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Mittwoch, 29. August 2012

Apples Handbuch für Store-Mitarbeiter: Was erlaubt und was verboten ist

Bild zur News "Apples Handbuch für Store-Mitarbeiter: Was erlaubt und was verboten ist"
In den Mitarbeiterschulungen werden die Angestellten in den Apple Stores, vor allem aber im Bereich der Genius Bar eingehend geschult, wie mit Kundenanfragen und Problemen umzugehen ist. Hierzu gibt es auch das interne Handbuch mit Titel "Genius-Training", in dem Apple exakte und höchst detaillierte Vorgaben macht, unter anderem auch dazu, welche Begriffe erwünscht und welche verboten sind. So sind die Mitarbeiter dazu angehalten, für alle Kundenprobleme persönliches Verständnis zu zeigen und dem Kunden zunächst zuzustimmen; Apple gibt dabei Beispiele, wie sich erforderlicher Widerspruch so verpacken lässt, dass im Gespräch nicht das Gefühl aufkommt, der Mitarbeiter wolle den Kunden verbessern oder ihn argumentativ besiegen. Auf die Frage "Ich möchte gerne ein iPad, aber ohne Maus kann ich das nicht bedienen!" wäre eine mögliche Antwort: "Ich kann genau nachvollziehen, dass Sie so darüber denken, da ich ebenfalls ein großer Maus-Fan bin und nie dachte, mal etwas anderes verwenden zu können. Mit ein bisschen Übung war es dann aber doch ganz einfach.". Den Begriff Einfühlungsvermögen (Empathy) verwendet Apple dabei sehr oft und hält dies für eine der wichtigsten Fähigkeiten im Kundengespräch.

Bild von http://data.mactechnews.de/442358.png

Ein anderes Kapitel des Handbuchs beschäftigt sich mit der Körpersprache von Kunden und Mitarbeitern; dabei ist geschildert, welche Gesten und Haltungen Dinge suggerieren, die gar nicht so gemeint sind oder möglicherweise auch Desinteresse ausdrücken. Dies trifft auch auf die Sprache zu. So gibt Apple eine Liste an Wörtern und Ausdrücken vor, die dem Apple Store Genius nicht über die Lippen kommen dürfen. Beispielsweise soll nicht von einem Crash gesprochen werden, stattdessen sind Formulierungen wie "reagiert nicht mehr" oder "beendet sich unerwartet" zu wählen. Ein Problem oder ein Fehler ist eine "Angelegenheit", statt "unterstützte" Software und Hardware vorzustellen, handelt es sich um "kompatible" Produkte. Aus einem "incompatible" wird daher ein "does not work with".

Bild von http://data.mactechnews.de/442361.png
Strikt verboten ist es zudem, einem Kunden zu widersprechen oder ihn gar zu verbessern. Ist vom Kunden ein "The OS isn't supported." zu hören, so lautet die korrekte Reaktion darauf: "You'd think not, wouldn't you. Turns out it is supported in this version." Wenn der Kunde seine Probleme mit dem Webnet schildert, so sei es nicht die Aufgabe des Genius, ihn darauf hinzuweisen, dass es nicht Webnet sondern Internet heiße. Dies trifft natürlich auch bei falschen Hardware-Bezeichnungen wie iTouch oder MacAir zu. Was im Umgang mit Kunden zu beachten sei, gelte auch für Kritik innerhalb des Kollegenkreises. Anhand von Beispieldialogen und erwünschten Reaktionen beider Seiten erklärt Apple, wie Kritikgespräche zu führen sind, ohne dass Gefühle wie "Belehrt werden" auftreten.

Bild von http://data.mactechnews.de/442364.png
Die Anforderungen an Apples Retail-Mitarbeiter sind insgesamt sehr hoch und angesichts des schieren Umfangs der Vorgaben ist zu sehen, welche exakten Vorstellungen Apple davon hat, wie Gespräche in den Stores ablaufen und wie genau sich Mitarbeiter verhalten müssen. Gizmodo erwähnt, mit einigen ehemaligen Genius-Mitarbeitern gesprochen zu haben; auf die Frage, ob in der Zusammenarbeit tatsächlich die bisweilen automatisierte, roboterartige Ausdrucksweise verwendet wurde, heißt es: "Nein, nie. Die Art, konstruktive Kritik aneinander zu üben, sei mehr als verhasst gewesen. Das von Apple als "Fearless Feedback" bezeichnete Verfahren war eher "gefürchtetes Feedback". Man habe sich häufiger die Frage gestellt, wer zur Hölle so spreche, vor allem wenn man sich die Schulungsvideos ansehe…"
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Kommentare

DonQ
Jaja, die ganz braven Oberlehrer

Apple-Store: Drogen, Sex und Kunden-Schikane

24.08.2012, 17:32 Uhr | Christian Fenselau
Eingangsbereich eines Apple-Stores (Quelle: ddp)


Zwei ehemalige Angestellte von Apple haben ausgepackt: In ihrem Apple-Store waren Diebstahl, Alkohol, Sex und mutwillige Zerstörung – auch von Kunden-Eigentum – an der Tagesordnung. Das berichtet der Technik-Blog Gizmodo. Nach einem Racheakt sieht die Angelegenheit nicht aus, weitere Apple-Angestellte haben die Geschichten bestätigt.

„an apple a day, keeps the rats away… “
thomasammac
cr4nky
Ich glaube hier hat jemand "Confidential" nicht ganz verstanden.

Habe hier auch noch eine deutsche Version rumliegen

Und ich hätte gern mal eine
cpx
Ha, nichts neues...

Verkaufs-Optimierung würde ich das nennen,
Das Ist wie bei McDonalds wenn ich nur schnell nen McDouble mit nehmen möchte.

Dann kommt immer die Frage: Möchten Sie auch ein Getränk dazu ?
Ich habe dann mal nachgefragt ob die dazu gezwungen werden das zu Fragen.
Die Antwort war: Ja.

Einer der Gründe warum ich dort nicht mehr so oft was zu Essen Kaufe.
olly_odd
Viele wissen garnicht, wie man untereinander Richtig kommuniziert damit beide Seite etwas positives mitnehmen.

Yupp hast recht.


Gruss: Carsten
MYTHOSmovado
Dann kommt immer die Frage: Möchten Sie auch ein Getränk dazu ?
Ich habe dann mal nachgefragt ob die dazu gezwungen werden das zu Fragen.
Die Antwort war: Ja.

Einer der Gründe warum ich dort nicht mehr so oft was zu Essen Kaufe.
Wie heisst es so schön: "Der Ton macht die Musik!"
Ich könnte mir vorstellen, dass wenn man diese Frage "scherzhaft" stellt, auch ein mit einem Grinsen versehenes "Ja" zurückgeschmettert bekommt.

Aber ich würde das nicht "gezwungen" nennen. Es ist doch üblich, dass ein Verkäufer (ja, auch am Tresen bei McD stehen "Verkäufer") solche Fragen stellt!
Wobei ein "...darfs sonst noch etwas sein?" noch die harmloseste Version des Zusatzverkaufs darstellt.
Geschickter ist es, dem Kunden etwas Konkretes (zB ein Getränk) anzubieten.

Gehe ich jetzt unter anderem deshalb irgendwo nicht mehr hin, weil ich gefragt werde, ob ich noch etwas anderes (dazu)haben möchte??
„Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wurde°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Lieber tun und es bereuen, als nicht tun und es bereuen! °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Tatsachen muß man kennen, bevor man sie verdrehen kann°°°°°°°°°°°“
cpx
MYTHOSmovado
Wobei ein "...darfs sonst noch etwas sein?" noch die harmloseste Version des Zusatzverkaufs darstellt.

Ja wenn mann es vielleicht so 1 bis 2x im Jahr hört.
MYTHOSmovado
Gehe ich jetzt unter anderem deshalb irgendwo nicht mehr hin, weil ich gefragt werde, ob ich noch etwas anderes (dazu)haben möchte??

Anderes Beispiel:

Stell Dir einfach vor Du kommst bei Bekannten zu Besuch vorbei und Dich fragt jedesmal irgend Jemand ob Er/Sie Sex mit Dir haben darf obwohl Du das nicht willst.

Würde Dich das nicht auch auf Dauer extrem "nerven" ?
Genauso fühle ich mich jedesmal dabei wenn mann mich nach einem Getränk fragt...


Gruss: Carsten
MYTHOSmovado
epx (Carsten), sei mir nicht böse, aber das ist ein absolut bescheuerter Vergleich!

Frage: Du warst noch niemals beim (normalen) Einkaufen, oder? An der Wursttheke wirst Du idR gefragt, ob's noch was sein darf!

Man merkt, dass heute wieder einer dieser langweiligen Sonntage ist, wo die FB-Generation mit beknackten Phrasen aufwartet!
„Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wurde°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Lieber tun und es bereuen, als nicht tun und es bereuen! °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Tatsachen muß man kennen, bevor man sie verdrehen kann°°°°°°°°°°°“
cpx
MYTHOSmovado
epx (Carsten), sei mir nicht böse, aber das ist ein absolut bescheuerter Vergleich!

OK, Deine Meinung...
MYTHOSmovado
Frage: Du warst noch niemals beim (normalen) Einkaufen, oder? An der Wursttheke wirst Du idR gefragt, ob's noch was sein darf!

Nö, da sage ich immer das war's...
...und wenn mann mich dort etwas ungläubig fragt ist das meistens: 3 ?

Ähnlich wie bei McDonalds wenn ich z.B. 5x Mayonaise haben möchte, dann fragen die auch immer noch mal ungläubig nach oder vergessen einfach die Mayonaise entweder ganz oder wenigstens zur hälfte.


Gruss: Carsten

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