Apple Developer plaudern alles aus!

mk27ja95
Ok! Bitte mal eine ganz dumme Frage, und Antwortet ruhig arrogant oder frech!

Ist es nicht so das ich als eingetragener Apple Developer NICHTS zeigen bzw ausplaudern darf. Oder bin ich zu blöd zum Lesen. Das Netzt ist voll von Sachen, Seiten hinweisen, wo kommen die alle her.

Klärt mich doch mal bitte auf wenn ich da völlig falsch liege.

Danke

Kommentare

Beta-Tester und Entwickler haben in der Regel einer NDA (non-disclosure agreement), also ein Geheimhaltung zugestimmt.
Die Praxis zeigt etwas anderes.
Wie heisst es so schön: Wo kein Kläger ist auch kein Richter.
Eventus
Wenn du dich z. B. auf iOS 7 oder Mavericks beziehst: Die gibts auch für Nicht-Developer. Ich bin keiner und hab mir heute iOS 7 für $ 8.— geholt. So geheim sind zumindest die Betas also nicht.
„Schwuppdizität. (Wortkreation: penumbra – Danke!)“
Simoon
Eventus
Wenn du dich z. B. auf iOS 7 oder Mavericks beziehst: Die gibts auch für Nicht-Developer. Ich bin keiner und hab mir heute iOS 7 für $ 8.— geholt. So geheim sind zumindest die Betas also nicht.

Wie meinst Du das? Apple bietet iOS7 Beta für Nicht-Entwickler für $8 an? Ich kenne nur den Weg über das iOS Developer Program.

Oder ist das 'ne "inoffizielle Geschichte", die nicht über Apple lief?
Eventus
@Simoon:
Ich habs von iMZDL: .
„Schwuppdizität. (Wortkreation: penumbra – Danke!)“
Für geklautes auch noch etwas Zahlen, was für jämmerliches Pack ihr doch seid.
Eventus
@bestbernie
Och, wenn der deutsche Staat für geklaute CDs zahlt…
Davon abgesehen schadets ja Apple nicht, wenn sich Fans iOS 7 vorab beschaffen. Die $ 99.— hätte eh kaum einer bezahlt, der nicht als Dev teilnehmen will/muss.
„Schwuppdizität. (Wortkreation: penumbra – Danke!)“
Simoon
bestbernie
Für geklautes auch noch etwas Zahlen, was für jämmerliches Pack ihr doch seid.

Jämmerlich sind nur deine hirnlosen Ergüsse.
Stefan S.
bestbernie
Für geklautes auch noch etwas Zahlen, was für jämmerliches Pack ihr doch seid.
… und das dann noch veröffentlichen und bewerben…
Eventus
@bestbernie
Och, wenn der deutsche Staat für geklaute CDs zahlt…
Davon abgesehen schadets ja Apple nicht, wenn sich Fans iOS 7 vorab beschaffen. Die $ 99.— hätte eh kaum einer bezahlt, der nicht als Dev teilnehmen will/muss.
Schönreden heißt diese Technik
Simoon
Jämmerlich sind nur deine hirnlosen Ergüsse.
Jetzt hast Du ihm aber ordentlich eins übergebraten. So rein argumentativ und so.
Das nennt sich fehlende Impulskontrolle. Da kann man was dagegen machen.
„Manning, Snowden & Levison sind Helden und Obama stinkt.“
iCode
mk27ja95
Das ist korrekt. Als registrierter Entwickler stimmt man ein einer Vertraulichkeitsvereinbarung zu. Und für den Zugriff auf Betas gibt es noch eine ergänzende Verschwiegenheitsvereinbarung der man zustimmen muss.

Die verbreitete Indiskretion rührt in meinen Augen daher, weil Apple heute viele Details ihrer Betas vorher publik macht (siehe Keynote & Webseite) und es daher unter den Teilnehmern kein Bewusstsein mehr dafür zu geben scheint. Vor allem aber die Tatsache, dass heute viele nicht-professionelle (vor allem Nicht-Entwickler) am Developer-Programm teilnehmen, seit dem der Jahresbeitrag auf einen "Aldi"-kompatiblen Betrag gesenkt wurde.
Spatenheimer2
Heutzutage rippt sich doch jeder irgendwo die Beta, installiert sie sich auf seinem einzigen iPhone und nervt dann mich, wenn irgendwas nicht richtig funktioniert.
„No dynamite, chainsaws or shotguns.“
iCode
P.S.: Professionelle Entwickler werden sich natürlich weiterhin an das NDA halten.
iCode
Eventus
Wenn du dich z. B. auf iOS 7 oder Mavericks beziehst: Die gibts auch für Nicht-Developer. Ich bin keiner und hab mir heute iOS 7 für $ 8.— geholt. So geheim sind zumindest die Betas also nicht.
Spannend. Da scheint das Problem aber nicht mehr die Geheimhaltung, sondern die Legalität zu sein.
Da sowieso jeder der wirklich danach sucht auch die Beta irgendwo findet wäre es besser man würde das offiziell etwas trennen. Entwickler auf der einen Seite und User auf der anderen Seite. Diese wollen einfach nur mal die neuen Features testen und eventuell Bugs an Apple melden, sonst nichts. Früher nannte man so etwas "public beta", heute wird es uns leider als Version 7.0 verkauft

Sogar Microsoft kann es besser, Windows 8 gab es kostenlos zum testen bevor es auf dem Markt kam.
iCode
Robby555
Früher gab es mal Public Betas von Apple. Ich hatte mich deswegen mal mit einem Apple-Engineer darüber unterhalten. Aber die Erfahrungen und vor allem aber die Ergebnisse waren sehr schlecht.
iCode

mag sein, aber dafür war es wenigstens legal und geschadet hat es Apple sicher auch nicht denn sobald die Features auf der WWDC veröffentlicht wurden sind sie auch nicht mehr geheim.
Bei einer Public beta muss schon einiges Funktionieren. Sonst beschweren sich die ganzen unerfahrenen Nutzer, die mehrere Monate auf einem nicht richtig funktionierendem IPhone rum hängen, ohne die Möglichkeit zu haben zu downgraden.
iCode
Robby555
Wenn ein Betatest dadurch beeinträchtigt wird, schadet das sehr wohl.
Der Zweck eines Betatest ist eine Fehlerprüfung, und nicht die User zu bespaßen.

Im Gegenteil: Die User sollen durch diese Vorprüfung später vor Schaden bewahrt werden.
3-plus-1
Ich bin ehrlich erstaunt warum du/ihr als Kunde so gefolgsam gegenüber dem Hersteller seid, quasi päpstlicher als der Papst. Das ist anscheinend eine menschliche Eigenschaft, die ich erst noch begreifen muss. Es geht hier nicht um Raubkopien sondern um das anfüttern von Interessenten (!!!) mit Informationen, die dann noch heisser auf den eigentlichen Kauf werden. Wenn der Hersteller das macht, bitte soll er, aber warum sollte ich das als Kunde weitertragen? Warum sollte ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich mir Informationen besorge?

Also mich hat schon mal die Nicht-Informationspolitik Apples von einem Kauf abgehalten. 2001 brauchte ich ein Notebook für die Uni. Die 800er Auflösung des iBook war mir für den Textsatz zu gering und das PowerBook mit an die 5.000 DM viel zu teuer, also habe ich mir ein Fujitsu Siemens Lifebook mit Windows 2000 gekauft (war auch zuverlässig, bis heute). Hätte ich gewusst, dass Apple im Laufe des Jahres 2001 das iBook Dual-USB mit 1024er Auflösung bringt, hätte ich darauf wohl gewartet. Also in welcher Weise hätte damals nun eine Indiskretion Apples geschadet? Ein Kauf ist ihnen also definitiv verloren gegangen.

Heute sieht das ähnlich aus, das HP Touchpad im Wohnzimmer läuft noch prima und ich freue mich, dass Apple die Multitaskingverwaltung von webOS klaut, denn die war VIEL ZU GUT, um für immer in der Versenkung zu verschwinden. Trotzdem wird irgendwann ein Nachfolger her müssen. Dann ist für das Wohnzimmergerät aber definitiv eine Multiuserverwaltung notwendig (damit jeder seine eigenen E-Mails und keine anderen) sieht. Ich bin daher sehr gespannt auf die Leaks zu iOS 7 für das iPad. Wenn ihr da Apple in der wir-kommunizieren-nix-Politik unterstützt und mein Familien-Touchpad kaputt geht, kann der Nachfolger nur das Google Nexus 10 werden. Ist das der Wunsch der Geheimhaltungsfetischisten? Also wenn ich wüsste iOS 7 bietet auch Multiuserverwaltung und mein Touchpad ist kaputt, dann könnte ich die drei Monate bis zum Erscheinen auch überbrücken, aber das mache ich nicht, wenn ich nicht weiß dass danach das gewünschte Produkt erscheint.

So, dass mal für alle Geheimhalter, die sich nicht in die interessierten Kunden hinein versetzen können und damit auch (unfreiwillig?) der Abwanderung von potentiellen Käufern zuarbeiten.
iCode
3-plus-1
Erstmalig hat Apple jetzt vorab Hardware vorgestellt: .

Bin mal gespannt ob diese Offenheit fortgeführt wird.
iCode
P.S.: 3-plus-1
Du wirst auch verstehen, dass professionelle Vertragspartner sich professionell verhalten.
DonQ
Naja, eigentlich will Apple bestimmen, was und wann etwas "durchsickert", verbreitet wird und pers. dachte ich schon, das es auch so wahr

alles andere sind nur Intriegen und Mobbing um Pöstchen und Geld

Aber kann es schon verstehen, wenn am Anfang oft die Gelassenheit fehlt und sich künstlich aufgeregt wird.

An und für sich habe ich erwartet von Apple, dass der iMer sehr zügig bestellbar ist und nicht erst im X-Mass Bussiness ausgeliefert wird

Naja, Rice Sack Fallen in China

So einen Stellenwert hat die "Neuigkeit der Keynote mittlerweile für mich.

Wozu schaue ich da überhaupt noch drauf ?

aber egal.
„an apple a day, keeps the rats away…“
iCode

Na ja, wenn es so ist, dann dürften im endgültigen Release x.0 auch keine so einfachen Fehler enthalten sein wie nicht funktionierende Wecker, WLAN-Probleme, Antenna-Gate, Akku und SIM Probleme usw. Diese würden schon im Public Beta auftauchen und jeder der es installiert weiß was er damit tut.

Jedes Jahr das Gleiche, erstmal aufregen, dann ein paar Tage später wird eine x.0.1 Version nachgereicht.
iCode
Robby555
Die Bugs die in der x.0.1 gefixt werden, waren schon vor der x.0.0 bekannt.

Software enthält immer Fehler. Wollte man alle beseitigen würde Software daher nie fertig werden. Aber Fehler werden bewertet und ihre Dringlichkeit gewichtet. Und in der ausgelieferten Version sollten keine Bugs mehr einhalten sein, die beim User ernsthaften Schaden oder Ausfälle verursachen.

Betrachte einen Betatest als finalen Crashtest. Und Betatester sind quasi Crashtest-Dummies.
DonQ
@iCode

oder die iT liefert wie immer BananaWare, die beim Kunden reift…

aber, da sind die DevelopeerSeeds ja quasi die Speerspitze des Beta-Testings…Gerüchteweise sind sogar Leutz dafür bezahlt worden, für Betatesting

also gibt es wie immer 2 Seiten der Medaille
„an apple a day, keeps the rats away…“
Eventus
subjore
Bei einer Public beta muss schon einiges Funktionieren. Sonst beschweren sich die ganzen unerfahrenen Nutzer, die mehrere Monate auf einem nicht richtig funktionierendem IPhone rum hängen, ohne die Möglichkeit zu haben zu downgraden.
Beschwerden von Beta-Testern sollten nur insofern beachtet werden, um von Bugs zu erfahren bzw. von deren Häufigkeit und Auswirkungen. Als Beta-Nutzer darf man keinen klassischen Kundenservice erwarten. (Hab wissentlich das "geklaute" iOS 7 nur auf einen iPod touch geladen, weil ich damit rechne, dass es Bugs hat, abläuft usw. Wer dies nicht weiss und sich eine Beta holt, ist selber schuld.)
„Schwuppdizität. (Wortkreation: penumbra – Danke!)“
iCode
DonQ
Klar, das kommt auch vor und mir fallen da auch gute Beispiele ein. Aber defacto gibt es abseits von Trivialsoftware keine fehlerfreie Software. Das liegt in der Natur der Sache. Die Messung und Ermittlung von Fehlern in Software ist ja heute ein eigenes Forschungsgebiet.

Als Entwickler ist daher wichtig, dass man eine strukturierte Fehlerverwaltung nutzt.


Und selbstverständlich gibt es auch professionelle Tester. Die verwenden z.T. spezielle Setups und kommen meist vor dem "breiten" Test zum Einsatz.
iCode
P.S.:
Mal als Hausnummer. Der Linux Kernel hat 14–15 Mio. Zeilen Code. Bei der gebräuchlichen Faustformel von 3 Bugs pro 1000 Zeilen Code sind das geschätzt etwa 42000-45000 Fehler. Nur im im Kernel!

Bei der Portierung von Mac OS X 10.4 von PPC auf Intel, erwähnte Steve Jobs das System hatte zu dem Zeitpunkt 86 Mio. Zeilen Code.
DonQ
iCode
@iCode
Und selbstverständlich gibt es auch professionelle Tester. Die verwenden z.T. spezielle Setups und kommen meist vor dem "breiten" Test zum Einsatz.

dann scheinen sich die knapp 12 Leute nicht mehr damit zu befassen …zu können…oder meinst du sowas, was als Test-Tickets verkauft wurde ?

schau da kaum mehr drauf, deshalb frage ich
„an apple a day, keeps the rats away…“
Einerseits geilt ihr euch doch alle an den Berichten über neue Versionen auf und dann verurteilt ihr diejenigen, die Screenshots und Features teilen. Mischt euch doch einfach nicht ein und erhebt wie ein Moralapostel den Zeigefinger (nicht explizit in dem Thread, aber immer wieder gibt es Leute, die sich angeblich entsetzt zeigen, dass die NDAs nicht eingehalten werden). Falls es Apple für nötig hält, wird dagegen vorgegangen. Aber Apple ist bewusst, dass in der heutigen Zeit – und gerade bei neuen Softwareversionen von Apple – alles im Internet ohne Rücksicht auf NDAs veröffentlicht wird. Ziemlich sicher hat das sogar Vorteile für Apple.
Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren kann man über iOS 7 und OS X Mavericks in den Apple Developer Foren diskutieren ohne Mitglied eines der Programme zu sein. Jeder, der sich kostenlos als Entwickler anmeldet (bspw. Safari) kann in den Foren für die Betaversionen mitlesen, sich die Screenshots ansehen, die bezahlende Entwickler gepostet haben und an der Diskussion teilnehmen.
iCode
DonQ
dann scheinen sich die knapp 12 Leute nicht mehr damit zu befassen …zu können…oder meinst du sowas, was als Test-Tickets verkauft wurde ?
Kann ich mich nicht zu äußern.
DonQ
Naja, die Praxis hat aber auch gezeigt, dass kaum bis keine harte Erpressungsversuche gewirkt haben und immerhin keinerlei Abmahnbettlertrittbrettfahrer versuchten nen schnellen Taler zu machen.

also schon ne merkwürdige Frage…
„an apple a day, keeps the rats away…“
iCode
Embrace
Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren kann man über iOS 7 und OS X Mavericks in den Apple Developer Foren diskutieren ohne Mitglied eines der Programme zu sein.
Ist mir auch aufgefallen. Eine ungewöhnliche Offenheit.

Mich würde interessieren, ob das Cook oder Schiller war, die sich dazu entschlossen haben.
iCode
DonQ
Naja, die Praxis hat aber auch gezeigt, dass kaum bis keine harte Erpressungsversuche gewirkt haben und immerhin keinerlei Abmahnbettlertrittbrettfahrer versuchten nen schnellen Taler zu machen.

Die Anwälte waren da früher nicht besonders zimperlich.
DonQ
iCode
DonQ
Naja, die Praxis hat aber auch gezeigt, dass kaum bis keine harte Erpressungsversuche gewirkt haben und immerhin keinerlei Abmahnbettlertrittbrettfahrer versuchten nen schnellen Taler zu machen.

Die Anwälte waren da früher nicht besonders zimperlich.

bei Gewerblichen ?
Normal, aber welche Anwälte meinst du denn ?

ich redete von den Bettlern und Trittbrettfahrern die versuchten dumme auszubeuten mit Fallen und vorher einzuschüchtern

wenn du brav deine 99 abgedrückt hast und alles selber "gemacht" hast…gab es in Teutonia doch keine Probs…verstehe dich nicht
„an apple a day, keeps the rats away…“
iCode
Die Apple eigenen. Aber dann hatte ich Dich missverstanden.
Hallo Leute
Ich suche schon lange einen Apple Dev. Falls einer unter euch wäre, wäre es möglich dass dieser mein iphone registrieren könnte, damit ich mir die beta downloaden kann?

lg mr. rachad
Oceanbeat
@mr. rachad

Soso, bei MTN erst seit heute...
„Nierentische waren auch mal Science-Fiction...“
o.wunder
für iOS7 beta zahlen?
Gibt's doch für jeden der danach sucht für kostenlos im Netz.

Ich werds nicht installieren, habe ja nur ein iPhone das ich täglich benötige (auch beruflich). Da lege ich mehr Wert auf Stabilität. Die neue Oberfläche kann ich mir auch per Screenshots 1:1 auf dem iPhone anschauen, dafür muss ich keine instabile und langsame Beta installieren.

Ich denke die meisten Developer werden sich iOS7 installieren um Ihre Apps anzupassen und die halten wohl den Mund, hätten ja auch sonst keine Vorteile von einer Veröffentlichung.

Aber was kümmert es einen Nicht Entwickler, der sich ne Beta illegal installiert wenn er was auslagert?
o.wunder
für iOS7 beta zahlen? …
Man bezahlt ja nicht fürs OS, sondern für die mitgelieferte Malware!

Muss doch jedem klar sein, dass „illegale“ OSe zu verteilen, die einfachste Methode ist, Schadsoftware unters Volk zu bringen. Viel Spaß damit …
Um nochmal auf das ursprüngliche Thema zurück zu kommen: Die NDA soll eigentlich verhindern das vorab über Technologien gesprochen wird, und so die Konkurrenz dem ganzen zuvor kommt und schneller die neuen Technologien implementiert, als wäre darüber nichts bekannt.

Für Firmen wie Microsoft oder Google wird dabei gleichzeitig eine unüberwindbare Hürde gesetzt, indem 100$ für den vorzeitigen Zugang verlangt werden, die kämen da also ohne weiteres niemals ran.

Was bringt die Geheimhaltung also Real? Gar nichts, es klingt wichtig, und Apple kann bei der Konkurrenz im allerhöchsten Ernstfall vielleicht noch vor Gericht darauf beziehen, ob das aber dann noch einen Sinn hat, ist fraglich, schließlich kann da jeder für den Preis von 100$ heran, so groß kann die Geheimhaltung also nicht mehr sein. Übrig bleibt: Es klingt toll, wenn da eine NDA drauf liegt, und man angeblich nicht drüber sprechen darf (obwohl das Apple natürlich gern hat, ist ja schließlich Werbung).
Eine Menge blauäugiger Kommentare hier …

Natürlich ist Apple klar, dass Screenshots und Feature-Beschreibungen neuer OS-Versionen nach außen dringen, sobald Betas unter Entwicklern verteilt werden – es muss ja nur ein einziger (von Tausenden, währenddessen Millionen?) nicht dicht halten … Deswegen erhalten ja auch (abgesehen von ausgesuchten Einzelfällen) die Entwickler die Betas erst, nachdem das betreffende OS auf einer Keynote der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Wenn dann ein Entwickler ergänzende Screenshots zu einem bereits bekannt gegebenen Feature postet, ist das deswegen für Apple nicht schlimm. (Es ist sogar rein rechtlich so, dass durch andere Quellen bekannt gewordene Informationen einen Entwickler an dieser Stelle nicht mehr an sein NDA binden.)

Aber Screenshots sind nicht das Problem, das sind andere Sachen:

1. Je breiter die Streuung, desto größer der Anteil derjenigen, die nicht wirklich verstehen, was eine Beta ist. Wenn dann das Netz überquillt von Kommentaren à la „Mavericks ist total buggy“, kann das durchaus zu einer Negativ-PR werden. Und jetzt sage niemand „Natürlich versteht jeder die Natur einer Beta!“ – selbst die Autoren einer Website wie MacTechnews haben sie jedenfalls über lange Jahre nicht wirklich verstanden: Wie oft gab es hier den Unsinnssatz zu lesen, in der Beta-Version xyz seien „keine bekannten Fehler mehr“, die Veröffentlichung stünde also wohl unmittelbar bevor. Dabei bezog sich das jeweils auf einen Beta-internen Kommentar von Apple, der lediglich bedeutete, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Beta-Version den Entwicklern nicht bekannt war, dass sie mit dieser Version neue Fehler gegenüber der Beta-Vorversion eingeschleppt hätten. (Wenn solche Fehler nämlich bekannt waren, aber vor Veröffentlichung der neuen Beta nicht mehr beseitigt werden konnten, wurden die Entwickler auf diese Fehler hingewiesen, um den vollkommen überflüssigen Mehraufwand zu vermeiden, dass x Entwickler den bereits bekannten Fehler nochmals melden.) Die MacTechnews-Autoren haben das über Jahre offenkundig nicht verstanden und immer wieder völlig falsche Infos an die Öffentlichkeit gegeben. Der geneigte Leser musste sich dann fragen, wieso selbst in der von Apple am Ende veröffentlichten Version noch haufenweise Fehler waren, wo doch schon frühe Betas angeblich keine mehr hatten. Solche Fehlinformationen können Verärgerung oder Spott produzieren und auch falsche Erwartungshaltungen („Keine Fehler mehr, da kommt das neue System ja bald, da schiebe ich meinen Kauf noch auf.“). Wenn also schon eine Website wie MacTechnews falsche Informationen über Betas streut, wie soll das erst bei unbedarften Nutzern sein?

2. Dass Apple bei der massenhaften Verbreitung (sogar noch auf derart dreist-illegalem Weg wie von Eventus beschrieben) keinen wirtschaftlichen Schaden erleiden kann, weil „sowieso niemand 99$ bezahlt, um die Beta zu bekommen“ (nebenbei ein groteskes Missverstehen eines Angebots an Entwickler!), ist schlicht deshalb Unsinn, weil bislang (auch wenn Apple das nicht rechtlich garantiert) die letzte Beta auch immer die (für $$$ verkaufte) finale Version war. Sollte Apple das wegen massenhaften Missbrauchs in Zukunft anders handhaben, wäre der Schaden aber noch größer: Denn Apple ist für aussagekräftige Beta-Tests darauf angewiesen, dass Entwickler (plus speziell ausgesuchte Beta-Tester) die Betas auf ihren Produktivsystemen installieren, um sie tatsächlich unter Alltagsbedingungen testen zu können. Das würde aber kein Tester mehr tun, wenn er wüsste, dass er sein Produktivsystem damit in eine Sackgasse fährt und am Ende neu aufsetzen muss. Würde Apple also durch einen florierenden Schwarzmarkt zu diesem Schritt gezwungen, würde sich das zwangsläufig auf die Intensität der Betatests und damit die Fehlerzahl der am Ende veröffentlichten Version negativ auswirken.

3. Quantität != Qualität. Eventus zeigt das Problem unfreiwilig mit seinem schönen Satz auf: Beschwerden von Beta-Testern sollten nur insofern beachtet werden, um von Bugs zu erfahren bzw. von deren Häufigkeit und Auswirkungen. Nein! Wirkliche Beta-Tester „beschweren“ sich nicht, sie rekonstruieren minutiös (in oft stundenlanger Arbeit) das Auftreten eines bestimmten Fehlers. Diese Rückmeldungen zu konsolidieren und zu strukturieren, ist für Apple bereits ein erheblicher Aufwand (denn ein und derselbe Fehler mag sich in verschiedenen Beschreibungen zunächst ganz unterschiedlich anhören). Wenn nun die Signal-to-Noise-Ratio durch naive „Beschwerden“ verschlechtert wird, wirkt sich das am Ende zwangsläufig negativ auf den Prozess des Bugfixings aus.

Unter dem Strich hat Apple auf das Problem offenkundig damit reagiert, die Betaphasen für Entwickler drastisch zu verkürzen. Bei Leopard dauerte die Betaphase noch deutlich über ein Jahr, mittlerweile sind es wenige Monate. Das mag damit zusammenhängen, dass Mac OS X ausgereifter geworden ist und die Änderungen pro Version immer weniger tiefgreifend werden (iOS ist ohnehin viel kleiner), aber vielleicht ist es auch eine Folge obiger Probleme, und wir müssen dank Nutzern wie Eventus in Zukunft mit weniger ausgereiften OS-Versionen leben …
@Weia
Endlich einmal ein sinnvoller Beitrag und zugleich eine Antwort auf die mk27ja95 gestellte Frage.
mk27ja95
Ja Danke an @Weia für diese sehr nachvollziehbare Antwort
Au weia, andere Hersteller fahren ja sehr erfolgreich public betas...
o.wunder
oh weia
’tschuldigung, Deine Argumentation war mir jetzt einfach zu lang, um sie von vorne bis hinten durchzulesen. Kannst Du die Quintessenz Deiner Gedanken kurz zusammenfassen?
someone
andere Hersteller fahren ja sehr erfolgreich public betas...
Und? Hat Apple bisweilen ja auch schon gemacht.

Eine Public Beta ist aber etwas komplett anderes als eine geschlossene Beta. Die wird, wenn, nach einer geschlossenen Beta freigegeben und ist dann bereits viel ausgereifter. Und wenn eine Firma eine Public Beta veröffentlicht, bereitet sie auch eine entsprechende Infrastruktur für das zu erwartende Feedback vor (= mehr, aber weniger detaillierte Rückmeldungen).

Ein Hersteller kann das machen oder auch nicht. Daraus folgt aber in keiner Weise, dass es ohne Probleme wäre, eine als geschlossen angesetzte Beta als öffentliche „misszuverstehen“.
Weia
Wie oft gab es hier den Unsinnssatz zu lesen, in der Beta-Version xyz seien „keine bekannten Fehler mehr“, die Veröffentlichung stünde also wohl unmittelbar bevor. Dabei bezog sich das jeweils auf einen Beta-internen Kommentar von Apple, der lediglich bedeutete, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Beta-Version den Entwicklern nicht bekannt war, dass sie mit dieser Version neue Fehler gegenüber der Beta-Vorversion eingeschleppt hätten. (Wenn solche Fehler nämlich bekannt waren, aber vor Veröffentlichung der neuen Beta nicht mehr beseitigt werden konnten, wurden die Entwickler auf diese Fehler hingewiesen, um den vollkommen überflüssigen Mehraufwand zu vermeiden, dass x Entwickler den bereits bekannten Fehler nochmals melden.)
Das habe ich etwas missverständlich formuliert, fiel mir gerade auf.
Entwickler = die Entwickler bei Apple, die das OS entwickeln
Entwickler = die externen Entwickler, die die Beta testen

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