Montag, 4. Juni 2012

Mit eBizcuss hatte im vergangenen Dezember ein großer französischer Retail-Anbieter Apple wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens verklagt. Der Hauptvorwurf lautet, Apple bevorzuge die eigenen Stores und beliefere andere Anbieter nur verspätet und nicht in ausreichenden Stückzahlen. Diese Kritik wird nicht zum ersten Mal geäußert und war schon oft von Händlern zu hören. Der Geschäftsführer von eBizcuss führt an, im dritten Quartal 2011 sei es zu spürbaren Umsatzrückgängen gekommen, da Apple Lieferungen für das iPad 2 sowie das MacBook Air reduzierte. Zudem verschärfe Apple Vorgaben an Händler immer weiter; millionenschwere Investitionen wurden erforderlich, um beispielsweise das Kassensystem bzw. die Kaufentwicklung Apples Vorstellungen anzupassen. Jetzt wurde bekannt, dass es eBizcuss nicht mehr gelang, auf dem Markt zu bestehen und in der Gewinnzone zu bleiben. So gab das Unternehmen bekannt, insolvent zu sein und den Geschäftsbetrieb komplett aufzugeben. Es ist nun Aufgabe der Insolvenzverwalter, einen möglichen Nachfolgeplan zu erarbeiten oder die Geschäftsaufgabe durchzuführen. eBizcuss bezeichnet sich als größter französischer Apple Premium Reseller und betrieb in Frankreich 16 Ladengeschäfte. Apple hingegen eröffnete bislang nur 11 französische Apple Stores, zwei davon in Paris.
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