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Journals > fafhnir > Mein Leben im Feindesland
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Das iPad - Das Ende der Oldtimer... oder: Fortschritt besteht nicht in der Verbesserung dessen, was war, sondern in der Ausrichtung auf das, was sein wird (Khalil Gibran, Sämtliche Werke) Das iPad ist da! Wenn man sich die Reaktionen auf das iPad im Web anschaut, kann man eine bunten Strauss an Meinungen und Empfindungen erleben: Vom ,iTampon‘ ist da die Rede, vom ,aufgeblasenen iPhone‘ oder vom ,Computer für die Frauen‘ (hab ich ernsthaft im Radio gehört!). Vor allem fühlt man aber eines: Verunsicherung. Da gibt es jetzt ein Gerät, welches wir mangels Erfahrung mit dem vergleichen, was wir schon kennen. Mit dem klassischen Notebook und mit dem iPhone. Und doch fühlen wir irgendwie, dass es keins von beidem ist - für ein iPhone bietet der große Bildschirm zu viele Möglichkeiten und für ein Notebook ist es ,zu wenig Computer‘. Was ist das iPad? Der iPad ist, um eine Analogie zu gebrauchen, ein vollverkleidetes Auto in Zeiten, wo noch Motoren auf Holzrahmen gespannt wurden und mit Holzrädern durch die Gegend fuhren. Der Fahrer eines solchen Vehikels musste alles machen, alles können und über viel Spezialwissen verfügen. Autofahren war eben was für echte Kerle! Erweiterungen und Tuningmaßnahmen (nein, kein Spoiler, sondern ein besserer Vergaser z.B.) mussten von Hand eingebaut werden. Nach dem Einbauen musste der Motor entsprechend der neuen Möglichkeiten eingestellt und getestet werden und wenn er dann lief, dann war einem der Respekt der anderen Automobilbesitzer gewiss. Der Motor lag frei - wie sollten die ganzen Bewunderer denn sonst sehen, was das Fahrzeug seiner Konkurrenz voraus hatte? Hätte man einen Besitzer einer solchen Höllenmaschine gefragt, was die nächste Generation von Automobil können sollte, so hätte er sicher gesagt: Stärker muss er sein, schneller und mehr Chrom. WAHOOOUUUUUU!!! Doch irgendwann war es vorbei. Die Autohersteller hatten erkannt, dass wenn sie mehr Fahrzeuge verkaufen wollten, andere Märkte erschlossen werden mussten. Es gab so viele potentielle Kunden: Senioren, die spazieren fahren wollten; Frauen, die zum Einkaufen und zum Shopping fahren wollten; Firmen, die zuverlässige Arbeitstiere brauchten; Und und und... Das Auto, welche zukünftige Bedürfnisse befriedigen sollte, musst sich nach den Menschen richten, nicht die Menschen nach den Automobilen. Und so wurden die Fahrzeuge mit schicker Optik verkleidet, so dass man den Motor nicht mehr sah, sie wurden einfacher in der Handhabung und preiswerter. Ein moderner Autofahrer muss nicht mehr wissen, wie ein Motor funktioniert, was eine .DLL von einer .EXE oder einer .PDF unterscheidet... UPS! Ein Vertipper, ich bitte um Verzeihung. Aber genau das ist ein iPad! Es geht *nicht* um Gigahertz, um RAM-Größe, um Auflösung und Schnittstellen! Es geht darum, ob wir weiterhin Oldtimer fahren wollen oder moderne Fahrzeuge!!! Gehen wir hinaus auf den Marktplatz und fragen 10 Menschen, was ein USB-Port ist. Vielleicht wissen es drei! Fragen wir nach der RAM-Größe in ihren PCs zu Hause, vielleicht wissen es noch eine oder zwei. Fragen wir nach SSD-Festplatten, müssen wir schon Glück haben! Aber was ist mit den anderen Menschen, mit der überwiegenden Mehrheit? Die ärgern sich tagaus tagein mit Ihrem PC daheim oder im Büro, der sie - die selben Nutzer, die nicht wissen, was ein USB-Port ist! - allen Ernstes fragt, ob ihr Virenscanner die Datei WINLOGON.DLL im SYSTEM32-Verzeichnis löschen oder nur in Quarantäne verschieben soll!!! Aber hey, wir sind Macianer, da ist alles besser. Ist das so? Wenn ich mir die ganzen Terminal-Hacks zur Aktivierung dieser oder jener Funktion anschaue, oder die Kompatibilitätsmeldung, wenn ich ein Office-Dokument konvertiere oder sichere, dann bin ich nicht so sicher. (Warum läuft CoolIris nur mit der 32-Bit-Version von Safari und nicht mit der 64-Bit - Und wo ist gottverdammt der Unterschied?) Sicher, wir sehen Systemverzeichnisse nicht, wir müssen nicht mehr so genau wissen, wo wir Dateien ablegen, Spotlight sei Dank) und auch iTunes oder iPhoto übernehmen die ,Arbeit am Motor‘ für uns. Ich denke, Apple geht den Weg jetzt mit dem iPad weiter in die Zukunft. MAC OS X ist, so wundervoll es ist, ein Art-Deco-Oldtimer. Er sieht wundervoll aus und ist auch toll zu bedienen, aber ein modernes OS ist es lange nicht! Wenn ich mir den Desktop meines MAC-II CI von 1989 anschaue, so ist der Unterschied zu heute zwar erkennbar aber nicht so riesig wie man gerne meint. Alle wesentlichen Elemente eines Datei orientierten OS sind unverkennbar gleich. Ordner, Dateien, etc... Vergleiche ich dagegen einen Rechner wie den CI, ein MacBook oder eine Windows-Maschine mit dem iPad, dann stimmt nichts mehr. Keine Verwandschaft, keine Menüs, keine Dateien, kein Abfalleimer - nichts... Was macht einen moderner Computer aus? Nun, die Zeit der modernen Computer beginnt für mich im Jahr 2007, mit der Vorstellung des iPhone und seines OS. Schauen wir uns dieses OS mal etwas genauer an, dann sehen wir viele Gesetze, die neu aufgestellt wurden und alte Gewohnheiten über Bord warfen. 1. Es gibt kein Dateisystem.
Es gibt keine Dateien mehr, keine Ordner, keine langen Pfade, keine Dateinamenerweiterungen, nichts. Nur noch Briefe, Kalkulationen, Mindmaps, Lieder, Bücher, Fotos und so weiter und so fort. Ich muss nicht mehr wissen wo die Daten liegen und wie sie dorthin gelangen. Zum Suchen reichen mir Schlagworte (via Spotlight) und die Organisation übernimmt die Applikation, die mit dem Dokument arbeitet. It‘s just that simple.
Sicher werde ich Dokumente immer drucken, via E-Mail versenden und sichern können, aber das erledigen Applikationen für uns, nicht mehr wir. Und Applikationen werden Hand in Hand arbeiten, so wie ich jetzt schon in Garageband meine iTunes-Lieder einbinden kann und das Ergebnis an iDVD weiterleite. 2. Es gibt keine Programme.
Es gibt Applikationen. Aber „Apps“ sind viel mehr. Eine App beinhaltet auch die Daten und die Möglichkeit diese zu organisieren, zu bearbeiten und zu verwalten. Eine App ist ein zusätzlicher Knopf auf meinem Startbildschirm, nicht mehr und nicht weniger. Objekte werden direkt manipuliert.
Beim iPad fass ich alles an. Bilder drehe ich mit den Fingern, ich schiebe Webseiten hin und her, tappe darauf herum oder schnippe alte Kontakte locker nach rechts weg. Keine Menüs mehr für die alltäglichen Aufgaben. Und wenn Menüs, dann nur da, wo es unbedingt sein muss und auch nur so viele Menüs, wie ich im Moment benötige. 3. Multitasking nur dort, wo es Sinn macht.
Mein Gott, dieses Multitasking - die heilige Kuh der Computerei. Wir Menschen können sehr schlecht verschiedene Dinge gleichzeitig tun. Könnten wir es, wäre Telefonieren beim Autofahren wohl nicht verboten. Trotzdem möchten wir ganz offensichtlich einen Text erstellen WÄHREND wir einen Podcast aufsprechen UND ein Urlaubsvideo schneiden. Hmmmm. Ist ja Quatsch, werden jetzt alle sagen. Ich will ja nur eine DVD rippen während ich nebenbei Musik höre und ein bisschen Surfe!
Nun, das erste Beispiel ist Quatsch, ich gebs zu. Aber es verdeutlicht, dass wir nicht IMMER und ALLES gleichzeitig machen wollen, sondern nur manche Dinge, bei denen es Sinn ergibt.
Und genau das wird bald möglich sein. Sicher macht es Sinn, dass die Musik weiterläuft, während ich surfe, das geht ja auch jetzt schon. Es wird also genau geschaut werden müssen, ob es Sinn ergibt, gewisse Funktionen parallel laufen zu lassen. Und diese werden dann auch parallel laufen. 4. Es gibt keine Fenster.
Fokus. Das ist DAS Zauberwort in der Productivity! Fokussiere Dich auf eine Sache. Das ist das Mantra für den Erfolg. Und in der Computerei macht es absolut Sinn. Habe ich kein Multitasking im klassischen Sinn (siehe Punkt 3), dann brauche ich auch keine Fenster mehr. Es gibt Popup-Meldungen, und das reicht. Mehr braucht man nicht. 5. Sei Mobil!
Das A und O. Ein moderner Computer wird mich überall hin begleiten. Ich bin überall online und habe alle meine Dokumente immer bei mir. Was nützt mir das schönste Video, wenn es auf meinem Desktop-PC im Büro liegt, was die Urlaubsbilder auf meinem Media-Center zu Hause? Ich brauche ein Gerät, mit dem ich einfach und überall diese Inhalte entweder via Netzwerk aufrufen kann oder sie gleich mit dabei habe. Mobilität heisst aber auch klein und ausdauernd. Der Akku muss einen ganzen Tag halten und das Gerät muss locker zu tragen sein. Ich darf unterwegs nicht auf eine Steckdose, einen Bildschirm oder eine Tastatur angewiesen sein. Was ist der Fortschritt und was kostet er? Nun, genau so wie meine Großmutter von der guten alten Zeit schwärmt, so werden wir auch schwärmen von der Zeit als Computer noch frei waren, als man jede Software installieren konnte, die man wollte und als Computer noch Männersache waren. Und genau so wie bei meiner Großmutter werden meine Kinder die Augen verdrehen und mich an die Wurmattacken im Internet und an Amoklaufende Flash-PlugIns erinnern. Moderne Computer werden uns einiges abverlangen. Es wird eine Art Software-TÜV geben (heute der App-Store und die Genehmigungsrichtlinien). Das wird unumgänglich sein. Als um 1910 in jeder großen Stadt nur 100 Autos fuhren, hielten sich Unfälle durch abenteuerliche Selbstbauten in Grenzen. Aber moderne Städte sind voll von Autos. Wir sind froh, dass es einen TÜV gibt, der dafür sorgt, dass die Bremsen des LKW vor uns auch auf der Autobahn ausreichend gut funktionieren und dass unsere geliebte Beifahrerin nicht durch ein rostiges Loch im Boden verschwinden. Und genau so werden Fachleute dafür sogen müssen, dass Apps nicht unerlaubt unsere Kontodaten abrufen oder unsere Adresskartei kopieren. Wenn wir wollen, dass der Computer ein Computer für Alle wird, dann muss so etwas wie eine grundlegende Verkehrssicherheit der Programme gewährleistet sein. Wie auch immer dieser TÜV für Apps aussehen wird und ob man Apple allein die Macht darüber lassen kann, sei dahin gestellt. Aber wir brauchen eine solche Einrichtung. Was machen die Profis? Nun, genau so wie die Müllabfuhr oder die Busbetriebe nicht mit Opel Asconas durch die Gegend fahren, sondern auf Spezialfahrzeugen, so wird es auch weiterhin Platz für diese Spezialrechner geben, um solche Arbeiten zu erledigen. So wie es heute schon Server gibt. Nur für die Masse sind diese Rechner nichts. Wann ist es denn soweit? Nun, die moderne Zeit der Computerei hat gerade begonnen. Das iPhone hat den ersten Schritt gemacht. Und Apple hat den Mut, sich an einem großen Rechner moderner Bauart zu versuchen. Dafür alleine gebührt Apple eine Menge Respekt und Anerkennung. Sie werden Fehler machen. Sicher. Aber sie gehen den richtigen Weg nach vorn. Und wenn wir, irgendwann in 3-5 Jahren in der Lage sein werden, auf einem iPad eine iPad-App zu entwickeln, dann sind wir angekommen in der Moderne der Computerei. Dann werden für Oldtimer noch Liebhaberpreise bezahlt  Mark Allelein (2010)
(fafhnir)
Hallo, liebe Apple-Kommune. Der Januar ist endlich da und mit ihm die wohl immer berechtigtere Hoffnung, dass Apple und Steve himself gegen Ende des Monats ein Apple-Tablet vorstellen wird. Über dieses Wunder-Gerät wird jetzt schon mehr berichtet als über das neue Google-Phone, das zeigt, wie sehr sich alle so ein Gerät wünschen. Die Frage aber lautet: Was wird an einem Apple-Tablet so besonders, so anders, so ‚Apple-like‘ sein? Wird es einfach nur ein iPhone mit großem Display oder ein kleines Powerbook ohne Tastatur sein? Oder wird es irgendwo zwischen den beiden Welten landen - kein Notebook und kein Telefon? Ich schmeisse einfach mal die Glaskugel an und spinne mir aus dem, was wir jetzt schon wissen, eine Vision des Tablets - eines Gerätes, das die Computer, wie wir sie kennen, wohl ablösen wird... Das iSlate liegt vor mir, die Auspack-Zeremonie wurde, wie es die Tradition verlangt, mit der Kamera festgehalten und wurde schon 125.323 mal bei YouTube angeschaut. Es hat in der Tat die Form eines iPhone XXL. das 8“-Display mit glänzt matt und nimmt, bis auf den Home-Button, den man ebenfalls vom iPhone kennt, die gesamte Vorderseite des Gerätes ein. Es liegt bequem in einer Hand und trägt nicht zu dick auf. Alle Anschlüsse, die man braucht, sind vorhanden: Der Einschalter und die Lautstärkeregelung vom iPhone, einen Card-Reader für SD-Karten, 2 USB-Anschlüsse und den Anschluss für das Netzteil - Das war es. Mehr gibt es nicht und mehr braucht es wohl auch nicht, wie das MacBook Air schon seit geraumer Zeit beweist. So weit, so unspektakulär, eine Tafel eben, wie der Name iSlate ja schon sagt. Ich schalte das Gerät ein und sofort empfängt mich das altbekannte Apfel-Logo mit dem rotierenden Kreis. Das soll mir wohl sagen, dass die ersten Start- und Initialisierungsroutinen laufen - ich kenne das von meinem MacBook. Und dann ist es soweit: Ein großartigen Intro-Video fokussiert meine Aufmerksamkeit auf das übliche Prozedere: Die Eingabe meiner Daten und die Registrierung bei Apple. Einen Mauszeiger gibt es nicht, ich hab ja meine Finger. Ich aktiviere einfach die entsprechenden Elemente und gebe die Daten über die vom iPhone bekannte Tastatur ein. Nachdem das Ritual der Registrierung hinter mir liegt, erblicke ich das erste mal die Benutzeroberfläche: Oh, denke ich mir - das sieht ja aus wie auf dem iPhone hier. Unten ein Dock für die Lieblingsprogramme und oben, auf dem ‚Desktop‘ die Icons für die Programme. So weit so gut. Alles, was ich an Programmen erwarte, ist vorhanden. Kontakte, iTunes, der App-Store, ein paar Widgets für die Aktionäre und Wetter-Freaks unter uns, YouTube und natürlich - Safari. Das iSlate erkennt selbstständig mein WLAN und verlangt das Kennwort. Ich gebe es ein und los gehts... Das iSlate ist so konzipiert, dass es als einziger Rechner im Haus seinen Dienst verrichten kann. Kommunikation: Für die Kommunikation gibt es ein Mail-Programm (endlich mit integriertem Spam-Filter) oder ich kann im App-Store alle möglichen Programme vom Twitter-Client bis zum Chat-Programm herunterladen. iChat ist eingebaut und funktioniert mit der eingebauten iSight wie gewohnt. Eine rudimentäre Textverarbeitung (optimiert für die Touchbedienung) ist ebenfalls eingebaut, sogar Drucken ist möglich, aber mal ehrlich: Briefe schreiben und ausdrucken ist so was von 20. Jahrhundert... Wer kommuniziert, macht das heute via Twitter, Chat oder Mail. Ich kann mit der eingebauten 3G-Mobilfunkkarte sogar SMS und MMS versenden, wenn ich mal unterwegs bin - toll. Ich kann sogar mit der auf der Rückseite verbauten 5MP-Kamera kleine Filme auf nehmen und dann via Mail versenden oder nach YouTube hochladen. Die Filme werden übrigens in einer iPhoto-ähnlichen App gespeichert, zusammen mit den Photos, die ich herunterlade oder mit der Kamera aufnehme. Dort kann ich auch Alben anlegen und alle möglicen Bildbearbeitungen durchführen - wie von iPhoto gewohnt... Surfen: Den größten Teil meiner Freizeit verbringe ich mittlerweile im Web. Der Browser ist der Dreh- und Angelpunkt meines Lebens geworden denn im Web mache ich alles: Termine verwalten, surfen, Videos schauen, etc etc... Der Safari beim iSlate ist klasse. Besser als der Safari vom iPhone, denn er kann endlich Flash und Quicktime-Filme im Browser anzeigen - eine Wohltat  Er ist schnell, bietet die Möglichkeit mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet zu halten (wie beim iPhone) und ist rasend schnell. Ich kann ales machen, was ich auf dem Mac auch machen kann, nur mit en Fingern eben. Brauche ich mal eine Tastatur, um etwas einzugeben, dann sweepe ich sie von untern ein. Nachdem ich die Eingabe beendet habe, wische ich sie wieder nach unten weg. Einfach und bequem. Musik: iTunes ist ein Traum. Nicht mehr die eierlegende Wollmilchsau wie auf dne ‚großen‘ Macs, sondern eine schlanke Applikation, die nur die Informationen zeigt, die ich möchte. Coverflow ist da, klar, und ich habe die Möglichkeit, die Songs, die ich mit im Store kaufe, dort zu lassen. Das heisst, dass iTunes jetzt wohl endgültig mit dem Netz verschmolzen ist. Wenn ich möchte, lade ich den Song/Film herunter und hab ihn lokal auf der im iSlate verbauten SSD. Wenn der Platz dort knapp wird, ist das auch nicht weiter schlimm, denn alle Songs, die ich kaufe landen in meiner ‚online-Bibliothek‘, ein Zwilling meiner Sammlung im Netz. Und da kann ich mir dann dann alle Lieder via WLAN- oder 3G-Stream immer und überall anhören (sogar im Büro auf meinem iMac  ). Da ich die Musik gern auf meinem iPhone habe, lade ich die Songs natürlich immer auch herunter, so dass ich das iPhone an den iSlate anschliessen kann und der Sync wie gewohnt abläuft. Kalender, Kontakte, Sync: Der Kalender ist eine Touch-Version von iCal und profitiert mächtig vom grossen Screen, genauso wie die Kontakte. Alles wird übrigens wie gewohnt mit dem iPhone synchronisiert. Exchange wird ebenso unterstützt wie mobile-me. Ich hab also die Qual der Wahl  eBooks: Eine Sache habe ich noch gar nicht erwähnt - die eBooks! Mann das ist klasse! Mit dem iSlate bieten nun viele Buch- und Zeitschriftenverlage die Möglichkeit, ihre gedruckten Erzeugnisse via iTunes zu kaufen oder sogar zu abonnieren. Das ermöglicht mir endlich, meine Lieblingsbücher und einige meiner meistgelesenen Zeitschriften (Spiegel, Stern) über den iSlate zu konsumieren. Dank Multitouch und angepasstem Layout ein Traum! Heruntergeladene PDF-, Doc- und sonstige Textdateien landen in meiner Text-Library, von dort aus kann ich sie bequem sortieren und anschauen. Man sieht, bis auf Live-TV hat Apple mit dem iSlate jedes Medium quasi ‚assimiliert‘. Musik, Filme und Fernsehbeiträge, Radio (Netzradio-App gibts schon im App-Store), Bücher, Zeitschriften, Web, Text- und Video-Chat, SMS, Twitter und was weis ich nicht noch alles. Das iSlate beherrscht übrigens Multitasking- endlich! Zwar überlappen hier keine Fenster mehr, denn das macht auf dem 8“-Screen keinen Sinn, sondern es wird über eine Exposé-Funktion hin- und her gewechselt. die OnScreen-Tastatur, eine Art Taskmanager und ein paar Widgets kann man immer und überall, ebenfalls wie Exposé, durch eine Geste aufrufen. Programme und Erweiterungen: Ein Wort: App-Store. Apple verkauft Programme für das iSlate genauso wie beim iPhone über den App-Store. die meisten iPhone-Programme laufen und es gibt eine Menge eigens für das Slate entwickelte Programme. Spiele funktionieren hervorragend (dank 3D-Chip und schneller CPU), die Programmvielfalt ist sicher bald ähnlich hoch wie beim iPhone, und die Preise stimmen auch. Einziger echter Nachteil: Es gibt keine Freiheit, für das Slate zu programmieren was man möchte - genau wie beim iPhone. Dafür hat man aber auch die Gewissheit, sich das Slate nicht durch eine wildgewordene App oder gar einen Virus zu zerschiessen. Ist eben ein ‚Jedermann‘-Computer, und die Masse will keinen Installations-Deinstallations-Konfigurations-Frickelei wie bei einem PC! Navigation und GPS: Ach ja, hab ich schon iGuide erwähnt? Das ist die neue Apple-eigene Navigationslösung für das iSlate. Der eingebaute GPS-Chip und der Kompass erlauben durch den großen Screen eine Navigation mit nie gekanntem Komfort. Bequeme Adress-Eingabe (auch via Copy-Paste aus anderen Anwendungen) und eine Bedienung, die alle anderen Navis alt aussehen lässt. Ich kann die Karten aber, ähnlich wie bei Google-Maps beim iPhone, nur online nutzen - ein WLAN oder ein 3G-Datentarif sind Pflicht. Es sei denn, ich habe ein iPhone mit Datentarif, das kann dann immer und überall dank Tethering das Internet mit dem Slate teilen... Konklusio /* Poah, ich dachte nie, das ich das Wort mal verwenden könnte  */ Das iSlate ist mehr: Mehr iPhone, mehr Mac, mehr Kommunikation und mehr Medien. Es kann mehr als ein iPhone, aufgrund der schnelleren Hardware und des größeren Screens. Es ist mehr als ein Mac, dank eingabutem GPS und viel besserer Tragbarkeit. Es ist mehr Kommunikation, dank superschneller Bedienbarkeit mit den Fingern. Kein Programm startet in mehr als 2 Sekunden. Egal, ob iChat, Mail oder Twitter. Wenn ich der Welt etwas mitteilen möchte oder wenn ich etwas erfahren möchte, aus dem Netz oder aus meinen Büchern, dann kann ich das sofort, ohne Umwege. In 2 Sekunden. Sofort. Kein Mac, kein PC und kein Notebook kann das. Nur das iPhone zeigte schon in diese Richtung, darum ist es ja so beliebt. Ich brauche für den privaten Gebrauch keinen anderen Rechner mehr. ich kann mein iPhone oder iPod synchronisieren, Informationen verarbeiten, spielen, lesen, chatten, alles. Bei der Textverarbeitung oder Spezialanwendungen wie CAD oder Datenbanken ist das iSlate nicht zu gebrauchen, aber das mache ich mit meinem Büro-Mac. Viren gibt es keine (woher auch) und der App-Store ist prall gefüllt. Je länger ich das iSlate gebrauche, umso weniger nutze ich mein MacBook. Wofür auch? Ich denke, das Apple-Tablet wird später mal als das erste Gerät in die Geschichte eingehen, das die Fenster-Oberfläche abgelöst hat. Keine umständlichen Menüs mehr und keine Dateisysteme. Keine Viren und keine Trojaner. Alles ist einfach da. Als wäre es immer so gewesen - einfach da. * * * So, das war es mir der Wahrsagerei. Ich bin gespannt darauf, was Ihr Euch von dem Apple-Tablet erwartet. Habe ich zu hoch gegriffen oder wird alles noch viel viel besser? Lasst mal hören, was Eure Glaskugeln so sagen - Ich bin neugierig... Viele Grüße, Mark
(fafhnir)
Mittwoch, 20. August 2008
HI! Heute hab ich mein neues Diensthandy bekommen. Ein Nokia E71  . Privat hab ich seit dem 11.7. ein iPhone 3G, das ich ständig bei mir trage und das ich aufrichtig und wirklich sehr sehr gern gewonnen habe, mein lkeines iPhone Es werden im Netz für das E71 eine Lobeshymne nach der anderen gesungen und es wird sogar mit dem iPhone verglichen! So dachte ich also: Mark, so schlecht kanns nicht sein - bestells dir!". Gemacht getan. Heute angekommen, ausgepackt aufgeladen, eingeschaltet und los gehts! Die Tastatur ist schön, das gebe ich gerne zu. Sie hat die Umlaute drauf und die wichtigsten Sonderzeichen sind gut zu erreichen. Tippen ist also OK. Bei der Einrichtung des WLANs wirds dann schon etwas fummeliger. Es sind bestimmt 100 oder mehr Menüpunkte versteckt in dem kleinen Telefon. Da wird unterschieden zwischen Zugangspunkten, IPS, Accesspunkten usw. Na ja, nach einem Blick ins Handbuch gings dann auch los. WLAN war eingerichtet und ich konnte also lossurfen. Wobei das so eine Sache ist mit dem NokiaBrowser. Der wird von der Fachpresse gelobt. Echt jetzt! Ich dachte erst, die Seite, die ich ansurfte, wär kaputt gewesen. Heise sah aus wie ein Auffahrunfall zweier Webseiten! Also andere Seite besucht. Auch kaputt. Aber die waren nicht kaputt. Der Browser stellt die so dar! Spiegel Online eingegeben, auf der mobilen version der Seite gelandet! Hmm, da wollte ich nicht hin. Ausserdem nervt es schon, das das halbe Handy von der Tastatur eingenommen wird, obwohl ich beim browsen nix tippe... Also ehrlich: Surfen ist MIST! Grosser verf***r MIST! Nächster Punkt: Email. Is ja n Bussines-Handy. Muss ja gut sein. Mail eingerichtet. Ein Assistent hilft - wobei helfen nicht so das richtige Wort ist. Ist eher son Kumpel, der einen ins kalte Einrichtungswasser schmeisst, in das man von alleine nicht gesprungen wäre. Aber kalt bleibt kalt. Und ne blöde eMail-Konfiguration ist ne blöde eMail-Konfiguration. Aber was solls, ich habs ja geschafft. Das heisst - fast. Denn die eMails werden nur über GPRS abgerufen und nicht übers WLAN (was logischer wäre, aber Hey! Logik wird überbewertet!) Also ein Nokia-Forum gesucht, Account erstellt, SFu genutzt, nix gefunden, gefragt und siehe da, ein Nokia-Fachmann hat mir erklärt, dass es wohl noch 100 weitere Menüs gibt, die ich bisher nur nict gesehen habe. Und da war dann eins dabei, wo ich einstellen konnte, das er wenigstens vorher nach der Verbindung fragt, bevor er Mails abruft. Jedesmal. Echt jedesmal. Hmmm. Die Mails ansich waren OK. Jedenfalls, wenn es Textmails ohne exotisce Formatierung waren. HTML-Mails? Nix da, du Mädchen. HTML-Mails sind was für Homos und Warmduscher - FU! Bilder in Mails? Nix da, Bilder in Mails sind was für ... (ihr wisst schon). Also die Mails kann man auch knicken, jedenfalls die Mails, die so im 21. Jahrhundert versendet werden. Aber was solls, wir haben ja noch die coolen Maps - Nokia Maps in der Version 2.0. Damit verläuft sich niemand mehr. Echt jetzt! Na ja - jedenfalls, wenn er was erkennt auf dem kleinen Schirm. Oben geht noch ne Zeile für den Titel drauf, unten ein Bereich für ein Suchfeld (kann man nicht abschalten, wenn man mal nix suchen will). Da bleibt minus die Tastatur echt nich viel Platz zum schauen. Ich dann so ne Adresse gesucht. Eingegeben und dann: wart wart wart wart. Das Ding braucht trotz lokaler Installation der Karten länger für ne Suche und den Kartenaufbau als das iPhone im Edge-Netz (ganz zu schweigen von 3G). Ne, also die Karten sind auch nicht das wahre. Ich hab mir dann aber mal die Multimediafähigkeiten angeschaut. Na ja, nicht lange, ehrlich gesagt. Für Filme ist der Bildschirm zu klein (erwähnte ich, dass die Tastatur den halben Platz auf dem Telefon einnimmt?) und Musik - na ja, mehr schlecht als recht. Keine Listen, kein Coverflow, kein nix. Also, nix mit Filmabenden vor dem Nokia  Software gibts aber viel für das E71, das heisst, wenn man sie denn findet. Das S60-Betriebssystem ist das Featurepack1, da läuft wohl nicht jedes Programm drauf. Opera nur in einer Version, Spiele auch nicht alle usw usw usw. Und das googeln nach Programmen, von denen man nicht weiss, wie sie heissen, weil man den Namen ja noch nicht kennt, ist auch nicht das wahre... Tja, was ist das Fazit? Rein technisch hält das E71 locker mit dem iPhone mit. Die Tastatur ist toll aber versperrt die meiste Zeit die Sicht auf den Bildschirm, der wegen ihr zu klein ist. Die Kamera ist besser, klare Sache. Die Akkulaufzeit wird in den Foren über den Klee gelobt. Das Ding soll bei Heavy 3G-Use 3 tage durchhalten. Das ist 3 mal länger als mein iPhone, aber man braucht auch für die meisten Aktionen 3 mal so lange, denke ich. Mail ist Mist, Surfen ist großer Mist, Für die 200 Menüs braucht man entweder ein photografisches Gedächtnis oder ein dickes Handbuch, und Software gibts aber man muss sie sich selber suchen... Nein nein nein, klare Sache das: Das iPhone hat mich versaut! Ich will echtes Webfeeling beim Surfen, will richtige Web 2.0-Mail mit Bildern und allem zip und zap. Ich will nicht immer gefragt werden, wie das Kennwort des WLAN heisst oder ob ich mich nicht lieber mit GPRS verbinden möchte, auch wenn ein offenes WLAN da ist. Ich will benutzbare Karten mit schneller Suche nach Restaurants, Kinos, etc. Und ich will Videos im (Handy-)Großformat und Musik wie auf dem iPod. Ich kann jedem Empfehlen, sich mal aufzuschreiben, was er so ganz selbstverständlich so mit sienem iPhone macht: Ich z.B. Blogge mit Wordpress, Twittere und Digge mich dank toller Apps (kostenlos noch dazu) durchs Netz, chatte via AIM, spiele coole 3D-Spiele, benutze richtiges WWW, suche mit Googlemaps nach Kinos in der Nähe und geh direkt aus Maps auf die Netzseite des Kinos um mir Karten zu reservieren. Dann noch schnell ne Route berechnet und fertig ist die Laube. Email kann ich lesen und schreiben wie auf dem Mac, ich schau gerne YouTube-Filme auf der App, weil die ist um längen besser als die mobile Nokia-Variante. Ich kauf Musik im Netz mit dem iPhone und und und... Es geht nicht darum, wie viele Megapixel die Kamera hat oder ob der Akku ein paar Stunden länger hält. Es geht um die Benutzbarkeit, ganz einfach. Nicht mehr und nicht weniger. Sicher nervt die iPhone-Tastatur mit unsinnigen vorschlägen, aber die wird von Softwareupdate zu Softwareupdate besser. Dafür stört sie nicht beim Fimeschauen oder beim surfen. Die Nokiatastatur bleibt wie sie ist, Fehlerhaft hin oder her. gut benutzbar für die 3% der Nutzungsdauer, in denen ich eine Tastatur brauche und nutzlos während der andern 97%. Sicher hat das iPhone Macken, aber es hat keine Schwächen im Konzept. Macken kann man beheben, Designfehler nicht. Ich bleibe beim iPhone (auch dienstlich  )
(fafhnir)
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