Dienstag, 10. September 2013

Bild zur News "Bewertungen der heutigen Vorstellungen"Nachdem die Gerüchteküche viele Neuerungen des heutigen Abends vorweggenommen hatte war es spannend, ob Apple dennoch ein paar Überraschungen präsentieren konnte.

Beim iPhone 5C erwartete den Interessenten nur eine Überraschung - der Preis. Ohne Vertrag kostet das iPhone 5C nur 100 Euro weniger als das ebenfalls neu vorgestellte iPhone 5S und bietet dazu nur die Technik des iPhone 5. Kunden werden sicher mit dem iPhone 5S besser bedient sein, außer die Gehäusefarbe spielt eine übergeordnete Rolle. Ansonsten entspricht das iPhone 5C von der Technik her dem vor einem Jahr vorgestellten iPhone 5 fast bis ins Detail. Angesichts dieser Preisgestaltung könnte die Eroberung neuer Käuferschichten eine sportliche Herausforderung darstellen.



Die Gerüchteküche war sich beim iPhone 5S sicher, dass es einen Fingerabdrucksensor sowie einen verbesserten Prozessor und eine weiterentwickelte Kamera mitbringen würde und dass sich das Gehäuse im Vergleich zum iPhone 5 kaum verändern würde. Diese Erwartungen wurden erfüllt, allerdings konnte Apple mit der Umstellung auf den 64-Bit-Prozessor A7 sowie mit einer deutlich gesteigerten Leistung überraschen. Auch die verbesserte Kamera mit Slow-Motion-Funktionen sowie der Doppel-LED-Blitz sind willkommene Neuerungen. Dass der Fingerabdrucksensor mit dem Produktnamen TouchID nicht nur zum Entsperren des Gerätes verwendet werden kann, sondern auch zum Einkaufen im App Store, iTunes Store und iBook Store ist ein echter Mehrwert.
Der M7-Prozessor von Apple ist eine innovative Idee, besonders da Fitness-Apps immer beliebter werden. Ob Entwickler die Möglichkeiten nutzen bleibt abzuwarten.

Eine sehr willkommene Neuerung bei beiden iPhones ist allerdings die Unterstützung aller verfügbaren LTE-Bändern, so dass die Geräte auch mit anderen Anbietern bei voller Geschwindigkeit in Deutschland und nicht nur mit der Telekom zu nutzen sind.

Erstaunlich ist der Umrechnungskurs zwischen Euro und US-Dollar: Apple verlangt in den USA für das kleinste iPhone ohne Staaten-spezifische Verkaufssteuer 549 US$, in Deutschland allerdings satte 599 Euro. Hier ist zwar bereits die Mehrwehrtsteuer eingerechnet, trotzdem geht Apple von einem Umrechnungskurs von fast 1:1 aus.

Eine sehr sinnvolle und kundenorientierte Produktpolitik betreibt Apple mit iWork und iLife für iOS. Alle Programme aus den beiden Suites (mit der Ausnahme von GarageBand) sind ab sofort bei neuen Geräten kostenfrei herunterzuladen. Damit wertet Apple die iOS-Plattform deutlich auf, da die Programme aus der iWork- und iLife-Suite sehr hochqualitativ sind und auf auf anderen Plattformen wie Android oder Windows Phone nicht zur Verfügung stehen. Besonders in Hinblick auf die baldige Verfügbarkeit von iWork in the Cloud bietet Apple kostenfrei auf iOS und im Web ein umfängliches Gesamtpaket an. Ob die Mac-Anwendungen ebenfalls kostenfrei werden ist bislang nicht bekannt.

Verwunderlich ist, dass iTunes Radio nur sehr kurz gezeigt wurde und weder ein Erscheinungstermin in der Vereinigten Staaten noch in Europa genannt wurde.

Fazit: Zwar waren fast alle Neuerungen bekannt, trotzdem konnte Apple im Positiven wie im Negativen überraschen. Die durchdachte Implementierung der Hardware-Funktionen wie TouchID beim iPhone 5S und auch die softwareseitige Anwendung sind der Konkurrenz weit voraus. Der Preis des iPhone 5C ist allerdings eine wirkliche Enttäuschung.
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