Mittwoch, 13. März 2013

2010 wurde in Deutschland aufgedeckt, dass die Autos, mit denen Google für seinen Dienst Street View überall auf der Welt Straßenzüge aufnimmt, auch Daten aus ungesicherten privaten WLAN gespeichert hat. Während ein Ermittlungsverfahren in Deutschland eingestellt wurde, endete ein Verfahren in den USA in dieser Sache nun in einem Vergleich: 7 Million Dollar zahlt Google an 38 Bundesstaaten und den District of Columbia, selbstverständlich ergänzt um die Zusage, alle gesammelten Daten unverzüglich zu löschen. Außerdem gestaltet Google ein Mitarbeiter-Trainingsprogramm zum Thema Nutzer-Privatssphäre und finanziert eine US-weite Kampagne zum Schutz von privaten Daten in kabellosen Netzwerken.
Ein ähnlicher Vergleich wird auch mit weiteren Staaten angestrebt. Insgesamt wurden WLAN-Daten in über 30 Staaten gesammelt. Nach Angaben des Unternehmens geschah dies aus Versehen; man wollte nur WLAN-Namen und Router-Nummern sammeln, um ortsbezogene Dienste anbieten zu können. In ungesicherten Netzwerken wurden allerdings auch E-Mails und Passwörter mit ausgelesen.
Der von Google zu zahlende Betrag ist lediglich ein Bruchteil dessen, was der Konzern an einem einzigen Tag einnimmt, und wird deswegen als zu niedrig kritisiert. Andererseits bewegt sich das Auslesen von ungesicherten WLAN-Daten in einer rechtlichen Grauzone, weswegen Verurteilungen zu höheren Strafen unwahrscheinlich sind; auch das deutsche Verfahren wurde eingestellt.
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