Mittwoch, 29. Mai 2013

Auf der AllThingsD Conference sprach Apples CEO Tim Cook unter anderem über die restriktiven Programmierschnittstellen der iOS-Plattform. Entwickler können auf iOS nur von Apple vorgesehene Schnittstellen und Funktionen nutzen, tiefergehende Veränderungen oder Zugriffe auf das System sind nicht erlaubt. So ist es zum Beispiel nicht möglich, eigene, komplett anders gestaltete Elemente auf dem Sperrbildschirm anzuzeigen. Auch ist es beispielsweise nicht möglich, die Funktion des Home-Buttons oder des Lautstärkereglers zu verändern.

Cook sagte in dem Interview, dass Apple in Zukunft immer mehr Programmierschnittstellen für alle Entwickler öffnen wird. Allerdings wird Apple dabei nur so weit gehen, dass der Nutzer keinen schlechten Bedienkonzepten ausgesetzt sein kann (beispielsweise durch die Veränderung der Funktionsweise des Home-Buttons durch ein laufendes Programm). Cook ließ allerdings offen, welche Bereiche in Zukunft den Entwicklern zugänglich gemacht werden.

Apple muss hierbei eine schmale Gratwanderung unternehmen: Einerseits muss Apple Entwicklern eine gewisse Flexibilität einräumen, damit innovative Programme im App Store erscheinen können. Auf der anderen Seite sind klar definierte Schnittstellen aber für das Fortbestehen der Plattform essentiell, da sonst Probleme mit Drittherstellerprogrammen bei jedem größeren Betriebssystemupdate vorprogrammiert sind.
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Kommentare

oldMACdonald
oldMACdonald29.05.13 10:42
ich nehme an das Apple mit iOS 7 die Möglichkeit geben wird Standardapps fuer Mail etc zu ändern. Das wäre eine Öffnung die aber nicht zu viel Sicherheitsrisiko birgt.
Ein kommen offenes System wie Android würde ich persönlich auch nicht haben wollen.
Holz ist kein Leiter, kann aber als Leiter genutzt werden.
macinblog29.05.13 10:51
oldMACdonald
ich nehme an das Apple mit iOS 7 die Möglichkeit geben wird Standardapps fuer Mail etc zu ändern. Das wäre eine Öffnung die aber nicht zu viel Sicherheitsrisiko birgt.
Ein kommen offenes System wie Android würde ich persönlich auch nicht haben wollen.

Ganz so offen muss es nicht sein, aber ich denke dieser Schritt war lange, lange überfällig.
aa29.05.13 11:00
Apple sollte eine Möglichkeit vorsehen, daß iOS-Geräte "rootbar" geschaltet werden können. Die große Masse wird das eh nicht interessieren. Und die, die es interessiert, die Jailbreaken ihr Gerät doch sowieso. Und zu den vermeintlichen Sicherheitsnachteilen gibt es sowieso mehrere Meinungen und ICH bin auf jeden Fall bereit dieses vermeintliche Risiko zu tragen. Und daß Apple keinen Support für gerootete Geräte kann ich leicht akzeptieren. Bei Problemen stelle ich dann eben die originale Software wieder her. Ohne Jailbreak wird mein 4S auch das letzte iOS-Gerät gewesen sein, was ich mir zugelegt habe. Zu viele mir wichtige Features bekomme ich nachwievor nur über Cydia.

Mal hoffen, daß Apple mal die Möglichkeiten schafft daß derlei "Hacks" offiziell installierbar werden.
dom_beta29.05.13 11:01
da sonst Probleme mit Drittherstellerprogrammen bei jedem größeren Betriebssystemupdate vorprogrammiert sind.

ähm - das ist doch bei OS X doch schon immer Standard gewesen, oder?
.........
ExMacRabbitPro
ExMacRabbitPro29.05.13 11:43
dom_beta
da sonst Probleme mit Drittherstellerprogrammen bei jedem größeren Betriebssystemupdate vorprogrammiert sind.

ähm - das ist doch bei OS X doch schon immer Standard gewesen, oder?

Ja und? Ich kann verstehen, dass Apple keine Lust hat, so ein Mist auch auf einem Telefon zu haben. So ist man, was die einwandfreie Funktion des Geräts angeht, auf das Wohlwollen anderer Hersteller angewiesen oder kann auch nicht einfach Dinge mal verbessern, ohne dass andere damit arbeit haben und nachziehen müssen.

Ich habe z.B. in zwei meiner Mac Pro die von mir eingebaute eSATA Karte beim Update auf Lion rauswerfen müssen, weil der Hersteller der Karten (Lacie) keinen Bock hat, seine Treiber für Lion anzupassen. Antwort des Lacie Support war: "Nein, es gibt für die Karten keinen Treiber für Lion. Aber schauen Sie doch mal ab und zu nach, vielleicht tut sich mal was.." - ja super, vielen Dank!
"Every Gun That Is Made, Every Warship Launched, Every Rocket Fired, Signifies - In The Final Sense - A THEFT From Those Who Hunger And Are Not Fed, Those Who Are Cold And Are Not Clothed." - Dwight D. Eisenhower.
Eventus
Eventus29.05.13 12:00
Naja, erweiterte Anpassungsmöglichkeiten sind so eine Sache… Ich nehme zwei Beispiele von iOS-Apps: iCab vs. Safari und GoodViewer vs. Video.

Als Safari noch keine Tabs bot, nutzte ich iCab. Das war vor Jahren. Schon damals bot iCab Tabs, Vollbild und man konnte viele Gesten definieren. Fast alles war möglich. Dann wurde iOS-Safari etwas erweitert. Es erlaubte immer noch deutlich weniger Gestensteuerung, keine Tabs auf dem iPhone usw. Aber: Ich löschte iCab und wechselte zu Safari. Denn es bot das, was ich unbedingt haben wollte (Tabs auf dem iPad), war sonst jedoch aufs Wesentliche reduziert. Ich nehme sofort lieber ein minimalistisches Programm, so bald es das Unverzichtbare bietet.

Ähnlich bei GoodViewer: Früher nahm ich TV-Serien per EyeTV auf. Die waren im Zweikanalton und ich brauchte eine App, um auf den zweiten Tonkanal wechseln zu können. GoodViewer kann das. Und noch viel, viel mehr. Die Apple Video-App kann dies nicht. Die kann generell sehr wenig. Aber seit ich meine TV-Aufnahmen über nello.tv mache und von Anfang an nur den Original-Tonkanal aufnehme, brauche ich die Umschaltmöglichkeit nicht mehr. Und so genügt die Video-App.

Zurück zur Hardware: Es wäre in Einzelfällen praktisch, z. B. über den Lautstärkeknopf etwas app-spezifisch zu steuern… Spontanes (sinnloses) Beispiel: Vor- und zurückblättern in iBooks. Man müsste sich aber von App zu App merken, was wie geht und vieles selber einstellen/anpassen. Was z. B., wenn ich beim Lesen Musik höre. Wie sollen die Tasten dann reagieren? Das müsste ich mir überlegen und einstellen. Kein Lust.

Der Mehrwert vieler Anpassungsmöglichkeiten ist oft die zustäzlichen Überlegungen und Einstellungen nicht wert. Zudem wird das Gesamterlebnis komplizierter. Ich bin froh, dass Apple da sehr zurückhaltend ist.
Live long and prosper! 🖖
DoubleU29.05.13 14:05
Also private APIs wie im iOS, die nur von Apple selbst benutzt werden dürfen, ist der Innovationshemmer schlechthin.
PaulMuadDib29.05.13 14:39
DoubleU
Also private APIs wie im iOS, die nur von Apple selbst benutzt werden dürfen, ist der Innovationshemmer schlechthin.
Blöd nur, daß es sowas quasi in jedem Betriebssystem gibt.
ExMacRabbitPro
ExMacRabbitPro29.05.13 15:39
DoubleU
Also private APIs wie im iOS, die nur von Apple selbst benutzt werden dürfen, ist der Innovationshemmer schlechthin.

Die gab und gibt es schon immer - bei jedem System, nicht nur bei iOS. Mag aber sein, dass viele, seit private APIs im iOS Kontext des öfteren in der Presse erwähnt werden, zum erstem mal etwas davon gehört haben...
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Mein erstes Apple Produkt war ein...

  • Desktop-Mac (PPC oder Intel)29,5%
  • Apple-Notebook (PPC oder Intel)18,8%
  • Klassischer Macintosh (68k)23,6%
  • Apple-Notebook/Portable (68k)2,8%
  • iPod14,5%
  • iPhone4,4%
  • iPad0,2%
  • Apple Watch0,0%
  • Andere Apple-Peripherie (Drucker, Webcam, Maus, Tastatur etc.)0,2%
  • Apple I/II, Lisa4,9%
  • Sonstiges1,1%
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