Donnerstag, 23. Juli 2015

Microsoft hat mit der neuen iOS-App Send eine Chat-Lösung vorgestellt, die auf reguläre E-Mail-Technologie aufbaut - aber auch Einschränkungen mitbringt. Damit die Text-Chats von regulären E-Mails getrennt bleiben, sind einige proprietäre Anpassungen am E-Mail-Server notwendig. Send ist damit leider noch keine dezentrale, plattformübergreifende und softwareunabhängige Lösung, wie man es auf den ersten Blick erwarten könnte. Vielmehr ist Send in der jetzigen Fassung eine Ergänzung zu Office 365 für Unternehmen und Schulen.

Dennoch bietet es bereits Vorteile, wie man sie von E-Mails kennt. Nach dem Absenden landen Chat-Nachrichten sofort im Posteingang des Empfängers, selbst wenn dieser gerade offline sein sollte. Zudem ist keine weitere Registrierung oder Kontaktverknüpfung notwendig. Die E-Mail-Adresse reicht für den Chat aus. Interessant dürfte sein, ob Microsoft Send wie auch reguläre E-Mail-Dienste mit unerwünschten Nachrichten zu kämpfen hat. Möglicherweise ist das auch ein Grund für die momentane Beschränkung auf Unternehmen und Schulen.

Darüber hinaus ist Microsoft Send momentan nur in Nordamerika verfügbar. Ob und wann die App in anderen Ländern zur Verfügung stehen wird, und dann vielleicht auch mit einer breiten Unterstützung an E-Mail-Diensten, ist bislang nicht bekannt. Entscheidend dafür dürfte der jetzige Alltagstest in Kanada und den USA sein.

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Die US-amerikanische Verbraucherschutzorganisation Consumer Watchdog hat einen offenen Brief an die US-Kartellbehörde FTC gesandt, in dem es die Behörde auffordert, verschiedenen Berichten über wettbewerbsfeindliches Verhalten von Apple nachzugehen. So soll Apple beim Markteintritt von Apple Music auf die drei großen Musiklabels massiv Druck ausgeübt haben, exklusive Inhalte für Apple Music bereitzustellen, die bei konkurrierenden Streaming-Diensten dann nicht erhältlich sind. Dabei weist Apple auch auf vorhandene Marktmacht durch den iTunes Store hin.

Insbesondere hält es Consumer Watchdog für problematisch, dass Apple bereits im Besitz von mehr als 800 Millionen Kreditkarten-Daten ist, durch einen Marktanteil von 40 Prozent bei Musik-Downloads die Vorlieben des Marktes kennt und entsprechend droht, direkt mit Musikern zu verhandeln. Neben Berichten aus involvierten Kreisen sollen auch Dokumente existieren, die ein wettbewerbswidriges Verhalten nachweisen. Insbesondere werde darin deutlich, dass Apple das Freemium-Modell, bei dem kostenfrei Musik gehört werden kann, verabscheue und auslöschen möchte.

Weiterlesen: Exklusivinhalte, App-Beschränkungen, Familien-Option, Regulierung
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Wie aus involvierten Kreisen gemeldet wird, möchte Apple in Kürze das MFi-Lizenzprogramm für Zubehör dahingehend erweitern, dass Dritthersteller auch Ständer für die Apple Watch anbieten können, die über ein integriertes magnetisches Ladepad verfügen. Bislang sind nur Ständer auf dem Markt, in denen das bei der Apple Watch mitgelieferte Ladekabel nachträglich einzusetzen ist, damit die Uhr dann auf dem Ständer magnetisch gehalten und geladen wird. Dieser Umstand beschränkt nicht nur die Möglichkeiten beim Design, sondern verhindert auch, mehrere Lademöglichkeiten parallel zu installieren.

Apple will aber Berichten zufolge die Beschränkung aufheben und zukünftig auch die Ladepads an Zubehörhersteller lizenzieren. Wie in anderen Bereichen wird Apple dabei technologische Bezugsquellen vorgeben und bestimmte Design-Vorgaben machen. Grundsätzlich wären aber mit dem Schritt neue Halterungen möglich, auch in Kombination mit anderen Lösungen wie Radiowecker, iPhone-Dock oder Nachttischlampe.

Weiterlesen: Erstes Zubehör zu Weihnachten?
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Im 10Q-Bericht an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC führt Apple aus, dass die Investitionsausgaben im Jahr 2015 um mehr als eine Milliarde Dollar sinken. Bei den "Capex" (Kurzform für Capital Expenditure) handelt es sich um einen feststehenden Ausdruck, der im Falle Apples Kosten für Werkzeuge, Herstellung, Datencenter, Büroanlagen, Werkstätten sowie Apple Stores umfasst. In den ersten neun Monaten des Finanzjahres 2015 gab Apple dafür 7,3 Milliarden Dollar aus, weitere 4,3 Milliarden Dollar sollen im laufenden Quartal folgen. Im vergangenen Jahr waren es allerdings insgesamt 12,4 Milliarden Dollar sowie zusätzliche 600 Millionen Dollar für Renovierungsarbeiten in den Stores.

Apple führt im Bericht aus, dass man weder notwendige Investitionen zurückfahre, noch etwas an der Produkt-Pipeline geändert habe. Die deutliche Reduzierung der Kosten sei auf effizienteres Ausgabeverhalten sowie sorgfältigere Auswahl von Produktionsmaterial zurückzuführen. Bei Entwicklung und Forschung sparte Apple hingegen nicht. Wie gestern berichtet, stiegen Apples Ausgaben auf den Rekordwert von mehr als zwei Milliarden Dollar innerhalb eines Quartals.
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In seltenen Fällen konnte es dazu kommen, dass aufgrund eines Firmware-Fehlers Datenverlust bei den aktuellen Modellen des MacBook Pro auftrat. Betroffen ist ausschließlich die erst kürzlich aktualisierte Baureihe. Mit dem in der Nacht erschienenen MacBook Pro Flash Storage Firmware Update 1.0 will Apple den Fehler aber beheben. Das Update ist als Download knapp 2 MB klein und erscheint nur dann in der Software-Aktualisierung des Mac App Stores, wenn der Patch auch erforderlich ist. Das MacBook 13" wurde im März aktualisiert und auf Intels neue Broadwell-Architektur umgestellt, das MacBook Pro 15" folgte zwei Monate später. Da Intel die erforderlichen QuadCore-Prozessoren allerdings weiterhin nicht liefern kann, musste Apple das 15"-Modell bei der älteren Hardware-Architektur verweilen lassen (siehe )
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Mittwoch, 22. Juli 2015

Gestern Abend gab Apple neue Entwicklerversionen von OS X El Capitan sowie iOS 9 frei, heute steht nun auch die zweite Public Beta der nächsten großen Systemupdates zur Verfügung. Es handelt sich bei den öffentlichen Testversionen um dieselben Builds wie bei den gestrigen Entwicklerversionen. Ist man bereits Teilnehmer des öffentlich zugänglichen Betaprogramms, so tauchen die Updates über die Software-Aktualisierung des Mac App Stores bzw. in den Systemeinstellungen unter iOS auf. Wer dem Testprogramm noch nicht angehört aber Interesse daran hat, die Vorabversionen zu testen und Apple Feedback zu liefern, kann sich auf dieser Seite für die Teilnahme bewerben:

Während der aktuelle Build von OS X 10.11 El Capitan nur minimale Neuerungen aufweist, nahm Apple bei iOS 9 zahlreiche Änderungen vor. Am wichtigsten ist die Rückkehr von Home Sharing für Music, das mit iOS 8.4 überraschend verschwunden war. Außerdem fügt Apple der Podcast-App Unterstützung für Bild-in-Bild hinzu und überarbeitete die Oberfläche von Handoff. Auch kleinere Anpassungen an Icons zählen zu den kosmetischen Anpassungen, zudem ermöglicht Apple die Deaktivierung von Bing-Ergebnissen ins Spotlight.


Die Neuerungen in El Capitan und iOS 9 hat MacTechNews.de bereits vor einiger Zeit zusammengefasst:
iOS 9
OS X El Capitan
Die Systemvoraussetzungen von iOS 9 und El Capitan
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Wie üblich haben sich zahlreiche namhafte Marktbeobachter zu Wort gemeldet und ihre Einschätzungen zu den gestrigen Quartalszahlen kundgetan. In einem Punkt herrscht große Einigkeit: Angesichts des starken Kursverlustes ist momentan ein guter Zeitpunkt, um Apple-Aktien zu kaufen. Der Kursrückgang spiegle nicht die finanzielle Situation des Unternehmens wieder, das sehr gut aufgestellt sei und mit hervorragenden Zahlen glänze. Merkwürdigerweise ist die Apple Watch in keiner Marktanalyse ein Thema. Die Wall Street konzentriert sich bei der Betrachtung in erster Linie auf Apples wichtigstes Produkt, nämlich das iPhone.

Von RBC Capital Markets ist zu hören, wie hoch die Chancen beim iPhone ausfallen. "Nur" 27 Prozent der iPhone-Kunden sind auf das iPhone 6 umgestiegen, was für das iPhone 6s enormes Verkaufspotenzial biete. Zwar sei Apples Gesamtmarge etwas gesunken, angesichts von Währungsschwankungen sowie Vorbereitungen auf die kommende iPhone-Generation könne man dies keinesfalls als Alarmsignal warten.

Weiterlesen: Durchschnittlicher Verkaufspreis des iPhones, übertriebenes Verhalten der Anleger, Vorbereitungen auf die nächste iPhone-Generation und Apples Rolle als Primus
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Wenn Apple betont, wie wichtig der chinesische Markt ist, so stellt diese Aussage nicht nur eine allgemein gültige Marktanalyse dar. Für Apple ist China ganz konkret der Grund, warum Umsatz und Gewinn weiter rasant steigen. Im ersten Kalenderquartal 2015 hatte Apple in China erstmals mehr Umsatz erzielt, als in ganz Europa. Im zweiten Quartal verzeichnete Apple erneut astronomische Wachstumsraten von über 100 Prozent und setzte sich weit von Europa ab. Beachtlich ist, dass nicht nur die absoluten Zahlen steigen, sondern auch die Wachstumsraten immer noch weiter zulegen.

China-Umsatz weit vor Europa-Umsatz
In konkreten Zahlen bedeutete das letzte Quartal für Apple 10,3 Milliarden Dollar Umsatz in Europa und 13,2 Milliarden Dollar in China. Zwar führen weiterhin Nord- und Südamerika mit 20 Milliarden Dollar - es ist aber wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis sich "Greater China" (China, Hong Kong, Macau und Taiwan) auf Position 1 der Aufstellung vorarbeitet. Tim Cook deutete bereits in der Vergangenheit an, dass er von genau dieser Entwicklung ausgehe, da China noch immer enormes Wachstumspotenzial biete.

Weiterlesen: Welche Risiken der Trend bietet und wie China Apples Produktentwicklung beeinflusst
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Aspyr hat den beliebten Rollenspiel-Klassiker "Star Wars: Knights of the Old Republic II" - kurz KOTOR2 - in einer technisch überarbeiteten Neuauflage für den Mac veröffentlicht. (Zur App: ) Unter dem Titel "The Sith Lords" begibt sich der Spieler 4.000 Jahre vor den Handlungen der Kino-Filme in das Star-Wars-Universum - zu einer Zeit als fast alle Jedi ausgestorben sind und die Sith den Frieden des Universums bedrohen. Der Spieler begibt sich daher auf die Suche nach den letzten Jedi und trifft im Verlauf der Handlung auf weitere Charaktere, die sich ihm anschließen.


Strategisch wichtig für den Spielverlauf ist nicht nur die stetige Verbesserung des eigenen Charakters, sondern auch die Ausbildung und Beeinflussung der Mitglieder. Dabei ist auch entscheidend, ob der Spieler eher der friedfertigen hellen Seite oder der konfliktträchtigen dunklen Seite zugewandt ist. Grafisch ist das Spiel aufgrund des Alters etwas detailarm, bietet aber verbesserte Texturen und Unterstützung von 5K-Displays. Die fesselnde Geschichte kann grafische Defizite jedoch mehr als ausgleichen, weswegen das Spiel auch heute noch von einigen Magazinen als Pflichtspiel angesehen wird.


Die Systemanforderungen sollten dennoch beachtet werden, denn ältere Grafikchip und Grafikkarten werden nicht mehr unterstützt.Die Mindestanforderung an den Mac umfasst außerdem einen Intel-Prozessor mit wenigstens 2,2 GHz, 4 GB RAM sowie OS X 10.9.5. Dafür ist aber Unterstützung für Spiele-Controller der PlayStation 3 und 4 sowie Xbox 360 und One enthalten. Zur Einführung liegt der Preis bei 6,99 Euro. Später soll das Rollenspiel dann für 9,99 Euro erhältlich sein.
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Seit Jahren steigen Apples Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich an. Kein Wunder, immerhin hat Apple auch seit 2007 mehrere neue Produktkategorien ins Sortiment aufgenommen und die weltweite Forschung erheblich ausgebaut. Aus Apples aktuellem Quartalsbericht geht hervor, dass die Investitionen erstmals die Marke von zwei Milliarden Dollar innerhalb eines Quartals überstiegen. Noch vor einem Jahr lag der Wert bei 1,6 Milliarden Dollar. Es ist erst drei Jahre her, dass Apple erstmals mehr als eine Milliarde Dollar pro Dreimonatszeitraum in Entwicklung und Forschung fließen ließ.

Der hohe Anstieg von April bis Juni hängt unter anderem auch mit den Vorbereitungen auf die nächste iPhone-Generation zusammen. In der Vergangenheit war es häufiger so, vor einer großen Produkteinführung auch sprunghaft gestiegene Entwicklungsausgaben beobachten zu können.

Wie üblich weist Apple im Quartalsbericht darauf hin, dass die Ausgaben im Vergleich zu anderen Anbietern verhältnismäßig hoch sind. Allerdings sei es für Apple unverzichtbar, viel in neuartige Technologien zu investieren, da man sich nur so von Konkurrenten absetzen könne. "R&D" (Research & Development) liege in den Genen des Unternehmens, so Apples Erklärung. Das Bild an der Seite der News zeigt übrigens einen Entwurf des neuen Entwicklungszentrums in Yokohama, Japan.
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Neben Apple hat auch Microsoft Quartalszahlen für den Zeitraum von April bis Juni 2015 vorgelegt. Grundsätzlich präsentierte Microsoft ein solides Ergebnis, bei dem zwar der Umsatz um rund 5 Prozent auf 22,18 Milliarden US-Dollar zurückging, die operativen Einnahmen aber mit 6,385 Milliarden US-Dollar fast gleich blieben. Durch die Übernahme der Smartphone-Sparte von Nokia musste Microsoft jedoch rund 7,5 Milliarden US-Dollar abschreiben, womit von den Einnahmen nichts mehr übrig blieb und stattdessen ein Verlust von rund 2 Milliarden US-Dollar zu beklagen ist.

Microsoft-CEO Satya Nadella sieht das Unternehmen aber auf dem richtigen Weg, da in wichtigen Bereichen wie Office 365, der Cloud-Computing-Plattform Azure und Surface sowie Xbox ein zweistelliges Wachstum erzielt werden konnte. Mit der Einführung von Windows 10 dürften viele Bereiche Microsofts einen weiteren Schub erhalten und für zusätzliches Wachstum sorgen. Da ist es auch zu verkraften, dass der Umsatz mit Windows-Lizenzen nun kurzzeitig einbrach.

Sorgenkind bleiben die Lumia-Smartphones, weil sich der Absatz nur durch günstigere Modelle steigern ließ. Mit Umstrukturierungsmaßnahmen und einer Ausdünnung der Modellpalette will Microsoft hier gegensteuern.
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In einem kurzen Tweet mit einfacher Grafik hat Marktforscher Benedict Evans auf eine bemerkenswerte Kennzahl der gestern von Apple vorgelegten Quartalszahlen aufmerksam gemacht. Demnach hat Apple genauso viele iOS-Geräte verkauft, wie der Markt an Windows-PCs absetzen konnte. Im laufenden Quartal werden die iOS-Verkaufszahlen entsprechend dem Wachstumsverlaufs erstmals den von Windows-PCs übersteigen. Damit folgt iOS dem Beispiel von Android, welches diesen Schritt bereits im Frühjahr 2012 vollzog.


Diese Entwicklung hatte Apples verstorbener CEO Steve Jobs erwartet, der die Entwicklung von iPhone und iPad energisch verfolgte, um noch vor der Konkurrenz den möglichen Wachstumsrückgang beim Mac selbst auszugleichen. Mit dem iPhone entstand dann 2007 ein neuer Smartphone-Markt mit enormen Stückzahlen, dem sich die Konkurrenz schnell anschloss, nachdem zuvor BlackBerrry (RIM) den Smartphone-Markt definierte. Das iPad hingegen konnte bislang nicht in ähnlicher Weise an den Erfolg anknüpfen.

Die nächste wichtige Kennzahl wird die Installationsbasis sein, welche eine wichtige Rolle für den Software-Markt einer Plattform spielt. Im Fall von Windows-PCs liegt die Installationsbasis von bei ungefähr 1,5 Milliarden Geräten, während Android hier bereits ungefähr 1,6 Milliarden Geräte vorweisen kann. Sofern die Verkäufe von iOS-Geräten weiterhin entsprechend hoch ausfallen und keine Marktsättigung zu bemerken ist, dürfte auch iOS mittelfristig an Windows-PCs vorbeiziehen.
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Es ist nicht ungewöhnlich, dass Apples Aktienkurs nach Verkündung der Quartalsergebnisse erst einmal nachgibt. Egal ob die Nachrichten gut oder schlecht waren, es findet sich immer eine nennenswert große Gruppe an Anlegern, die sich von den Wertpapieren trennt ("Buy the rumor, sell the fact" - Aktien kaufen, wenn es Gerüchte zu positiven Entwicklungen gibt, verkaufen, wenn die Daten da sind). Das gestern verkündete Quartalsergebnis führte ebenfalls direkt dazu, dass Apples Aktienkurs auf einen Schlag stark nach unten ging. Das Minus lag innerhalb weniger Minuten bei satten 6,5 Prozent, sodass ein Wertpapier nur noch knapp 112 statt etwas mehr als 120 Euro wert war. Wer sich noch nie eingehender mit Börsenkursen beschäftigte, hält eine solche Reaktion vermutlich für sehr verwunderlich und kaum nachvollziehbar.

Ein Blick auf die ersten Einschätzungen zeigt, was für Verunsicherung der Anleger sorgte. Kurz und knapp ausgedrückt: Es war ein Rekordquartal mit beeindruckenden Werten, aber den Erwartungen nach hätten die Rekorde noch höher ausfallen sollen. Außerdem prognostizierte Apple für das laufende Quartal "nur" Umsätze von 49 bis 51 Milliarden Dollar. Da die nächste Generation des iPhones wahrscheinlich erst wieder Ende September auf den Markt kommt, wäre dies allerdings ein sehr guter Wert - immerhin dürfte es dann der Großteil der potenziellen iPhone-Kunden wirklich mitbekommen haben, dass bald neue Modelle anstehen.

Im aktuellen Fall kann wohl nur noch die Rede von überzogener Erwartungshaltung bzw. sensationsheischender Meldungen zum angeblich durchwachsenen Ergebnis sein. Angesichts der Werte ist das an vielen Stellen zu lesende "Apple enttäuscht Anleger" oder gar "iPhone-Absatz enttäuscht", nur weil manche Prognosen noch höher lagen, nicht gerechtfertigt. Letztgenannte Schlagzeile eines großen Börsenportals wurde allerdings inzwischen korrigiert - nun enttäuscht nur noch die Prognose, nicht jedoch mehr das Ergebnis. Apple ist dennoch in einer schwierigen Situation: Wenn selbst ein Zuwachs von über 30 Prozent von Jahr zu Jahr nicht mehr ausreicht, wird es in Zukunft immer schwerer, den Erwartungen gerecht zu werden.
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Mit der vierten Beta-Version von iOS 9 hat Apple eine Änderung im App Store vorgenommen, wodurch Beta-Tester in Previews von iOS keine App-Bewertungen und Berichte vornehmen können. Grund dafür sind vermutlich die oft noch unvollständigen Änderungen an App-Schnittstellen, wodurch sich manche Apps über den Zeitraum einiger Testversionen gar nicht oder nur noch eingeschränkt nutzen lassen. Ob die Blockierung der Ap-Bewertungen eine Ausnahme darstellt oder aber zukünftig alle Beta-Versionen betrifft, ist bislang unklar.

In der Vergangenheit führte die Möglichkeit der App-Bewertung dazu, dass Teilnehmer des öffentlichen Beta-Programms teilweise ungerechtfertigte negative Bewertungen im App Store abgegeben haben. Dabei handelte es sich in manchen Fällen ganz offensichtlich um einen Fehler seitens Apple, der dann App-Entwicklern angekreidet wurde. Dies konnte beispielsweise iCloud-Anbindung betreffen, fehlerfreie grafische Darstellung oder aber die allgemeine Zuverlässigkeit der App.

Grundsätzlich - und darauf weist Apple auch hin - sollten Beta-Versionen von iOS und OS X nicht auf Produktivsystem zum Einsatz kommen, da ein Datenverlust nicht ausgeschlossen werden kann. Wer dies dennoch tut, sollte vor der Installation sowie in kurzen Intervallen danach Sicherungskopien mithilfe von Time Machine oder einer anderen Backup-Lösung erstellen, um im Notfall Daten wiederherstellen zu können.
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Dienstag, 21. Juli 2015

Auf der Quartalskonferenz machte Apple heute noch einmal klar, dass man sich nicht zu den exakten Verkaufszahlen der Apple Watch äußert - und dies auch für die Zukunft nicht plant. Dennoch erlaubt eine Aussage von Finanzchef Luca Maestri eine etwas genauere Abschätzung. Seinen Angaben zufolge verkaufte sich die Apple Watch in den ersten neun Wochen nach Verkaufsstart besser, als es bei iPhone und iPad im selben Zeitraum der Fall war.

Das iPhone brachte es im ersten Verkaufsquartal auf eine Million Exemplare, beim iPad waren es zu Anfang rund drei Millionen Stück. Geht man demnach also von rund drei Millionen verkauften Apple-Smartwatches aus, so ist die Apple Watch mit gewaltigem Abstand die erfolgreichste Smartwatch auf dem Markt. 2014 brachten es sämtliche Smartwatch-Hersteller vereint auf gerade einmal vier Millionen Verkäufe.

Man darf gespannt sein, wie sich die Umsätze der Kategorie "Sonstige Produkte" im nächsten und übernächsten Quartal entwickeln. Große Diskrepanz herrscht momentan bei Marktbeobachtern, ob die Verkaufszahlen noch immer auf gutem Niveau liegen oder ob das Interesse stark eingebrochen ist.
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