Telekom bestätigt: Wir wollen das 2-Klassen Netz.

locoFlo
Was allen nicht Totalnaiven schon lange klar war, mit ihren Volumenbegrenzung zielt die Telekom auf die Netzneutralität ab und will das Netz der zwei Geschwindigkeiten schaffen. Wer extra (doppelt) zahlt wird ungehindert durchgelassen, finanzknappe Startups werden ausgebremst.
Telekom sagt dazu:
Zugleich macht die Telekom einige Ausnahmen, vor allem für eigene Dienste und Angebote von Partnern. So wird das Datenvolumen aus dem hauseigenen Fernsehdienst Entertain nicht mit eingerechnet, ebenso wie Sprachtelefonie über den Telekom-Anschluss. Die Nutzung anderer Anbieter wie Apples iTunes oder Amazons Streaming-Dienst Lovefilm würde nach aktuellem Stand an dem Inklusiv-Volumen zehren, wie ein Telekom-Sprecher bestätigte. Internet-Dienste könnten aber eine Kooperation mit der Telekom eingehen für sogenannte Managed Services eingehen, „die in einer höheren und gesicherten Qualität produziert und vom Kunden gesondert bezahlt werden“.

Saftladen. Die einzige normale Reaktion eines jeden Bürgers dem klar ist das das Internet mehr ist als ein Kaufhaus muss sein: Kündigung (auch bei Altverträgen) und Gesetzesintiativen unterstützen, die Netzneutralität gesetzlich verankern wollen.
„Control yourself. Take only what you need from it. “

Kommentare

locoFlo
Ach ja, Quelle vergessen:
„Control yourself. Take only what you need from it. “
Hannes Gnad
Die großen Provider (egal ob Festnetz oder Mobil) ärgern sich schon lange darüber, daß sie nur noch Datenübertrager sind, und kaum mehr via Branding, Inhalten usw. wie früher richtig Geld verdienen können. Es ist also wenig überraschend, daß über den Hebel Netzneutralität nun versucht wird, entweder die Kunden, oder besser gleich die großen "Content Kings" Apple, Amazon und Google finanziell anzubaggern.
Hannes: Man mag es verstehen, aber man muß (darf) es nicht gutheissen. Ich kann mich in viele Gedanken hineinversetzen und dann Handlungen verstehen – aber billigen?
aa
Hannes: Man mag es verstehen, aber man muß (darf) es nicht gutheissen. Ich kann mich in viele Gedanken hineinversetzen und dann Handlungen verstehen – aber billigen?

Und das Gegenteil ist dann besser? Einfach mal grundsätzlich losheulen, ohne irgendwelche Zahlen zu prüfen oder veröffentlichen? Die Netzgemeinde macht sich lächerlich und als Interessengruppe unmöglich.

Natürlich ist das auf den ersten Blick für den Kunden ärgerlich.

Jedoch sollte man zuerst mal prüfen, wie der Median liegt beim aktuellen Volumenverbrauch (Bonuspunkte für Berechnung des zu erwartenden Traffics in Verbindung mit Netzausbau).

Wenn nun die obersten 15% dieser Skala zur Kasse gebeten werden, ist das nicht ein probates Mittel um den durchschnittlichen Nutzer vor erhöhten Kosten beim Netzausbau zu bewahren?

Der Knackpunkt ist doch nicht der, dass Personen die das Netz verstärkt nutzen, mehr zahlen sollen, sondern vielmehr der Prozentsatz der Betroffenen. Und da hat mir keine Seite bisher Zahlen zu vorgelegt, bei allem Geschrei im Netz. Ich selber habe leider nur aktuelle "Zahlen" gefunden, die was kosten. Hier liegt m.M. der schmale Grat zwischen "Abzocke" und wirtschaftlichem Vorgehen um die Ausbaukosten zu senken.

Wir sollten uns um wirklich wichtige Dinge kümmern die das Internet und die Onlinewelt betreffen - nicht auf die Geschwindigkeit, wie wir zu Informationen kommen, sondern dass diese Informationen frei und unzensiert allen zugänglich sind, darauf kommt es - denke ich - an.
Armes Deutschland momentan sind wir auf Platz 16 aber da ist ja noch Raum nach unten

http://thewebindex.org/data/all/webindex/
Tomcheck: Tcom, Alice usw. sind ein Kabel. Punkt. Die stellen mir einen Zugang bereit. Mehr nicht. Die hat nicht zu interessieren was ich aufrufe, welche Daten ich (hoch)lade oder sonstwas. Die haben transparent zu sein.

Meinetwegen können wir uns darüber unterhalten, ob die Preise, die verlangt werden, realistisch kalkuliert sind, aber sie dürfen sich NICHT in den Traffik einmischen. ICH will mir meine Datenanbieter selbst aussuchen. Ich will ums verrecken KEINEN eMail-Account bei meinem Provider. Ich will mir meinen Kalenderdienst selbst aussuchen.

IMHO wird sich hier zurecht aufgeregt.

Auf der anderen Seite, sollte sich das duchsetzen, hat der Mist mit der Cloud auch endlich wieder ein Ende. Ach, und viel Spaß mit Dropbox&Co. Und Selbstständige, die viel Traffik benötigen werden sich auch schön freuen.

Wenn ich so nach Asien rübergucke und mir dann so ansehen, wie wir geradewegs ins Internet-Mittelalter rutschen...)
aa
Tomcheck: Tcom, Alice usw. sind ein Kabel. Punkt. Die stellen mir einen Zugang bereit. Mehr nicht. Die hat nicht zu interessieren was ich aufrufe, welche Daten ich (hoch)lade oder sonstwas. Die haben transparent zu sein.

(...)

Zunächst, ich habe nie gesagt, dass Anbieter Daten der User eigenwillig überwachen dürfen sollen.
Weiterhin habe ich auch nie davon gesprochen, dass ein Zwang ausgeübt wird, zu welchem Anbieter man geht.
Was Selbstständige betrifft, so gibt es spezielle Tarife für Geschäftskunden. Gilt die Reglung auch dafür? Ich glaube ein gewissenhafter Selbstständiger kann genau abschätzen, ob er es sich leisten kann mit gedrosselter Leitung zu arbeiten oder ob es ihm wirtschaftlich schadet.

Fakt ist, Datentransport kostet Geld (in Form von Netzausbau und Instandhaltung des Netzes). Warum ist es grundsätzlich so verwerflich, für größere Menge an Daten mehr Geld zu verlangen? Kein Mensch käme auf die Idee sich zu beschweren, dass Pakete mit 5 kg billiger sind als Pakete mit 10 kg.

Zugegeben der Vergleich hinkt etwas, aufgrund der anderen Kostenverteilung, grundsätzlich wird aber die Privatsphäre bei dem Postkunden und bei dem Internetkunden nicht eingeschränkt. Kein Paket soll durchsucht werden, keine Datei soll durchleuchtet werden.
Mehr Leistung wird entsprechend teurer.

Ich möchte hier keinesfalls damit sagen, dass der von der Telekom gewählte Volumenpunkt "fair" ist.
Nur sehe ich hierzu keinen Ansatz, sondern wieder mal ein grundsätzliches Lamentieren, dass Kosten die real entstehen, von einigen Bürgern nichtmal als kleinster gemeinsamer Nenner einer Diskussion akzeptiert werden.
tjost
Ja schauen wir nach Asien. Z.b. Korea wo es normal ist landesweit tv über lte zu schauen. Und hier? Traurig ist kein Ausdruck. Aber es gibt Menschen die für 30 Euro flatrate schon mal 400gb an einem Tag runterladen. Da kann man schon mal über eine Drosselung nachdenken aber eher im tb Bereich
„Wer meinen Humor nicht versteht darf ihn scheiße finden. Aber nicht kritisieren.“
Tomcheck: Klar, man unterstellt meckern oder lamentieren und schon steht jeder, der einen Gegenstandpunkt vertritt dumm da. Das ist die bessere Diskussionskultur?

Fakt ist, verschicke ich mehr Briefe, dann bekomme ich Rabatt. Fakt ist, wenn ich mir eine Monatskarte kaufe, kann ich unbegrenzt fahren. Soviel zu deinen Vergleichen.

Fakt ist, die TCom lügt, wenn sie von Flatrate redet und es ist keine. Es geht auch nicht um die oberen 15%. Es geht hier auch um bereits bestehende und zukünftige Dienste. Cloud, Streaming und ähnliches verbraucht mehr Volumen als sich ein paar Internetseiten anzuschauen und ein paar Mails schreiben. Mehr Computer im Haushalt bedeutet größere Datenmenge.

Die Begründung "Netzausbau" einfach zu übernehmen, finde ich auch etwas weit hergeholt. Bisher macht die TCom noch gut Gewinn Vom Netzausbau sehe ich da auch bei anderen Providern in meiner Umgebung auch eher einen Fortschritt. Telekom bietet da ISDN an und hat nicht mal Netzabdeckung im UMTS Bereich. Ausbau ist nicht geplant. Da sind andere besser.

Die Argumentation mit den Selbstständigen ist ja wohl auch weit hergeholt. Ich bestelle ne "Flatrate" und nach 2 Monaten stelle ich fest, dass das Volumen leider nicht für den ganzen Monat reicht, da ja bisher die Erfahrung fehlte (Volumen vorher berechnen wäre ja wohl albern, wenn man eine Neugründung macht).
Hier ist alles noch mal schön zusammengefasst:

Kommentar auf Heise:

Ich habe nie behauptet, dass dieses Produkt dann hinterher eine Flatrate darstellt.
Platt gesagt, was man kriegt, sollte vorher klar kommuniziert werden. Aber dieses Problem ist ja wohl nicht nur bei der Telekommunikation vorhanden.

Ohne konkrete Zahlen können wir uns ewig die Köpfe einschlagen, ob die Telekom lügt und den großen Reibach machen will oder ob die Telekom die oberen Prozent drosseln will.
Fakt ist nunmal, dass die Telekom mehr als kostendeckend arbeiten will und eben auch Rücklagen für Investitionen braucht.

Letztendlich, ob der Ausbauaufschlag für Glasfaser über diese Lösung kommt oder einfach still und heimlich draufgeschlagen wird - ändert sich da was für den Kunden? Wirtschaft und die Bürger haben eben auch ein großes Interesse an "High-Speed Internet".
Und die Telekom sagt dann ihrem Kunden auch richtig Bescheid wenn der Traffic durch ist? Sorry an der Umsetzung wann Traffic wirklich aufgebraucht ist hab ich momentan noch Zweifel wenn das flächendeckend überwacht werden muss.
locoFlo
Bild von netzpolitik.org
„Control yourself. Take only what you need from it. “
locoFlo
Auch sehr frech aus der FAQ der Telekom:
Verstößt die Telekom damit nicht gegen die Netzneutralität?
Nein, denn Entertain und Sprachtelefonie sind im Gegensatz zu Internetdiensten Managed Services, die in einer höheren und gesicherten Qualität produziert und vom Kunden gesondert bezahlt werden. Reguläre Internetdienste werden diskriminierungsfrei nach dem „Best-Effort“-Prinzip behandelt, das bedeutet: so gut es die zur Verfügung stehenden Ressourcen ermöglichen. Das gilt auch für Internetdienste der Telekom.

Einfach mal frech dem Kunden in die Fresse lügen (siehe Pressemitteilung oben).
Na die werden schon sehen wo das hinführt.
„Control yourself. Take only what you need from it. “
Ties-Malte
Erstaunlich: Die magenta Marketing-Abteilung aka Fox hat sich noch gar nicht gemeldet.

Wie auch immer: „Die Geschichte der Telekommunikationsanbieter in Deutschland ist eine Geschichte voller Irrtümer“ — Die Drosselkom und die Netzneutralität (guter, kurzer Artikel)
„The early bird catches the worm, but the second mouse gets the cheese.“
aa
Die hat nicht zu interessieren was ich aufrufe, welche Daten ich (hoch)lade oder sonstwas.
Dafür interessieren sie sich auch nicht. Das Limit wird für alle Daten eingeführt, unabhängig vom Inhalt. Ausnahme: von dir dazu gebuchte Sonderdienste.
Alles andere ist bisher pure Spekulation.
Ties-Malte
beanchen
Ausnahme: von dir dazu gebuchte Sonderdienste.

Und die von der Drosselkom angebotenen Dienste. Genau dafür müssen Sie Inhalte prüfen. Sonst wissen sie nicht, welche Daten durch ihre Leitungen rauschen, welche 1st-klassig (priorisiert) durchgeleitet werden und wen sie ausbremsen sollen.


Interessanter Selbstversuch („Drossel dein Netz“) bei iFun:
„The early bird catches the worm, but the second mouse gets the cheese.“
locoFlo
Dafür interessieren sie sich auch nicht. Das Limit wird für alle Daten eingeführt, unabhängig vom Inhalt.

Das ist, ganz objektiv, falsch. Siehe Pressemitteilung und FAQ der Telekom. Die Filterung der Daten nach Art des Inhaltes auch über die eigene Inhalte hinaus ist angedacht und wird sicher auch so umgesetzt, denn darin liegt ja das Geschäftsprinzip der Aktion. Das große Geld glaubt die Telekom mit den Anbietern verdienen zu können, nicht mit den den paar zusätzlichen Euros der Kunden.
„Control yourself. Take only what you need from it. “
Ties-Malte
beanchen
Ausnahme: von dir dazu gebuchte Sonderdienste.

Und die von der Drosselkom angebotenen Dienste. Genau dafür müssen Sie Inhalte prüfen. Sonst wissen sie nicht, welche Daten durch ihre Leitungen rauschen, welche 1st-klassig (priorisiert) durchgeleitet werden und wen sie ausbremsen sollen.
(...)

Ist das die tatsächliche technische Umsetzung oder nur deine Mutmaßung?
Mir fehlt das nötige Fachwissen,aber ich vermute es wird mehr Optionen als diese eine geben.
locoFlo
Ds ist technisch kein Problem, die Technik nennt sich Deep Packet Inspection und ist bereits vorhanden..

Oder auch als Video:
„Control yourself. Take only what you need from it. “
Und wo soll diese Inspektion statt finden?
Der Einsatz von DPI ist allerdings die Atomwaffe im möglichen Arsenal oder sehe ich das falsch?
Was ich (zugegeben im Überfliegen) gelesen habe scheint es ja auch noch andere Möglichkeiten zu geben, wie etwa die spezielle Kennzeichnung des "eigenen Contents", der so dann nicht zum Volumen gezählt wird.

Irgendwie glaube ich, das es den meisten hier gar nicht um die Drosslung geht, sondern um die Überwachung bzw. Auswertung?

Anders gefragt - wäre eine Lösung, die die Privatsphäre schützt (wie z.B. durch "Bit"-Kennzeichnung von Anbieter-Content), bei gleich schneller Weiterleitung der "restlichen Daten" bis zu Volumengrenze X zufriedenstellend/ein Kompromiss - vor dem Hintergrund das die Telekom ein Wirtschaftsunternehmen ist und der großangelegte Netzausbau zusätzliche Kosten verursacht?
locoFlo
beanchen

Du meinst mit "Wo" an welchem Punkt des Datentrafers? Das ist nicht festgelegt. Die Technik ist denkbar einfach, wird nur mit großen Bandbreiten aufwendiger, was natürlich logisch ist. Wenn du mehr zu dem lesen willst, speziell zu DPI zur Bandbreitensteuerung, in diesem Paper gibt es ein gutes Kapitel dazu:
„Control yourself. Take only what you need from it. “
Letztlich ist das der Schritt in die Richtung in der AOL so 1997/98 in Deutschland populär wurde. Ein eigenes Intranet mit den eigenen Angeboten welche zu der Zeit auch nicht von der Onlinezeit abgezogen wurde solange man in deren Sphären surfte. Natürlich wars früher nicht so mit den großen Inhalten aber dafür ist AOL auch irgendwie plötzlich von der Bildfläche wieder verschwunden gewesen...
locoFlo
Tomcheck

Richtig erkannt, die Drosselung ist nur ein kleiner Teil des Problems. Mehr ein Problem der Kundenfreundlichkeit. Und das DPI auch zu Zensurzwecken genutzt werden könnte ( und in einigen Ländern ist das so) ist auch nur ein weiterer Teil, wenn auch ein wichtiger.
Das Kernproblem ist die Selektion des Traffics inklusive des Ausbremsen des Traffics von Diensten die nicht zum Konzern gehören oder eine Kooperation haben ( also ihre Bits extra bezahlen ).
Diese Selektion widerspricht der Neutralität des Netzes, ist wettbewerbsverzehrend, ein Innovationshindernis und imho ein Missbrauch der Marktmacht der Telekom.
Auch wenn diese Selektion ohne Privatssphärenbruch möglich wäre ( was sie nicht ist) wäre sie ein legitimer Grund für Shitstorm, Protest und Klage (juristisch).

Die Drosselung an sich, wenn sie pauschal und Content-blind wäre, wäre mir persönlich egal und nur für die Menschen ohne Wahlmöglichkeit in den ländlichen Regionen ein riesiges Ärgernis. Das wäre immer noch 90er Internet und mehr als blöd, aber kein "Skandal".
„Control yourself. Take only what you need from it. “
Fox 69
Mal so eine Frage in die Runde :

Das, was die "Drosselkom" vor hat, ist das nicht schon seid Jahren in den USA Gang und Gebe ?
locoFlo
Wüsste da kein Beispiel aus den USA. Also eine Rückkehr zu Volumenverträgen kann ich mir vorstellen, auch wenn ich kein Bespiel nennen könnte, aber kein ISP mit DPI und selektiver Bandbreitenkontrolle. Lasse mich aber auch gerne mit Beispielen belehren.

PS: Und wenn es das schon gäbe, was wäre dann die Moral davon? Ist voll ok, weil es macht schon jemand? Nicht wirklich, oder?
„Control yourself. Take only what you need from it. “
Spatenheimer2
Fox 69
Das, was die "Drosselkom" vor hat, ist das nicht schon seid Jahren in den USA Gang und Gebe ?

Soll man jetzt alles kopieren, was in den USA normal ist? Dann hätte ich auch gern den Liter Benzin für 0,80 EUR und eine Concealed Carry License.
„No dynamite, chainsaws or shotguns.“
Fox 69
locoFlo
Wüsste da kein Beispiel aus den USA. Also eine Rückkehr zu Volumenverträgen kann ich mir vorstellen, auch wenn ich kein Bespiel nennen könnte, aber kein ISP mit DPI und selektiver Bandbreitenkontrolle. Lasse mich aber auch gerne mit Beispielen belehren.

PS: Und wenn es das schon gäbe, was wäre dann die Moral davon? Ist voll ok, weil es macht schon jemand? Nicht wirklich, oder?

Aus dem Jahre 2010 :


Aus dem Jahre 2008 :









Und wir schreiben das Jahr 2013 und greifen "soll" es 2016 !

"Böse Zungen könnten jetzt behaupten, das Germany derbe rückständig ist".
Moss
Mit Deep Packet Inspection kommt die Vorrausdatenspeicherung durch die Hintertür?

Bei Pauschaltarifen ist die totale Speicherung der verbrauchten Bandbreite unnötigt, weil sie nicht für die Abrechnung wichtig ist.

Also wird in Zukunft Verbrauch, Merkmale Fremd- oder Telekomdienst genau aufgezeichnet.
Schöne neue Welt !

Und wo Daten gesammelt werden, wachsen Begehrlichkeiten.
locoFlo
Fox

Link 1: Mobilfunk
Link 2: Das erwähnte Testprogramm ist derzeit aktiv (laut Google)
Link 3: wieder Mobilfunk mit AT&T
Link 4: offensichtlich existiert eine Limitierung der Daten bei AT&T Anschlüssen

Und nun.? Die USA sind, was die Versorgung mit Internet angeht, egal ob mobil oder Festnetz, sehr unterentwickelt. Sich daran ein Bespiel zu nehmen kann nicht ernsthaft dein Argument sein. Btw, AT&T und Comcast haben beide Verfahren am Hals.
„Control yourself. Take only what you need from it. “
Fox 69
locoFlo
Fox

Link 1: Mobilfunk
Link 2: Das erwähnte Testprogramm ist derzeit aktiv (laut Google)
Link 3: wieder Mobilfunk mit AT&T
Link 4: offensichtlich existiert eine Limitierung der Daten bei AT&T Anschlüssen

Und nun.? Die USA sind, was die Versorgung mit Internet angeht, egal ob mobil oder Festnetz, sehr unterentwickelt. Sich daran ein Bespiel zu nehmen kann nicht ernsthaft dein Argument sein. Btw, AT&T und Comcast haben beide Verfahren am Hals.

Einen Denkanstoss o. These :

Hab Zuhause einen sogenannten Multimedia Anschluss von Unitymedia.

Habe eine Vierfachdose für a) Radio, b) TV, c) Internet, d) Internet

An c) ist mein HD Recorder und an d) mein Modem (50.000 Leitung, max. 150.000)

Über die Videothek Option vom HD Recorder kann ich Filme jegliche Art ausleihen (in HD und SD). Natürlich gegen bares. Ein Klick und 48 Stunden hab ich den Film in meiner Mediathek.

Meine Mutter hat das gleiche ohne Internetanschluss. Bei ihr ist der Anschluss d) definitiv tot.

Sie hat auch den HD Recorder und kann sich auch Filme leihen wie ich.

So, jetzt meine Frage : haben die bei Unity 2 verschiedene Trafficleitungen ?

Auszug des Links :

Ähnlich verfährt auch der DSL Anbieter 1&1. Im DSL Tarif 1&1 Surf & Phone Flat erhält der Kunde ebenfalls 100 GB Datenvolumen monatlich, danach wird die Geschwindigkeit begrenzt. Es bleibt abzuwarten wann sich dieser Trend auch in Deutschland flächendeckend durchsetzen wird und DSL Kunden künftig wieder verbrauchte Megabytes im Überblick behalten müssen.

Fazit:

DSL Tarife mit Volumenbegrenzung (DSL Volumentarife) sind als neuer Trend in Deutschland festzustellen. Das betrifft neben den mobilen Internettarifen (mobiles Internet, mobile Datentarife) besonders die sehr schnellen DSL Anschlüsse (VDSL, 25.000, 50.000).
Fox 69
Aktuell auch interessant :
locoFlo
Deine Erklärungen zu dem Kabelanschluss deiner Mutter habe ich nicht verstanden, tut mir leid. Was genau wolltest du damit sagen?
DSL Tarife mit Volumenbegrenzung (DSL Volumentarife) sind als neuer Trend in Deutschland festzustellen. Das betrifft neben den mobilen Internettarifen (mobiles Internet, mobile Datentarife) besonders die sehr schnellen DSL Anschlüsse (VDSL, 25.000, 50.000).

Fox, es geht hier nicht um die Volumenbegrenzungen! Das sind zwar miteinander verbundene Themen, aber eben zwei verschiedene. Wenn du über die Volumenbegrenzungen reden willst gäbe es schon einen anderen Thread zu dem Thema .
„Control yourself. Take only what you need from it. “
Fox 69
locoFlo

Gut, versuche es mal anders:

Wir stellen uns jetzt mal vor, Unitymedia macht auch Volumentarif und ihre eigenen Dienste wie Filme in HD ausleihen über den HD Recorder wird nicht abgezogen, so wie die Telekom es vor hat.
Dann muss ja unterschieden werden zwischen normalen Traffic (geht vom Volumen ab) und den Traffic fürs Filme leihen (geht nicht vom Volumen ab).

Soweit so gut.

Nun habe ich 2 Internetbuchsen, an der einen hängt der HD Recorder und an der anderen das Modem.

Bei meiner Mum das gleiche, nur Sie hat kein Internet freigeschaltet, sondern nur den HD Recorder in der einen Internet Buchse. Kann aber auch Filme runterladen und gucken genau wie ich.

Sie erzeugt ja Traffic für den HD Film oder Serie. Wie funzt das ???
locoFlo
Wie funzt das ???

Du, keine Ahnung, bin kein Netzwerktechniker. Kann sein das es daran liegt das der Tag recht lang war, aber ich sehe noch immer keinen Zusammenhang zum Thema.
„Control yourself. Take only what you need from it. “
Stefan S.
Wechseln!
Jetzt!
„Manning, Snowden & Levison sind Helden und Obama stinkt.“
Ich bin auf die ersten Einsprüche gespannt wenn der Nutzer Widerspruch gegen die Drosselung erhebt und die Telekom die dicken Papierstapel rausholt um den Traffic nachzuweisen.
music-anderson
Ich denke mal, nicht alle werden mitziehen, denn sie wittern NEUKUNDEN Also wechseln, und die Telekom wird einen herben Schlag hinnehmen müssen. Ich werden in diesem Fall wie ich schon mal schrieb zu Unity Media wechseln.
„Wenn Du nicht weisst was man Dir will, was willst n Du
Schens
Am 16.5. ist HV. Warum geht Ihr nicht hin? Stimmung machen? Kauft eine Aktie und los geht's...
locoFlo
Hier das Video an das ich gleich dachte, als ich das erste mal die damals noch Gerüchte zur Drosselung und Trafficselektierung durch die Telekom hörte. Schon etwas alt, aber leider erschreckend aktuell.


Erklärt noch mal gut was Netzneutralität bedeutet und wie ein worst case Szenario aussehen könnte.
„Control yourself. Take only what you need from it. “
locoFlo
Fox, es geht hier nicht um die Volumenbegrenzungen! Das sind zwar miteinander verbundene Themen, aber eben zwei verschiedene.
Du bist doch derjenige, der seit der Ankündigung der Telekom das Volumen zu begrenzen ständig von Netzneutralität redet. Entschuldige, wenn da einige (mich inklusive) nicht mitkommen, was sich deinen Meinung nach jetzt verquicken lässt und was nicht.
Wenn die Telekom eine Volumenbegrenzung einführt, zur Beruhigung ihrer Entertainkunden aber gleich dieses Volumen ausschließt, hat das noch lange nichts mit Zensur und Überwachung zu tun. Man muss auch nicht in jedes Paket hineinschauen, solange auf einigen Paketen dick und fett "Entertain" drauf steht.
Anders wird es tatsächlich wenn "der Rest" noch weiter unterschieden wird (z.B. youtube). Ich halte das aber für eine reine Drohgebärde gegenüber den großen Contentanbietern. Und die kann ich gut verstehen, war ich doch selbst von den Socken über die Nachricht, youtube sei für 50% des Netzaufkommens zuständig (war glaube ich Mobilfunk, spielt aber keine Rolle).
Forderungen an die Anbieter sich an den Transportwegen zu beteiligen gibt es ständig auch auf anderen Gebieten: Strom, Straßenverkehr (Maut).
Schens
Es ist aber nun mal auch Tatsache: Würde die Tkom sagen: "OK, der Traffic hat sich durch YT usw ver-x-facht, wir brauchen neue Netze, daher der doppelte Preis wie vorher". Wie wäre der Aufschrei?

Der Kunde geht wegen eines einzelnen Cents zum billigsten Anbieter und hat kein Problem damit, die volle Leistung zu fordern.

Sprint machte 1990 Werbung mit "It doesn't make much Cents to switch..."
Ne kurze frage. Bei vielen Handytarif Anbietern ist das so, dass kein Inklusivvolumen verbraucht werden, wenn man deren Seiten über das mobile Internet besucht. Wie machen die das?
rene204
Stichwort "Priorisierung von TCP/IP-Datenpaketen", und deren Filterung.
locoFlo
Man muss auch nicht in jedes Paket hineinschauen, solange auf einigen Paketen dick und fett "Entertain" drauf steht.

Verzeih, das mutet leicht plakativ und naiv an. Wie ist der technische Hintergrund dieser "fetten" Beschriftung mit "Entertain"?
Es ist aber nun mal auch Tatsache: Würde die Tkom sagen: "OK, der Traffic hat sich durch YT usw ver-x-facht, wir brauchen neue Netze, daher der doppelte Preis wie vorher". Wie wäre der Aufschrei?

Der wäre groß, ohne Frage. Aber das wäre gerecht. Denn was die Telekom erzählt, dass ein User der 500GB nutz der Telekom mehr Kosten verursacht als sein Nachbar mit 20 GB ist einfach Schwachsinn. Ich bin bereit für Qualität Geld zu bezahlen. Und wenn die Telekom meint sie braucht 50 Euro pro Anschluss um kostendeckend zu arbeiten dann ist das halt so. Das was sie jetzt abzieht ist eine Scheindebatte mit verdeckten Zielen.
Sie bedient sich dabei den Vorurteilen, dem technischen Unwissen und der Missgunst breiter Teiler der Bevölkerung. Ein sehr widerliches Geschäftsgebaren.
„Control yourself. Take only what you need from it. “
locoFlo
Man muss auch nicht in jedes Paket hineinschauen, solange auf einigen Paketen dick und fett "Entertain" drauf steht.

Verzeih, das mutet leicht plakativ und naiv an. Wie ist der technische Hintergrund dieser "fetten" Beschriftung mit "Entertain"?

Ich verzeihe doch schon die ganze Zeit. Als "naiv" hast du ja schon alle, die nicht deiner Meinung sind im Anfangsbeitrag bezeichnet.

Wikipedia:
Das IP-Paket oder exakt Internet Protocol Datagram ist das Grundelement der Internet-Datenkommunikation. Es besteht immer aus zwei Teilen: den Kopfdaten, die Informationen über Quelle, Ziel, Status, Fragmentierung etc. enthalten, und den Nutzdaten.

Oder an anderer Stelle (Asterisk) plakativer (kann nicht nur ich):
TCP/IP-Datenpakete bestehen in der Regel aus einem Envelope (Umschlag) und dem Content/Payload (Inhalt/Nutzlast).

Also noch einmal ganz plakativ: Marke auf den Umschlag.
Das was sie jetzt abzieht ist eine Scheindebatte mit verdeckten Zielen.
Sie bedient sich dabei den Vorurteilen, dem technischen Unwissen und der Missgunst breiter Teiler der Bevölkerung. Ein sehr widerliches Geschäftsgebaren.

Du musst dir schon mal einig werden. Ist es jetzt verdeckt oder "bestätigt" sie, wie Du in der Überschrift schreibst.
Und du bedienst dich mit deine Kampagnen doch ebenfalls bei Vorteilen, Missgunst und Unwissen.

Um es auf den Punkt zu bringen: was Netzneutralität betrifft, bin ich ganz bei Dir, das hier hat nur nichts damit zu tun.
Und ich bin vielleicht eine "Totalnaive" aber immer noch besser als paranoid.
chill
und wenn man sich jeden tag 5 hd filme bei, HILFE HILFE, itunes oder lovefilm ansehen will?

dann kriecht man durchs netz am ende?

ja leck mich doch am arsch.

aber hey: diejenigen die schon immer geagt haben das sie ihren tkom vertrag kündigen wollen, die machen das auch diesmal nicht. es gibt da ja andere und etliche beispiele bei denen das grossartig angekündigt wurde und dann nix passiert ist.
„"¿ssıəɥɔs ɹəp llos sɐʍ" :ʇƃɐs əsıəʍ ɹəp 'ßıəʍ sɐʍ ɹə sɐp ßıəʍ əƃnlʞ ɹəp“
locoFlo
Beanchen

Ich kann die leicht aggressive Stimmung deiner Posts nicht nachvollziehen. Bitte bleib, auch bei emotional beladenen Themen sachlich. Zum Thema:
Was du beschreibst und zitierst lässt sich nicht mit der von dir beschriebenen "fetten Beschriftung Entertain" in Einklang bringen. Nach meinem Wissen ist eine Selektion des Inhaltes ohne DPI aktuell nicht möglich. D.h. Drosselung per DPI ist immer eine Störung der Privatsphäre. Das hat auch nichts mit Paranoia zu tun
Du musst dir schon mal einig werden. Ist es jetzt verdeckt oder "bestätigt" sie, wie Du in der Überschrift schreibst.

Verdeckt nicht im Sinne von geheim, sondern im Sinne von "hinter Nebelkerzen". Ist semantisch vielleicht etwas unscharf formuliert gewesen. Aber Fakt ist, die Telekom begründet diese Attacke auf die Netzneutralität mit notwendiger Drosselung, da man das Netz mit Milliardeninvestitionen vor einem nahem Kollaps retten muss. Und diese Kosten sollen doch bitte die tragen die diesen Kollaps durch mehr Bits auch provozieren (verkürzt und überspitzt).
Und das ist weder wahr, noch erklärt es die eigentliche Agenda. Das die Telekom nicht vollkommen unbemerkt ihr neues Geschäftsmodell (Bits von Content-Providern doppelt bezahlen lassen) aufbauen kann ist ja jedem klar.

Mehr zum Thema Scheinargumente gibt es hier:
„Control yourself. Take only what you need from it. “
Fox 69
beanchen
locoFlo
Man muss auch nicht in jedes Paket hineinschauen, solange auf einigen Paketen dick und fett "Entertain" drauf steht.

Verzeih, das mutet leicht plakativ und naiv an. Wie ist der technische Hintergrund dieser "fetten" Beschriftung mit "Entertain"?

Ich verzeihe doch schon die ganze Zeit. Als "naiv" hast du ja schon alle, die nicht deiner Meinung sind im Anfangsbeitrag bezeichnet.

Wikipedia:
Das IP-Paket oder exakt Internet Protocol Datagram ist das Grundelement der Internet-Datenkommunikation. Es besteht immer aus zwei Teilen: den Kopfdaten, die Informationen über Quelle, Ziel, Status, Fragmentierung etc. enthalten, und den Nutzdaten.

Oder an anderer Stelle (Asterisk) plakativer (kann nicht nur ich):
TCP/IP-Datenpakete bestehen in der Regel aus einem Envelope (Umschlag) und dem Content/Payload (Inhalt/Nutzlast).

Also noch einmal ganz plakativ: Marke auf den Umschlag.
Das was sie jetzt abzieht ist eine Scheindebatte mit verdeckten Zielen.
Sie bedient sich dabei den Vorurteilen, dem technischen Unwissen und der Missgunst breiter Teiler der Bevölkerung. Ein sehr widerliches Geschäftsgebaren.

Du musst dir schon mal einig werden. Ist es jetzt verdeckt oder "bestätigt" sie, wie Du in der Überschrift schreibst.
Und du bedienst dich mit deine Kampagnen doch ebenfalls bei Vorteilen, Missgunst und Unwissen.

Um es auf den Punkt zu bringen: was Netzneutralität betrifft, bin ich ganz bei Dir, das hier hat nur nichts damit zu tun.
Und ich bin vielleicht eine "Totalnaive" aber immer noch besser als paranoid.

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