Kann mir jemand Java erklären?

jogoto
Alte Versionen, die vor Sicherheitslücken strotzen. Browser, die wegen dieser Sicherheitslücken Java gleich deaktivieren. Software, die mit neuen Java Versionen nicht läuft und deretwegen man das alte, unsichere Zeugs verwenden muss ...
Was geht mit Java (einfacher) was ansonsten nicht zu machen wäre? Als Anwender und als Admin, der sich mit Firmen herumschlagen muss, die Java verwenden, kommt es mir manchmal einfach nur als Faulheit vor "was Vernünftiges" zu programmieren. Ich lasse mich aber auch gerne eines Besseren belehren.
„Genaue Angaben zum Problem sind unnötig. "Funzt net" reicht völlig.“

Kommentare

Ein großer Vorteil von Java im Gegensatz zu beispielsweise der gesamten C-Reihe ist die Unabhängigkeit von Plattform und Betriebssystem.

EDIT: Natürlich gibt es nicht "den" ultimativen Vorteil, und man braucht auch immer Programmiersprachen, mit denen man Java vergleichen will. Des weiteren kommt es auch immer auf das Einsatzgebiet an, und was als Endprodukt dabei rauskommen soll.
1. Die großen Java-Probleme werden hauptsächlich vom Browser-Plugin verursacht.

2. Ich nutze Java z.B. für GlimmerBlocker (Web-Filter-Proxy, unverichtbar), NetBeans (Java-/C-/C++-Entwicklung, unverzichtbar) und Eclipse (Scala-Enticklung, unverzichtbar). Wenn ObjC-Entwicklung betreibt, dann ist Xcode die IDE der Wahl, für alles andere dürfte Xcode wohl ehr nur als Überzeugungstäter die IDE der Wahl sein. Und alle anderen ernstzunehmenden Alternativen laufen unter Java (Eclipse, NetBeans, IntelliJ, PHPStorm, ...)
_mäuschen
………………………………I love Java

Check these Java jokes out. You'll have to be a bit of a geek to find them funny
Two ints and a float are in a bar. They spot an attractive double on her own.

The first int walks up to her. “Hey, baby”, he says, “my VM or yours”. She slaps him and he walks back dejected.

The second int walks over. “Hey, cute-stuff, can I lick your Bean?”. After a quick slapping, he too walks back.

The float then ambles over casually. “Were those two primitive types bothering you?”, he remarks.

“Yes. I’m so glad you’re here”, she says. “They just had no Class!”
A group of computer science majors were listening to a lecture about Java programming at a university. After the lecture one of the men leaned over and grabbed a women's breast.

Woman: "Hey! Thats private OK!?"

The man hesitated for a second looking confused.

Man: "But I thought we were in the same class?"
News Report: "A Java programmer in Silicon Valley was detained for questioning yesterday after an anonymous tip that he was using a Hashtable..."
A boolean passes a friend in the hall, and notes he looks quite depressed. The friend vaguely recalls a recent family tragedy and asks, "Hey, is it true your parents died last week in a Garbage Collection accident?" The boolean replies, "Yeah, and now I've got no place to live, either." The friend is shocked, and asks, "But weren't you in their will?" The boolean sighs and says, "Nope, no will, no inheritance…"
A bunch of 17 year olds - ClassCast, IllegalArgument and ArrayOutOfBounds - decide to take their chances, and try to get served at the bar. The Bartender takes one look at them, and asks them for ID. ClassCast hands over his fake ID, IllegalArgument hands over his brother Throwable's ID, but ArrayOutOfBounds doesn't have any fake ID. The Bartender says "Sorry guys, you'll have to leave unless I can see some ID". ClassCast pleads with the barman "can't you just bend the rules for us?" and the barman says "Sorry, no Exceptions".
by DonCash @
Und was die
Faulheit vor was Vernünftiges" zu programmieren"
angeht: Wenn du den Aufwand kennen würdest, auwändigere Programme zu entwickeln, dann muß es sich schon sehr lohnen, für jede Plattform eine spezifische, in unterschiedlichen Sprachen entwickelte Version zu entwickeln. Das verdoppelt dann mal schnell die Arbeit. Und bei Projekten mit mehreren 10k Mannstunden... sag du mir, warum das keiner macht. Eclipse und Netbeans haben über 10 Jahre gebraucht um soweit zusein wie sie es heute sind. Xcode hat eine ebenso lange Zeit hinter sich.

Wenn man Software als Werkzeug ansieht, dann kann man über kleinere Schwächen bzgl. OS-Integration hinwegsehen. Bei NetBeans bin ich recht zufrieden. Die leichen Schwächen macht NB mit sehr guten Features mehr als wieder wett. Ohne JVM für OSX würde es zumindest für Entwickler wohl nur eines bedeuten weg von der Plattform (als Arbeitsplattform).
jogoto
Bitte habt Gnade mit mir!
Ihr könnt mich noch tausendmal erklären, welche Vorteile es für den Programmierer hat, ich würde es nicht verstehen. Welchen Vorteil hat es für den ANWENDER und lässt es sich für den nicht anders realisieren? Denn wenn ihr mir hier erklärt, dass es nur Vorteile für den Programmierer hat, hake ich es als Anwender bei den vielen Problemen die ich damit habe doch unter "Faulheit" ab.
„Genaue Angaben zum Problem sind unnötig. "Funzt net" reicht völlig.“
jogoto
Bitte habt Gnade mit mir!
Ihr könnt mich noch tausendmal erklären, welche Vorteile es für den Programmierer hat, ich würde es nicht verstehen. Welchen Vorteil hat es für den ANWENDER und lässt es sich für den nicht anders realisieren? Denn wenn ihr mir hier erklärt, dass es nur Vorteile für den Programmierer hat, hake ich es als Anwender bei den vielen Problemen die ich damit habe doch unter "Faulheit" ab.
Ich verstehe die Frage nicht. Es ist doch ganz einfach: Scheisse für Entwickler scheisse für Anwender. Gut für Entwickler gut für Anwender. Was ist an der einfachen Aufwandsrechnung nicht zu verstehen? Nicht genug Kunden, die den Mehraufwand wieder reinspielen keine Extraentwicklung. Das hat NICHTS mit Faulheit zu tun.
jogoto
aa

Zu "Plattformunabhängigkeit". Den Größten Ärger mit Java als Admin hab ich mit einem internationalen Konzern, dessen Anwendungen sowieso nur für Windows (XP) und den IE gemacht sind. Und die laufen dann auch maximal mit 6.23. Ich hoffe auf Dein Verständnis, wenn meines mir dabei ausgeht.
„Genaue Angaben zum Problem sind unnötig. "Funzt net" reicht völlig.“
Ist zwar keine Java-Entwicklung, aber auch ein gutes Beispiel: Wireshark. Ist kein natives OSX-Programm (also kein ObjC/Cocoa), aber dennoch unverzichtbar. Es gibt zwar ein ähnliches Cocoa-Programm, aber das kann nicht mal im Ansatz Wireshark das Wasser reichen. Ist aber auch nur indirekt für den normalen Anwender relevant. Aber du würdest es vermutlich bemerken, wenn es Wireshark nicht mehr geben sollte.
Klaus Major
_mäuschen
Check these Java jokes out. You'll have to be a bit of a geek to find them funny
...
Ein schlichtes Gemüt ist sicher auch ganz hilfreich...
jogoto
aa

Zu "Plattformunabhängigkeit". Den Größten Ärger mit Java als Admin hab ich mit einem internationalen Konzern, dessen Anwendungen sowieso nur für Windows (XP) und den IE gemacht sind. Und die laufen dann auch maximal mit 6.23. Ich hoffe auf Dein Verständnis, wenn meines mir dabei ausgeht.
Hä? Natürlich kannst du eine prinzipiell plattformunabhängige Sprache auch plattformspezifisch benutzen. Aber daraus kannst du doch der Sprache keinen Strick drehen. Bedanke dich bei den Entwicklern der Software, die haben es verkackt. Und im Zweifel sind noch nicht mal die Schuld, wenn sie die Auflagen hatten bestimmte Technologien zu benutzen.

Wie ich hörte, wären so einige Leute froh eine plattformunabhängige Oberfläche zu ihrer alten AirPort zu haben. Denn leider unterstützt die aktuelle Software nicht mehr die alten AirPorts und die alte Software läuft nicht mehr auf den aktuellen OSX-Versionen. Ich wette, die Betroffenen würden sich ein zweites Ar...loch herbei freuen, wäre es eine Java-Software oder einfach nur ein Web-Interface – so wie bei jedem anderen Router auch.
Schildie
_mäuschen
Knaller! So liebe ich meine Mittagspause; danke!
Nerd-Witze
_mäuschen
aa
Nerd-Witze

Möchtest wohl gerne ein paar AA Jokes
Och nööö, lass mal.
ExMacRabbitPro
aa
jogoto
aa

Zu "Plattformunabhängigkeit". Den Größten Ärger mit Java als Admin hab ich mit einem internationalen Konzern, dessen Anwendungen sowieso nur für Windows (XP) und den IE gemacht sind. Und die laufen dann auch maximal mit 6.23. Ich hoffe auf Dein Verständnis, wenn meines mir dabei ausgeht.
Hä? Natürlich kannst du eine prinzipiell plattformunabhängige Sprache auch plattformspezifisch benutzen. Aber daraus kannst du doch der Sprache keinen Strick drehen. Bedanke dich bei den Entwicklern der Software, die haben es verkackt. Und im Zweifel sind noch nicht mal die Schuld, wenn sie die Auflagen hatten bestimmte Technologien zu benutzen.

Wie ich hörte, wären so einige Leute froh eine plattformunabhängige Oberfläche zu ihrer alten AirPort zu haben. Denn leider unterstützt die aktuelle Software nicht mehr die alten AirPorts und die alte Software läuft nicht mehr auf den aktuellen OSX-Versionen. Ich wette, die Betroffenen würden sich ein zweites Ar...loch herbei freuen, wäre es eine Java-Software oder einfach nur ein Web-Interface – so wie bei jedem anderen Router auch.

Hier koexistiert das Airport Admin Dienstprogramm für die alten Stationen ganz friedlich neben der Version für die neuen Stationen. Beide laufen prima und administrieren was sie sollen.
Ich kann das ganze gejammer nicht nachvollziehen. Ach ja, OS ist Mountain Lion.
„"Every Gun That Is Made, Every Warship Launched, Every Rocket Fired, Signifies - In The Final Sense - A THEFT From Those Who Hunger And Are Not Fed, Those Who Are Cold And Are Not Clothed." - Dwight D. Eisenhower.“
ExMacRabbitPro: Ich kann dazu nichts sagen, da ich mir niemals eine AirPort kaufen würde. Ich hatte es nur mal so gehört. Ich weiß auch nicht um welche AirPort-Generation es dabei ging.
Man stelle sich vor, man benutzt ein Programm zum Verwalten irgendwelcher Daten in Windows. Jetzt kommt plötzlich der Moment der Besinnung und man kauft sich einen Mac, und müsste (für den Fall, dass das Programm in einer Windows-Umgebung geschrieben wurde) sämtliche Daten neu einpflegen oder sich nach einem Converter umschauen. Wenn das Tool jetzt aber auf Java basiert, reicht ein einfacher USB - Stick zum Überspielen der Daten, da Java von den Betriebssystemen gleich interpretiert werden kann, was bei anderen Programmiersprachen (nicht zwingend bis) gar nicht der Fall ist.
Exx3
Ein großer Vorteil von Java im Gegensatz zu beispielsweise der gesamten C-Reihe ist die Unabhängigkeit von Plattform und Betriebssystem.

Das ist leider nur die halbe Wahrheit. Ohne JRE läuft überhaupt kein Code, und JRE ist nichts anderes als eine virtuelle Maschine.
Du musst also auf jedem OS zuerst diese virtuelle Maschine installieren damit der Code überall gleich läuft.
Angeblich ist die Laufzeit mittlerweile die gleiche, wie wenn es nativ laufen würde...
Zumindest hat man hier noch mehr Angriffsfläche bezüglich Sicherheitslücken...
.... was nichts an meiner Aussage ändert, dass eine aufs allernötigste beschränkte - wenn man so will - virtuelle Maschine eine Lösung für alle vorstellbaren OS bietet. Wie genau das funktioniert, sie erstmal dahingestellt. Vopm Laufzeitverhalten merkt man aber erfahrungsgemäß wirklich nicht, ob ein Programm jetzt direkt oder den Umweg über eine "Weiche" läuft. Das mit den Sicherheitslücken stimmt natürlich, was ja auch der Ausschalggebende Grund dieses Topics war.
twilight
Den Vorteil von Java - plattformunabhängige Software entwickeln zu können - vereinfacht das Leben der Softwareentwickler ein Stück weit, baut aber Probleme an anderer Stelle auf. Stichwort sind Systemintegration, Usability und noch einiges drumherum (von den Java-Sicherheitsproblemen an der Stelle mal zu schweigen).

Man hat mit JavaApps die Möglichkeit, ein und das selbe Binary auf vielen Plattformen laufen zu lassen. Nur keiner der Anwender wird damit so richtig glücklich, denn diese JavaApps fühlen sich häufig genug wie Fremdkörper an. Ich persönlich halte wenig von Java, aber das mag jeder für sich entscheiden.

Als Beispiel mal der Filerequester von Elster Online, um das Zertifikatsfile raussuchen zu können. Da funktionieren keine Shortcuts und die Tastatursteuerung ist auch nur bedingt möglich. Er merkt sich keine Pfade - alles andere als styleguidekonform.

Peter
„Auch dienstlich tu ich mir garantiert kein Windows an!“
jogoto
Wie gesagt, ich bin Laie in Sachen Java. Sieh es mir also bitte nach, wenn ich in Deinen Augen Stuss rede.
aa
... oder einfach nur ein Web-Interface – so wie bei jedem anderen Router auch.
Vermutlich meine ich sowieso eher die Java-Anwendungen, die im Browser gestartet werden. Also hier die Frage, das Internet sollte eh plattformunabhängig sein. Ist das nur mit Java als Zusatz hinzubekommen?
„Genaue Angaben zum Problem sind unnötig. "Funzt net" reicht völlig.“
Java-Programme sind a) hauptsächlich auf OSX andersartig ind b) gibt es auch da geeignete Wege. Java-Programme können auch das Mac-typische Menü haben und die Mac-typischen Dialoge nutzen. Un dennoch laufen die Programme auch auf anderen Systemen. Die Entwickler müssen es nur machen.

Und nichmals: ich benutze 1000x lieber ein Java-Programm, als dass ich das Problem unter OSX gar nicht oder nur mit einem schlechteren nativen Programm machen kann. Und für so manche Promlemlösung gibt es für OSX kaum bis keine native Software. Das fängt mit Softwareentwicklung an und hört bei mathematischen und technischen Problen nicht auf. Es wäre schlecht um OSX bestellt, gäbe es nicht die unzähligen Java-, Qt-, wasweissich-Anwendungen nicht.
jogoto
aa
Es wäre schlecht um OSX bestellt, gäbe es nicht die unzähligen Java-, Qt-, wasweissich-Anwendungen nicht.
Naja, ich hab viele OSX-Installationen gemacht und früher hätte ich Dir auch nicht sagen können, wann genau man Java braucht. Inzwischen, wenn inaktiv, melden sich die User nur, wenn sie im Internet die Sitzplätze bei der Kartenbestellung nicht anklicken können.
„Genaue Angaben zum Problem sind unnötig. "Funzt net" reicht völlig.“
Du musst mal schauen wann Java für das Web entwickelt wurde. Das war mitte/ende der 90er. In der Zwischenzeit haben sich für den Browser bessere Techniken entwickelt und Java ist mehr auf den Desktop aber BESONDERS auf die Server gewandert. Java düfte gerade auf dem Server mit großem Vorsprung vorne liegen. Dazu gesellen sich noch ein paar andere Sprachen, die aber z.T. auch auf der JavaVM laufen, mit den Vorteilen, bestehende Java-Frameworks benutzen zu können.

Für den Browser ist Java in der Tat nicht mehr relevant. Ich habe einen Lexmark T634, der Java in seinem Web-Frontend benutzt – für so ein dämliches Menü. Es gibt aber einen HTML-Fallback, der genausogut funktioniert (wenn nicht sogar besser, schon wegen der wegfallenden Startzeit).
Java im Web ist ja nochmal eine andere Geschichte ...

Das ist dann Javascript. Es wird auf Webseiten eingesetzt, um Aktionen direkt auf dem PC des Nutzers auszuführen. Das Script wird also heruntergeladen und lokal bearbeitet. Ist quasi das Gegenspiel zu PHP oder anderen Web-Scriptsprachen, welche dann auf dem Webserver direkt bearbeitet werden, wie beispielsweise Loginverwaltung oder eine simple Ausgabe der Serverzeit. Mit Javascript könnte man als einfaches Gegenbeispiel im Web die lokale Zeit deines Heimrechners ausgeben lassen oder etwa auf dein lokales Dateisystem zugreifen. Dies ist mittlerweile aber besser über Alternativen wie HTML 5 zu lösen.
Exx3
Java im Web ist ja nochmal eine andere Geschichte ...
Nicht unbedingt. Java wurde ursprünglich (zumindest auch) für die Anwendung im Webbrowser entwickelt, also auch für die lokale Ausführung im Browser.
aa
Und nichmals: ich benutze 1000x lieber ein Java-Programm, als dass ich das Problem unter OSX gar nicht oder nur mit einem schlechteren nativen Programm machen kann.
Da unterscheiden wir z.B. uns sehr. Leben hat eine ästhetische Dimension. Wenn etwas nur nutzbringend, aber nicht elegant ist, wird es für mich zu einer Qual, die ich meide. In aller Regel beschränke ich mich daher dann auf das native Programm, auch wenn es weniger kann.

Du kannst also nicht alle Nutzer über einen Kamm scheren.

Vor allem ist Deine Überlegung viel zu statisch: Gäbe es keine systemübergreifende Programmierung, wären die Softwarehersteller gezwungen, native Programme zu schreiben oder auf das jeweilige Marktsegment ganz zu verzichten. Oft genug würde dann die Entscheidung sehr wohl zugunsten nativer Software ausfallen. Ist halt nur nicht so bequem für die Entwickler.
Es wäre schlecht um OSX bestellt, gäbe es nicht die unzähligen Java-, Qt-, wasweissich-Anwendungen nicht.
Aus meiner Sicht sind Java und Qt Geisseln der Menschheit.

Und ja, es ist Faulheit und, schlimmer, geistiges Phlegma der Softwareentwickler, wenn sie nicht nativ programmieren. Bei einer sauberen MVC-Architektur sind native GUIs kein Problem. Aber da müsste man halt sauber zu programmieren lernen und dann auch noch Cocoa, igitt …

Mit Deiner BWL-Logik könnten Softwareentwickler den größten Schund über Anwendern ausgießen und sich immer hinter ökonomischen Argumenten verstecken: „Sei froh, dass es dieses unsäglich zu bedienende Programm gibt, denn die Alternative wäre, es gäbe gar keins.“ (Erinnert mich an die DOS-Apologeten angesichts des nahenden Durchbruchs von Windows Anfang der 90er.)

Software-Entwickler, die keinen GUI-Eros verspüren, sollten die Welt lieber mit ihren Werken verschonen. Mittelmaß gibt es schon zu viel …

Ich bin übrigens Software-Entwickler.
Exx3
Ein großer Vorteil von Java im Gegensatz zu beispielsweise der gesamten C-Reihe ist die Unabhängigkeit von Plattform und Betriebssystem.
Es gibt ja wohl keine plattformübergreifendere Sprache als C.

Was Du vermutlich meinst, sind die GUI-Bibliotheken der „systemübergreifenden“ Entwicklungsumgebungen. Und genau die führen zu der schaurigen Nutzerunfreundlichkeit plattformunabhängiger Programmierung.
Au Weia...

Geht es noch dicker? Nun gut. Jeder so wie er will. Aber ich gebe zu bedenken: Was wäre wohl aus OSX geworden, wenn Apple nicht so viel Handreichungen gemacht hätte? Wenn sie keine Carbon oder gar Classic-Anwendungen machbar gemacht hätten? Ich habe keine belastbare Zahlen, aber die Nummer von Jobs OSX als DIE Java-Entwicklungsplattform zu promoten dürfte ein wichtiger Schritt gewesen sein (ich wäre wohl sonst nie gewechselt)? Selbst Photoshop ist nur Augenzwinkernd als nativ anzusehen. Da steckt so viel Legacy-Stuff drin...

Viele Entwickler konnten BESONDERS in den Anfangsjahren überhaupt nur auf dem Mac vernünftig existieren (im Sinne von freiwillig und mehr werdend), WEIL es soviel nicht-native Software gab. Weil es eine Mac-untypische Shell gab. Und gibt.

Und mach dir mal die Mühe und suche einfach mal wissenschaftlich-/technischer Software und schau was davon wirklich echt nativ (im Sinne von ObjC/Cocoa) ist. Ich fürchte, du wirst dich wundern.

Und was meist du, WAS wäre OSX heute ohne diese Grundlagen? Ohne diejenigen, die deswegen auf OSX gewechselt sind? Ich gehöre auch zu denen, die ausgelacht wurden, weil sie auf eine tote Plattform gewechselt sind. ICH kann mich noch sehr gut daran erinnern, mich regelrecht erklären zu müssen, wie man denn so doof sein kann. Wo es doch kaum Software dafür gibt. Und überhaupt... Apple fast Pleite.

Ich wage es mal in den Raum zu stellen, ob es Apple heute so überhaupt noch geben würde, OHNE all diese Software. Und selbst heute sehe ich sie als Wichtig an.

Natürlich würde ich eine native Variante vorziehen. Aber in erster Linie ist mein Computer mein Werkzeug. Du nimmst doch auch nicht den hübschesten Hammer, sondern den, der für die jeweilige Aufgabe am geeignetsten ist, oder? Deswegen habe ich auch gleich mehrere unterschiedliche Hämmer.


DU magst mit dieser Ansicht durchkommen. Aber du bist zumindest in Teilen von denen abhängig, die sich diesen Luxus nicht leisten. Dazu gibt es immer noch genug Tools, die es nicht oder gut genug nativ für OSX gibt. Wireshark ist wieder mein Lieblingskandidat.
Schens
Ich bin kein Coder und gebe mir daher regelmäßig die Kugel, wenn ich was im C#-Code ändern muss.

Java scheint mir da einfacher. Da fluche ich nur bei 98% aller Versuche.

Ist eventuell sehr subjektiv....
Weia:
Exakt, ich meinte die übereinstimmenden Bibliotheken. Bei Java ist das alles kein Problem, im Gegensatz zu C, wo allein schon die Namen der Bibliotheken von OS zu OPS unterschiedlich sind und man in einigen Libs Funktionen sucht, welche auf anderen OS vorhanden sind. Es ist einfach nicht 1:1 und Systemübergreifend anwendbar.
aa
Geht es noch dicker?
Aber sicher!
Aber ich gebe zu bedenken: Was wäre wohl aus OSX geworden, wenn Apple nicht so viel Handreichungen gemacht hätte? Wenn sie keine Carbon oder gar Classic-Anwendungen machbar gemacht hätten?
Damit hast Du vollkommen recht.

Das war eine bittere Lektion, die Steve Jobs bei NeXTStep lernen musste. NeXTStep ist aus meiner Sicht noch heute die vollkommenste, weil homogenste Plattform; aber keiner von den damaligen Größen (Microsoft, Adobe, Quark) war bereit, seine Programme dafür anzupassen (was unter NeXTStep ja nur nativ ging), und daran ist NeXTStep gescheitert.

Mit dem zweiten Anlauf, als "Mac OS X", versuchte Jobs diesen Fehler dann von vornherein zu vermeiden, daher Classic, Carbon und Java. Das war strategisch richtig, aber ein Kompromiss, den Jobs gehasst hat. Weswegen er versucht hat, nach einer Übergangszeit das Ganze möglichst bald wieder loszuwerden.

Ohne diesen Hintergrund ist z.B. sein Furor gegen Flash auf iOS gar nicht wirklich zu verstehen.
Selbst Photoshop ist nur Augenzwinkernd als nativ anzusehen.
Selbst Photoshop? Adobe ist ja nun das allerschlimmste, was man sich an üblem Softwarehersteller vorstellen kann.
Viele Entwickler konnten BESONDERS in den Anfangsjahren überhaupt nur auf dem Mac vernünftig existieren (im Sinne von freiwillig und mehr werdend), WEIL es soviel nicht-native Software gab.
Was Du damit meinst, verstehe ich nicht.
Weil es eine Mac-untypische Shell gab. Und gibt.
Die mag Classic-Mac-untypisch sein, aber sie ist integral für Mac OS X. Mountain Lion = NeXTStep 12.x (wie ein Blick auf den Build im Info-Panel zeigt …)
Ich wage es mal in den Raum zu stellen, ob es Apple heute so überhaupt noch geben würde, OHNE all diese Software.
Da sind wir (historisch) einer Meinung.
Und selbst heute sehe ich sie als Wichtig an.
Und da unterscheiden wir uns grundlegend.

Wer nach zwölf Jahren immer noch keine native Anpassung zustande gebracht hat, kann nur noch mit meinem Unverständnis rechnen.
Aber du bist zumindest in Teilen von denen abhängig, die sich diesen Luxus nicht leisten.
Qualität ist Luxus? Au weia. (Sic! )
Eventus
roca123
„Fasse dich kurz!“
Waia:
Wer nach zwölf Jahren immer noch keine native Anpassung zustande gebracht hat, kann nur noch mit meinem Unverständnis rechnen.
Nun ja, irgendwer muss die Kosten für die Entwicklungen tragen. Du sagst ja selbst, du bist ein Entwickler. Dann dürfte auch dir auffallen, daß es ein Problem darstellt, Software, in denen mehrere 1k-10k Mannstunden mal eben für jede Plattform nativ zu porten. Das dürfte für Anwendungen wie NetBeans oder Wireshark ein echtes Problem darstellen. Und ich sehe auch sonst keinen der sich die Ärmel hochkrempelt mal ein Projekt so richtg aufzuräumen. Vermutlich weil es wichtigeres geht und weil man mit den Programmen eben DOCH ganz brauchbar arbeiten kann. Und vor allem: JETZT SOFORT und nicht erst in 10 Jahren.

Ich benutze lieber NetBeans oder Eclipse als Xcode. Es funktioniert für mich einfach besser. Zumal Xcode doch recht fetgelegt ist, was den Umfang der unterstützen Sprachen.

Im Endeffekt kann es ja auch jeder halten wie er will. Ich mag nur nicht diesen quasireligösen Touch in derlei Diskussionen.

Ich kann es sehr gut verstehen, wenn man SW nativ haben möchte. Das will ich auch. Aber die Funktion hat (für mich) eindeutig Vorrang. Das hat übrigens auch seine Grenzen: SW mit GnuStep-Oberfläche. DAS fühlt sich ja mal so RICHTIG falsch an.
aa
Ich mag nur nicht diesen quasireligösen Touch in derlei Diskussionen.
Naja, Du schriebst selber oben:
Ich verstehe die Frage nicht. Es ist doch ganz einfach: Scheisse für Entwickler scheisse für Anwender. Gut für Entwickler gut für Anwender.
Wenn das in all seiner ultimativen Schlichtheit keine „quasireligiöse“ Verherrlichung des Pragmatismus ist …

Das Problem mit pragmatisch ausgerichteten Menschen ist meiner Erfahrung nach, dass sie immer der Meinung sind, ihre Ideologie (der Pragmatismus) sei als einzige keine. (Ich erinnere mich noch an den sagenhaften Satz eines US-Politikers in irgendeiner Diskussion, Europa sei immer so ideologisch orientiert, statt einfach den Kapitalismus gewähren zu lassen …)

Und Dein Satz ist nach meiner Erfahrung als Entwickler so verkehrt, wie ein Satz nur sein kann:

Wenn ich endlose Stunden Blut und Wasser schwitze beim Versuch, mir alle nur irgend möglichen Bedienabläufe und Bedienfehler von Anwendern vor Augen zu führen und intelligent abzufangen (eine Arbeit, die auch ich wirklich nicht gerne mache), haben es meine Nutzer nachher einfach.

Wenn ich es mir einfach mache, diese Zeit spare und denke, sollen meine Nutzer es gefälligst richtig bedienen, sonst ist es deren Problem, haben es meine Nutzer nachher schwer.

Das ist absolut komplementär. Was ich an Hirnschmalz einspare, müssen meine Nutzer nachher aufwenden – nur dummerweise 1000fach. Da ist es gesamtgesellschaftlich gesehen ganz sicher extrem viel effektiver, ich mache mir als Entwickler einmal die richtigen Gedanken.
Weia
aa
Ich mag nur nicht diesen quasireligösen Touch in derlei Diskussionen.
Naja, Du schriebst selber oben:
Ich verstehe die Frage nicht. Es ist doch ganz einfach: Scheisse für Entwickler scheisse für Anwender. Gut für Entwickler gut für Anwender.
Wenn das in all seiner ultimativen Schlichtheit keine „quasireligiöse“ Verherrlichung des Pragmatismus ist …
Bitte was?!? Sind die Vorraussetzungen zum Entwickeln gut (gute Tools, gute Dokus, ...) kommen auch tendenziell Entwickler gut für Plattform, gut für User, weil mehr Software und hoffentlich bessere Software.

Naja, egal. Ich bin raus...
aa
Sind die Vorraussetzungen zum Entwickeln gut (gute Tools, gute Dokus, ...) kommen auch tendenziell Entwickler gut für Plattform, gut für User, weil mehr Software und hoffentlich bessere Software.
Gegen gute Tools sage ich überhaupt nichts.

Nur sind Cross-Platform-Tools per definitionem kompromissbehaftet, also nicht gut.
Och bitte... dann sag mal ein gute IDE (min. Java, Scala, C/C++) für OSX an (Xcode tut es nicht). Und einen guten Ersatz für Wireshark bräuchte ich auch noch - und bitte nicht CocoaPacketAnalyser oder wie das Ding hieß (ich finde gut, daß jemand sowas in nativ umsetzt, aber es ist noch ein gutes Stück von Wireshark weg). Das würde für den Anfang schon mal reichen. SW für Logic Analyser und Oszilloskope könnte ich auch noch in diesem Jahr gebrauchen. Da ist mir auch nur Cross-Platform-SW oder Win-SW bekannt. Das gibt es bislang nichts für OSX, also gar nichts. Ausser vielleicht die Software von Saleae für deren Logic Analyser, aber da vermute ich auch mal Cross-Platform-Software (so fühlte sich damals jedenfalls an).
aa
Och bitte... dann sag mal ein gute IDE (min. Java, Scala, C/C++) für OSX an (Xcode tut es nicht).
Jetzt drehen wir uns aber im Kreis: Xcode tut es ganz hervorragend für native Programmierung. Und andere will ich ja eben nicht. Was also interessiert mich Java?
Und einen guten Ersatz für Wireshark bräuchte ich auch noch
Dazu kann ich nix sagen, weil ich so was nicht brauche.
SW für Logic Analyser und Oszilloskope könnte ich auch noch in diesem Jahr gebrauchen.
Oscium. 100% Cocoa, veröffentlicht bisher aber nur iOS (m.E. für Messinstrumente aber eh sinnvoller).
iMango
Minecraft.
„mau5dead like deadmau5“
jogoto
Ihr könnt mich noch tausendmal erklären, welche Vorteile es für den Programmierer hat, ich würde es nicht verstehen. Welchen Vorteil hat es für den ANWENDER und lässt es sich für den nicht anders realisieren?
Natürlich läßt sich Software immer anderweitig realisieren, aber den Preis dafür will der Anwender in den seltesten Fällen bezahlen. Es ist schlichtweg billiger Java zu verwenden. Das Hauptanwendungsumfeld ist bei Java mittlerweile die Entwicklung von Enterprise Lösungen Java EE. Für den Anwender macht das keinerlei Unterschied, ob das nun mit Java oder einer anderen Multitierlösung realisiert wurde, sein Interface ist ohnehin der Webbrowser.
jogoto
Vermutlich meine ich sowieso eher die Java-Anwendungen, die im Browser gestartet werden. Also hier die Frage, das Internet sollte eh plattformunabhängig sein. Ist das nur mit Java als Zusatz hinzubekommen?
Einige Dinge gehen auch heute nur per Java oder Flash, und es ist fraglich ob die Alternative - viel JavaScript im Webbrowser wirklich sicherer ist.
Weia
Da unterscheiden wir z.B. uns sehr. Leben hat eine ästhetische Dimension.
Du bist bereit die massiven Aufpreise zu bezahlen? Faktor 10 und mehr?
Das schlimmste an zwei oder mehr Programmversionen ist es, daß man das komplette Programm parallel pflegen und warten muß. Ein sauber implementiertes Cocoa Programm zieht massenhaft Änderungen an der Programmlogik nach sich, weil Objective-C extrem schlecht mit anderen Programmiersprachen interagieren kann.
Weia
Vor allem ist Deine Überlegung viel zu statisch: Gäbe es keine systemübergreifende Programmierung, wären die Softwarehersteller gezwungen, native Programme zu schreiben oder auf das jeweilige Marktsegment ganz zu verzichten.
Die Erfahrung zeigt, daß dann verzichtet wird, es rechnet sich einfach nicht! Dadurch wäre Windows noch weiter verbreitet.
Weia
Aus meiner Sicht sind Java und Qt Geisseln der Menschheit.
Aus meiner Sicht ist das Objective-C, weil es extrem teuer ist, andere Programmiersprachen mit Objective-C interagieren zu lassen. Dazu kann man laufzeitkritische Programmteile mit Objective-C gar nicht umsetzen, man ist dann komplett auf C zurückgeworfen. Das ist der Rückfall in die Steinzeit der Softwareentwicklung.
Weia
Bei einer sauberen MVC-Architektur sind native GUIs kein Problem.
Die Welt ist leider nicht so einfach.
Weia
Wer nach zwölf Jahren immer noch keine native Anpassung zustande gebracht hat, kann nur noch mit meinem Unverständnis rechnen.
Mac Nutzer sind wohl kaum bereit eine zweite Implementation von Adobes CS zu bezahlen, die wäre dann nämlich deutlich teurer und müßte ihre Kosten ganz alleine einspielen.
Weia
Qualität ist Luxus? Au weia. (Sic! )
Qualität nicht, aber Dein Dogmatismus ist es! Er verursacht zweifelsfrei Zusatzkosten, die meiner Erfahrung nach aber niemand bezahlen will. Angenommen Adobe CS Mac kostet auf einmal doppelt so viel wie die Win Version und wäre dafür "nativ". Wie viele Kunden würden sie dann noch einsetzen? Und mit einem schrumpfenden Marktanteil müßte die Mac Version natürlich teurer werden.
Weia
aa
Och bitte... dann sag mal ein gute IDE (min. Java, Scala, C/C++) für OSX an (Xcode tut es nicht).
Jetzt drehen wir uns aber im Kreis: Xcode tut es ganz hervorragend für native Programmierung.
Xcode läßt doch viele Features einer modernen IDE vermissen.
Weia
Und einen guten Ersatz für Wireshark bräuchte ich auch noch
Dazu kann ich nix sagen, weil ich so was nicht brauche.
Es gibt keinerlei Programm mit OSX Interface, was als Ersatz für Wireshark in Frage käme.
gfhfkgfhfk
Weia
Da unterscheiden wir z.B. uns sehr. Leben hat eine ästhetische Dimension.
Du bist bereit die massiven Aufpreise zu bezahlen? Faktor 10 und mehr?
Du meine Güte, woher nimmst Du denn solche Horror-Fantasie-Zahlen?

Nehmen wir mal maximale Ineffizienz bei der Erstellung einer Software für mehrere Plattformen an. Dann müsste die gesamte Applikation pro Plattform komplett neu geschrieben werden; ineffizienter geht glaube ich nicht. Bei 3 Plattformen (Linux, Mac OS X und Windows – darum geht es ja wohl) wäre das also der Faktor 3.

Nun hoffen wir doch aber mal, dass die Programmierer Besseres als maximale Ineffizienz zustande bringen. Dann bleibt je nach Programm vielleicht ein Faktor 1,2 bis 1,5 übrig. Ist der Faktor höher, sollten die Programmierer zurück auf die Schulbank.

Und natürlich bin ich bereit, solch einen Aufpreis zu zahlen. Ich zahle doch auch entsprechende Aufpreise für eine schöne Wohnung, schöne Möbel und schöne Klamotten. Warum ausgerechnet nicht bei etwas, das ich während meiner Arbeit unentwegt anschaue?

Wenn ich das Programm professionell einsetze und eine auf das Betriebssystem optimierte GUI einen reibungsloseren Arbeitsablauf ermöglicht, wäre alles andere übrigens auch rein ökonomisch völlig irrational.
Das schlimmste an zwei oder mehr Programmversionen ist es, daß man das komplette Programm parallel pflegen und warten muß.
Nö, nur den GUI-Teil, wenn der sauber getrennt ist. Aber klar, das hängt natürlich im Einzelnen von der Art des Programms ab. Bei allen Programmen, deren Zweck nicht in grafischer Ausgabe liegt, ist es aber trivial.
Ein sauber implementiertes Cocoa Programm zieht massenhaft Änderungen an der Programmlogik nach sich
Nur, wenn man sich bei der ursrpünglichen Programmlogik noch nicht um Portierbarkeit geschert hat – das wäre z.B. ein Fall für das erneute Drücken der Schulbank.
weil Objective-C extrem schlecht mit anderen Programmiersprachen interagieren kann.
Das kann ich für C und C++ nun überhaupt nicht bestätigen, und das sind ja nun definitiv die Programmiersprachen, die für portablen Code eingesetzt werden sollten.
Weia
Vor allem ist Deine Überlegung viel zu statisch: Gäbe es keine systemübergreifende Programmierung, wären die Softwarehersteller gezwungen, native Programme zu schreiben oder auf das jeweilige Marktsegment ganz zu verzichten.
Die Erfahrung zeigt, daß dann verzichtet wird, es rechnet sich einfach nicht!
Meine Erfahrung zeigt, dass manche in der Tat verzichten, andere dafür aber umso freudiger in die Bresche springen.
Weia
Aus meiner Sicht sind Java und Qt Geisseln der Menschheit.
Aus meiner Sicht ist das Objective-C, weil es extrem teuer ist, andere Programmiersprachen mit Objective-C interagieren zu lassen.
Gott weiß, wie Du auf diese Idee kommst.

Objective-C ist zudem schon ein Wert an sich für jeden, der sich auch an innerer Eleganz erfreuen kann. Und für die Anwender sowieso, die ein perfekt in Mac OS X integriertes Programm bekommen.
Dazu kann man laufzeitkritische Programmteile mit Objective-C gar nicht umsetzen
Aber mit Java, oder wie?
man ist dann komplett auf C zurückgeworfen.
Der fugenlose Übergang von einer objektorientierten Hochsprache zu maschinennaher Programmierung wo nötig ist ja nun gerade eines der brillanten Konzepte von Objective-C …
Das ist der Rückfall in die Steinzeit der Softwareentwicklung.
Nö, das ist das genaue Gegenteil.
Weia
Bei einer sauberen MVC-Architektur sind native GUIs kein Problem.
Die Welt ist leider nicht so einfach.
Bei mir war sie das bisher, und ich habe viele Projekte betreut.
Mac Nutzer sind wohl kaum bereit eine zweite Implementation von Adobes CS zu bezahlen, die wäre dann nämlich deutlich teurer und müßte ihre Kosten ganz alleine einspielen.
Ich wäre nichtmal bereit, Adobe-Programme zu verwenden, wenn man mir Schmerzensgeld zahlen würde …
Weia
Qualität ist Luxus? Au weia. (Sic! )
Qualität nicht, aber Dein Dogmatismus ist es!
Warum genau ist Deine Geld-über-alles-Mentalität undogmatisch, meine "Auch Qualität zählt"-Einstellung aber dogmatisch?
Er verursacht zweifelsfrei Zusatzkosten
Auch das ist nicht zwingend. Es soll Leute geben, die gerne für weniger Geld arbeiten, wenn sie dafür intrinsisch motiviert arbeiten können. (Die ganze Free-Software-Bewegung gäbe es ohne dieses Phänomen nicht.) Und Geld ist nunmal qua definitione keine intrinsische Motivation, Qualität aber schon.
Weia
Du meine Güte, woher nimmst Du denn solche Horror-Fantasie-Zahlen?
Die Zusatzkosten müssen aber durchschnittlich auf weniger Lizenznehmer verteilt werden, das treibt den Preis pro Lizenz in die Höhe. Wenn die Lizenznehmer gleich dem Marktanteil von OSX verteilt ist, kommt ein Wert in der Größenordnung 10 heraus. Bei Branchenlösungen ist der Wartungsaufwand ein ganz wesentlicher Bestandteil der Kosten und somit auch des Preises pro Lizenz bzw. Wartungsvertrag.
Weia
Nö, nur den GUI-Teil, wenn der sauber getrennt ist.
Die Auswirkungen von Cocoa und OSX ziehen sich tief in den Programmcode hinein.
Weia
Bei allen Programmen, deren Zweck nicht in grafischer Ausgabe liegt, ist es aber trivial.
Es gibt Dinge, die man unter OSX gar nicht umsetzen kann, weil die Funktionalität im OS fehlt oder die Libraries nicht für OSX erhältlich sind.
Weia
Nur, wenn man sich bei der ursrpünglichen Programmlogik noch nicht um Portierbarkeit geschert hat – das wäre z.B. ein Fall für das erneute Drücken der Schulbank.
Es ging Dir um perfekte Anpassung an OSX, Kompromisse sind Dir nach Deiner eigenen Aussage ja zu wider, paßt man das Programm nicht mehr perfekt an OSX an. macht man Kompromisse.
Weia
Das kann ich für C und C++ nun überhaupt nicht bestätigen, und das sind ja nun definitiv die Programmiersprachen, die für portablen Code eingesetzt werden sollten.
Die C ABI ist die von der Plattform vorgegebene ABI, d.h. sieht steht für die Interaktion zwischen Programmiersprachen immer zur Verfügung. Bei C++ ist die Sache schwieriger, aber auf anderen Plattformen ist C bzw. C++ der de facto Standard für GUIs, so daß man mit C oder C++ Programmcode keine Probleme hat. Objective-C ist da ein Fremdkörper, der nicht hineinpaßt.
Weia
Gott weiß, wie Du auf diese Idee kommst.
Schon einmal was anders als Objective-C, C oder C++ zum Softwareentwicklen genutzt? Sagen wir mal Ada, Fortran, …
Weia
Objective-C ist zudem schon ein Wert an sich für jeden, der sich auch an innerer Eleganz erfreuen kann.
Für mich zählt Objective-C nach PHP und Perl zu den schlechtesten Sprachentwürfen, die es je gab. Es vereint die Nachteile von C und SmallTalk auf sich, nicht deren Vorteile.
Weia
Dazu kann man laufzeitkritische Programmteile mit Objective-C gar nicht umsetzen
Aber mit Java, oder wie?
Wer redet in diesem Kontext von Java? Allerdings liefert Java mit passender VM immer noch bessere Ergebnisse wie Objective-C.
Weia
Der fugenlose Übergang von einer objektorientierten Hochsprache zu maschinennaher Programmierung wo nötig ist ja nun gerade eines der brillanten Konzepte von Objective-C …
Der war gut. Man will eben gar keinen Übergang, sondern direkt in der OO Sprache den Code effizient implementieren können, und das geht mit Objective-C nicht.
Weia
Ich wäre nichtmal bereit, Adobe-Programme zu verwenden, wenn man mir Schmerzensgeld zahlen würde …
Es gibt aber keinerlei Programme für OSX, die man als vollwertige Alternative für die komplette CS verwenden könnte. Die Alternativen zu Premiere sind mittlerweile auch rar geworden.
Weia
Warum genau ist Deine Geld-über-alles-Mentalität undogmatisch, meine "Auch Qualität zählt"-Einstellung aber dogmatisch?
Die Kosten sind der alles bestimmende Faktor, wenn sich die Entwicklung nicht lohnt, lohnt sie sich nicht. Da kannst Du so viel Gegenargumente vorbringen wie Du willst, es ist ohne jeden Belang, da die Entwicklung nie finanziert wird.

Crossplattformlösungen reduzieren die Entwicklungskosten für Software, die auf mehrere Plattformen laufen soll. Das ist ihr wesentlicher Existenzgrund.
ExMacRabbitPro
Leute, stoppt doch mal diese beknackte "Programmierer streiten sich und verteidigen ihre Lieblingsumgebung" Diskussion - Ihr seit ja genau so schlimm wie die Fotografenfraktion! . Wohin soll das führen? Zu der Erkenntnis, dass die von Euch bevorzugte und bestens bekannte Umgebung die Beste ist? Na, das wisst ihr doch auch so, oder?

Letztendlich hat oder hatte (zur jeweiligen Zeit) jede Programmiersprache & API Framework und Entwicklungsumgebung ihre Berechtigung und ist für verschieden Zwecke das jeweils passende Tool. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Diskussionen üder das wer, wie, was und warum sind eigentlich überflüssig.
„"Every Gun That Is Made, Every Warship Launched, Every Rocket Fired, Signifies - In The Final Sense - A THEFT From Those Who Hunger And Are Not Fed, Those Who Are Cold And Are Not Clothed." - Dwight D. Eisenhower.“
jogoto
ExMacRabbitPro
Danke.
Auch wenn es interessant zu lesen ist, beitragen kann ich dazu eh nichts und es beantwortet auch meine Frage nicht. Vielleicht kann man die auch gar nicht beantworten. Es bleibt der tägliche Ärger mit Java.
„Genaue Angaben zum Problem sind unnötig. "Funzt net" reicht völlig.“
Jogoto: Welche Frage blieb denn unbeantwortet? Falls du eine einfache Antwort erwartet hast, so war das doch etwas blauäugig (und wir du bemerkt hast auch gerne ein Streitthema). Das Thema ist komplex und nicht mit einem Satz beantwortbar. Im wesentlichen wurde das "warum Java" doch erklärt. Was fehlt dir da?
gfhfkgfhfk
Weia
Warum genau ist Deine Geld-über-alles-Mentalität undogmatisch, meine "Auch Qualität zählt"-Einstellung aber dogmatisch?
Die Kosten sind der alles bestimmende Faktor, wenn sich die Entwicklung nicht lohnt, lohnt sie sich nicht.
Alles bestimmend? Sorry, aber das ist ein ja wohl ein dogmatisches Basta-Argument par excellence.

Wie kommst Du dazu, Deine Prioritäten derart zu verallgemeinern?

Bei meinen Prioritätssetzungen läuft „lohnen“ unter ferner liefen.

Wenn ein gutes Projekt richtig viel Ertrag abwirft, prima.
Wenn ein gutes Projekt ein wenig Ertrag abwirft, auch prima.
Wenn ich bei einem Projekt drauflege, aber es ist aus meiner Sicht gut und ich habe noch finanzielle Reserven, auch OK.
Nur wenn ich gerade nicht weiß, wovon ich mein Abendessen bezahlen soll, muss ich vorübergehend aufs Geld achten. Das war bislang glücklicherweise aber nicht allzu oft der Fall.

Du bist wirklich ein krasses Pendant zu dem oben angeführten Zitat mit dem US-Kapitalismus, demgemäß ausgerechnet das kapitalistische Dogma kein Dogma sein soll …

Und da haben wir noch gar nicht über das ökonomische Problem externalisierter Kosten gesprochen, die Deinen Standpunkt volkswirtschaftlich betracht auch ökonomisch-immanent ganz unsinnig werden lassen:

Angenommen, es gelänge durch irgendein tolles Gesetz oder was auch immer, die externalisierten Kosten schlecht bedienbarer Software, nämlich ungezählte frustige Arbeitsstunden ungezählter Anwender, die sich verständnislos mit der GUI herumplagen müssen, zu internalisieren – etwa dadurch, dass pro sinnlos vergeudeter Arbeitsstunde aufgrund schlechter GUI 10% des Kaufpreises der Software zurückerstattet werden müssen: was denkst Du, wie schnell es native GUIs bei allen Programmen gäbe.

Sind wir als Gesellschaft wirklich so auf den Hund gekommen, dass wir erst eine tatsächliche Implementation eines solchen Gesetzes bräuchten, bevor wir bereit wären, unsere Prioritäten nicht nur an unseren persönlichen Pfründen auszurichten?
ExMacRabbitPro
Leute, stoppt doch mal diese beknackte "Programmierer streiten sich und verteidigen ihre Lieblingsumgebung" Diskussion
Aber darum geht es doch überhaupt nicht!

Es ist ganz unstrittig, dass Cross-Plattform-Umgebungen dem einzelnen Softwareentwickler Kosten sparen.

Es ist ebenso unstrittig, dass die daraus resultierende Software kompromissbehaftet ist. Da dies im Schnitt dazu führen wird, dass Nutzer weniger effizient mit der Software arbeiten können, kann man dies ökonomisch als „Externalisierung von Kosten“ der Softwareentwickler beschreiben.

Strittig ist, ob diese Strategie eine gute Idee ist.
jogoto
Auch wenn es interessant zu lesen ist, beitragen kann ich dazu eh nichts und es beantwortet auch meine Frage nicht. Vielleicht kann man die auch gar nicht beantworten. Es bleibt der tägliche Ärger mit Java.
Wieso beantwortet diese Diskussion Deine Frage nicht?

Es sollte doch klar geworden sein, dass Anbieter von Java-Programmen die Marktbedingungen so einschätzen, dass sie Dir, um selbst Kosten einzusparen, die umständliche Bedienung zumuten zu können, ohne Dich als Kunden zu verlieren – unter der zusätzlichen Voraussetzung, dass ein möglichst hoher Ertrag ihrer kommerziellen Aktivität ihr bestimmendes Ziel ist.
Weia: Nicht alle Software wird für den DAU geschrieben, dem nur eines wichtig ist: hübsches Programm, geiles Icon. MIR ist nur wichtig, daß das Programm FACHLICH gute Arbeit leistet. DU kannst dich ja gerne mit dem hübschen Cocoa Packet Analyser beschäftigen, aber ICH greife lieber zum "hässlichen" und "unergonomischen" WireShark. Mag sein, daß CPA mittlerweile gut taugt, aber Wireshark dürfte es bei weitem noch nicht erreicht haben.

Es dürfte ein Unterschied darstellen, ob ich ein Allerweltsprogramm schreibe, oder ein fachlich sehr spezialisiertes. Bei ersterem dürfte sich der Aufwand lohnen, für jede Plattform eine (in Teilen) eigene Version zu erstellen. Bei hochspezialisierten Programmen wie WS dürfte die anvisierte User-Base beträchtlich geringer sein. Da macht es Sinn sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner bei der GUI zu verständigen. Ich kenne nicht einen einzigen, der sich an der WS-GUI stört (zum. nicht seit der GTK-GUI), wenngleich keiner etwas gegen eine native GUI hätte.

EOD
ExMacRabbitPro
aa

Wurdest Du denn WireShark exemplarisch als typisches Beispiel eines Endanwenderprogramms bezeichnen?
„"Every Gun That Is Made, Every Warship Launched, Every Rocket Fired, Signifies - In The Final Sense - A THEFT From Those Who Hunger And Are Not Fed, Those Who Are Cold And Are Not Clothed." - Dwight D. Eisenhower.“

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