Montag, 13. Mai 2013

Medienberichten zufolge muss Apple aufgrund des Umfangs von Anfragen seitens der Strafverfolgungsbehörden eine Warteliste führen, bevor Daten dann von beschlagnahmten iPhones entschlüsselt werden können. Grundsätzlich unterstütze Apple bei einem richterlichen Durchsuchungsbefehl die Entschlüsselung der iPhone-Daten. Die Strafverfolgungsbehörden selbst haben nicht die notwendige Technologie, um iPhone-Daten zu entschlüsseln und sind daher auf die Kooperation von Apple angewiesen.

Die Wartezeit beträgt allerdings inzwischen mindestens sieben Wochen. Wie lange Apple bereits eine Warteliste führen muss, ist nicht bekannt, aus neuen Dokumenten geht aber hervor, dass die Einrichtung mindestens schon vier Monate zurückliegt. Google geht in dieser Situation einen etwas anderen Weg und setzt stattdessen ein neues Kennwort, welches anschließend den Behörden mitgeteilt wird.

Vor rund einem Monat hieß es seitens der Behörden, dass es die gute Verschlüsselung in Apples iMessage-Dienst Drogenfahndern nicht erlaubt, trotz gerichtlicher Anordnung die iMessage-Kommunikation zwischen zwei Apple-Geräten zu überwachen. Eine Analyse von iMessage durch einen Sicherheitsexperten hat allerdings ergeben, dass es in dem Dienst gerade auf Seiten von Apple durchaus Komponenten gäbe, welche die Sicherheitsmaßnahmen umgehen können. Ob Apple hier aktiv wird, ist nicht bekannt. Apple will die Berichte bislang nicht kommentieren.
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