehli25.01.16 08:53
Warum muß ich beim Apple-Auto an Sir Clive Sinclair denken?
Kirschholz
Kirschholz25.01.16 09:41
Ein Projekt der Größenordnung Titan ist nicht von der einen Person abhängig, die bei den Meetings am Ende des Tisches sitzt. Richtungsweisende Entscheidungen werden ganz sicher von mehreren Leuten getroffen. Und unter denen dürfte auch schon der eine oder andere bereit stehen, die neue Führung zu übernehmen.
Entscheidender für die Einhaltung des Zeitplanes sind die 1000 Spezialisten, ihre Ideen und deren Umsetzbarkeit. Und genau da stecken auch die Tücken, so einen Zeitplan aufzustellen und einzuhalten.
Grolox25.01.16 11:18
......der Topexperte für Elektroautos ist er ja nicht ....also warum das Geschrei?

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