Die Computermaus feiert den 45. Geburtstag

An der Bedienung eines Computers hat sich in den letzten Jahrzehnten viel verändert - gerade auch bei neueren Computerkonzepten wie Tablet oder Smartphone. Allerdings liegt auch im Jahr 2013 noch immer eine Erfindung neben den meisten Computern, die jetzt ihren 45. Geburtstag feiert. Am 9. Dezember 1968 demonstrierte Douglas Engelbart erstmals eine Eingabevorrichtung, mit der Bewegungen direkt auf einen Computer übertragen werden konnten, um so eine natürlichere Bedienung zu ermöglichen. Ähnlich wie die ersten montierten Apple-Rechner war auch die erste Maus aus Holz gefertigt und durfte auf der Fall Joint Computer Conference (FJCC) unter den Augen der Besucher erstmals ihren Dienst verrichten.


Der Name "Maus" entstand, weil ein Mitarbeiter diesen Spitznamen ausgewählt hatte; aus einem simplen Spitznamen wurde dann eine sich fest eingebürgerte Produktbezeichnung. Zwar war man sich anfangs unsicher, wie es ein technisches Gerät mit einem solchen Namen nur schaffen sollte, sich durchzusetzen - ganz offensichtlich tat der Name der Erfindung dem Erfolg keinen Abbruch.
Zu einem der ersten Unternehmen, das den Nutzen der Maus erkannte, zählte Apple. Während Xerox zögerte und den Kunden nicht zumuten wollte, etwas mit dem Namen "Maus" zu benutzen, wurde die Maus bei Apple eine zentrale Eingabevorrichtung, um den Computer nicht über kryptisch anmutende Befehle einer textbasierten Oberfläche steuern zu müssen.

Kommentare

cab
cab09.12.13 09:33
Ein grober Klotz Holz, es ist noch nicht so lange her und es wirkt wie aus der Kaiserzeit mit der unbeholfenen Optik, den großen Rädern und der alten Technik.
So, jetz wär des au gschwätzt!
sierkb09.12.13 09:34
heise (28.04.2009): Auf den Spuren der deutschen Computermaus

Wird leicht vergessen, unter den Tisch gekehrt, nicht daran erinnert -- von kaum einem gewusst.
Apfelbutz
Apfelbutz09.12.13 11:17
Meine erste Maus war von Boeder und kostete 1600.- Schilling. Die Alternative war damals eine Maus von Microsoft um 4500.- Schilling. Mein Gehalt betrug zu dieser Zeit 9000.- Schilling.
Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein, das heißt müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Lüge, müde d ...
CH
CH09.12.13 11:44
Man sollte das ganze ein wenig korrigieren:

http://www.heise.de/ct/meldung/Auf-den-Spuren-der-deutschen- Computermaus-216255.html

ch
chill
chill09.12.13 12:16
tja, die amis assimilieren eben alles für sich. kulturloses gesindel ...

war schon, ist so, wird immer so bleiben.

Bell, Edison .... alles Betrüger zb.
"¿ssıəɥɔs ɹəp llos sɐʍ" :ʇƃɐs əsıəʍ ɹəp 'ßıəʍ sɐʍ ɹə sɐp ßıəʍ əƃnlʞ ɹəp
iMäck
iMäck09.12.13 13:01
Solche Geschichten finde ich immer interessant!

Also das Jemand in die Geschichte eingegangen ist
und sich später herausstellt, das es doch jemand vor ihm gegeben hat.


Was passiert dann eigentlich?
also wie wird die Richtigstellung ablaufen?

Hier hat jemand bei heise auch was interessantes zu der News gepostet:

Auf den Spuren der deutschen Computermaus



Beihefte der Technischen Mitteilungen AEG-Telefunken (Berlin 1970) PDF


http://bitsavers.informatik.uni-stuttgart.de/pdf/aeg-telefun ken/tr440/TR440_SystemOverview_Mar70.pdf

(Ab Seite 141 wird es interessant: "Eike Jessen:
Gedanken über die Beziehungen zwischen Fernmelde- und Kommunikationstechnik
und ihre zukünftige Entwicklung
")

Ich zitier mal den Poster:
"...Über den Wikipedia Artikel zur TR 440 bin ich auf den "ausführlichen
Verkaufsprospekt mit Bild des Rechnerraums Uni Bochum" gestossen.

http://www.bitsavers.org/pdf/aeg-telefunken/tr440/TR440_Syst emOvervie
w_Mar70.pdf

Lest euch mal den Aufsatz "Gedanken über die Beziehung zwischen
Fernmelde- und Informationstechnik und ihre zukünftige Entwicklung"
von Eike Jessen aus dem Jahr 1970
durch. Wenn so manche Utopie der
damaligen Zeit heute lächerlich wirkt, hat Eike Jessen da aber in
mancher Hinsicht geradezu beängstigende prophetische Fähigkeiten
bewiesen.


Nach einer technischen Einführung geht es ab Seite 143 los:
Suchmaschinen werden als "Auskunftsdienste" vorhergesehen, die
digitalisierte Bücher anbieten, er mach sich Gedanken darüber wie das
ganze finanziert wird, der Datenschutz taucht auch auf,
Onlinebanking, er ahnt das Passworte und auch digitale Signaturen
wichtige Themen werden, und das ganze unter Umständen dem Bürger
"beträchtlichen Schaden" in seinen Grundrechten bringen kann
, und
noch vieles mehr, bei dem man dem Mann eine bemerkenswerte Weitsicht
attestieren muß."

Wahnsinn!!

PS:
Gab es da auch nicht mal die Geschichte mit den Gebrüdern Wright,
war ein Artikel in der Geo oder eine Doku auf Arte (weiß es nicht mehr genau!)

Es ging darum, das es da jemand/welche gab die schon vor den Gebrüdern Wright geflogen
sind bzw. so ein Fluggerät entwickelt haben.
thomas b.
thomas b.09.12.13 13:33
Die einen erfinden etwas und erkennen das Potential nicht und die anderen (wie z.B. Apple) erfinden es zwar nicht, aber erkennen das Potential. Maus, GUI und smartes Smartphone wären da ein paar Kandidaten.
Apfelbutz
Apfelbutz09.12.13 13:37
Das Bild David gegen Goliath ist gut.
Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein, das heißt müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Lüge, müde d ...
chill
chill09.12.13 13:41
das potential nutzen ist ja was anderes, als zu behaupten das der eine oder andere das erfunden hatte.

dabei sollte man schon bei der wahrheit bleiben. und eine erfindung gilt auch dann nicht erst ab dem patentzeitpunkt, das wisen das es vorher schon da war gilt als erfindungszeitpunkt für mich.
"¿ssıəɥɔs ɹəp llos sɐʍ" :ʇƃɐs əsıəʍ ɹəp 'ßıəʍ sɐʍ ɹə sɐp ßıəʍ əƃnlʞ ɹəp
Frankenfan09.12.13 14:11
PS:
Gab es da auch nicht mal die Geschichte mit den Gebrüdern Wright,
war ein Artikel in der Geo oder eine Doku auf Arte (weiß es nicht mehr genau!)

Es ging darum, das es da jemand/welche gab die schon vor den Gebrüdern Wright geflogen
sind bzw. so ein Fluggerät entwickelt haben.


Gab es. Den ersten Motorflug hatte Gustav Weißkopf, ein in die USA ausgewanderter Franke durchgeführt. Die Wright's konnten sich halt besser verkaufen
3-plus-1
3-plus-109.12.13 17:10
sierkb
heise (28.04.2009): Auf den Spuren der deutschen Computermaus

Wird leicht vergessen, unter den Tisch gekehrt, nicht daran erinnert -- von kaum einem gewusst.

Ja, vor allem weil der Holzklotz des Artikel schlechter aussieht als manche Bastelei von Schülern für den C64.

Deshalb will ich hier noch mal die vorhjer erschienene Telefunken-Maus im Bild verlinken, denn die sieht schon ernsthaft brauchbar aus:

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