Cloud-Serie Teil 2: Verschlüsselungs-Dienste und Private Clouds im Test

Das Thema Datenschutz ist in aller Munde. Spätestens seit den Geheimdienstenthüllungen des ehemaligen NSA-Angestellten Edward Snowden sind viele User darum besorgt, was mit ihren Daten im Internet geschieht. So praktisch und unkompliziert das Abspeichern und Synchronisieren bei kommerziellen Cloud-Anbietern auch ist – der User stellt seine persönlichen Daten zwangsläufig einem Konzern zur Verfügung, ohne genau zu wissen, wer dort alles Zugriff darauf hat.

Trotz aller Sicherheitsbeteuerungen der Anbieter bleiben immer Restzweifel über deren Aufrichtigkeit, insbesondere wenn die Cloud-Server in den USA stehen – ein Land, das nicht gerade für strikte Datenschutzgesetze bekannt ist. Hundertprozentige Sicherheit wird es nie geben, aber mit folgenden Produkten kann man seine Daten besser vor unbefugtem Zugriff schützen – entweder über Verschlüsselungs-Dienste in Verbindung mit kommerziellen Clouds, oder durch das Erstellen einer privaten Cloud.

Bereits letzten Monat haben wir einen umfassenden Testbericht zu Dropbox, Wuala, Telekom Mediencenter, Google Drive, Microsoft SkyDrive und Apples iCloud veröffentlicht (). Im zweiten Teil geht es jetzt um Verschlüsselungsdienste sowie Private Clouds, die sicherlich für viele Nutzer eine interessante Alternative darstellen:

Weiterführende Links:

Kommentare

Dayzd17.01.14 17:40
Danke für den Bericht über die Verschlüsselungsmöglichkeiten.

Irgendwie fehlt bei den öffentlichen Clouds Box.com (ich weiß der Artikel ist nicht von diesem Monat und damals gab es noch keine 50GB Aktion, allerdings waren noch immer 10GB umsonst).

und dann ist bei der google cloud noch ein kleiner Tippfehler: "16 TB (799 US-Dollar)" und nicht GB.
o.wunder
o.wunder17.01.14 17:56
die USA sind nun die Bösen, die ganz Bösen. Und nun weiss es die ganze Welt - auch gut.
iSteve
iSteve17.01.14 18:43
Wenn die NSA will, hat sie auf alles Zugriff. Das ist ja das Problem...
Das, was der Mensch nicht weiß, macht ihm Angst.
maczock17.01.14 19:49
Bei den Cloud-Anbietern fehlt eindeutig Copy (sehr ähnlich zu dropbox) dort gibt es 15GB kostenlos und für jeden geworbenen Kunden weitere 5GB (für werber und geworbenen)

Also 20GB space bei copy wenn man sich z.B. über diesen Link: anmeldet
Termi
Termi17.01.14 23:05
Auch aufgrund der Schnüffelproblematik bei den US Anbietern habe ich mir ownCloud installiert. Die Installation ist für jemanden mit Webserver sehr einfach. Einige Hoster bieten auch in ihrer Konfigurationsoberfläche einen Installer an. Meiner sitzt in Brandenburg (www.bytecamp.net) und bietet das z.B. an.

Seit ungefähr einer Woche gibt es auch "ownCloud für Filelink", ein Add-on für Firefox, mit dem man größere Dateianhänge optional in die ownCloud legt und dem Empfänger nur den Link auf die Datei in der E-Mail mitteilt. Sehr geil. Zu finden hier.
vdarko17.01.14 23:23
Leider kann nur Dropbox und Google (Glaube ich) aus der eigenen IOS App per AirPrint Drucken... Ich wünschte mir box.com könnte...
Apfelbutz
Apfelbutz18.01.14 09:21
Ich benutze Boxcryptor. Funkioniert recht gut und ist einfach zu bedienen.
Ob es aber wirklich sicher ist darf man bezweifeln wenn man so an die Möglichkeiten denke die Geheimdienste wie die NSA haben. Vermutlich schmeisse ich da einfach nur 72 Euro aus dem Fenster.
Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein, das heißt müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Lüge, müde d ...
Dirk B.
Dirk B.18.01.14 10:12
Boxcryptor kann ich auch empfehlen, nutze die Classic-Version mit meiner Dropbox, hab' die neue zwar getestet, die bezahlte Classic-Version tut alles, was ich will, mit 2 Mac, einem Win-Rechner, 2 iPhones und zwei iPads. Zumindest hab' ich ein besseres Gefühl, wenn die Daten in der Dropbox noch mal verschlüsselt sind.
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Klappe halten. Dieter Nuhr
Ebi19.01.14 00:00
ich versteh ja nicht wirklich was eine cloud für einen privaten Anwender einen Nutzen bringt.
Da gibt es doch chicke USB Sticks um die Daten von Rechner A nach Rechner B zu bringen und zum Verschicken an andere FTP. Zu was also die Cloud?
MacBeck
MacBeck19.01.14 04:54
Ebi:
- Synchronisieren von Dateien
- Kalender-Synchronisierung ohne iCloud
- Kontakt-Synchronisierung ohne iCloud
Im Grunde bringen eigene Cloud-Dinger den Vorteil, dass man die volle Kontrolle behält & weiß, was mit den Daten passiert.
It is what it is - don't make it what it isn't.
Apfelbutz
Apfelbutz19.01.14 07:54
MacBeck
Ebi:
- Synchronisieren von Dateien
- Kalender-Synchronisierung ohne iCloud
- Kontakt-Synchronisierung ohne iCloud
Im Grunde bringen eigene Cloud-Dinger den Vorteil, dass man die volle Kontrolle behält & weiß, was mit den Daten passiert.

Glaubt wer?
Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein, das heißt müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Lüge, müde d ...
o.wunder
o.wunder19.01.14 08:54
Ebi
ich versteh ja nicht wirklich was eine cloud für einen privaten Anwender einen Nutzen bringt.
Es bringt Komfort, dass man sich um nichts kümmern muss und wenn man unterwegs Änderungen macht das diese dann sofort in der Cloud gesichert sind.

Wer die ausgelagerte Cloud nicht mag, kann sich selber eine Cloud aufbauen, zB auf seinem NAS, oder mit seinem OS X Rechner über die Server Erweiterung. Ist aber Aufwand den auch nicht jeder in der Lage ist zu bewerkstelligen. Ausserdem muss man sich selber um Datensicherung kümmern.

Boxcryptor ist ja nett und gut integriert, aber bei mehr als 2 Geraten dann doch sehr teuer mit den Abo Preisen.

Bei US-Firmen hilft ausserdem die ganze Verschlüsselung nicht viel, da dort dem Staat jederzeit Zugriff zu gewährleisten ist.
user_tron19.01.14 09:19
Owncloud ist für mich ebenfalls die bessere Lösung
Man muss "NICHT" studiert haben, um etwas auf die Reihe zu bringen.
MacBeck
MacBeck19.01.14 10:00
Apfelbutz:
Ich. Denn mein Server steht in Deutschland (all-inkl). Und ich kann jederzeit meine OwnCloud löschen, da in speziellen/r Ordner/Subdomain.
It is what it is - don't make it what it isn't.
Apfelbutz
Apfelbutz19.01.14 10:04
MacBeck
Apfelbutz:
Ich. Denn mein Server steht in Deutschland (all-inkl). Und ich kann jederzeit meine OwnCloud löschen, da in speziellen/r Ordner/Subdomain.

Und wer wartet diese Lösung?
Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein, das heißt müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Lüge, müde d ...
Ties-Malte
Ties-Malte19.01.14 16:16
Ebi
Da gibt es doch chicke USB Sticks um die Daten von Rechner A nach Rechner B zu bringen und zum Verschicken an andere FTP. Zu was also die Cloud?

Versuche das mit dem Stick mal am iPhone. Okay, also FTP. Und das ist sicher? Also, SFTP. Mit verschlüsselten Dateien, selbstverständlich. Für jede Änderung an Adressbuch, Kalender, Dokumenten, Favoriten, Erinnerungen, Notizen, Schlüsselbund, etc.pp. Ernsthaft?! Du machst Witze, oder?

Dirk B.
Zumindest hab' ich ein besseres Gefühl

Das ist ja auch was wert.

o.wunder
die USA sind nun die Bösen, die ganz Bösen. Und nun weiss es die ganze Welt - auch gut.

Ich gucke in meine Threema-Liste und stelle fest: Nur knapp 10% meiner WhatsApp-Kontakte ist das Thema Verschlüsselung so wichtig, dass sie für mehr Sicherheit einmalig 1,80€ auszugeben bereit sind. Lächerliche 1,80€. So viel also zum Thema Schein und Wirklichkeit bzgl. gefühlter Bedrohung und eigenen Präferenzen. Aber man weiß immerhin, wer pöse ist. Dann hat man wenigstens was, woran man sich festhalten kann, wenn schon sonst auf nix Verlass ist in dieser unübersichtlichen Welt.

Nichtsdestotrotz: Für Firmen sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, mit Daten sensibel umzugehen. Für Privat-Leute ist das, von ein paar Geeks mal abgesehen, i.d.R. nicht zu erwarten, solange es dafür keine einfachen und günstigen Lösungen gibt. OwnCloud ist klasse, aber nix für Otto Normalverbraucher, und wer schon einmalig keine 2€ ausgibt, der gibt erstrecht keine 70€ jährlich aus.
The early bird catches the worm, but the second mouse gets the cheese.
MacBeck
MacBeck19.01.14 23:52
Apfelbutz:
Die Firma all-inkl - klar, könnte die sich sicher in meine Daten hacken, aber das ist dann wirklich nicht trivial.

Threema:
Tolle App. Leider sind viel zu viele zu geizig. Aber zwei Sachen sind doof: kein multi-user, kein win-mobile/blackberry.
It is what it is - don't make it what it isn't.
Alex.S
Alex.S20.01.14 07:14
Wer angst von der NSA hat sollte sein Job wechseln und was ehrliches machen.
Ach wer wirklich glaubt das nur die USA zugriff auf euer Daten hat nun der sollte lieber an die Heinzelmännchen glauben.
Not so good in German but I do know English and Spanish fluently. Warum ich es mit dem Deutsch überhaupt versuche? Weil ich in Deutschland arbeite! Lechón >:-]
MacBeck
MacBeck20.01.14 08:11
Alex S.
Man kann es den staatlichen (&privatwirtschaftlichen) Schlapphüten & Datensammlern leicht oder schwer machen.
Ich mach es denen lieber schwer.
Hatte mich damals auch an der Massenklage gegen die Vorratsdatenspeicherung beteiligt. Die ganze Bevölkerung unter Generalverdacht stellen, das geht zu weit! Zumal es bis jetzt keinen wirklichen Beweis für deren Notwendigkeit gibt - nur die Paranoia gewisser Parteien/Politiker...
It is what it is - don't make it what it isn't.

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.

OK MacTechNews.de verwendet Cookies unter anderem für personalisierte Inhalte, Seitenanalyse und bei der Auslieferung von Google-Anzeigen. Dies war zwar schon immer so, auf Wunsch der EU muss nun jedoch explizit darauf hingewiesen werden. Durch Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen