Synology NAS als RAID 1: geht das?

pumacl
pumacl30.01.13 23:16
Hallo Forum,

ich habe eine Anfängerfrage zum Thema NAS.

Ich suche fürs erste eigentlich nur eine Backup-Lösung zum Auslagern von Dateien mit Absicherung gegen Festplattenausfall: also ein RAID 1 !?!
Ich dachte an 2 x 1 TB oder 2 x 2 TB. Datenmenge aktuell 600 GB.
Welche Hardware brauche ich und was empfehlt Ihr? Ich muss alles neu kaufen.
Hier wurde ja öfter das Synology DS212j empfohlen. Könnte ich das erstmal einfach via USB als RAID nutzen?
Welche Festplatten und aus welcher Quelle empfehlt Ihr?

Danke für hilfreiche Antworten.
„Hony soit“

Kommentare

gimo
gimo30.01.13 23:47
pumacl

Welche Festplatten und aus welcher Quelle empfehlt Ihr?

Du findest auf der Website von Synology ganz unten eine sehr gepflegte Liste aller getesteten Festplatten (Kompatibilität) ....empfohlen werden von Synology und von den Herstellern - insbesondere mit Blick auf die Ausfallsicherheit - ganz deutlich die Platten der Enterprise-Klasse.
„Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!“
pumacl
pumacl30.01.13 23:52
@ gimo

Danke, z.B. diese Liste
„Hony soit“
gimo
gimo30.01.13 23:56
Ansonsten empfehle ich dir das Forum von Synology für die speziellen und strategischen Fragen. ...auch die kritischen Fälle in Sachen Kompatibilität von Syno und Apple findest du dort.
„Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!“
speceuth
speceuth31.01.13 00:03
Das Synology ist ein NAS (Network Attached Storage) die Nutzung der Festplattenkapazität oder des Raid ist über LAN möglich, über USB nicht.

Du kannst allerdings eine USB Festplatte an das NAS anschließen und Deine Daten mit dem Filemanager von USB auf NAS intern kopieren, das geht!

Grüße
„Mit Licht gemacht“
gimo
gimo31.01.13 18:27
wenn du keine vernünftige Netzanbindung für die DS hast, kauf dir keine. Das macht keinen Sinn und funktioniert auch nicht wirklich.
„Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!“
pumacl
pumacl31.01.13 18:36
@ gimo und speceuth

Danke, ich schaue mich nach einer besseren Lösung um.
„Hony soit“
ExMacRabbitPro
ExMacRabbitPro31.01.13 18:40
gimo
wenn du keine vernünftige Netzanbindung für die DS hast, kauf dir keine. Das macht keinen Sinn und funktioniert auch nicht wirklich.

Naja - das einfachste ist ein CAT5 Netzwerkkabel. Ein Ende in den Mac, das andere in das NAS. Das wäre die einfachste Netzwerkanbindung. Wo ist dabei das Problem?
„"Every Gun That Is Made, Every Warship Launched, Every Rocket Fired, Signifies - In The Final Sense - A THEFT From Those Who Hunger And Are Not Fed, Those Who Are Cold And Are Not Clothed." - Dwight D. Eisenhower.“
virk
virk31.01.13 19:58
Eventuell könntest Du Dir auch aus zwei USB-Platten mithilfe des Festplattendienstprogrammes ein RAID zusammenstellen. Eventuell hat jemand hier damit Erfahrung. Ich weiß nur, dass es geht.
„Schön fand ich damals: Auf die Dauer hilft nur Power!“
Michael
Michael01.02.13 10:50
gimo
wenn du keine vernünftige Netzanbindung für die DS hast, kauf dir keine. Das macht keinen Sinn und funktioniert auch nicht wirklich.

Also bei mir hängt eine Synology 210j über einen Gigabitswitch am iMac, das allemal schnell genug. Aber es sollte schon ein Gigabitswitch sein. Da funktioniert die Synology super, ich hatte vor ein paar Wochen eine defekte Platte, einfach die Platte ausgebaut, eine neue eingebaut, wieder eingebunden, alles fertig und läuft.
„Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. (Karl Lagerfeld)“
pumacl
pumacl01.02.13 16:04
@ ExMacRabbitPro und Michael

Also geht das doch! Danke für Eure Info!
Und hättet Ihr netterweise noch einen Link zu einer Bezugsquelle des CAT5 Netzwerkkabels bzw. einen Gigabitswitch?
„Hony soit“
jerome155
jerome15501.02.13 16:11
CAT5 hol ich mir normalerweise bei ebay . Würde aber bei längeren Strecken zu einem CAT6 greifen (Distanz > 10m). Gigabit Switch beim (Online-)Fachhandel deines Vertrauens, da kann man nicht so viel falsch machen. Der Switch muss nicht "managed" sein, bei kleinen Netzwerken ist das nicht nötig (not managed = er hat also keine integrierte Logik, die Signale nach Zielort bereits im Switch sortiert, sondern sendet alle Signale an alle Geräte, bei grösseren Netzwerken gibts so eine Überlastung, da unnötige Datenpakete die Leitungen blockieren).
pumacl
pumacl01.02.13 16:12
O.k. - danke!
„Hony soit“
gfhfkgfhfk01.02.13 18:25
pumacl
Ich suche fürs erste eigentlich nur eine Backup-Lösung zum Auslagern von Dateien mit Absicherung gegen Festplattenausfall: also ein RAID 1 !?!
Wenn Du die Größe nicht brauchst, ist für Backups es nicht sinnvoll auf ein RAID zu schreiben. Man sollte lieber zwei getrennte Festplatten als zwei Backup Mediensätze nutzen. Man kann nämlich beim Backup durch Fehlbedienung die Daten kaputt machen, dann ist ein Mediensatz gejubelt. Ein NAS entspricht daher nur einem Mediensatz.

Sinnvoll ist es intern die Daten über ein RAID abzusichern (geht am Mac faktisch nicht, abgesehen von den mini und Pro Versionen mit zwei oder mehr Platten) und dann auf unterschiedliche Mediensätze Backups zu machen. Und es schadet nicht, wenn man das Backup physikalisch vom Netz trennt.
pumacl
pumacl01.02.13 18:42
@ gfusw

Danke, aber ich habe es, glaube ich, nicht verstanden. Was ist ein Mediensatz?
„Hony soit“
smuehli
smuehli01.02.13 19:59
jerome155
.... Der Switch muss nicht "managed" sein, bei kleinen Netzwerken ist das nicht nötig (not managed = er hat also keine integrierte Logik, die Signale nach Zielort bereits im Switch sortiert, sondern sendet alle Signale an alle Geräte, bei grösseren Netzwerken gibts so eine Überlastung, da unnötige Datenpakete die Leitungen blockieren).

Einspruch: Du beschreibst einen HUB!
Das war früher einmal - zu Zeiten von 10/100er Netzwerken!
Heutzugae ist praktisch alles ein Switch, auch die günstigen Teile von Dlink o.ä.

Die Managed-Funktionalität brauchst Du tatsächlich nicht, da kann man ganz tolle andere Sachen mit machen (Virtuelle Netzwerke, Zugriffe einschränken, Bandbreiten begrenzen etc.pp.)

Sie auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Switch_%28Computertechnik%29
gfhfkgfhfk01.02.13 20:16
Ein Mediensatz besteht aus mindestens einem Medium (Band, Platte, RAID, …), wenn der Platz auf einem Medium nicht ausreicht, muß man mehrere nutzen. Unsere Fileserver haben aktuell einige hundert TB pro Filesystem, das ganze wird also auf eine Tape Library gesichert. Ein LTO6 Tape hat 2.5TB Kapazität, ergo werden für das Backup bei uns mehrere hundert Tapes benötigt.

Beim Backup macht man dann erstmal ein Vollbackup (d.h. sichert alle Dateien vollständig), anschließend werden entweder differentielle oder inkrementelle Backups auf diesen Mediensatz gemacht. Schrottet man ein Medium im Mediensatz, ist der komplette Mediensatz für ein Restore verloren, da man nicht mehr garantiert Dateien rekonstruieren kann.

Um das zu verhindern macht man abwechselnd immer auf mindestens zwei Mediensätze Backups. Fällt ein Mediensatz aus, hat man immer noch den zweiten und kann so ein Restore machen.

Ein RAID schützt vor Hardwarefehler, aber nicht gegen Fehlbedienung, Viren o.ä., d.h. die Verfügbarkeit wird nur erhöht.

Wenn Du nun zwei Festplatten einsetzt, dann könntest Du sie als RAID1 für ein Backup verwenden. Geht eine Platte kaputt, sind die Daten trotzdem noch da. Aber wenn Du eine Fehlbedienung machst, die Backupsoftware einen Bug hat, …, sind die Daten trotzdem weg. Denn dagegen schützt das RAID nicht.

Daher ist es sinnvoller diese beiden Festplatten alternierend für ein Backup einzusetzen. Kommst es zu einem Hardwaredefekt bei einer Festplatte, verliert man maximal Daten aus einem Backupzyklus und nicht mehr.

Wenn man jeden Tag ein Backup macht, alternierend auf Satz A und B, und irgend wann geht Satz A kaputt und man benötigt ein Restore, dann ist die letzte archivierte Version maximal 2 Tage alt.
pumacl
pumacl02.02.13 15:49
@ gfhfkgfhfk

Danke für die ausführliche Antwort!
Im konkreten Fall bei mir würde das bedeuten: kein RAID, besser 2 externe Festplatten A und B mit je 1 - 2 TB, Time Machine Backups jeden Tag im Wechsel auf entweder A und B, für den worst case (Brand, Diebstahl) an einem sicheren entfernten Ort. Stimmt so?

Rein interessehalber: In der aktuellen Rewind ist auf Seite 21 ein Beispiel einer Datensicherung plus ausgelagerte Daten mit Sicherung dargestellt. Würdest du das werten wollen?
„Hony soit“

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