Mittwoch, 17. Juli 2013

Nachdem es im Frühjahr so aussah, als ob sich Google mit der EU-Kommission über die Neugestaltung der Suchergebnisse geeinigt hat, wurde nun hingegen von EU-Wettbewerbshüter Joaquin Almunia deutlich gemacht, dass man noch weitergehende Änderungen von Google fordert. Google hatte angeboten, die Suchtreffer auf hauseigene Dienste für mindestens fünf Jahre deutlich zu markieren und in bestimmten Fällen auch Links konkurrierender Suchmaschinen anzeigen. Zudem sollten Web-Anbieter eine Möglichkeit erhalten, ihre Inhalte auf die klassische Suche zu beschränken und Themensuchen auszuschließen.

Auf einer Pressekonferenz erklärte Almunia, dass die von Google eingereichten Änderungsvorschläge nicht ausreichend sind. Dennoch hofft er, bis Ende des Jahres eine Einigung mit Google zu erzielen. Google wird vorgeworfen, sich in vier Bereichen trotz der dominierenden Stellung wettbewerbsfeindlich zu verhalten. Dies betrifft unter anderem die Internet-Suche, die Produktsuche sowie das Werbenetz. Hier soll Google eigene Dienste unerlaubt stark bevorzugen und den Wechsel zu anderen Diensten erschweren. Sofern sich Google nicht mit der EU-Kommission einigen kann, droht ein Verfahren mit einer möglichen Strafzahlung in Millionenhöhe.
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