MacPro und SSD mit SATA-6 G

Bereits seit einiger Zeit ist von OWC eine bootfähige SSD-Lösung zu erwerben, die auch für den MacPro das Nadelöhr SATA-II (nur 3000 Mbit/s) zu Gunsten eines 6G-Ports aufhebt. Ich habe im Netz auch nichts Schlechtes darüber gelesen; allerdings stören zum einen der Preis und zum zweiten die Verwendung von Speicherriegeln (anstelle einer marktüblichen SSD), die wohl eine anderweitige (spätere) Verwendung nicht zulassen.
Seit September 12 gibt es eine wesentlich günstigere Möglichkeit von Sonnet = "Tempo SSD", die zudem den Vorteil hat, dass normale SSDs eingesetzt werden können. Auf Seite 40 der aktuellen "Mac & i" wurden mit einer SanDisk Extreme 485 MByte / 425 MByte (lesen bzw. schreiben) gemessen und mit der "Tempo SSD Pro" mit Raid und 2 SSDs sogar eine Lesegeschwindigkeit von 980 MByte/s. Pferdefuss hier war jedoch, dass die Karten im MacPro nicht bootfähig waren.
In der neuesten Version Typ "B" ist diese Beschränkung nunmehr aufgehoben.
Siehe hier, dann unter "Technical Specifications", dort "Technical Notes" Punkt 4

Ich habe mich bei DSP-Memory, die gegenwärtig nur die Pro-Karte für € 235,90 im Angebot haben, erkundigt: Die haben die einfache Karte in der B-Version für mich bestellt (Kostenpunkt: € 125,80 inkl. Versandkosten). Nach Erhalt werde ich meine 512 GB OCZ Vertex 4 (läuft als Startlaufwerk in meinem MacPro4,1 -Early 2009- bestens, aber momentan nur über die SATA-II-Schnittstelle) dort einbauen und berichten.
Bliebe noch zu erwähnen, dass mich DSP-Memory noch darauf hinwies, dass die Bootfähigkeit einen MacPro3,1 oder neuer voraussetzt (m.W. ist also eine MacPro Modell mindestens Herstellung Januar 2008 erforderlich).

Kommentare

Ich bezweifle dass du einen Unterschied merken wirst.
Der große Vorteil einer SSD ist nicht die maximale sequentielle Übertragungsrate, sondern die Zugriffszeit.
Beim Booten eines Betriebssystems und beim Starten von Programmen hat man es mit vielen kleinen Dateien zu tun, bei denen auch bei einer SSD die maximale Übertragungsrate gar nicht zum Tragen kommt (bei kleinen Dateien schaffen SSDs auch "nur" um die 200MByte/s, was über SATA2 kein Problem ist). Daher stellt bei diesen Szenarien SATA2 kein Nadelöhr dar.
Erst wenn Du große Dateien (im GB Bereich) lesen/schreiben/kopieren willst, bringt Dir SATA3 was.
athlonet
Ich bezweifle dass du einen Unterschied merken wirst.
Danke für deinen Hinweis. Selbst auf die "Gefahr" hin, dass du recht hast: Ich werde berichten.
ExMacRabbitPro
Klingt interessant! Bin gespannt auf deinen Bericht!
„"Every Gun That Is Made, Every Warship Launched, Every Rocket Fired, Signifies - In The Final Sense - A THEFT From Those Who Hunger And Are Not Fed, Those Who Are Cold And Are Not Clothed." - Dwight D. Eisenhower.“
Bin auch auf deinen Bericht gespannt.
ja, merken wird mans nicht. In theoretischen Benchmarks sind die Werte zwar weit auseinander, im Alltag beim arbeiten aber teilweise im Bereich der Messungenauigkeit - weit entfernt davon spürbar zu sein.
Hier mal real world benchmarks (leider noch mit Vertex3):


wäre mir sicherlich keine 125€ extra wert...
schwede
Warum nicht einfach einen,
Rocket 640L - Speichercontroller (RAID) - 4 Sender/Kanal einbauen.
z.B von hier


läuft einwandfrei in einem MP 3.1 mit unter anderem einer SSD Samsung 840 Pro.
Booten davon kein Problem.
schwede
Warum nicht einfach einen,
Rocket 640L - Speichercontroller (RAID) - 4 Sender/Kanal einbauen.
z.B von hier
Dies ist recht schlicht zu beantworten: Ich wusste nichts von der Existenz einer solchen Karte und kenne auch nicht die Erfahrungen anderer User. Im Netz findet man sehr unterschiedliche Bewertungen. Mit Sonnet hatte ich jedoch schon früher stets gute Erfahrungen gemacht. Welche Ergebnisse erzielst du bei den oben angesprochenen Kriterien mit dieser Karte?
schwede
Hallo,

bin eigentlich nur durch Lesen in den Foren auf den Controller gekommen.
Kenne mich mit den Spezifikationen auch nicht so aus, aber
Lesegeschwindigkeit von 980 MByte/s mit SATA3, geht das überhaupt?

Bin mit meiner Lösung äußerst zufrieden.

Hier ein Screenshot:
ExMacRabbitPro
schwede
Hallo,

bin eigentlich nur durch Lesen in den Foren auf den Controller gekommen.
Kenne mich mit den Spezifikationen auch nicht so aus, aber
Lesegeschwindigkeit von 980 MByte/s mit SATA3, geht das überhaupt?

Bin mit meiner Lösung äußerst zufrieden.

Hier ein Screenshot:

Brauch der Controller extra Treiber, oder wird er von OS X direkt unterstützt?
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schwede
Nein keine extra Treiber, wird vom OS unterstützt.
schwede
Lesegeschwindigkeit von 980 MByte/s mit SATA3, geht das überhaupt?
Wie ich oben schon sagte, wurde dieser Wert mit der "Pro"-Karte, 2 SSDs im Raid-Modus (Quelle Mac & i Heft 8 Seite 40) erreicht.
Ich würde - so bald meine bestellte Tempo SSD Sonnet-Karte geliefert wurde - neben den Tests mit Blackmagic auch gerne mal die Zugriffszeit im Vergleich SATA II zu SATA 6G darstellen.
Kann mir jemand von euch sagen, ob es hierfür ein Testprogramm gibt bzw. wie stelle ich das am besten dar? Wäre für einen Tip dankbar.
Einen Screenshot aus dem Test mit Blackmagic, OSZ Vertex 4 mit Anbindung an die SATA II-Schnittstelle füge ich bei.
struffsky
Ich betreibe im Mac Pro early 2008 eine Apricorn Velocity mit einer Crucial M4 drauf. Davon booten ist kein Problem. Das ganze ist sehr ordentlich. Gibt es hier
Die Schreibgeschwindigkeit ist wohl das Maximum mit der Crucial...
Hier der versprochene Test meiner neuen Tempo SSD 6GB/s SATA PCIe Karte, Artikel Nr. 10021119 bei DSP-Memory.de und dort für € 120,90 + 4,90 € Versand vorrätig. Der nachfolgenden Link führt zu einer ausführlichen Beschreibung:

Kostenlos fügt der Hersteller eine Kartenverlängerung bei, die es erlaubt, eine zweite SSD einzubauen, die dann ebenfalls in den Genuss der 6GB/s käme. Hiermit ist aber kein Raid-Modus möglich; dieser erfordert die fast doppelt so teure Pro-Karte.

Der Einbau in meinen MacPro Early 2009; Quad-Core Xeon, 2,66 GHz ist recht problemlos umzusetzen; zumal ich die zwei rechten Festplattenschächte nicht mehr belegt habe. So hatte ich reichlich Platz zum Arbeiten. Irgendwelche Treiber oder Ähnliches waren nicht erforderlich. Für alle die bereits eine solche Karte in einer früheren Version besitzen (Kartennummer beginnt nicht mit einem "B") gibt es bei Sonnettech.com inzwischen eine neue Firmware, die auch die alten Karten im MacPro zum Booten überreden kann. Die findet man hier: Aber noch einmal: Die neue Firmware ist nur für die ältere Version vorgesehen!!!

Komme ich zum Test:
1.) Bootvorgang:
Wie bereits von einigen Threadteilnehmern vorausgesagt: Gegenüber dem SSD-Start im SATA-II Schacht (unter Einsatz eines Kingston-Einbaurahmens) gab es keine Verbesserungen:
Mein MacPro (12 GB RAM) benötigt jeweils 11 Sekunden, bis der Power-On-Self-Test abgeschlossen wurde (und der Gong ertönt).
Jeweils mit Mountain Lion 10.8.2 und exklusive des 11 Sek. POW-Test:
a.) Normale Festplatte (Seagate Barracuda 7200.12 mit 1 TB) 64 Sek.
b.) OCZ Vertex 4 / 512GB Firmware 1.5 an SATA II: 24 Sek.
c.) OCZ Vertex 4 / 512GB Firmware 1.5 an SATA III: das gleiche

2.) Blackmagic Benchtest
zu a.) 86,6 MB/s Schreiben und 91,8 MB/s Lesen
zu b.) 258,6 MB/s Schreiben und 260,5 MB/s Lesen
zu c.) 412,2 MB/s Schreiben und 436,7 MB/s Lesen

Ein Test der OCZ Vertex 4 allerdings mit der 256 GB -Version findet sich hier:

Nun die entscheidende Frage: Hat es sich gelohnt? Der Kauf der OCZ Vertex 4 (übrigens mit 3 Jahren Garantie; Sonnet-Karte: 1 Jahr Garantie) auf jeden Fall. Nicht nur der Bootvorgang, sondern alle die Festplatte berührenden Aktionen sind deutlich schneller. Ob der Anschluss der OCZ Vertex 4 an die SATA III Karte gegenüber dem Einbau in den SATA II Schacht sich bei meinen Arbeiten vorwiegend mit Photoshop, Lightroom und FCP auswirkt, kann ich jetzt noch nicht beurteilen. Wenn man möglicherweise sogar noch einmal eine 2 . SSD kauft und dann sogar nur noch einen Kartenpreis von aufgeteilt nur rd. € 60 zu berücksichtigen hätte, kann es so falsch aber nun auch nicht gewesen sein!
ExMacRabbitPro
Danke für den Testbericht!
„"Every Gun That Is Made, Every Warship Launched, Every Rocket Fired, Signifies - In The Final Sense - A THEFT From Those Who Hunger And Are Not Fed, Those Who Are Cold And Are Not Clothed." - Dwight D. Eisenhower.“
Nachtrag zu meinem Testbericht
Es gab doch ein Problem:
Zunächst sei vorausgeschickt: Ich hatte auf der SSD sowohl Bootcamp als NTFS-Partition installiert als auch gleichzeitig auf diese Bootcamp-Partition den Zugriff durch Parallels 8 eingerichtet. Beides funktionierte, als die SSD noch im SATA II Schacht im Kingston-Einbaurahmen installiert war, einwandfrei.

Nach dem Einbau der SSD in die Sonnet-Karte hatte ich nur die Parallels-Anbindung geprüft und hierbei keine Auffälligkeiten bemerkt. Heute musste ich aber feststellen, dass sich die Windows 7 Bootcamp-Partition nicht starten ließ. Es kam aber noch schlimmer:

a.) Der Boot-Camp Assistent war nicht in der Lage, die NTFS-Partition wieder mit der Mac-Partition zusammenzuführen, obwohl ich selbstverständlich einen Windows 7 Datenträger eingelegt hatte. Der Assistent bot mir lediglich an, aus der kompletten SSD eine Windows-Partition zu machen (dieses "Angebot" habe ich nicht getestet). Fehlermeldung: Die Festplatte wurde mit einem fremden Dienstprogramm formatiert (was natürlich nicht stimmt).
Ich hatte mich daraufhin entschlossen, die komplette SSD zu löschen und aus Time Machine die Mac-Partition und aus Winclone 3.7 die Bootcamp-Partition neu aufzusetzen.

b.) Mein Frust steigerte sich erheblich, als sich auch das Festplattendienstprogramm (gestartet einmal von einem separaten internen Volume wie auch einmal über die Recovery-Partition) weigerte, die Festplatte zu löschen. Fehlermeldungen: Die Festplatte kann nicht vom Schreibtisch entfernt werden. Erst als ich mit "iPartition" beide Partitionen auf der SSD löschte, konnte ich sie mit dem Festplattendienstprogramm neu formatieren.

c.) Frohgemut aber doch misstrauisch habe ich zunächst nur mit Hilfe einer selbstgebastelten Mountain-Lion Installations-DVD lediglich 10.8.2 installiert und nach Aktualisierung versucht, nunmehr über den Boot-Camp Assistenten die Bootcamp Partition zu kreieren. Auch das ging nicht.

d.) Zu meiner grenzenlosen Überraschung bot mir jedoch der Boot-Camp Assistent an, auf einer normalen internen Uralt-Festplatte (die früher in einer Time-Capsule gewerkelt und nie ein Betriebssystem gesehen hatte: 1 TB Hitachi HDS721010KLA330) die Bootcamp-Partition anzulegen. Ich bin immer davon ausgegangen, dass dies nur auf einem Startvolume möglich ist, aber habe natürlich nichts dagegen, wenn die doch recht selten benutzte Windows-Partition nicht die SSD belastet. Und siehe da: Es funktionierte!

Ende gut alles gut: OK, das war viel Arbeit. Aber alle Recovery-Bemühungen über Time-Machine und Winclone funktionierten einwandfrei. Das Mac-Volume ist entlastet und läuft hervorragend, sowohl der Bootcamp-Start als auch der Start über Parallels führt zu keinen Problemen.
wingwing
Danke drebaboe für die umfangreichen Berichte.

Zur Info/Rückmeldung "Warum die SATA III (max. 6 Gbit/s) ggü. der SATA II (max 3 GBit/s) in der Praxis nicht bzw. nur kaum spürbar sind:

Nicht die "Marketing-Transferraten" der SSD, sondern die Zugriffszeiten sind entscheidend.

Fakten dazu:

- Tranzferraten:
HDD ca. 70 bis 100 MB/s; SSD ca. bis zu 550 MB/s
... das entspricht einem Leistungssteigerungsfaktor von unter 8 (bei mir durch SATA1 liegt das Limit sogar bei 150MB/s

- Zugriffszeiten:
HDD ca. 14 ms; SSD ca. 1,5 ms
... das entspricht einem Leistungssteigerungsfaktor von ca. 100

In der Praxis wird ständig vom System auf kleine Dateien zugegriffen (insbesondere beim Booten und Programmstart). Große Datenmengen zu kopieren kommt dagegen eher selten vor.
... < denk-NACH-über-Marketingaussagen > ...
Nachtrag aus einer Infos von DSP-Memory.de (Verkäuferin der Karte), der ich meinen Bericht zur Verfügung stellte:
Zitat: "Ich denke, dass das Bootcamp der Schuldige ist. Nach meinen Informationen zwingt Bootcamp den Controller in den "IDE" (legacy)-Modus (was völlig unsinnig ist, da nur XP dieses voraussetzt - wer installiert heute noch XP...) und die Tempo-Karte wird wohl "nur" AHCI unterstützen. Da dürfte es, solange Apple an diesem Betriebsmodus festhält, keine andere Möglichkeit geben. Eine legacy-Firmware für die Tempo-Karte halte ich für unsinnig, da alle PCIe-ausgestatten Rechner AHCI unterstützen. Eventuell kommt Apple ja auch bald in den 2000ern an und bietet AHCI-Support für das Bootcamp..."
Ende des Zitats
@schwede

Wenn ich es richtig verstande habe, hast Du ja die RAID Version gekauft? Kannst Du über den Rocket 640L auch BootCamp laufen lassen z.B. Windows 7\8? Hintergrund meiner Frage: Ich möchte auch auf meinem MacPro 3,1 (Anfang 2008) OX X 10.8.3 das Windows 7 installieren und davon auch booten können. Danke für die Unterstützung
Hat noch jemand anderes von Euch Erfahrung mit dem HighPoint Rocket 640L RAID Controller und OS X 10.8.3 + BootCamp und Windows 7 sammeln können

@drebaboe
Danke für diesen umfangreichen und informativen Bericht
schwede
@apfelrix

Ich habe VMware laufen und darin läuft unter anderem auch ein Windows8.
Bootcamp nutze ich nicht, sollte aber funktionieren da es ja bootfähig ist.

Ich hoffe Dir reicht die Auskunft.
Danke für die Rückinfo

Kurz noch einmal, hast Du die RocketRAID 640L Version oder die Non RAID Version vom Controller im Einsatz.
VMware ist klar und läuft auch bei mir ohne Probs. Zum Thema BootCamp: Bisher hatte ich zwei andere Controller im Testeinsatz nur haben diese nicht mit BootCamp funktioniert. Das Windows 7\8 konnte zwar über BootCamp installieren werden jedoch war das anschließende starten\booten vom Win OS nicht möglich.
Im MacPro ist auch noch eine RAID Card (Bezeichnung: A12228) vorhanden, aber diese funktioniert ja bekanntlich auch nicht in Verbindung mit BootCamp.
schwede
@apfelrix,

den oben verlinkten habe ich.


Schöne Pfingsten Euch allen.
v3nom
Diese Karte läuft laut Heise auch gut und ist mit der neuen Firmware auch bootfähig. Leider nur ab MacPro 3.1 als kompatibel gelistet:
Bozol
Diese Sonnet ist für mich auf alle Fälle eine Option. Aber ich warte noch ab wie der neue Mac Pro wird. Geht das in die Hose rüstet ich meinen 3,1 auf.
v3nom
Hier ein Review der Sonnet Karte, rennt gut:

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